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Einträge aus der Kategorie Studium
Alles, was mit dem Studium zu tun hat
Der Lauf eines gemeinen Tages
Es ward gar früh am Morgen, da hieß mich mein Wecker aufzustehen um der gemeinen Bildung nachzugehen. Nach kurzem Zögern folgte ich gehorsam seinem Ruf und machte mich bereit das Haus zu verlassen.
An jenem Nachmittage jedoch, an dem ich selbst noch voller Bemühen mein Wissen zu vermehren gesucht haben werde sollten gewisse Zähler an diesen neumodischen Öfen abgelesen werden, was mich veranlaßte mein Heim des morgens wohlgeordnet zu verlassen. Man wollte ja den ungebetenen Besuch nicht verschrecken.
Doch dies war noch die kleinste Mühsal, welche mir des Morgens widerfuhr. Eilends brach ich behende auf, um noch zur rechten Zeit meine Studien des heutigen Tages beginnen zu können.
Ob dieser unglücklichen Hatz war mir natürlich keine Möglichkeit zur gesitteten Nahrungsaufnahme gegeben, weswegen ich am Platz der Kronen kurz vor meinem Ziel fix mir einen Halbmond zu besorgen plante, weil ich drohte in den folgenden Stunden vom Fleisch zu fallen, wie die Leute so zu sagen pflegen.
Doch des Essens war mir nicht genug, nach einem Trank gelüstete es mir! Jawohl, ein Trank. Da wollte ich, schlau und gewitzt, mir einen kalten Trunk besorgen, um meine knappe Zeit nicht zu sehr strapazieren zu müssen. Ihr wißt ja, tempus fugit! Doch unglücklicherweise bestand ich in unüblicher Umnachtung im Laden auf einer Mixtur des Namens Eisschokolade, anstatt wie eh und je einen einfachen Becher dieses ordinären Shakes mir zum Wohle bereiten zu lassen. Der freundliche Herr zuvorkommend mehrmals sich Versicherung einholte, worauf ich in vollster Überzeugung meine unerhörte Order bestätigend ihm entgegenhielt. So sollte es sein, ja, nicht nur, so war es.
Nach diesem groben Fauxpas war es an mir, diese kalte Suppe auszulöffeln um mit kurzer Verspätung schließlich an den Pforten der Lehre anzukommen.
Schon bald bahnte sich das nächste Unheil seinen Weg. Nachdem die ersten Lehren vernommen waren ging es an die weitern. Unterhaltend sitzend hinten fand ich mich mit Freunden ein. Wir pflegten große Konversationen, was den Professor zu irritieren schien, obgleich wir nicht die einzigen zu sein schienen, vielleicht auch doch. Jedenfalls bezichtigte dieser mich an meinem Nachbarn zu vergehen. Verschmitzt wurde angemerkt, ich habe jenen meinen Nachbarn "angebaggert" - welch unerhörte Anklage! Meinen Nachbarn, wohlgemerkt, nicht meine gar nicht unansehnliche Nachbarin, welche just in diesem Momente, um die Unglücklichkeit der Situation auf die Spitze zu treiben, wahrlich schweigend gewesen war. Nach dieser unorthodoxen Ermahnung verliefen die Zeiten eine Weile gewöhnlich.
Die restlichen Lehren des Tages glichen eher Leeren. Es grenzt an ein Wunder, zu welch mannigfaltigen überflüssigen Fragen diverse Kommilitonen sich in Ihrer planlosen vermeintlichen Allwissenheit hinreißen lassen.
Man könnte sagen, ich litt wie ein Hund unter dieser langen Weile, welche sich in jenen zwei meiner letzten Veranstaltungen des Tages so ausbreiteten, daß es nicht nur meiner Wenigkeit geradezu unangenehm gewahr.
Zwischendurch ereilte mich noch die vergleichsweise erträgliche Pein beim Arbeiten auf eine einfache Idee nicht selbst gekommen zu sein, sondern vom Kollegen auf eine derartige Trivialität hingewiesen zu werden, daß es schon fast zu traurig wäre es überhaupt nur zu erwähnen. Doch das wir mir noch die größte Freude.
Wenigstens kann ich berichten, daß der gesellige Abend überaus erfreulich ward und mich, wenn man das so sehen wollte, für die lästigen kleinen Qualen und Unannehmlichkeiten des Tags über mehr als nur entschädigte. Zur Weisheit, ja zur Weisheit! gereichte er mir. So sieht man, wie sich der Kreise schließt und zum Schluß doch trotz eines unerfreulichen Verlaufs ein überaus erfreuliches Ende stehen kann. Zur Weisheit und Erkenntnis gereichte mir übrigens nicht nur meine wohl geschätzte Gesellschaft, sondern mindestens ebenso ein neues Druckwerk, welches ich auf meinem Schreibtische vorfinden durfte, als ich den mühsamen Weg zurück von meinen Studien genommen hatte. Doch damit will ich Euch ein ander Mal erfreuen, es verdient die ausführlichste Würdigung an diesem Platze.
Studium .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 16.05.2007 um 01:00:20 Uhr
Was machen Sie denn eigentlich?
Ende Dezember war ich, weil ich ja im Wintersemester Tutor für Softwaretechnik gewesen war, auf der Institutsweihnachtsfeier beim IPD. Das war auch ganz nett. Nur ist es vielleicht ein wenig ungeschickt, wenn man seinen Nebensitzer fragt, was er denn so am Institut machen würde und der einem antwortet, er habe einen Lehrstuhl hier ... aber man kann ja nicht jeden Professor kennen. Kann ja mal passieren, sowas.
Das nur kurz für zwischendurch, außerdem muß ich ja die letzte Temperaturangabe vor Weihnachten noch irgendwie platzieren.
Deswegen nun Teil zweihundertundeinundvierzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
22.12.2006, kurz vor viertel drei Uhr morgens, 3°C
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 04.05.2007 um 09:21:46 Uhr
Zu Besuch beim Montageprofi
Ich gebe gerne zu, mein vorletzter Eintrag war eher langweilig, größtenteils inhaltslos und schlecht nicht unbedingt hervorragend. Zumindest größtenteils. Deswegen nun etwas hoffentlich spannenderes, das sich ebenfalls Mitte November ereignete. Auf dem Plan stand eine Exkursion zu
Würth nach
Künzelsau-Gaisbach im Rahmen der Vorlesung Unternehmensberatung und Management von Prof. Dr. Hagen Lindstädt.
Nach zeitiger Abfahrt in Karlsruhe kamen wir früh auf dem Firmengelände in Gaisbach an. Das Programm startete nach einem kurzen Frühstück mit der Begrüßung durch die Pressesprecherin
Sarah Meckel. Da wurde auch gleich ein toller Imagefilm mit netten Schwaben und tollen Tieren gezeigt.
Anschließend wurden wir in mehreren Gruppen durch die Logistikzentren geführt. Sehr interessant, was man da alles sehen konnte.
Nach dem Rundgang nahm sich
Reinhold Würth persönlich rund eine Stunde Zeit uns vieles zu erzählen. Unter anderem auch seine Ziele, wo er Würth 2016 sieht: 16 Mrd. Euro Umsatz und 100 000 Mitarbeiter. Aktuell haben sie rund 7 Mrd. Euro Umsatz und 50 000 - 54 000 Mitarbeiter.
Die einen denken nun vielleicht, der Mann leide an Größenwahn - diejenigen muß ich jedoch enttäuschen. Wie auch schon bei seinem Vortrag an der Uni im Jahr 2005 hat er auch in diesem Vortrag wieder erwähnt, daß er mit seinen Zehnjahreszielen bisher meistens richtig lag. Und das stimmt auch. Insofern bin ich gespannt, wie die Würth-Zahlen im Jahr 2016 tatsächlich aussehen, aber mich würde es nicht wundern, wenn er wieder richtig gelegen wäre!
Reinhold Würth ist eine wirklich beeindruckende Persönlichkeit.
Ich hab mich nur ein wenig gewundert, daß er selbst auch einen Firmenausweis offen herumtrug - ihn kennen doch sowieso alle und er kommt doch bestimmt auch ohne Karte überall rein, wo er rein will.
Ein Satz, der genau so auch von
Götz Werner hätte kommen können (der ja inzwischen den Lehrstuhl "besitzt", der mit Reinhold Würth ins Leben gerufen wurde) war:
Nicht Wissen ist Macht, sondern:
Wissen ist Schlaf, Handeln ist Macht.
Nach diesem interessanten Vortrag gab es dann ein Mittagessen in der Würth-Kantine. Auch darüber kann ich nicht klagen.
Einige werden sich schon wundern, warum ich bisher mit noch keiner Silbe die Kunst erwähnt habe. Ganz einfach: Das Thema Kunst wurde erst am Mittag so richtig interessant.
Zum einen hatten wir einige Zeit uns die Attersee-Ausstellung im Verwaltungsgebäude in Gaisbach anzusehen, zum anderen ging es später noch nach Schwäbisch Hall in die Kunsthalle Würth.
Zuerst jedoch einige Sätze zu
Christian Ludwig Attersee im Museum Würth - inzwischen wird da für eine neue Ausstellung umgebaut, wie ich gerade gelesen habe. Ich persönlich habe den Namen
Attersee dort zum ersten Mal gehört. Auffallend an seinen Werken ist, daß man auf vermutlich 80 - 90% aller Bilder irgendwo eine nackte Frau findet. Ich muß zugeben, viele Bilder fand ich nicht so überragend, aber es waren auch einige dabei, denen ich etwas abgewinnen konnte, ich kann sogar sagen, daß sie mir sehr gut gefallen haben. Diese hatten, wie auch die übrigen, teils wirre, teils einfach nur seltsame Namen wie Kuhwunsch, Es werde Licht, der verliebte Hammer, ...
Außer den Frauen, die - das wissen wir ja alle - immer ein attraktives Motiv abgeben, tauchen oft in seinen Bildern Wasser oder Wellen auf. Ab und zu sieht man auch einen Hammer.
An einer Wand im
Museum Würth hing ein Transparent mit einem Gedicht darauf, und ein Satz, ich meine es war sogar der letzte, macht deutlich, warum der werthe Herr Attersee so viele Frauen in seinen Bildern unterbringt: "Er malt, was er begehrt."
Nach diesen Eindrücken wurden wir im Bus nach
Schwäbisch Hall chauffiert. Da mußte ich natürlich gleich an die berühmt-berüchtigte alte Sägemühle in
Eschenau denken ... (der Eingeweihte weiß, was es mit diesem Örtchen auf sich hat und wird in diversen Erinnerungen mit Schafen, Natives, Gießkannen und so weiter schwelgen, der Unwissende liest einfach weiter und kümmert sich nicht weiter um diese Randnotiz).
Nun kamen wir also in den Genuß der
Kunsthalle Würth. Die Ausstellung, die ich gesehen habe ist nur noch bis zum 18.03.2007 dort zu sehen, aber danach gibt es bestimmt auch wieder etwas, was sich lohnt. Streng genommen waren es sogar zwei Ausstellungen. Unten wurden Werke von
Horst Antes unter dem Titel "und morgen male ich vielleicht ein Bild" gezeigt. Und ich muß sagen: Antes geht mal garnicht! Aber wenigstens weiß ich jetzt, wer diese häßliche Skulptur vorm oder im Chemie-Gebäude auf dem Campus verbrochen hat ...
Kopffüßler nennen ich diese undefinierbaren und grottenhäßlichen Gebilde übrigens.
Aber die zweite Aussstellung oben unter dem Motto "Literatur kann man sehen." hat mich begeistert. Dort wurden drei Ausstellungen zu drei berühmten Literaten gezeigt:
Hans Magnus Enzensberger,
Günter Grass und
Hermann Hesse.
Bei Grass fand ich vor allem den Zyklus "Mein Jahrhundert", wo er zu jedem Jahr des vergangenen Jahrhunderts ein Bild gemalt hat, gut.
Die Ausstellung zu Enzensberger stand unter dem Titel "WortSpielZeug". Gezeigt wurden Installationen, Spielzeuge, Dinger, an denen man rumdrehen und rumdrücken konnte. Da waren wirklich interessante Sachen dabei.
Aber von den Bildern her am besten gefallen hat mir wohl der Teil zu Hesse. Der hat also nicht nur geschrieben, sondern auch gemalt. Gezeigt wurden hauptsächlich Landschaftsbilder. Die einen sagen schön und idyllisch, die anderen vielleicht langweilig. Mir haben sie jedenfalls gefallen.
Nachdem wir alles gesehen hatten und zum Schluß noch eine Stärkung für den Heimweg zu uns nehmen konnten nahm jeder noch seine Würth-Tüte mit nach Hause, in der neben dem
Geschäftsbericht und einigen Broschüren auch das Buch "Reinhold Würth. Der Unternehmer und sein Unternehmen." von Ute Grau und Barbara Guttmann drinlag. Da hab ich nun also ein weiteres Buch das darauf wartet endlich gelesen zu werden ...
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 14.03.2007 um 01:25:19 Uhr
Selten dämliche Drucker-Verkonfrickuration
Ich studiere inzwischen ja schon im siebten Semester an der Universität Karlsruhe (TH), doch bisher mußte ich noch nie ein Skript in der Fakultätsbibliothek der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften ausdrucken. Und damit hatte ich wohl Glück. Heute hatte ich nun zum ersten mal in meinem Leben das Vergnügen.
Da darf man sich an einen Rechner setzen, Powerpoint- und PDF-Dateien aufmachen und "auf dem mittleren Drucker" drucken. Benutzername und Paßwort für den Drucker stehen auch gleich auf einem Aufkleber am Monitor. So weit so gut, nur woher soll ich wissen, wie der "mittlere Drucker" heißt? Ok, bei genauerem Hinsehen stellte sich heraus, daß eh nur ein Drucker auf dem Windows XP eingerichtet ist, auch gut. Also den genommen und nen Druckauftrag rausgeschickt. Und ich fragte mich, wofür ich denn den Benutzernamen und das Paßwort brauchen sollte, klappt doch alles auch so.
Naja, das war ja noch ganz nett. Dann denke ich mir: Moment, wie wird das denn abgerechnet? Naja, das war relativ einfach rauszufinden, denn wozu hängen neben den Kopiererdruckermonstern sonst Fricard-Leser, also hab ich meine Karte reingeschoben und schwubs die wubs kamen schon meine Folien raus. Toll.
Leider hatte ich nur 92 Eurocent (was für ein blödes Wort, übrigens) auf meiner Fricard, aber ich dachte mir, ich drucke einfach mal solange, wie es reicht. Ich hab ja auch nirgends gelesen, wieviel eine Kopie eigentlich kostet und erst recht nicht, wie duplex abgerechnet wird.
Naja, beim dritten Foliensatz (waren immer nur so 1-5 Seiten pro Satz) meldete sich schlagartig der Kartenleser, spuckte meine Karte fast in hohem Bogen aus und teilte mir über sein Display sowas wie "zuwenig Saldo" oder irgendsowas mit, naja, ich wußte ja, was er mir damit sagen wollte.
Das alleine wäre ja auch nichts erwähnenswertes gewesen, was dieser "Abbruch" jedoch bewirkt hat sehr wohl: Denn der Drucker meldete einen Papierstau. Blöd. Dann hab ich die Frau von der Information geholt und gemeint, ihr solltes Drucksystem hätte einen Papierstau produziert, sie hätten die Dinger ein wenig ungeschickt konfiguriert blabla, worauf sie nicht mehr so nett zu mir war. Naja.
Aber ich frage mich ernsthaft, wer solche Geräte so verkonfiguriert, daß das System, wenn das Guthaben auf der Karte verbraucht ist einfach mal den Drucker anhält, ohne Rücksicht auf Verluste, denn ich behaupte mal, daß das nicht nur mir passiert. Und vorsätzlich Papierstaus an einem hochwertigen Kopiererdruckermonster zu produzieren dürfte weder der Lebenszeit des Geräts noch der Benutzerfreundichkeit des Systems zuträglich sein.
Ist es denn so schwer, bevor man dem Drucker den Auftrag gibt tatsächlich zu drucken kurz zu prüfen, ob genug Guthaben auf der Karte ist? Oder von mir aus auch nur ein halb bedruckts Blatt ausgeben, aber doch nicht den Drucker einfach mal eben anhalten und einen Papierstau verursachen ... ich will garnicht wissen welcher Frickler da am Werke war ...
Soviel also zu meinem Studentenleben im Moment. Ich hab noch zwei oder drei tolle Themen in meiner "Pipeline", nur komme zur Zeit einfach nicht dazu, die mal auszuformulieren. Aber ich dachte mir, diese kleine Episode schreib ich jetzt einfach mal nieder, denn so dämlich kann man doch eigentlich garnicht sein, einen Drucker so zu quälen.
Studium .. linken .. kommentieren (5) .. von Götz Bürkle am 04.12.2006 um 19:18:15 Uhr
Wir wußten es ja schon immer ...
Wer in Karlsruhe studiert wußte es ja schon immer, aber jetzt ist es offiziell:
Die
Universität Karlsruhe (TH) ist Elite-Universität.
MIT war gestern, KIT ist heute.
Siehe
BMBF: Exzellenzinitiative. Offiziell nennt sich das nun "Zukunftskonzept zum Ausbau universitärer Spitzenforschung" bzw. weltweit anerkannter "Leuchtturm der Wissenschaft".
So ist das also. Siehe auch Exzellenzinitiative von Bund und Ländern - Nur drei Hochschulen zählen zur Elite.
Und nun hab ich genug elitäres geschrieben, aber diese Meldung konnte ich einfach nicht ohne einen Kommentar an mir vorübergehen lassen.
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 13.10.2006 um 17:14:09 Uhr
Von heißem Fleisch bis Ungetüm
Wie in den letzten Jahren fand auch in diesem Jahr wieder das sogenannte WiWiSo, das Sommerfest der Fachschaft Wirtschaftwissenschaften der
Universität Karlsruhe (TH) statt. Seit einiger Zeit hat das Forum Informationswirtschaft dort einen Grillstand, auch dieses Mal wieder.
Nach dem Aufbau liefen die Grills erst mal so langsam heiß und die ersten Steaks und Würste wurden gebrutzelt.
So stand er also da, der Stand. Zu diesem Zeitpunkt dachte noch keiner, wie lange es gehen würde. Natürlich, erfahrungsgemäß kommt man vor der ersten Bahn nicht heim, wenn man beim Abbau mithilft, aber dazu später mehr, denn erstmal war der Aufbau erfolgreich hinter uns gebracht und irgendwann auch die verschiedenen Schilder aufgehängt, so daß wir bzw. das Standpersonal nun der Hungernden harrte, die da kamen.
Schon bald wurde unser Stand durch den unverhofften Besuch der Jägermeister-Schlampen Promotion-Truppe der Firma Jägermeister kurzzeitig zumindest optisch aufgewertet. Gleich im flotten Dreierpack kamen sie, um sich schnell noch ein paar Würstchen reinzuziehen, bevor ihr anstrengender Arbeitsabend so richtig begann. Gekonnt posierten sie und verschwanden danach auch schon wieder.
Zurück zu den Schildern, ob es nun "Warmes totes Tier!" oder "Totes warmes Tier!" heißen muß, das weiß ich bis heute nicht, aber das ist auch nicht so wichtig, würde ich sagen - Hauptsache irgendwo steht irgendsowas, denn das muß wohl so sein, heißt es.
Und direkt an der Kasse sieht es wenigstens auch jeder, der ansteht und sieht so auf den ersten Blick, was ihn erwartet.
Inzwischen brummte der Laden und die Grills heizten, bis die Steaks qualmten. Sämtliche Griller und Bediener hatten alle Hände voll zu tun, um das Fleisch an die Frau und den Mann zu bringen. Über schleppenden Umsatz konnte sich von nun an keiner mehr beklagen.
An der Kasse und bei der Ausgabe des fertigen Grillguts machten sich die nummerierten Märkchen nun wirklich bezahlt, denn so konnte man wenigstens nachvollziehen, wer wirklich als nächster an der Reihe ist.
So kam es auch zu Stoßzeiten nicht zum Chaos - auch wenn sich einige, solange nicht soviel los war, über dieses "komplizierte" doppelte Markensystem aufgeregt hatten wurde jetzt klar, daß dieses Konzept durchaus praktikabel war, um auch mit langen Schlangen noch ganz gut zurechtzukommen.
Zwischendurch, ich hatte ja keine Verkaufsschicht, lief ich umher, unterhilet mich mit einigen Kommilitonen und gönnte mir auch mal eine der leckeren Waffeln von bonding.
Der eigene Grillstand ist zwar schön und nett, aber Waffeln haben auch etwas, finde ich zumindest.
Irgendwann schaute ich dann mal in unsere Kühltruhe, in der das Fleisch lagerte und war überrascht, wie wenig nur noch da war. Unser Vorrat neigte sich langsam aber sicher dem Ende, bis schließlich gegen halb vier, oder noch später, alles restlos verkauft war.
Anfangs war auch ich mir nicht sicher, ob wir nicht ein wenig viel Fleisch hatten, im Nachhinein muß man aber sagen, daß es wohl die optimale Menge war, viel mehr hätten wir wohl nicht wegbekommen, aber ein wenig Luft nach oben hatten wir noch. Wir verkauften also, bis es nichts mehr zu verkaufen gab. In den letzten Jahren war dieser Punkt schon ein paar Stunden früher erreicht, in diesem Jahr verlkauften wir noch, während die Stände neben uns schon fast am abbauen waren.
Auf der einen Seite neben unserem Stand verkaufte die Debatte Karlsruhe
Gin-Mixe und was mich besonders beeindruckte: einer der Standnachbarn erfreute mich mit einem Freigetränk, das werde ich mir merken.
Nachdem irgendwann nichts mehr zu grillen da war, wurde mit der Restwäre ein wenig Wasser gekocht - natürlich nicht um Wasser zu kochen, sondern um die Grills sauber zu bekommen. Kurzfristig verformte sich die Grillschale ein wenig, aber die erholte sich nach einiger Zeit wieder, aber so sah ich wenigstens mal eine Metallschale springen, ein vergleichsweise seltenes Schauspiel.
Langsam aber sicher war es wieder hell geworden, und als die Grills schließlich geputzt waren, war die Nacht bereits völlig verflogen und unser Stand vollständig abgebaut und der Standplatz vom Zuständigen Fachschaftsmenschen abgenommen.
Nun war es also vorbei, das WiWiSo 2006.
Aber was macht man mit einem angebrochenen Morgen, wenn es sich eigentlich schon garnicht mehr lohnt, vor der ersten Vorlesung heim zu fahren? - Natürlich, man setzt sich gemütlich in ein Café, wir wählten spontan das MoccaSin. Unter einem Gesichtspunkt keine weise Wahl, denn als wir genüßlich unsere Getränke schlürften und das Fest Revue passieren ließen, begegneten uns unsere
Freunde in Orange mit ihrem
abartig stinkenden blechernen Ungetüm zum zweiten mal an diesem noch jungen Morgen - das hätte wirklich nicht sein müssen, schon bei der ersten Begegnung, noch auf dem Uni-Gelände, verging mir Hören und Sehen. Es gibt wirklich Begegnungen, die man keinem wünscht, erst Recht nicht nach einer durchzechtenanstrengenden Nacht.
Doch wenigstens gab es noch etwas zum Schmunzeln, denn direkt vor unseren Augen konnten wir dieses Bild sehen. Klar, "Fahrräder abstellen verboten!".
Zugegeben, nichts außergewöhnliches, solch paradoxe Anblicke sieht das aufmerksame Auge nahezu täglich, aber wenn es sich einem derartig aufdrängt, dann darf man auch mal von einer gewöhnlichen Szenerie ein Bild machen.
Nach knapp vierundzwanzig Stunden an der Uni, und es war noch kein Ende in Sicht, machte ich mich auf, um mit einer gewissen Verspätung meiner ersten Vorlesung an diesem Morgen beizuwohnen. Aus lauter Enttäuschung, daß der Dozent schon wieder nur eine Vertretung geschickt hatte, entschied ich mich anstatt den überaus interessanten Problemen des Unternehmenssteuerrechts zu lauschen lieber ein paar Schäfchen zu zählen. (Der informierte Leser weiß ja, daß ich nirgends besser schlafen kann, als in einer Vorlesung.)
Und jetzt noch die Teile einhundertundeinundneunzig und einhundertundzweiundneunzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
02.07.2006, kurz nach halb zwei Uhr nachts, 22°C
05.07.2006, kurz vor viertel fünf Uhr nachmittags, 37°C
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 11.07.2006 um 02:43:40 Uhr
von Portalen, Bildern und Brunnen
Zu meiner Schande muß ich gestehen, daß ich letzte Woche zum ersten mal auf einem GeistSoz-Fest war. Leider war es da noch nicht so schön warm wie diese Woche, aber man kann eben nicht alles haben. Und wie es heute auf eigentlich jeder Veranstaltung ist schwirrten auch hier einige Fotogräfinnen und -grafen herum. Eine machte ein Bild von den Menschen um mich herum und unter anderem auch von mir. Sogleich drückte sie mir einen kleinen dunklen Zettel in die Hand, den ich bei der einsetzenden Dämmerung sowieso kaum entziffern konnte (und zu dem Zeitpunkt sowieso nicht wollte ;).
Natürlich hab ich mir den Zettel an den folgenden Tagen irgendwann mal zu Gemüte geführt und hab sogleich die dort beworbene Seite "mroxx.de" besucht. Die Veranstaltung, bei der ich war hab ich schnell gefunden und auch das Bild von mir und einem anderen Inwi.
Alles nicht sehr außergewöhnlich, aber ich wollte mir natürlich mal die Allgmeinen Geschäftsbedingungen durchlesen, und siehe da, was erfahre ich hier unter Punkt 3.1:
"Mroxx.de veröffentlicht nur Fotos von Personen, die dazu vorher ihre Einwilligung gegeben haben. Mit dem Uploaden privater Fotos über Deine Kennung willigst Du in die Veröffentlichung sowie die uneingeschränkte wirtschaftlichen Verwertung dieser Fotos durch mroxx.de ein. Sollten neben Dir noch weitere Personen auf dem Foto abgebildet sein, bestätigst Du die vorherige Einwilligung dieser Personen zur Veröffentlichung sowie deren Einverständnis zur uneingeschränkten wirtschaftlichen Verwertung dieser Fotos durch mroxx.de."
Ahja, vielen Dank, daß ich erfahre, daß ich meine Einwilligung dazu gegeben hab, daß mein Bild auf einer dieser zig komischen "Online Communities" veröffentlicht wird. Nicht, daß mich das stören würde, ich gehe natürlich ebenfalls davon aus, daß die Fotogräfin mir eine konkludente Einwilligung zur Veröffentlichung meines Bildes von ihr auf meiner Seite gegeben hat, als ich das Bild von ihr aufgenommen habe und sie nicht widersprochen hat ... (wie war das nochmal, Schweigen als Zustimmung? ... lassen wir das mal lieber.)
Ich finde es irgendwie sehr dreist von einer Einwilligung auszugehen, wenn man wortlos einen kleinen dunklen Freßzettel in die Hand gedrückt bekommt. Nett in diesem Zusammenhang ist auch Absatz 3.3:
"Sollte eine Person mit der Veröffentlichung eines Fotos, auf dem sie erkennbar abgebildet ist, nicht einverstanden sein, wird das entsprechende Foto nach schriftlicher Aufforderung durch den/die Abgebildete/n aus dem Internetauftritt unverzüglich gelöscht. Als schriftliche Benachrichtigung gilt auch eine Mitteilung per E-Mail oder per Fax."
Wie und warum kann ich denn mit der Veröffentlichung nicht einverstanden sein, wenn ich sowieso schon vorher meine Einwilligung abgegeben habe? - Natürlich, Sinneswandel und so, aber man könnte auch sagen, daß diese Klausel nur offenbart, daß Absatz 3.1 völliger Quark ist.
Außerdem: Wie wird denn kontrolliert, daß ich wirklich derjenige bin, für den ich mich ausgebe? Aber das muß ja alles nicht mein Problem sein.
Nun, ich will da mal nicht länger dran rummeckern, aber ich mag diese komischen Portale irgendwie nicht, und diese Klauseln machen mir mal wieder klar, warum ich diese Seiten nicht so sehr mag. Bilder schau ich trotzdem ganz gern an, aber ich muß sagen, daß ich relativ selten auf diesen Bildersammelportalen vorbeischaue, lieber in privaten Galerien oder so (nun, dazu würde ich auch ausgewählte
flickr-Accounts zählen, obwohl flickr an sich natürlich auch nur ein riesiges Bildersammelmonster ist, jedoch irgendwie anders als diese stupiden Partybilder-Seiten).
Ich selbst veröffentliche hier ja auch gelegentlich Bilder und ich frage meist auch nicht explizit nach, ob ich sie veröffentlichen darf - denn die meisten fotografierten wissen, daß ich das vielleicht tun werde und sagen mir dann höchstens, wenn sie es nicht wollen. Und Brunnen können sich sowieso nicht beschweren .. ;)
Und jetzt noch die Teile einhundertundachtundsiebzig und einhundertundneunundsiebzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
11.06.2006, viertel drei Uhr morgens, 20°C
11.06.2006, mittags zwischen eins und zwei, 28°C
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 14.06.2006 um 01:15:54 Uhr
4000 Seiten und kein Ende in Sicht
Mein Spielzeug Kyocera FS-1020DN KL3 ist nun ziemlich genau ein Jahr alt und nach 4193 gedruckten Seiten drucke ich immer noch mit meinem ersten Toner. Nächste Woche werd ich mich aber mal informieren, was denn ein neuer kostet, denn ich vermute, daß ich auf absehbare Zeit einen neuen brauchen werde, auch wenn der aktuelle bisher keine Anzeichen zeigt, daß er bald leer sein könnte.
Auf jeden Fall bin ich bisher zufrieden mit dem Drucker und kann diesen oder auch
den Nachfolger eigentlich uneingeschränkt weiterempfehlen. Relativ günstig und gute Druckleistungen, man sollte nur das Fenster aufmachen, wenn man einige Seiten druckt, doch das sollte man bei vielen anderen
Laserdruckern auch tun.
Die Investition hat sich für mich gelohnt und ein duplexender Drucker ist wohl der Traum eines jeden Studenten, der lieber Papier in der Hand hält um mit einem Textmarker draufrum zu schmieren als am Bildschirm zu lesen.
Studium .. linken .. kommentieren (2) .. von Götz Bürkle am 05.06.2006 um 13:03:47 Uhr
Vernetzte Zukunft
Nach Hubert Burdas erstem Vortrag über die Medien ende April war er letzte Woche zum zweiten Mal da, dieses Mal sprach er über das Thema "Vernetzte Zukunft".
Professor Dillmann begann die Veranstaltung mit einer kurzen Begrüßung, worauf Hubert Burda loslegte. Ich befürchtete nach der Ankündigung im letzten Vortrag, daß er nur irgendwas über Blogs daherblubbern könnte, doch glücklicherweise war dem nicht so. Zuerst gab er eine kurze Zusammenfassung des schon erwähnten letzten vortrages: Von den Hieroglyphen über Gutenberg zum Internet.
Wieder erzählte er "an Bildern entlang", auf die er Bezug nahm. Als er ziemlich am Anfang mit seinem eigentlich ganz tollen Mikrofon wohl nicht so ganz glücklich war merkte er an "Ich hab ja nix dagegen, wenn man zweimal vorkommt, aber wenn man sich zweimal hört - was soll man da antworten?" - Stimmt eigentlich, und deswegen hat er kurzerhand von seinem Head-Set-Mikro-Gerät auf ein gewöhnliches Handmikrofon gewechselt.
Ein weiteres, auch thematisch interessantes Zitat ist "Jemand, der gut vernetzt ist hat mehr Möglichkeiten, was nach vorne zu bringen, zu bewirken" - damit sagt er das, was heute jeder weiß: Beziehungen sind heutzutage das A und O.
"Wo Menschen zusammenkommen entstehen Märkte. Märkte sind Kommunikation." - auch dies eine Definition, über die man nachdenken kann.
Am Beispiel der Architektur illustrierte er den Satz "Menschen in Räumen vernetzen". Dazu gab es verschiedene Fotos, von verschiedenen Gebäuden. Ich könnte dies nun genauer ausführen, doch so wichtig ist das nicht.
Im zweiten Abschnitt benannte er die drei Triebfedern für die zunehmende Vernetzung:
- Globalisierung
- Digitalisierung
- Medien
Zur Digitalisierung habe ich mir als zentrale Aussage folgende Feststellung notiert: "Wir stehen mitten in einer Schwellenzeit - es verändert sich alles." Nach der kurzen Einspielung von "If you're going to San Francisco" zur Auflockerung meinte er, daß viele im Silicon Valley zur Zeit in Solarenergie investieren würden, worauf er gegen Ende seine Vortrages noch einmal Bezug nahm.
Bei der dritten Triebfeder sagte er einen "Kampf der Suchmaschinen" voraus - wobei das ja eigentlich keine Vorraussage mehr ist, sondern schon beobachtbar ist.
Ein Satz, der unbedingt hängen bleiben sollte ist von Georg Franck über die
Ökonomie der Aufmerksamkeit:
"Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen.
Ihr Bezug sticht jedes andere Einkommen aus. Darum steht der Ruhm über der Macht, darum verblaßt der Reichtum neben der Prominenz."
Am Ende seines Vortrages stellte er fest, daß wir gerade da Ende der "Push-Medien" erleben - das Fernsehen wird digital, die Auswahl größer, jeder kann sich alles zu der Zeit anschauen, wie es ihm paßt.
In welchem Zusammenhang genau die "zivile Ersatzreligion politischer Korrektheit" zur Sprache kam weiß ich garnicht mehr, aber diesen Begriff wollte ich noch erwähnen, denn so daneben liegt Hubert Burda damit vielleicht auch nicht.
Während des Vortrages empfahl er auch noch diverse Bücher:
Im Weltinnenraum des Kapitals von Peter Sloterdijk
Linked von Albert-Laszlo Barabasi
Speed and Politics: An Essay on Dromology (Foreign Agents Series) von Paul Virilio
Alles in allem ein weiterer Vortrag, bei dem man vieles erfahren und mitnehmen konnte, außerdem gab es dieses Mal hinterher auch noch im Foyer Essen und Trinken ...
Und nun die Teile einhundertundzweiundsiebzig, einhundertunddreiundsiebzig und einhundertundvierundsiebzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
19.05.2006, kurz nach zehn nach ein Uhr nachts, 17°C
20.05.2006, zwanzig vor ein Uhr nachts, 16°C
23.05.2006, einundvierzig nach elf Uhr nachts, 14°C
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 29.05.2006 um 00:54:09 Uhr
Präsentieren mit Accenture
Am Freitag veranstaltete Accenture zusammen mit dem Forum Informationswirtschaft das Seminar "Erfolgreich Präsentieren". Ich war ja Mitte März schon auf einem vom Forum Informationswirtschaft und der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. veranstalteten Rhetorikseminar mit einer ähnlichen Ausrichtung. Einige der theoretischen Grundlagen wurden wiederholt, wobei der Theorieteil bei diesem Seminar jetzt leider ziemlich kurz ausfiel, aber mehr geht an einem Tag nicht, wenn man den Fokus auf den praktischen Übungen legt. Dafür bekamen alle Teilnehmer ein Heft zum Seminar, in dem man vieles nochmal nachlesen kann.
Die zwei Consultants Jochen Wiedemann und Dino Frese gaben sich wirklich Mühe und leiteten das Seminar souverän. Natürlich war allen klar, daß für
Accenture an sich diese Veranstaltung im Rahmen ihres
Recruiting-Programms abläuft, so durfte eine Unternehmenspräsentation als Pflichtprogramm nicht fehlen, doch die beiden stellten das Interesse von Accenture in den Hintergrund. Im Vordergrund standen wir, die Teilnehmer, und das Präsentieren. Wobei mir die Mottos "Grow or go" und "
Up or out" dennoch hängen geblieben sind, und zwar nicht unbedingt positiv. Das hört sich doch sehr nach Streß an ... aber da wird man wenigstens gefordert und gefördert, hat alles zwei Seiten.
Nach dem anstrengenden Teil ließen wir die Veranstaltung dann gemütlich im Vogelbräu Karlsruhe ausklingen.
Worüber ich mich besonders gefreut habe war, daß ich bei diesem Seminar meine AI 2-Tutorin seit langem mal wieder getroffen habe, denn inzwischen bin ich ja selbst AI 2-Tutor. So vergeht die Zeit und sie schreibt inzwischen fleißig an ihrer Diplomarbeit. Und wie auch schon beim letzten Mal fand ich es interessant, wieder ein paar andere Inwis kennenzulernen, einige der Teilnehmenden kannte ich zwar schon, aber einige auch noch nicht. Bei einem an sich vergleichsweise übersichtlichen Studiengang finde ich es wichtig, daß man sich auch gegenseitig kennt. Man kann natürlich nicht jeden und alle kennen, aber zumindest einige.
Das Seminar war für mich persönlich, und wohl auch für alle anderen, gewinnbringend und hat Spaß gemacht, auch wenn die Vorträge irgendwie anstrengend waren, vor allem die (Kamera-)Analysen. Einige typische Eigenheiten von mir hab ich mal wieder vor Augen geführt bekommen und kann in Zukunft versuchen mehr darauf zu achten, diese Punkte in meinen Präsentationen und Vorträgen zu verbessern.
Ich kann dieses oder auch ähnliche Seminare nur jedem Interessierten empfehlen, denn neben dem Fachlichen und Technischen, was man mit Sicherheit nicht nur während des Studiums brauchen kann, lernt man auch noch neue Leute kennen und hört auch mal, was Leute zu erzählen haben, die an einer Stelle arbeiten, auf der man selbst vielleicht auch irgendwann mal arbeiten könnte.
Und nun jetzt Teil einhundertundneunundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
13.05.2006, kurz vor viertel ein Uhr nachts, 21°C
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 15.05.2006 um 00:15:22 Uhr
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