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bloggen » 05/2008

punktpunktblog

Der Joe, Erlang und die psychopathic killers

Wer mich kennt weiß ja, daß ich ganz gern zu irgendwelchen Veranstaltungen gehe, wo irgendwelche mehr oder weniger bekannte Persönlichkeiten andere an ihrer manchmal fast grenzenlosen Weisheit teilhaben lassen. Vor ungefähr einer Wocheinzwischen auch wieder ein paar Wochen ergab es sich also daß ich mehr zufällig, Gesichtsbuch und so, von einer Veranstaltung gehört habe, bei der der Erfinder von Erlang sprechen sollte. "Wikipedia-LinkErlang?" werden sich vielleicht einige fragen. Viele werden schonmal von Erlangen gehört haben, andere - vielleicht mit ein wenig Entsetzen - spontan an Wikipedia-Linkeine Verteilung denken, doch beides ist hier nicht gemeint, wobei die Verteilung schon ein guter Ansatz wäre. Erlang ist eine im CSLab bei Ericsson von Joe Armstrong entwickelte Programmiersprache. Ob Joe etwas mit Wikipedia-LinkDido zu tun habe weiß ich leider nicht, ist aber auch völlig uninteressant. Mir kam nur der Nachname bekannt vor.

Vermutlich werden die meisten mit Erlang, auch wenn sie nun wenigstens wissen, was es ist, wenig anfangen können. Mir ist die Sprache spätestens ein Begriff, seit Jan für und mit der Apache CouchDb hausieren gehtum die Welt fliegt und Vorträge hält. Inzwischen weiß ich auch, daß es einen Webserver in Erlang gibt, der wohl ganz toll sein soll. Schreiben sie zumindest auf ihrer Projektseite. Das erscheint mir jedoch tatsächlich glaubhaft, und spätestens mit dem Satz "Web applications dont have to be written in ugly adhoc languages.", sprich PHP oder Ruby, haben sie mich auf ihre Seite gezogen.

Joe Armstrong am FlipchartUm all diesen technischen Kram sollte es an jenem Abend jedoch an sich garnicht gehen. Joe Armstrong war schließlich auf einem Abend im Rahmen der Excitera Innovation Challenge eingeladen, wo es mehr um Entrepreneurship und Innovation gehen sollte. Also erzählte er eben von seiner Unternehmererfahrung, als sie, nachdem sie Erlang erfunden hatten irgendwann ein Unternehmen namens Bluetail gründeten, das später dann von Alteon aufgekauft wurde, was wiederum von Nortel aufgekauft wurde. Nebenbei entstanden aus Bluetail, oder eher ehemaligen Bluetail-Mitarbeitern, auch noch Unternehmen wie Corelatus AB. Nach einem Überblick welche Unternehmen wie aus welchen anderen hervorgegangen und aufgekauft worden waren erzählte er noch mehr von seinen Erfahrungen.

So riet er dem interessierten Publikum, wenn man ein Unternehmen gründen will, sich nicht nur mit Technikern, sprich "Infos", sondern auch mit solchen zusammenzutun, die mehr Ahnung vom "Geschäfte machen" haben, sprich "Wiwis". Auch wenn man mit diesen an sich nicht allzuviel zu tun haben wolle. Das habe bei ihm ganz gut geklappt, man muß eben nur die richtigen Leute finden.

Und auch zum Thema Finanzierung hatte er etwas zu sagen. Erfreut zeigte er sich in diesem Zusammenhang, daß der Industrifonden wohl am meisten gab, und deswegen dieser und nicht die "psychopathic killers from Deutsche Bank" am Ende den großen Reibach machten.


Ansonsten stellten noch drei andere Leute Projekte vor, unter anderem, und deswegen werden sie hier nun auch erwähnt, Kreditor, deren Dienst auf Erlang-Software basiert. Aber die Fälle, die man im Rahmen der "Excitera Innovation Challenge" bearbeiten könnte interessierten mich streng genommen sowieso kaum. Trotzdem war es ein unterhaltsamer Abend und ich weiß jetzt wenigstens, welcher Kopf hinter Erlang steckt.
Und zwar ein freakiger, aber doch auch sehr sympathischer Mensch, der tatsächlich nichts lieber zu machen scheint als Code zu schreiben.

Stockholm .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 03.05.2008 um 00:34:28 Uhr



Witzig

Hallo Götz,
jetzt bin ich doch tatsächlich auf der Infosuche zu Erlang auf Deiner Seite gelandet. Danke für den Tipp, was ich bisher gefunden hab, hört sich schon mal richtig gut an.
Gruß
tox

.. geschrieben von tox .. am 17.07.2008 um 19:55:43



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zuletzt geändert von Götz Bürkle am 16.04.2008 ..

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