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punktpunktblog

29.12.2007 Rutschen unter rosa Himmel

Am nächsten Morgen kam ich früher raus, als noch am Tag zuvor. Ich genoß erneut die heiße Dusche, um dann gemütlich meine sieben Sachen einzupacken und eine Kleinigkeit zu frühstücken. Beim Frühstück traf ich dann die beiden Japaner wieder, die ich schon gestern während des Bildersortierens kennengelernt hatte. Sie waren auf ihrer Suche nach dem Wikipedia-LinkNordlicht erfolglos geblieben, ich hatte mein Nordlicht dagegen gefunden.

Nachdem ich kurz nach elf meinen Schlüssel in den Kasten geworfen und daraufhin das Haus verlassen hatte machte ich mich auf den Weg zu den Aussichtspunkten (Richtung Berge, Richtung Wasser), die ich mir zuvor auf der Karte ausgesucht hatte. Diese waren im anderen Teil der Stadt, die sich durch eine nicht so starke Hanglage auszeichnet, wodurch es auch angenehmer und einfacher ist, sich dort fortzubewegen, was jedoch noch lange nicht heißt, daß es auch hier nicht rutschig gewesen wäre. Doch ließ es sich dort relativ problemlos mit meinem Trolley spazieren, an einigen Stellen bewahrte mich der Trolley wohl auch vor einem Sturz, weil man so wenigstens immer irgendwas hat, um sich daran festzuhalten.

Die Norweger, zumindest die in Narvik, scheinen Gehwege, im besonderen gestreute Gehwege, für überbewertet zu halten, weswegen sie es in weiten Teilen einfach unterlassen die Gehwege auch nur im Ansatz gefahrlos passierbar zu machen. Stattdessen laufen sie einfach auf der Straße. Mit meinen immerhin zwei Rollen fühlte ich mich sowieso schon fast wie ein halbes Auto, weshalb ich es ihnen gleichtat und ebenso auf der Straße marschierte.
Auf meiner Rundwanderung durch das kleine Städtchen konnte ich einige beeindruckende Aussichten genießen, die ich versucht habe auch im Bild festzuhalten. Doch die schönsten Bilder bleiben wahrscheinlich sowieso immer dem Auge direkt vorenthalten, und das ist wohl auch gut so.
Gestern, als ich den höher gelegenen Aussichtspunkt so glorreich erklomm war ich ja von der kaum vorhandenen Färbung des Himmels enttäuscht gewesen. Heute durfte ich feststellen, daß ich wohl nur einen schlechten Tag erwischt hatte, was mir zwar für gestern wenig hilft, aber Narvik, genauer den Himmel über Narvik, in meiner Erinnerung doch zumindest rehabilitiert. Vielleicht hat sich der Himmel auch lediglich meiner momentanen Stimmungslage angepaßt, und sich deswegen zart rosa verfärbt, wobei meine Stimmung gestern nicht wesentlich schlechter gewesen war, aber nun, ich will diese Mutmaßung nicht unnötig weiter ausführen ... jedenfalls war der Himmel heute schöner anzuschauen, als gestern.

Nach etwa zwei Stunden des Wanderns und Fotografierens gönnte ich mir einen kleinen Snack, und sitze nun seit einigen Minuten in AMFI, dem Einkaufszentrum, an dem auch mein Bus in rund zwei Stunden abfahren wird.
Hier ist es warm, hell, und man sieht viele Norweger herumlaufen. Doch nun werde ich mich mal nach einem Ticket für den Bus umschauen ... fünf Stunden Fahrt nach Fauske erwarten mich. Im Bus werde ich auch die beiden Japaner wieder treffen ...

Stockholm .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 05.01.2008 um 00:17:34 Uhr



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zuletzt geändert von Götz Bürkle am 16.04.2008 ..

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