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Einträge aus der Kategorie Buecher

alles rund um die Literatur

Briefe an Prominente in der KA-Montagsbar

Inzwischen bin ich immer noch im Dezember, doch so langsam rückt das neue Jahr in fast greifbare Nähe, obgleich jenes inzwischen auch schon wieder vier Monate alt ist, jedenfalls gab es auch Mitte Dezember mal wieder eine KA-Montagsbar.
Theater war angesagt, und zwar "Briefe an Prominente" von Nici Halschke.

Gleich zu Beginn ging es um Wikipedia-LinkBrit, wo ich natürlich gleich an das Seitenschwein denken mußte!
Weiter ging es über Wikipedia-LinkJonny Cash zu Rudi Völler. Natürlich nicht ohne das allseits bekannte Liedchen "Es gibt nur ein Rudi Völler". Bei dieser Gelegenheit mußte ich zurück an meine Abizeit denken, denn da wurde in einer Nachtundnebelaktion in einer sagenumwobenen Sägemühle dieses Lied spontan umgedichtet und hat es, soweit ich mich erinnere, bis zum Abiball geschafft, obgleich die Aufnahme nicht die beste Qualität hatte. Das waren noch Zeiten. Und natürlich gibt es nur eine!


Das gesamte Stück stand unter dem Motto Never meet Your idols.
Die Briefe waren doch ganz nett anzuhören und vor allem auch anzusehen. Alles in allem eine gelungene und sehr unterhaltsame Darbietung.
Und bei dieser Gelegenheit war ich bisher zum ersten und einzigen Mal im Stadtwiki KAErdbeermund.


Und nun noch Teil zweihundertundvierzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
18.12.2006, kurz vor halb zwölf Uhr nachts, 5°C

Buecher .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 01.05.2007 um 20:01:36 Uhr

Philosophie & Wurst

Und nochmal zurück ins letzte Jahr, mitte Dezember habe ich mir mal wieder ARDdruckfrisch mit Wikipedia-LinkDenis Scheck angeschaut.

In dieser Sendung ARDempfahl er von Alexandre Dumas "Das große Wörterbuch der Kochkunst" mit dem Kommentar "ein Buch, das einen durch dick und dünn begleitet". Naja, Kochbücher finde ich persönlich nicht so extrem spannend, aber zuweilen durchaus nützlich.

Als sich Scheck über ARDWiglaf Droste, Nikolaus Heidelbach, Vincent Klink: Wurst ausließ mußte ich spontan an ein Feedreader-social-was-weiß-ich-noch-alles-Online-Tool mit dem Codenamen "Wurst" denken, das vermutlich niemals auch nur die Pre-Alpha-Phase in Ansätzen erreichen wird ... aber zurück zu den Büchern.

Das neuste Buch von Peter Sloterdijk mit dem Titel ARDZorn und Zeit (punktpunktshop) ist in den Augen Schecks eine Sensation. "Ein großes Denkbuch und Leseabenteuer". Wenn ich einmal die Zeit finde will ich mir dieses Buch tatsächlich mal durchlesen. Außerdem wohnt Sloterdijk ja in Karlsruhe.


Als ARDDenis Scheck die Top Ten kommentierte war ich an mindestens einer Stelle anderer Meinung. Besser gesagt, damals war ich mir noch nicht sicher, ob ich anderer Meinung bin, inzwischen hab ich das Buch aber gelesen und kann der Kritik überhaupt nicht zustimmen.
Ich meine "Lob der Disziplin. Eine Streitschrift" von Bernhard Bueb, das auf Platz 10 war. Scheck kommentierte das Buch mit "überlebte Rohrstockpädagogik", doch das zeigt meiner Ansicht nach höchstens, daß er das Buch nicht aufmerksam genug gelesen hat.
Natürlich hat Bueb manche Ansichten, die vielleicht nicht unbedingt "modern" sind, trotzdem fand ich das Buch wirklich gut. Aber dazu werde ich sowieso mal ausführlicher etwas schreiben.

Über Henryk M. Broders Hurra, wir publizieren kapitulieren! Von der Lust am Einknicken sagte er: "Er hat fast nie recht, ist aber immer amüsant." Seine Thesen seien grundfalsch und sichern seinem Verfasser einen Platz an jedem deutschen Stammtisch.

Lobend als gutes Buch erwähnte er Frank McCourt: "Tag und Nacht und auch im Sommer", doch das Lob hielt nur kurz, denn darauf folgte "Leben mit Herz und Seele" von Dietrich Grönemeyer, das "so substanzlos und hohl ist, daß es in Milch schwimmt". Ein Punkt für Scheck, den Satz muß man sich merken.

Dem Buch Süßer Vogel Jugend oder Der Abend wirft längere Schatten von Hellmuth Karasek stellt er Platz 11 der Liste gegenüber, Älter werden von Wikipedia-LinkSilvia Bovenschen, das Karaseks Buch in den Schatten stellt. Trotzdem soll sich die Lektüre des Karasek-Buches lohnen.

Das nächste Buch ín der Liste, das wohlwollend komentiert wurde war "Ich nicht. Erinnerungen an eine Kindheit und Jugend" von Wikipedia-LinkJoachim Fest, das "auf lange Zeit eine Landmarke in der Biographenliteratur bleiben wird".

Die Nummer zwei der Liste schnitt dafür umso schlechter ab. Aus gutem Grund, schließlich handelte es sich um "Entscheidungen. Mein Leben in der Politik" von Gerhard Schröder. Ein Buch mit dem "Nachrichtenwert einer Geburtstagszeitung", das "Schaudern auslöst angesichts des intellektuellen Formats des einstmals mächtigsten Manns der Bundesrepublik".
Und so ging es auch gleich noch mit "Ich bin dann mal weg" von Hape Kerkeling weiter, dem er trocken empfahl: "Was das komplette ausfüllen derartiger Vakua angeht empfehle ich es, statt mit Gott es einfach mal mit weihnachtlichen Plätzchen zu versuchen, damit habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht ..." - da kann man natürlich auch anderer Ansicht sein ...


Soviel erstmal zum Thema Bücher. Reicht ja auch.

Buecher .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 01.05.2007 um 12:47:13 Uhr

Thea, Ketil und der Sozialkontrakt

Wie schon angekündigt bleibe ich noch kurz beim Thema Literatur. Einige Tage, nachdem ich Wikipedia-Linkdruckfrisch zum ersten Mal gesehen hatte stieß ich schon auf die nächste Literatursendung, die sich jedoch stark von druckfrisch unterscheidet. Sie heißt SWRLiteratur im Foyer und läuft "im Dritten", beim SWR.

Mitte November ging es auch dort um Wolf Haas und sein Buch "Das Wetter vor 15 Jahren". Doch in dieser Sendung werden nicht, wie bei druckfrisch Interviews geführt, sondern es ist mehr ein Gespräch zwischen mehreren Gästen. Moderiert hat SWRdiese Ausgabe (RTF-Datei) die sympathische Wikipedia-LinkThea Dorn.
Zu Gast waren außerdem Wikipedia-LinkMichael Stürmer mit seinem Buch "Welt ohne Weltordnung. Wer wird die Erde erben?", Wikipedia-LinkGabor Steingart aus dem Wikipedia-LinkSpiegel Hauptstadtbüro mit "Weltkrieg um Wohlstand - Wie Macht und Reichtum neu verteilt werden und Wikipedia-LinkChristoph Peters mit Ein Zimmer im Haus des Krieges.

Ich hab mir damals einige Aussagen notiert, die ich interessant fand.
So sieht Steingart China und Indien als "Angreiferstaaaten", weil "die im fernen Osten greifen mit anderen Bedingungen als die "westlichen Staaten" um die selbe Arbeit". Diese Idee ist nicht völlig von der Hand zu weisen, wenn man an die vielen (billigen) Produktionsstätten in diesen Ländern denkt.
Stürmer malte denn auch ein eher dunkles Bild mit seiner Aussage, daß unser Sozialkontrakt langsam aber sicher angepaßt werden müsse - "und zwar nach unten".
Weiter fällt Steingart zu China ein, daß wir da von einer gelenkten Marktwirtschaft attackiert werden, mit der wir noch nie zu tun hatten. Die Aussage ist der ersten von mir angeführten an sich sehr ähnlich, hätte er sich, oder zumindest ich mir hier, vielleicht sparen können.
Stürmer zeigte im Folgenden, daß er des Lateinischen mächtig ist und klärte darüber auf, daß Wikipedia-LinkTerror ja an sich "Schrecken" heißt und kommentierte dazu:
"Gefahren, die da sind sehen!" Weiter ging es noch mit einem kurzen diagnostischen Blick auf Europa: "Vielleicht hat Europa nicht nur nen Schnupfen, sondern ne Lungenentzündung."
Schließlich outete sich Steingart noch, daß er immer das günstigste kaufe und kommt zu dem Schluß: "Der Kunde ist das neoliberalste, was es gibt."

Warum ich nun keinerlei Zitate von Wolf Haas und Christoph Peters präsentieren kann weiß ich nicht, vermutlich haben sie nicht soviel gesagt, oder ich hab ihre interessanten Sätze verschlafen. Passend dazu gab auch Thea Dorn allen zum Schluß noch einen weisen Rat mit auf den Weg: "Nehmen Sie ein gutes Buch mit ins Bett - Bücher schnarchen nicht."

Und über den schriftstellenden Jazzmusiker Ketil Bjørnstad nun noch kurz ein Abstecher zur Musik.
Ich bilde mir ein, es müßte an einem Freitagabend gewesen sein, wohl einer meiner bisher letzten Autofahrten nach Schmiden, kurz vorm Wikipedia-LinkHeslacher Tunnel von oben her kommend erfuhr ich, wessen Klänge die letzte Sendung auf SWR2 untermalt hatten, nämlich eben welche von diesem Ketil Bjørnstad. Da nahm ich mir vor, daß ich mich mal informieren müßte, wer denn das genau sei, denn die Musik gefiel mir nicht übel. Auf der SWR2-Website wurde ich damals auch fündig, nur finde ich diese Stelle nicht wieder, sonst wüßte ich auch, aus welcher CD etwas gespielt wurde. Aber so wichtig ist das nicht, denn gegen Weihnachten beschloß ich dann, daß ich mir einfach mal irgendeine CD kaufen könnte. Primär wollte ich Rainbow Sessions, denn 3 CDs für rund 25 EUR erschienen mir eine günstige Gelegenheit, und wo ich schon dabei war bestellte ich dann eben auch noch Epigraphs (mit David Darling) - jedoch nicht bei Amazon sondern bei einem kleineren Versender. Dummerweise kam und kam dann wochenlang nichts. Als ich mal nachfragen wollte kam meine E-Mail zurück, was allerdings an diversen Unfähigkeiten unseres Noch-Providers lag. Doch ich hatte dann keine Lust meine Nachfrage noch einmal abzuschicken. Etwa eine Woche später kam dann die Nachricht, daß "Rainbow Sessions" nicht mehr lieferbar sei. Ich hatte dann bei einigen weiteren Versendern angefragt und keiner konnte sie liefern, aber inzwischen hatte ich ja schon beschlossen, daß ich sie gerne hätte. Schließlich hatte ich bereits bei einem dieser Amazon-Händler die CD (zu einem horrenden Preis) bestellt, als ich zufällig auf meinem Weg durch Karlsruhe beim Saturn vorbeischaute - und wider Erwarten lag da noch ein Exemplar genau dieser 3er-CD-Box herum. So kam ich also doch noch günstig an die CDs - mehr über den Inhalt dieser Tonträger irgendwann einmal.


Und nun noch Teil zweihundertundneunundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
18.11.2006, kurz vor viertel zwei Uhr nachts, 13°C

Buecher .. linken .. kommentieren (2) .. von Götz Bürkle am 11.03.2007 um 01:47:51 Uhr

Denis Scheck druckt unterhaltsam frisch

Nachdem mein letzter Eintrag ein Filmtip war nähere ich mich wieder eher dem vorletzten Eintrag an, denn auch jetzt geht es wieder um die Sprache, jedoch nicht nur um plumpe Sprüche sondern um "richtige Literatur".
Es war schon irgendwann im November, als ich mehr zufällig auf eine interessante Literatursendung im Ersten stieß: ARDdruckfrisch.

Wikipedia-LinkDenis Scheck, ein mir bis dato völlig unbekannter Mann, ARDempfahl zu Beginn der Sendung Robert Harris, genauer Imperium von Wikipedia-LinkRobert Harris (als Hörbuch, auf Englisch, als Hörbuch auf Englisch). Und nebenbei empfahl er gleich noch die Tusculum Reden von Cicero in der zweisprachigen Ausgabe.

Weiter ging es mit dem neuen Gedichtband von Wikipedia-LinkWolf Biermann: ARD"Heimat" (als Buch oder als Hörbuch).

Als "science in fiction" und "Literatur für Informatiker" pries Scheck Dirac von Wikipedia-LinkDietmar Dath - wer muß da nicht sofort an das allseits bekannte Wikipedia-LinkDiracmaß denken ... aber Statistik 1 und 2 liegt zum Glück inzwischen schon ein paar Semester hinter mir.

Noch begeisterter verlief die ARDUnterhaltung mit Wolf Haas über Wikipedia-Linkdessen Roman Das Wetter vor 15 Jahren (Wikipedia-Linksiehe auch in Wikipedia), den Scheck als den schönsten Liebesroman der Saison bezeichnet. Zum Namen "Vittorio Kowalski" fiel Scheck gleich ein: "Wer so heißt ist ne Romanfigur". Der ganze Roman besteht aus einem Gespräch mit der "Literaturbeilage".
Das klingt alles irgendwie interessant, wenn ich mal wieder Zeit habe sollte ich mir das Buch mal anschauen ... wie auch die anderen Empfehlungen.


Die Sendung besticht durch ihre interessante, vielleicht etwas unkonventionelle, Kameraführung, die nicht so recht zu einer seriösen Literatursendung passen will. Aber so kommt eben etwas mehr Bewegung in eine an sich von Worten dominierte Sendung.


Am Ende ARDkommentiert Denis Scheck noch die Top Ten, sehr unterhaltsam.
Anstatt eines in der Top Ten gelisteten Buchs empfiehlt er lieber Zeit. Der Stoff, aus dem das Leben ist. Eine Gebrauchsanleitung von Wikipedia-LinkStefan Klein (als Hörbuch).
Die beiden Lokalkrimis "Seegrund" und "Eifel-Kreuz" ernten einen gnadenlosen Verriß. Ebenso Charlotte Link mit "Das Echo der Schuld", was er damit kommentiert, daß nicht nur die Figur in ihrem Roman sondern auch die Autorin Schiffbruch erleidet.
Doch als Nummer eins kommen noch Die Habenichtse von Wikipedia-LinkKatharina Hacker (als Hörbuch), was Scheck als Juwel bezeichnet.


Nun, wer aufmerksam die verlinkten druckfrisch-Seiten gelesen hat wird merken: Um in den Genuß der Kommentare von Denis Scheck zu kommen müßte man die Sendung nicht einmal anschauen, weil die Texte netterweise auch online nachzulesen sind, trotzdem kann ich die Sendung empfehlen, irgendwie macht der Scheck das einfach gut.


Das waren nun viele Verweise auf viele lesenswerte Bücher und ich kann schon soviel sagen, der nächste Text hier wird sich auch um Bücher drehen, aber vermutlich kürzer werden. Mal sehen, aber jetzt gibt es hier wenigstens mal wieder etwas Neues zum Lesen und auch wenn ich mal wieder ein paar Wochen Pause machen sollte enthält der Text genug Verweise zu alternativem Lesestoff ...


Und jetzt zu guter Letzt noch die (vermutlich ;) lang ersehnten Teile zweihundertundsechsundzwanzig, zweihundertundsiebenundzwanzig und zweihundertundachtundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
25.10.2006, kurz nach elf Uhr nachts, 12°C
29.10.2006, kurz vor halb acht Uhr abends, 17°C
05.11.2006, kurz nach acht Uhr abends, 8°C

Buecher .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 08.03.2007 um 02:30:35 Uhr




zuletzt geändert von Götz Bürkle am 16.04.2008 ..

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