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punktpunktblog
01.01.2008 Es zieht sich ...
Am ersten Morgen des Jahres zweitausendundacht genoß ich erneut das Frühstück im Perminalen Hotel, um dann langsam gen Busterminal zu laufen.
Ich hätte noch ein wenig in der Stadt umhergehen können, aber ehrlich gesagt war ich in den letzten Tagen genug gelaufen, so daß ich mich lieber dazu entschloß, im Busterminal einige Zeit zu warten und mir ein Ticket für den Bus zu besorgen. Dort erfuhr ich dann auch, daß sogar zwei Bus-Gesellschaften von Oslo nach Stockholm fahren, zwar zur gleichen Zeit, aber trotzdem. Da eine wohl ein wenig günstiger war, zumindest nach den mir vorliegenden Informationen, hab ich mir dort ein Ticket gekauft, als der Schalter irgendwann mal besetzt war. Genau genommen wollte ich erst, denn so war scheint es bei einigen Bussen üblich zu sein, direkt beim Busfahrer ein Ticket kaufen, der schickte mich dann an den Schalter, an dem inzwischen sogar eine Dame saß und Karten verkaufte. Ich hatte zwar noch einige norwegische Kronen, aber nicht mehr genug, weswegen ich einfach mit meiner Karte zahlen wollte. Doch leider hat es mit meiner Nordea-Karte nicht geklappt, also hat sie mich zum Geldautomaten geschickt. Doch auch dort überraschte mich die Maschine mit der Meldung, daß es temporäre Probleme gäbe. Nun, schade. Doch als ich dann wieder innen am Schalter war kam mir die rettende Idee: Ich hatte ja noch meine deutsche Karte dabei, warum nicht einfach die noch ausprobieren. Das hat dann auch problemlos geklappt, nur die Verbindung und Validierung der Eingaben hat ein wenig mehr Zeit in Anspruch genommen, als ich es an Kassen gewöhnt bin. So kam ich also an meine Fahrkarte und suchte mir einen Platz im Bus, auf dem ich die nächsten acht Stunden sitzen werde.
Diese Busfahrt war wohl die Etappe, die sich gefühlt am längsten zog. Aber auch hier sah man in Norwegen und Schweden wieder atemberaubend schöne Landschaften, zumindest solange man noch etwas sah. Irgendwann auf der Fahrt, schon nach über der Hälfte, entdeckte ich einen Aufkleber an meiner Scheibe, die kostenlos nutzbares WLAN verhieß. Daraufhin hab ich mein Gerät mal ausgepackt und versucht mich zu verbinden. Das hat auch geklappt, nur vergab der Router leider keine Nameserver, weswegen ich theoretisch zwar durchaus so richtig im Internet war, ja auch praktisch, nur so richtig nützlich war es ohne Namensauflösung auch nicht, denn wer kennt schon IP-Adressen auswendig? Daraus sollte ich wenigstens lernen, daß man immer eine Liste mit Nameservern dabei haben sollte - mal schauen, wann ich mir so eine Liste mal zusammen suche. Ob Internet oder nicht, ich bekam sowieso schnell Kopfschmerzen und ein ungutes Gefühl im Magen, als ich auf den Monitor schaute und versuchte dem Problem auf die Spur zu kommen, oder es vielleicht sogar zu beseitigen, so daß ich das Gerät relativ schnell wieder einpackte und mich wieder aufs Hören und aus dem Fenster schauen beschränkte, was mit Sicherheit die klügere Alternative war, als solange weiter rumzufrickeln, bis sich mein Frühstück möglicherweise seinen Weg zurück gebahnt haben könnte ...
Mit dem Lesen in Autos und Bussen hatte ich e noch nie, ich muß immer aus dem Fenster schauen, im Auto sogar aus der Windschutzscheibe, im Bus geht es meist auch zur Seite raus.
Die Fahrt, und auch schon meine Wartezeit in Oslo, habe ich hauptsächlich dazu genutzt weitere Leute-Sendungen zu hören. Interessant, was man da so alles von allen möglichen Leuten erfährt. Ich höre an sich ja kein SWR 1, aber Leute ist doch immer wieder eine Sendung, die es zu hören lohnt. Wie auch einige andere auf SWR 2, aber dazu hab ich ja schonmal etwas geschrieben, jedoch fiel mir gerade auf, daß sie nun deutlich mehr Sendungen anbieten, als noch vor einigen Monaten, werde also mal schauen, was ich noch Interessantes dort finden kann.
Überraschenderweise ganz gut fand ich die Sendung mit Dr. Eckart von Hirschhausen, aber auch Kai Schubert, der aus Waiblingen stammende Winzer in Neuseeland war sehr interessant, ebenso auch Klaus Töpfer und auch Dr. Karl Heinz Brisch. Eigentlich sind die meisten Gespräche interessant, auch wenn die Gesprächspartner nicht immer unbedingt das sagen, was man selbst für korrekt und sinnvoll hält, so kann man doch allerhand lernen oder verbessert zumindest seine Allgemeinbildung in verschiedensten Bereichen.
Doch irgendwann konnte ich auch nicht mehr konzentriert den interessanten Interviews lauschen, weswegen ich wieder auf die bewährte Musik umgeschwenkt bin. Bisher unerwähnt, aber auch gelegentlich gehört war eine junge schwedische Musikerin namens Janina (MySpace) ebenso wie, zumindest soweit ich mich erinnere, Boy Omega (MySpace), der mich jedoch auch auf meiner Reise begleitet hat.
Nach kaum enden wollender Fahrt zurück nach Stockholm war ich dann auch irgendwie froh, wieder "daheim" zu sein.
Stockholm .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 10.01.2008 um 00:53:15 Uhr
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