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bloggen » 01/2008

punktpunktblog

31.12.2007 Photos, Pilgern, Opernhaus

Auf Rat jener Norweger, die ich am Abend im Jazzclub getroffen hatte, habe ich mich am nächsten Tag aufgemacht, um die Aussicht vom Wikipedia-LinkHolmenkollen genießen zu können. Wie auch schon am Tag meiner Ankunft habe ich dort oben, wie eben auch sonst überall in der Stadt, oft mehr Deutsch als Norwegisch gehört ... es ist unglaublich, daß man hier oben in Stockholm und Oslo überall immer Deutsche trifft. Nun, da ich kein gesteigertes Interesse daran habe hier unbedingt mit deutschen Touristen zu reden, hab ich versucht sie zu ignorieren, ihre Gespräche waren in der Regel sowieso nicht so interessant, daß man zuhören wollte.

Ich war zur Mittagszeit auf dem Holmenkollen und hatte eine wirklich schöne Aussicht. Ich hab die Gelegenheit beim Schopfe gepackt und bin auch auf den Turm gestiegen. Zum Teil kann man mit einem Aufzug fahren, doch die letzten zehn, zwanzig, keine Ahnung, Meter mußte man zu Fuß die Eisentreppe im Inneren der Schanze bewältigen. Da laufen sie also hoch, die Skispringer. Allein dieser Weg ist schon Anstrengung genug. Oben überblickt man dafür ganz Oslo, und noch mehr. Da der Turm rundum verglast ist, muß man beim Fotografieren immer wieder mit nervigen Reflexionen kämpfen, doch ich habe versucht das Beste daraus zu machen. Der Aufstieg hat sich gelohnt. Die Sonne stand zum Fotografieren vielleicht ein wenig ungünstig, weil sie so schien, wie sie es eben zu ihrer Besten Zeit konnte, aber besser zu viel Licht, als zu wenig, dachte ich mir.

Danach habe ich weiter die Stadt erkundet. Da ich ein wenig in diesen Touristenbroschüren geblättert hatte wollte ich mir Aker Brygge mal anschauen, ein Komplex, der gerade neu bebaut wird bzw. zum Teil schon neu bebaut ist. Direkt am Wasser, gute Aussicht, viele Läden, auch Wohnungen. Das ist bestimmt ein Platz, an dem sich Architekten wohlfühlen, nicht unbedingt, weil ihnen die Gebäude gefallen, sondern weil es, denke ich mir zumindest, eine spannende Lage und ein spannendes Projekt ist, dort quasi einen kompletten kleinen Stadtteil aufzubauen.

Anschließend, nun kommen wir vielleicht zu einer weiteren Parallele zu Hape, beschritt ich meinen Pilgerweg. Ich wollte mir, wenn ich schonmal in Oslo war, auch anschauen, wo denn mein Lieblings-, ja der einzig vernünftig nutzbare Browser, genau herkommt, weswegen ich per Bus und Fuß den relativ weiten Weg auf mich genommen habe, um das Zentrum der Browsermacht wenigstens von außen zu sehen. Ich muß zugeben, ich war ein wenig enttäuscht, aber so weiß ich wenigstens, daß sie ihr Geld nicht für nutzlose Repräsentativbauten ausgeben sondern bescheiden im dritten Stock, der hier als vierter bezeichnet wird, eines eher grauen Bürohauses residieren. Immerhin kann ich nun sagen, daß ich dort war.


Danach, ich wollte noch einen Blick auf den Opernneubau erhaschen, trat ich meinen romantischen Abendspaziergang an. Es war wohl einer der schönsten Sonnenuntergänge, die man sich ausmalen kann. Man läuft direkt am Wasser entlang, und die ganze Farbenpracht des Himmels spiegelt sich.
Nach einem längeren Marsch sah ich dann auch das Gebäude erstrahlen, die neue Oper von Oslo, verkehrsgünstig direkt am Hauptbahnhof gelegen. Ich muß sagen, daß mir das Gebäude gefällt. Es sieht interessant aus, wenn es eröffnet ist sollte man es bestimmt auch mal von innen sehen.
Ich wollte noch ein, zwei mehr Bilder von jenem Haus machen, doch da verließ mich, nach über fünfhundert Bildern, mein Akku. Ich war zu faul gewesen meinen zweiten Akku aus dem Hotel mitzunehmen, was mich jedoch nicht daran gehindert hat auch ohne schußbereit zu sein noch ein wenig herumzulaufen, unter anderem wollte ich noch schauen, wo das Busterminal ist, an dem ich morgen abfahren würde.


Abends suchte ich dann erst vergeblich nach irgendwelchen offenen und nicht völlig leeren Orten, doch kehrte nach einem ausgedehnten Spaziergang ersteinmal zurück zum Hotel, um erst zwischen elf und zwölf wieder rauszuschauen.
Später sah es auf den Straßen dann schon besser aus, und schließlich, fast aus Verzweiflung, weil doch meist noch kaum etwas los war, hab ich mich also mal irgendwo reingesetzt. Der Eintritt war unglaublich hoch, aber es war wenigstens nicht völlig leer und ich hatte schon am Tag davor, als ich mal daran vorbeilief, den Eindruck, daß es vielleicht nicht der schlechteste Ort sein könnte.
Mit der Zeit sollte sich zeigen, daß ich mir overaged und underdressed vorkam. Die meisten Jünglinge sprangen in Anzügen herum, wahrscheinlich um wenigstens älter als 16 zu wirken ... keine Ahnung, schwer zu schätzen. Später wurde das Publikum dann ein wenig "angenehmer".
Insgesamt kann ich mich nicht beschweren, es hätte mit Sicherheit ein interessanterer Abend werden können, aber das lag ja auch an mir. Es war kein schlechter Start ins neue Jahr.

Stockholm .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 09.01.2008 um 00:51:46 Uhr



ach so...

goetzb gleich 'goetz b.'

.. geschrieben von einstein .. www .. am 18.01.2008 um 09:03:05



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zuletzt geändert von Götz Bürkle am 16.04.2008 ..

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