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Einträge aus der Kategorie Glaube
alles rund um meinen Glauben
Heilige Orte und Jakobus
Letzen Montag bei WortSport ging es nochmal um "heilige Orte".
2. Chronik 7,11-22, Gottes Antwort an Salomo, haben wir uns zu Beginn genauer angeschaut. In dem kurzen Text erklärt Gott, daß er Bitten hört und vergibt, er sagt Salomo, daß er sich seinen Vater zum Vorbild nehmen soll und außerdem warnt er noch vor Abkehr von ihm.
Mir fiel in Vers 11 auf, daß "alles, was er sich dabei vorgenommen hatte, gut gelungen war" - das ist meiner Ansicht nach durchaus außergewöhnlich, daß einem alles gelingt.
Wir haben uns dann wieder über alles mögliche unterhalten, unter anderem auch über die Geschichte des Tempels und sehr sehr viel gelacht.
Als nächstes haben wir uns Jesaja 1,11-16 vorgenommen. Gott hat die Nase voll von den Opfern und Feiern, er will vielmehr, daß die Menschen endlich nach seinen Maßstäben leben und nicht nur irgendwelche
Riten befolgen.
Gottes "Tempelkritik" richtet sich nicht gegen den heiligen Ort an sich, sondern gegen das Verhalten der Menschen, genauso wie in Matthäus 21,12-13 Jesus das Treiben im Tempel kritisiert.
Wir sollten gemäß dem Satz "Liebe den Herrn, deinen Gott, von ganzem Herzen, mit ganzem Willen und mit aller deiner Kraft und deinem ganzen Verstand! Und: Liebe deinen Mitmenschen wie dich selbst!" (Lukas 10,27) leben.
Grundsätzlich kann man vielleicht sagen, daß heilige Orte uns helfen (sollen) Gott zu begegnen.
Am Dienstag war ich dann mal im RZ zum Lernen - es ist immer wieder erschreckenderstaunlich, auf was für Gestalten man dort so trifft ...
Abends beim
SMD Gruppentreff gab es eine Einführung in den
Jakobusbrief. Die SMD-Reisesekretärin ging dabei auch auf den scheinbaren Widerspruch zwischen z.B. Römer 3,28 und Jakobus 2,17. Im Römertext schreibt Paulus "Denn für mich steht fest: Allein aufgrund des Glaubens nimmt Gott Menschen an und lässt sie vor seinem Urteil als gerecht bestehen. Er fragt dabei nicht nach Leistungen, wie das Gesetz sie fordert." und Jakobus schreibt "Genauso ist es auch mit dem Glauben: Wenn er allein bleibt und aus ihm keine Taten hervorgehen, ist er tot." - und beides stimmt. Jakobus stellt das Zusammenleben in den Mittelpunkt.
Als ich gerade in meinem Mitschrieb statt Johannes 3,16 Jakobus 3,16 gelesen habe dachte ich mir, daß ich diesen Vers jetzt auch noch kurz zitiere: "Wo Eifersucht und Streit herrschen, gibt es Unordnung und jede Art von Gemeinheit." Doch zurück zur Einführung in den Jakobusbrief, letztlich geht es wohl darum, daß wir Gott gehorchen wollen, wenn wir glauben und deswegen uns auch nach seinen Geboten richten wollen und nicht, weil wir es "müssen".
Jetzt noch die Teile einundsiebzig und zweiundsiebzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
18.10.2005, kurz nach null Uhr nachts, 9°C
18.10.2005, irgendwann zwischen 10 und 11 Uhr abends, 12°C
Kommentare: 0. Geschrieben am 22.10.2005 um 20:00:57 Uhr
Gottesdienst und erste Kindersegnung
Nachdem ich am Samstag vor einer Woche zum Geburtstag meines Onkels "heim" gefahren bin war ich auch mal wieder im Gottesdienst im
Christus-Zentrum Weinstadt. Nach diversen teilweise meiner Ansicht nach wirklich grauslichen "Übersetzungen" englischer Lieder hat wieder Bernd Ellwanger gepredigt, und zwar im Groben darüber, daß wir Gott alles zutrauen, nur nicht, daß er auch durch uns wirken könnte. Als Bibelstellen wurde Johannes 7,37-39, Pfingsten (Apostelgeschichte 2 und auch Apostelgeschichte 8,26-40 vorgelesen.
Außerdem ging Bernd auch auf Apostelgeschichte 3,1-11 ein - da gehen Petrus und Johannes nicht in den Tempel, weil sie heilen wollen. Petrus heilte den Gelähmten zwar, aber der Gelähmte war nicht der Grund dafür, daß die beiden in den Tempel gingen. Es war einfach nur ein "Zwischenfall" im Alltag der beiden.
Am Nachmittag bin ich dann relativ früh wieder nach Karlsruhe gefahren, weil ich bei der ersten kubik Kindersegnung mit von der Partie sein wollte. Ein wenig mehr zur Kindersegnung gibt es bei den Eltern, so hat Mark das Schlussgebet Kindersegnung veröffentlicht, Nadine hat unter Ich der Leuchtturm ein paar Liedzeilen gebloggt und Daniel hat über Kind sein und Vater werden geschrieben, als er noch Sachen für die Kindersegnung vorbereitete.
Nun noch Teil siebzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
16.10.2005, kurz nach zwanzig vor halb acht Uhr abends, 16°C
Kommentare: 1. Geschrieben am 22.10.2005 um 18:16:38 Uhr
Des Töpfers Café und mein Opera
Am Freitag vor einer Woche ging es im kubik Gottesdienst um
Ton. Vorne war ein Tischchen und ein Tonklumpen aufgebaut, der während dem Gottesdienst bearbeitet wurde, genau so, wie es in Jeremia 18,1-6 beschrieben steht. Dieser Text zog sich durch den ganzen Gottesdienst und wurde durch praktisches
Töpfern von Ellen unterstrichen.
Doch der Text war nicht das alles, auch Römer 12,9-18 wurde thematisiert. So wurde "ein kleiner Prüfungsbogen zu Römer 12" ausgeteilt, um vor Augen zu führen, inwieweit wir diesen Text denn bisher in unserem Leben umgesetzt haben. Der Fragebogen war natürlich nicht wirklich dazu gedacht, bearbeitet zu werden, aber er konnte doch den Text noch einmal vor Augen führen und aus dem Kontext der Bibel heraus in das reale Lebensumfeld bringen.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes gab es dann auch die Möglichkeit selbst einen kleinen Tonklumpen in die Hand zu nehmen und zu formen, um ihn am Ende des Gottesdienstes nach vorn zu der schön getöpferten Schale zu legen als Symbol dafür, daß wir uns selbst, vor Gott bringen und uns von ihm formen lassen wollen.
Dazu gab es auch einen Gebetshilfe-Zettel, von dem ich hier mal ein Bild gemacht habe.
Außerdem konnte man den Jeremia-Text laminiert auf einem kleinen Zettel mitnehmen, auch eine gute Idee.
Inzwischen gibt es auch einen weiteren Gottesdienstbericht, teilweise ausführlicher und aus einer anderen Sicht als hier: Gottesdienst: Ton in Gottes Hand.
Später mitten in der Nacht daheim wollte ich dann an meinem Drucker eine Einstellung ändern, nur leider hat keines der Paßworte, die ich probiert habe gepaßt. Ich wollte also in meinem Firefox mal nach den gespeicherten Paßworten schauen, nur komischerweise standen überall die Einträge im Klartext da, nur bei diesem einen Benutzer:Paßwort-Paar wurde bei Paßwort nur "*****" angezeigt.
Glücklicherweise hatte mein Opera sich das Paßwort aber doch irgendwie gemerkt, so daß ich mich schließlich noch einloggen und das Paßwort neu setzen konnte. Ich weiß, warum ich
Opera toll finde ...
Jetzt noch Teil neunundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
15.10.2005, kurz nach halb ein Uhr nachts, 11°C
Kommentare: 0. Geschrieben am 21.10.2005 um 17:32:58 Uhr
Heilige Orte und verschiedene Wege
So, nun werde ich mal versuchen die letzten zwei Wochen hier grob und kurz zusammenzufassen, ich fang mal an mit WortSport, wo ich war, direkt nachdem ich mein neues DVD-Teil aufgebaut hatte. Wir haben uns mit Daniel als Thema mal "heilige Orte" vorgenommen. Wir haben uns also einige Bibelstellen mal durchgelesen und uns auch über
den Tempel Salomos unterhalten. Neben der Erkenntnis, daß so früh in der Bibel schon
Künstler erwähnt werden war vor allem die Feststellung
Salomos wichtig, daß man Gott nicht in ein Haus "sperren" kann, siehe auch 2. Chronik 2,5.
Wir haben uns dann noch über verschiedene heilige Orte heute unterhalten und noch ewig über Gott und die Welt diskutiert. Irgendwann fiel in irgendeinem Zusammenhang die Aussage, daß Gott wie die Mama am Spielplatz ist - Man sieht ihn vielleicht nicht immer, aber er ist immer in der Nähe und ansprechbar. (Ich würde Gott zwar eher als Papa am Spielplatz sehen, aber welchen Elternteil man hier nun nennt ist ja völlig egal - die Aussage ändert sich dadurch nicht)
Am Mittwoch war ich dann beim kubik Familienabend (sprich: in etwa Gemeindeversammlung), wo es um "
Neun Wege, Gott zu lieben" von Gary L. Thomas. Aber eigentlich ging es nicht um das Buch an sich, sondern darum "herauszufinden", wie verschieden wir kubiker denn ticken. Also hat jeder mal einen kleinen Test gemacht, bei dem die Beantwortung der Fragen nicht immer so einfach und eindeutig war, was jedoch nicht so dramatisch ist. Man kann zumindest vielleicht Tendenzen feststellen oder hat sich mal Gedanken darüber gemacht, wie man selbst seine Beziehung zu Gott am besten pflegt.
Ich fand den Abend interessant, auch wenn der Test bei mir keine überraschenden Ergebnisse bereit hielt. In den neun verschiedenen Gruppen, die nach kurzer Testauswertung gebildet wurden haben wir uns dann jeweils über den jeweiligen "Weg" unterhalten und vor allem auch darüber, wie man diesen "Weg" bei künftigen Gottesdiensten oder 24/7-Wochen einbauen könnte - also durchaus eine sinnvolle und für kubik wohl auch gewinnbringende Auseinandersetzung mit den verschiedenen Arten sich mit Gott zu beschäftigen und ihm zu begegnen.
Nun noch die Teile siebenundsechzig und achtundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
11.10.2005, kurz nach halb ein Uhr nachts, 14°C
12.10.2005, zwanzig vor elf Uhr nachts, 15°C
Kommentare: 0. Geschrieben am 21.10.2005 um 16:59:24 Uhr
Christliche Weblogs, Knarren und fünf Sätze
Am Montag bin ich auf meiner Blogrunde überrascht worden, denn ich bin im Blog von Oliver Gassner auf die Blogroll: Glaube, Liebe, Hoffung - Christliche Weblogs gestoßen. Und was seh ich da? - Neben sieben anderen Blogs von denen ich nur das Bibelblog kenne wurde auch ich erwähnt. Das hat mich natürlich erstmal gefreut, was ich mittels Kommentar auch gleich kund getan habe. Daraufhin wurde ich gefragt, ob ich nicht noch andere empfehlenswerte christliche Blogs kennen würde - und da fielen mir gleich einige kubik-Blogger ein. Ich habe nicht alle aufgeführt, aber zumindest mal die, mit den regelmäßigsten Updates, zumindest kommt mir das so vor. Ich hoffe nur, daß da nun kein nicht erwähnter beleidigt ist ...
Doch durch diese kleine Blogroll bin ich auf den Text Der Marathon des Lebens... von Uli Schulte gestoßen. Ein interessanter Vergleich, den es sich durchaus zu lesen lohnt.
Außerdem war ich am Montag wieder einmal in einer Sneak-Preview und es kam "
Dear Wendy". Definitiv kein Film, den man gesehen haben muß. Eine Hand voll jugendlicher Versager rotten sich zusammen und nennen sich "Dandies", um ein äußerst zweifelhaftes Verhältnis zu
Handfeuerwaffen zu entwickeln. Und am Ende sind sie alle tot. Man könnte dem Film irgendeine Tiefe und
Gesellschaftskritik aninterpretieren, doch auch das macht ihn in meinen Augen nur wenig besser. Aber es kann halt nicht jeden Montag ein guter Film kommen ...
Und noch kurz ein Hinweis auf meine fünf Sätze, mit denen ich den Anfang einer Geschichte von Jeenas Bruder nach Aufforderung per Chat spontan weitergeschrieben habe, zu lesen auf
Gourmetica Mentiri: Phantasiespielerei....
Kommentare: 3. Geschrieben am 05.10.2005 um 01:19:24 Uhr
Abschied nehmen und Briefe lesen
Letzten Freitag war ein besonderer Gottesdienst, denn es standen sechs Leute im Mittelpunkt, die kubik zumindest temporär verlassen. In gewisser Weise war es also ein
Abschiedsgottesdienst.
Direkt nachdem man reingekommen war bekam man ein Zettelchen mit dem eigenen Namen und ner
Brieftaube drauf und sollte ihn sich irgenwohin kleben, so ähnlich wie ein Namensschild. Daß auf meinem Schildchen ein kleiner Buchstabendreher drin ist, fand ich nicht weiter schlimm - vielleicht hab ich ja auch zu undeutlich gesprochen, auf jeden Fall fiel es mir erst irgendwann auf. Aber diese Zettelchen sollten ja auch nur anschaulich machen, daß jeder von uns ein lebendiger
Brief ist.
Passend dazu wurde 2. Korinther 3,3 auf die Wand geworfen:
Ihr seid ein Brief von Christus, ausgefertigt und überbracht durch meinen Dienst als Apostel. Dieser Brief ist nicht mit Tinte geschrieben, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes. Er steht nicht auf Steintafeln, sondern in den Herzen von Menschen.
Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes lasen uns die Gehenden
Passagen aus ihren Lebensbriefen vor, erzählten von
sich, von ihrer
Vergangenheit, ihrer
Zukunft. Die Reihenfolge weiß ich nicht mehr genau, aber ziemlich am Anfang wurde Simons Abschiedsbrief gezeigt - ein Video, weil er schon am Freitagmorgen sein Praktikum bei kubik beendet hatte und wieder zurück zur FTA gefahren ist. Es hat wirklich Spaß gemacht ihm zuzuhören und zuzsehen, wie er in seiner ihm typischen Art ein wenig über sich, seine
Praktikumszeit in Karlsruhe und auch sein Studium im allgemeinen erzählt hat. Es gab einige Stellen, an denen man sich ein
Lachen kaum verkneifen konnte.
Ich hoffe mal, daß wir in Kontakt bleiben. Auch wenn Simon nur drei Wochen da war, hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen, nicht zuletzt auch wegen seiner engagierten Teilnahme und zweimaligen Vorbereitung von WortSport (achtet mal auf meine Bibelstellenverlinkungen ... ;).
Als Zweiter öffnete dann Kristov seinen Brief für uns. Er erzählte vor allem darüber, wo und womit er die nächsten zehn Monate verbringen wird, denn er geht für eine Weile als Gaststudent an die
ETH Zürich.
Bei ihm ist ja auf alle Fälle absehbar, daß er in zehn Monaten wieder da sein wird und auch sonst ist Zürich ja nicht außer der Welt - und mit seinem Blog hält er uns ja hoffentlich auf dem Laufenden ;)
Jetzt bin ich mir unsicher, aber ich meine daß Verena nach Kristov mit erzählen dran war. Sie geht für ein halbes Jahr in die Schweiz zu Jugend mit einer Mission auf eine DTS. Was danach kommt, wird man dann sehen, ersteinmal etwas Neues erleben, rauskommen.
Ähnlich ist auch die Situation von Corinna, die für ein halbes Jahr auf eine Kurzbibelschule bei den Fackelträgern geht. Wie Simon hab ich auch sie am Donnerstagabend das letzte mal gesehen (was Teil zweiundsechzig der Temperaturserie erklärt) und deswegen erzählte auch sie uns etwas aus ihrem Brief per Video.
Und wie ich festgestellt habe ist sie zwar erst seit zwei Tagen weg, aber es gibt schon erste Bilder von der Bibelschule - so ist das eben heutzutage. Man könnte jetzt über
Sinn und
Unsinn dieser omnipräsenten
Digiknipsen schreiben, aber darum soll es nun nicht gehen, denn es geht immer noch um Abschiede. Wege trennen sich, wenn auch meistens nur auf Zeit.
Als letzte faltete Hanna einige Seiten ihres Briefes für uns auf, denn sie beginnt ein Studium in der
Blitzerhochburg
Ludwigsburg auf der
Filmakademie, um ihre Fähigkeiten weiter auszubauen. Ihr ist es auch zu verdanken, daß die beiden nicht anwesenden uns trotzdem aus ihren Lebensbriefen erzählen konnten.
Wann Tonio an der Reihe war kann ich leider nicht mehr sagen, aber wichtig ist ja auch was und nicht wann genau er es erzählt hat. Tonio ist ein amerikanischer
Franzose, oder französischer
Amerikaner, auf alle Fälle war er eine ganze Weile in Karlsruhe um ein Praktikum zu machen und seine
Diplomarbeit zu schreiben. Jetzt hat er sein Diplom in der Tasche und mußte sich entscheiden, wie es weiter geht. Und er hat sich entschieden erstmal in die
USA zu gehen.
Obgleich französisch nicht unbedingt zu meinen Lieblingssprachen zählt freue ich mich sehr Tonio kennengelernt zu haben, zumal er sowohl für einen Amerikaner als auch für einen Franzosen untypisch recht gut deutsch spricht. Ich hoffe, daß wir uns mal wieder über den Weg laufen ...
Nach diesen Lebensabschnittsgeschichten hatten alle erstmal genug gehört, jetzt gab es eine Zeit, in der jeder sich Gedanken über seinen eigenen Brief, sein eigenes Leben, machen konnte ... keine einfache Aufgabe.
Ehrlich gesagt wüßte ich bis jetzt nicht genau, was ich in dieser Situation hätte erzählen sollen. Den ganzen Heimweg und auch daheim hab ich mir noch Gedanken dazu gemacht. Der Gottesdienst regte auf alle Fälle zum
Nachdenken an.
Doch mit dem "Sich-selbst-Gedanken-machen" war der Gottesdienst noch nicht zu Ende, denn für die Gehenden und auch zwei, die schon vor kurzem gegangen sind und deswegen nicht mehr da sein konnten wurde noch gebetet und sie wurden gesegnet. Ein wirklich schöner und irgendwie auch bewegender Gottesdienst.
Und jeden Abschied begleitet man mit einem weinenden und einem lachenden Auge, denn jede und jeder bricht auf, um neue Erfahrungen zu sammeln, zu lernen, im Leben voranzuschreiten, seinen Weg zu gehen ...
Update:
Inzwischen hat auch Daniel über den Gottesdienst geschrieben: Menschen bei Kubik.
Nun noch die Teile zweiundsechzig und dreiundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
01.10.2005, zwanzig vor drei Uhr nachts, 15°C
30.09.2005, zehn nach ein Uhr nachts, 12°C
Kommentare: 2. Geschrieben am 03.10.2005 um 01:30:29 Uhr
Kurztrip ins Schwabenland und ein Lied
So, eigentlich will ich nur kurz meinen nächtlich spontanen Kurztrip in Richtung "Heimat" erwähnen, weil das auch primär der Grund ist, warum ich jetzt noch wach bin, aber alles der Reihe nach.
Nachdem ich gestern Abend erfahren habe, daß ein Freund von Marc auf dem Weg nach Karlsruhe auf der Autobahnauffahrt in
Filderstadt-Bernhausen mit einem kaputten
Keilriemen liegen geblieben ist und es sich gewissermaßen anbot, daß ich ihn "kurz" nach Karlsruhe hole hab ich mich zusammen mit Philipp von kubik auf den Weg gemacht.
Nunja, weil ich ja aus eigener Erfahrung weiß, wie blöd so eine Situation ist dachte ich mir, daß es auf jeden Fall eine gute Idee ist ihn einzusammeln. Sein Auto ist leider nicht mehr zu retten, weil er die Panne zu spät bemerkte ... da hab ich's ja noch richtig gut erwischt.
Wir kamen dann auch genau rechtzeitig an, als sie gerade noch im
McDonald's am Putzen waren, in dem er gewartet hatte.
Ich hab heute zwar keine weiteren Daten für meine Temperaturserie sammeln können, aber wenigstens weiß ich zu berichten, daß es um viertel neun in Karlsruhe an der "Schwanen-Apotheke" 17°C hatte. Außerdem behauptete das Thermometer im Auto als wir irgendwann kurz nach zwölf in Grünwinkel losfuhren, es habe 12°C. In Bernhausen waren es dann nur noch 10°C und wieder zurück in Karlsruhe um halb drei waren es schließlich 11°C.
Das interessiert zwar vermutlich keinen, aber ist mal was anderes, als immer nur die Temperatur an der Haltestelle Rheinhafenstraße.
Soviel also dazu, aber ich wollte auch schon die ganze Woche mal einen Ausschnitt von einem Lied von
Peter Strauch hier erwähnen, denn der stand letzten Dienstag bei mir bei den Losungen dabei und als ich ihn las, hatte ich sofort die dazugehörige Melodie im Kopf und dachte mir, daß der Text eigentlich ganz gut ist:
"In das Leid der Welt hast du uns gestellt, deine Liebe zu bezeugen. Laß uns Gutes tun und nicht eher ruhn, bis wir dich im Lichte sehn.
Herr, wir bitten: Komm und segne uns, lege auf uns deinen Frieden. Segnend halte Hände über uns. Rühr uns an mit deiner Kraft."
Für alle die es interessiert, noch zwei weitere Strophen:
"In die Nacht der Welt hast du uns gestellt, deine Freude auszubreiten. In der Traurigkeit, mitten in dem Leid, laß uns deine Boten sein."
"In den Streit der Welt hast du uns gestellt, deinen Frieden zu verkünden, der nur dort beginnt, wo man, wie ein Kind, deinem Wort Vertrauen schenkt."
Ein altes bekanntes Lied eben, das mir aber lange nicht mehr begegnet ist - bis letzte Woche.
Kommentare: 2. Geschrieben am 23.09.2005 um 04:39:45 Uhr
Bibelübersetzungen und Football
Nach einem Dank Quelle ein wenig chaotischen Herdtransport durch Karlsruhe war ich Abends bei kubik beim WortSport.
Simon, der Gemeinde-Praktikant, der wenn er nicht gerade Praktikum macht auf der FTA Gießen Theologie studiert, hatte sich auf das Thema "Bibelübersetzungen" vorbereitet. Wir haben uns anfangs relativ allgemein darüber unterhalten, wer am liebsten warum welche
Übersetzung liest. Danach hat Simon ein Handout ausgeteilt, auf dem er Teile aus
Das Buch der Bücher - welche Übersetzung hat Recht? von Heinrich von Siebenthal (302,6 Kb) zusammengefaßt hat.
Damit lagen zwar Fakten auf dem Tisch, trotzdem war die Diskussion noch in gewissem Sinne abstrakt, doch Abhilfe schuf hier der konkrete Vergleich verschiedener Bibelstellen. Wir haben uns dafür vor allem 1. Timotheus 5,1-2 (Gute Nachricht) herausgegriffen, um unter Daniels Führung eine mehr oder weniger kontroverse Diskussion über den Begriff der
Keuschheit zu führen.
Ich denke man kann sagen, daß wir zu der Erkenntnis kamen, daß "exaktere" bzw. "einschränkendere" Übersetzungen nicht immer wirklich die besseren, genaueren sein müssen. Meistens ist die Aussage in den verschiedenen Übersetzungen sowieso identisch und nur in unterschiedliche Formulierungen verpackt - die einen leichter, die anderen schwerer verständlich.
Am Besten liest jeder die
Übersetzung, die ihm am meisten gefällt und wenn er Lust hat, kann er einzelne Stellen auch mal in unterschiedlichen Übersetzungen vergleichen, um sich intensiver mit dem Text zu beschäftigen und vielleicht die kleinen interessanten Unterschiede und Ansichten der Übersetzer zu erkennen und sich daraus sein eigenes Bild zu machen. Mangels Kenntnissen in
Hebräisch und
Griechisch ist es vielen ja nicht möglich, direkt im
Urtext nachzuschauen und sich selbst an eine Übersetzung zu wagen. Vor Jahren hab ich mal ab und zu in den
lateinischen Text geschaut, doch das ist auch nur eine Übersetzung, wenngleich vielleicht näher am Urtext als eine Deutsche, aber das vermag ich nichtmal zu beurteilen. Lustig ist es auf alle Fälle, sich diese Mühe mal zu machen - da fällt mir ein, daß ich mir mal eine
lateinische Bibel zulegen sollte ...
Nach WortSport ging es dann noch in die montägliche
Sneak. Dort kam erneut ein brauchbarer Film, auch wenn er mit den beiden letzten nicht mithalten konnte. Es kam ein typisch amerikansicher
Footballfilm, "
Spiel ohne Regeln" ("
The Longest Yard"). Ex-Top-Footballer muß in den Knast, soll unter den Sträflingen ein Footballteam zusammenstellen, das dafür sorgen soll, daß die Wärter im Aufbauspiel gegen ihre Insassen triumphieren und Selbstvertrauen gewinnen. Natürlich gewinnen am Ende die schweren Jungs. Zu dem Film gibt es darüber hinaus wenig zu sagen. Es gibt viele absonderliche Gestalten und der Film ist eine nette Unterhaltung, aber geplant würde ich trotzdem nicht reingehen.
Die Rolle des ehemaligen Top-Spielers Paul Crewe übernimmt
Adam Sandler, der schwarze Caretaker wird von
Chris Rock gespielt und den etwas älteren Coach Nate Scarborough mimt
Burt Reynolds. Daß auch
Nelly als der flinke Megget mit von der Partie war ist nicht unbedingt erwähnenswert.
Das einzige, was mich ein wenig gewundert hat war Captain Knauers, alias
William Fichtner, Reaktion nach dem Spiel. In den letzten Sekunden wirkte er auf mich wie ausgewechselt, aber das ändert am Gesamteindruck des Filmes wenig. Eben ein altes Rezept mal wieder aufgewärmt - zwar nicht schlecht, aber auch nicht überragend.
Wenn man die Wahl hat, lieber Schifssmeldungen anschauen.
Jetzt noch Teil siebenundfünfzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
19.09.2005, zwanzig vor fünf Uhr mittags, 22°C
Kommentare: 0. Geschrieben am 21.09.2005 um 01:28:58 Uhr
Schubladengott?!
Nachdem
Gottesdienstberichte zur Zeit im kubikweb
Mangelware zu sein scheinen schreib ich halt mal wieder selbst etwas zu diesem Freitag.
Es ging also um
Schubladen, und zwar solche, in die wir Gott "sperren" wollen. Fast jeder hat irgendwelche Bilder von Gott in seinem Kopf, irgendwelche Vorstellungen - Schubladen eben.
Deswegen ging es textlich um die Stelle, als
Mose die
Zehn Gebote vom
Berg Sinai mitbringt und gleichmal wieder kaputt macht, weil sein Volk um ein
goldenes Kalb tanzt.
Jeder konnte sich für sich in Ruhe überlegen, was vielleicht sein eigenes goldenes Kalb ist. Doch das war nur ein Teil, der zweite drehte sich mehr um die schon angesprochenen Schubladen, schließlich steht in den Zehn Geboten auch, daß wir uns kein Bild von Gott machen sollten.
Vorne stand ein "goldener Schubladenaltar" - also ein golden angemaltes Schränkchen mit mehreren Schubladen - und in diese Schubladen konnte man die eigenen Schubladen schreiben, in die man selbst Gott "sperrt", seine Bilder und Vorstellungen davon, wie Gott zu sein hat. Und um diesen Schubladenaltar noch altarmäßiger aussehen zu lassen, ich nehme zumindest mal an, daß das der Grund war, wurde auch noch irgendwelches stinkendeswohlriechendes Zeugs oben auf einer Schale verbrannt, was schön rauchte ... irgendwann wurde es dann wieder entfernt, weil die Rauch- und Geruchsentwicklung zu intensiv wurde. Aber ein netter Effekt wars alle Mal.
Und dann kam sozusagen die Überraschung, denn drei stattliche junge Herren nahmen sich des Schränkchens an und zerlegten es unter lautem Getöse. Neben einer
Stichsäge kamen auch noch
Brecheisen und ein
Beil zum Einsatz. Als die Schubladen dann fachmännisch "gesprengt" waren kamen die
Tütchen ins Spiel, denn jeder durfte sich ein solches Tütchen mit Schubladenspänen füllen und einen Zettel dazu reinlegen, auf dem "gott, befreie mich von gott" steht. Dieses gefüllte Tütchen konnte man sich dann
zuschweißen lassen und mitnehmen.
Jetzt kann man dieses Tütchen irgendwann mal aufreißen und sich nochmal klar machen, daß Gott alle unsere Schubladen sprengt und sowieso in keine reinpaßt ...
Stichwort Gottesdienstbericht ...
Mark hat inzwischen auch einen ausführlichen Bericht über den Gottesdienst: Gott, befreie uns von Gott geschrieben und auch ein paar Bilder dazu hochgeladen.
Am Ende nun noch Teil zweiundfünfzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
13.09.2005, zwei nach zwanzig vor ein Uhr nachts, 12-13°C
Kommentare: 0. Geschrieben am 18.09.2005 um 03:31:57 Uhr
Vom Puzzeln und Lernen
Nun habe ich auch schon wieder ein paar Tage nichts geschrieben. Da hatte die Uni mich eben überdurchschnittlich ausgelastet - das tut sie zwar die nächsten anderthalb Monate auch noch, aber ab jetzt werde ich wohl erstmal wieder in der "gewohnten Frequenz" irgendwelches Zeugs von mir geben. Ist auch besser, weil jetzt ist es schon wieder so viel, daß ich mir erstmal noch mehr übelegen muß, was ich jetzt schreibe und was nicht.
Letzten Freitag war ich mal wieder in einem kubik Gottesdienst, in dem es um den selben Themenbereich wie auch bei WortSport letzte Woche ging. Daniel und ein paar andere hatten sich Gedanken gemacht und das Bild des "Leibes" in Form eines kubik-
Puzzles umgesetzt. Jeder hat, als er zur Tür reinkam, ein Puzzle-Teil bekommen. Doch bis es ans Puzzeln ging dauerte es noch ein Weilchen, denn davor gab es noch ein Abendmahl mit
Traubensaft an den einzelnen Tischen. Dann gab es eine Zeit, wo man sich zu zweit oder dritt zusammensetzen konnte um sich untereinander auszutauschen, einander zu segnen und miteinander zu beten.
Danach kamen dann die vielen Puzzle-Teile ins Spiel, denn jetzt konnte jeder nach vorn gehen und versuchen seinen Platz im kubik-Puzzle zu finden - bei manchen gings schneller, bei manchen länger, so wie es eben auch im richtigen Leben ist, wenn man seinen "richtigen Platz" sucht.
Schließlich gab es dann noch "
Buttons" mit einem Ausschnitt des kubik-Logos drauf für jeden zum Mitnehmen, weil man sein Puzzle-Teil ja in das Puzzle eingesetzt hat und so noch was zum Mitnehmen bekommen hat.
Es ist wirklich interessant, was sich in meiner noch relativ kurzen kubik-Zeit schon an "Gottesdienst-Gegenständen" angesammelt hat - und mit jedem verbinde ich irgendeine Botschaft. Das hatte ich ja schon ab und zu mal geschrieben, daß ich das hier wirklich gut finde, denn so kann man sich manches besser merken und immer, wenn man sich den einen oder anderen Gegenstand anschaut erinnert man sich automatisch an den jeweiligen Gottesdienst - vielleicht teilweise nicht mehr ganz genau, aber zumindest grob und mir fällt dann meist wieder ein, worum es ging.
Eine interessante Begegnung hatte ich dann nach dem Gottesdienst noch auf dem Heimweg in der Bahn. Ist es nicht schön, wenn nachts um eins eine hübsche blondierte Russin "Goodbye" zu einem sagt? Nunja, ich weiß nichtmal ob es wirklich eine Russin war, aber sie sprach zumindest auch Russisch und einige andere, die sich auf die drei Plätze um mich herum gesellten und sonst noch herum standen auch. Doch nicht nur, teilweise kamen auch mal englische oder deutsche Fetzen vor, diese Mischung machte es, daß ich mir ein breites Grinsen nicht verkneifen konnte. Und das hat eben auch dieses blondierte Mädel, das mal kurz neben mir saß, bemerkt. Ich fand es auf jeden Fall mal wieder unterhaltsam in der Bahn, auch wenn ich nur die Hälfte verstanden hab. Ein Deutscher, der sich in schlechtem Englisch mit einer anderen Russin unterhielt saß mir gegenüber - deren Gespräch war auch nett anzuhören. Vermutlich hört sich das alles jetzt furchtbar langweilig an, mich hat die Szene zumindest unterhalten und die schon erwähnte hat sich wenigstens noch verabschiedet - ist doch nett.
Das war auch eigentlich schon alles zum Wochenende, denn die restliche Zeit war ich, wie schon eingangs erwähnt, mit Lernen beschäftigt - außer am Sonntagvormittag bis -nachmittag, als ich nach
Löwenzahn, wo Peter das
Watt unsicher machte noch beim kubik-Brunch war und gemütlich was gegessen habe, und später als ich wieder daheim war dann gerade noch
Kimis (Wann werde ich mir eigentlich mal merken können, wie der sich richtig schreibt?) Siegererhung in
Spa anschauen konnte.
Nur ein Zitat von Nadines Blog muß ich noch erwähnen: "Reden ist Silber, Schweigen nur goldig." - Ohne die Geschichte dazu versteht man das wohl nicht, also besser mal den ganzen Eintrag lesen.
Zum Abschluß noch die Teile neunundvierzig und fünfzig zu meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
10.09.2005, elf nach ein Uhr nachts, 22°C
11.09.2005, drei Uhr mittags, 19°C
Kommentare: 1. Geschrieben am 14.09.2005 um 02:08:41 Uhr