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Einträge in 09/2007
ComBOTS ad hoc am Ende?!
Nun, schade, nachdem Heidi ja schon vor einigen Monaten der Laufpaß gegeben wurde macht
beschließt die ComBOTS AG nun eine Neuausrichtung - Einstellung der Weiterentwicklung und Restrukturierung. Nicht, daß das den meisten Aktionären nicht unrecht wäre, nur bin ich mir nicht sicher, ob bei einem Einproduktunternehmen, auf dessen Hauptversammlung es so zuging, wie bei ComBOTS die letzten drei Jahre, nicht vielleicht doch lieber die Aktionäre vor einer solchen Entscheidung gefragt werden sollten. Immerhin betrifft diese Entscheidung den Kern der Gesellschaft, die Geschäftsgrundlage, alles eigentlich.
Ich bin jetzt schon auf die Hauptversammlung im nächsten Jahr gespannt ... ich hab ja shcon relativ früh gesagt: Dieser Kommunikations-Messenger-Kram wird ein flop, aber danach haben die bestimmt wieder eine neue, wirklich gute, Idee und dann gehts wieder bergauf. Ob sich das bewahrheitet muß sich zeigen ... viele wären froh.
Und nun die ComBOTS-Geschichte in mehreren Episoden aus meiner Perspektive als einem Akionärsvertreter, der auszog um seinen Horizont durch den Besuch einer Hauptversammlung zu erweitern:
- Von Kompost, Kompott und comBOTS
- WEB.DE ist tot, es lebe comBOTS!
- Sie Komposthaufen
- Die große Knubbelmetamorphose
- Willkommen zu Heidis neuer Welt!
- Erlebnisbericht von der Heidi..äh..Hauptversammlung
- ComBOTS, Heidi und die Verbrennungsgefahr
Soviel dazu, wir dürfen gespannt sein, was nun folgt.
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 25.09.2007 um 12:35:04 Uhr
Ritter Sport, Helge und ein Mistkäfer
Schon wieder ist eine Woche vergangen und ich habe es nicht geschafft die drei Einträge zu schreiben, die ich in meinem kleinen Köpfchen schon mehrmals angefangen hatte. Aber nun schafft es wenigstens der erste an die gespannte Weltöffentlichkeit.
Ich sollte vielleicht über schwedisches Fernsehen berichten, könnte ich dank zweier Schwedinnen auf meinem Flur auch, die regelmäßig das lustige Beruferaten ID oder
Schweden sucht den Superstar, das hier schlicht "Idol" heißt, sogar. Manchen Film oder sonstige wirre Serien habe ich auch schon am Rande verfolgt und die ganze Zeit, um meine Schwedischkenntnisse permanent zu verbessern, fleißig Untertitel gelesen. Bei Idol fiel mir zum Beispiel die durchaus unterhaltsame musikalische Untermalung auf, die meiner Ansicht nach lustiger als bei der deutschen Ausgabe ist, was aber auch daran liegen kann, daß ich die deutsche Ausgabe schon mindestens ewig nicht mehr gesehen habe. Und das ist auch gut so.
Doch nach diesem kurzen Ausflug zurück in für die meisten Leser vermutlich heimatlicheren Gefilde, nämlich in die Deutsche Fernsehlandschaft. Wenige wird es überraschen, daß ich, wenn ich hier schon deutsches Fernsehen schaue, mir bevorzugt Qualitätssendungen zu Gemüte führe. Über die Qualität ließe sich streiten, die objektive Qualität der Sendungen, die über die neue
ZDFmediathek ausgestrahlt oder bereitgehalten werden haben mich jedenfalls positiv überrascht. So macht Web-TV Spaß.
Zu den Sendungen, die es im Live-Stream gibt gehört auch
Johannes B. Kerner. Ich hatte ja zuerst nicht gesehen, daß der helgenhafte
Helge kommt, aber hab trotzdem nicht davon zurückgeschreckt anzuklicken, obwohl Howard Carpendale nicht unbedingt zu den Gesprächspartnern gehört, die mich auch nur im Ansatz interessiert hätten. Aber es tut ja nicht weh auf dem Zweitgerät ein wenig das Fernsehprogramm zu verfolgen, dachte ich. Aber sobald ich sah, daß Helge Schneider sich die außergewöhnliche Ehre gibt bei Herrn Kerner in der Runde zu sitzen war klar: das muß ich sehen. Es ist ja kein Geheimnis, daß ich dem albernen Helge etwas abgewinnen kann. Und auch dieser Auftritt war geradezu grandios.
Ich kann jedem nur wärmstens ans Herz legen, sich das Video mit Helge anzuschauen. So habe ich beispielsweise erfahren, daß Helge nicht fliegt. Er ist zwar schon ein paar Mal geflogen, aber eigentlich fliegt er nicht. Sein Vorbild diesbezüglich ist
Adriano Celentano, der nur mihttp://de.wikipedia.org/wiki/Adriano_Celentanolge auf dem Seeweg in die Vereinigten Staaten verschlagen könnte entgegnete er: "Mit dem Schiff würde ich schonmal nach Amerika fahren, könnte sein."
Der werte Herr Carpendale ließ folgendes über Herrn Schneider vom Stapel: "Menschen, die hochintelligent reden können und du fragst dich dann: was hat er gesagt." - Nunja, wenn er meint. In dem Zusammenhang, meine ich zumindest, bin mir aber nicht ganz sicher, sagte der Helge: "Man vermutet das nicht und ist deswegen einfach etwas stillgelegt."
Doch es gab noch mehr interessantes von Helge. 1976 wollte er mal ernsthafter Musiker werden und hatte als solcher einen Auftritt in der DDR.
Insgesamt hat Helge wohl kein so positives Menschenbild, wobei er mit "So sind die Menschen, so isses einfach." ja nicht ganz Unrecht hatte.
Darüberhinaus erzählte er ein wenig über die Zusammenarbeit mit
Ulrich Mühe. Auch interessant.
Außer Helge gab es eigentlich kaum erwähnenswertes. Nicht, daß
Rainer Hunold kein guter Gast gewesen wäre, aber neben Helge war er für mich chancenlos. Dafür definierte er, was Pubertät ist, vor allem für die Eltern: Man hat immer bereitschaft, muß aber unsichtbar bleiben, weil Eltern sind peinlich. Nunja, bis das für mich aktuell werden könnte werden noch etliche Jahre ins Land gezogen sein, weswegen ich das spontan unkommentiert im Raum stehen lasse und schnurstracks zum nächstenb Highlight weiterschreibe, nämlich als Helge mit Howard Musik machte. Ich hatte schon meine Kamera in Stellung gebracht, um dieses Ständchen mitzuschneiden, da mir dies die schnellste und einfachste Möglichkeit schien und ich keine Zeit hatte, mich mit irgendwelche Software auseinander zu setzen, doch netterweise hat das ZDF
Carpendale im Duett mit Helge Schneider schon selbst bereitgestellt. Zu Carpendales Gesingsang wäre mir auch nichts besseres als "Na und" eingefallen, also ein weiterer Punkt für Helge.
Am Ende machte Kerner noch Werbung für Helges aktuelle Tour mit dem Namen "AKOPALÜZE NAU!!!" und sagte dazu: "Ich dachte erst, man hätte sich verschrieben." Na, und was sagte Helge drauf? - "Das klingt auch so." Ein Brüller, oder?
Für alle, die mit dem Helge nichts anfangen können nun noch kurz drei weitere Programmtips, dieses Mal wieder Radio vom SWR. Irgendwann letzte Woche war
Alfred Ritter, Geschäftsführer von Ritter Sport, zu Gast. Hörenswert, aber nur empfehlenswert, wenn man einen Ritter Sport-Vorrat in greifbarer Nähe hat ... seit dem Tag bin ich verzweifelt auf der Suche nach Ritter Sport ...
Am 19.09.2007 hab ich mir die Sendung mit der
Psychologin Ursula Nuber angehört. Nun, so eindeutig gut fand ich die Frau Nuber nicht. Das Statement "Lüge ist wie ein Hammer." könnte man vielleicht mal diskutieren. Mit mancher Lüge kann man zielgenau einen "Nagel einschlagen", mit einer anderen etwas zerstören. Kann man so sehen. Ich will mich jedoch nicht damit zufriedengeben Lüge rechtfertigen zu können, obgleich völlig ohne Liebe Lüge (ich habe gerade beim Durchlesen bemerkt, daß ich wirklich Liebe statt Lüge geschrieben hatte ...) ein Zusammenleben vermutlich schwer vorstellbar wäre. Oder doch? Was ist Lüge überhaupt? Man kann ja bei der Wahrheit bleiben, aber man muß nicht alles sagen, was man sich so denkt. Vielleicht. Ein weites Feld jedenfalls ...
Und zum Schluß noch zwei Zitate aus
SWR2 Leben: Fahren ohne Grenzen, wo es um den fast legendären und übermäßig großen
Hummer ging. Über ihn wird unter anderem gesagt: "Grazil wie ein Mistkäfer" und "Er isch wie eine Bergziege". Ungewöhnlich, ein Automobil so zu beschreiben, aber wenn es zutrifft ...
Das soll es nun fürs erste gewesen sein, wurde auch wieder länger, als gedacht.
Stockholm .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 24.09.2007 um 01:43:18 Uhr
Unerwartete Schweinehunde und Buchmacher
Heute, inzwischen müßte ich gestern schreiben, fing der Tag unerfreulich an. Oder vielleicht weniger unerfreulich, als unerwartet, anders - aber das Unerwartete, Andere, Überraschende ist ja oft nicht unbedingt das, was in unseren Plan paßt, sonst wäre es ja nicht unerwartet. Nach diesem, vielleicht überflüssigen, Knoten, in den ich nun beim Schreiben dieses ersten Satzes geraten bin geht es geradliniger weiter, wobei ich mich gegen später wieder mäandernd durch ein anderes Gebiet bewegen werde, aber das wird man dann schon merken. Und wenn nicht, schadet das auch nicht, denke ich zumindest.
Womit beginnt nun also der Morgen eines fleißigen Studenten? Nun, ich meine nicht das Treffen einer Norwegerin in der Küche, obgleich das einem guten Morgen freilich keinen Abbruch tut, eher im Gegenteil, ich meine den alltäglichen Wahnsinn öffentlicher Nahverkehrsmittel in einer Großstadt. Da sucht man sich am Abend noch extra die Verbindungen heraus, und am nächsten Morgen beschließt der Bus dann, anstatt wie laut Plan bis woauchimmer zu fahren an der erstbesten Umsteigestelle zur Tunnelbana anzuhalten und diese zur Endhaltestelle zu erklären. Kein Drama, doch ärgerlich, wenn man sich extra eine neue Route gemerkt hatte, die man nun doch nicht gebrauchen kann. Wieder wertvolle Kapazität unnütz verschwendet, zumindest für den Moment unnütz. Sodann stieg ich hinab in den Untergrund, um die blauen Wagen, die hier jedoch zur roten Linie gehören, zu besteigen. Nach mehreren Minuten Wartezeit fährt der blaue Pfeil ein, voll. Man gehört zu denen, die sich beim Einsteigen eher hinten anstellen, als nach vorne drängen, weswegen ich in diesem Zug keinen Platz mehr gefunden habe. Schade, aber nur wenige Minuten später kam schon die nächste Wagenkolonne, in der ich schließlich Zuflucht fand, um mich zügig meinem Ziel zu nähern. Auch das Umsteigen in die natürlich ebenfalls mit blauen Wagen, nun jedoch passenderweise zur blauen Linie gehörend, klappte ohne Zwischenfälle, so daß ich trotz dieser zwei unerwarteten Ereignisse pünktlich mein Ziel erreichte - wohl sogar fast zur exakt gleichen Zeit wie geplant.
Derjenige, der nur flüchtig über diese Zeilen flog mag diese Absätze für völlig nutzlos, überflüssig, wir erinnern uns an die Klowände, befinden. Was interessiert mich der morgendliche Fahrplan eines Studenten? Durch diese Frage offenbarte er jedoch nur die oberflächliche Flüchtigkeit, mit welcher er, meist vermutlich vergeblich, versucht die Weisheiten der Welt in sich aufzusaugen. Dem aufmerksamen Leser sollte die Botschaft, die nicht allzu undeutlich hindurchschimmert nicht verborgen geblieben sein. Ich spielte mit dem Gedanken, die
Moral noch explizit hervorzuheben, doch ich entschied mich dagegen.
Jeder hat das Recht, und hier quasi auch die Plicht, selbst zu denken und seine eigenen Schlüsse zu ziehen.
Nun setze ich zu einem Sprung an, der jedoch vielleicht nicht so weit ist, wie es scheint.
Mancher kann es vielleicht nicht mehr lesen, doch ich hielte es für unverantwortlich dies zu verschweigen. Heute durfte ich einige Zeit, nicht nur am Morgen, durch die Stadt fahren oder einige Zeit zwischen verschiedenen Veranstaltungen überbrücken, und seit ich mir den Luxus gegönnt habe, es ist schon ein paar Monate her, mir einen kleinen, dünnen und schönen roten iPod nano zuzulegen ist jener mein treuer Begleiter.
Egal ob früh am Morgen oder in tiefster Nacht, er mir die Zeit viel kürzer macht.
Gepaart mit meiner Vorliebe für qualitativ anspruchsvolle und wohlklingende Sprache, die ich bekanntermaßen vorwiegend in den öffentlich-rechtlichen Sendern finde, ergibt es sich, daß ich heute mal wieder das Vergnügen hatte mehrere überaus gelungene Podcast-Episoden des SWR in meine Ohren geflüstert zu bekommen. Ein Satz aus "SWR2 Leben: Den inneren Schweinehund an die Leine nehmen - Selbstkontrolle kann man lernen", eigentlich ist es jedoch kein Satz, sondern die Wiedergabe eines kurzen Dialogs, hat mir besonders gefallen. Professor Reinhard Tausch berichtet aus seinem Alltag: "Wenn ich vor zwölf Uhr schlafen gehe - ich gehe häufig spät schlafen - dann gehe ich immer noch zehn Minuten hinaus. Weil dadurch der Schlaf besser wird. Dann treffen mich Leute und sagen: na, was wollen Sie noch machen? Und ich sage: Ich führe meinen Hund aus. Was, Sie haben doch kein Hund? Ich sage: Ich führe jetzt meinen Schweinehund aus."
Derartiges gefällt. Mir.
Die zweite Episode, die nicht nur für die, die gerne Schreiben und sich vielleicht mit der Versuchung konfrontiert sehen Bücher zu verfassen, empfehlenswert ist dreht sich um "Die Buchmacher". Interessante Einblicke in ein Geschäft, in dem es zugeht wie in
Iffezheim.
Auch hier hat mir ein Satz, dieses Mal vom Autor
Martin Ahrends, besonders gut gefallen: "Wenn die strenge Kalkulation einen literarischen Verlag ganz beherrscht, kann er vielleicht überleben, stirbt aber trotzdem ab."
Auch diese Aussage vermochte mein Gemüt zu erfreuen, weniger wegen der tristen Botschaft, als mehr wegen der geschickten und kunstvollen Verwendung der Sprache.
Später hörte ich dann, passend zum vergangenen Jahrestag, SWR1 Leute: Terroristische Taten - Arthur Landwehr (SWR Hörfunk-Chefredakteur, war sechs Jahre lang Korrespondent in Washington, auch während der Anschläge am 11. September 2001). Durchaus hörenswert, und eben aus aktuellem Anlaß auch empfehlenswert. Nicht uninteressant, aber kein Pflichtprogramm, im Gegensatz zu den vorgenannten Sendungen.
In einer Pause, die ich nutze um mich auf den aktuellen Stand zu bringen, stieß ich über Wolfgangs Notiz Münchener Anwalt wegen Betrugs verurteilt.. auf einen Artikel der TAZ: Versuchter Betrug: Freiheitsstrafe für Abmahnanwalt.
Auch wenn ich das Propaganda-Blatt nicht unbedingt gerne verlinke und ich vermutlich einer der letzten wäre, der sich an einer Pfändung der Domain jener
Gazette stören würde, so finde ich es doch angebracht, sie hier einmal positiv zu erwähnen. Außerdem ist es mir lieber, jene schreiben an einer allgemein bekannten Stelle am Rande meines Radars, als sie versuchen in seriösen Zeitungen mitzumischen ... doch darum soll es hier garnicht gehen. Überhaupt ist der letzte Absatz, der eigentlich überhaupt nicht zum ganzen Rest paßt, nur als Randnotiz zu verstehen.
Gerne würde ich noch Weiteres ausführen, doch das würde nun hier den Rahmen sprengen und das sowieso ob meiner langen tendenziell belanglosen Ergüsse strapazierte Zeitbudget der Leser über die Maßen beanspruchen. Außerdem ruft meine temporäre Ruhestätte, ohne das "temporär" hörte sich das so bedrohlich an, immer lauter, so daß ich ihr nun, nach langem Zögern, nachzugeben gedenke.
Demnächst mehr zu grünen Äpfeln - oder zumindest zu so etwas Ähnlichem.
Stockholm .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 13.09.2007 um 03:27:02 Uhr
Von Freiheit, Sprache und Kultur
"Es ist mal wieder an der Zeit, ein paar Lines zu droppen", könnte man sagen, wenn man das wollte. Doch das will man nicht. Trotzdem kann ich wieder einmal einige Zeilen über meine Erlebnisse in Stockholm berichten.
Was man nach gut einem Monat in Schweden nicht übersehen kann: Vermutlich verbringt über die Hälfte der Schweden über die Hälfte ihrer Lebenszeit mit telefonieren. Ob auf der Straße, in der Fußgängerzone, in der
Tunnelbana, im Bus, einfach überall. Nahezu jeder hier scheint ein mobiles Telekommunikationsendgerät mit
Freisprecheinrichtung zu besitzen und auch regelmäßig zu benutzen. Das interessante an den hier oft benutzten Freisprecheinrichtungen ist jedoch, daß sie meiner Ansicht nach nicht so frei benutzt werden, wie der Name es verheißt. Man kann oft beobachten, wie sie, vorwiegend weibliche Schwedinnen habe ich dabei bislang beobachtet, diesen kleinen länglichen Knubbel am Kabel, man könnte Mikrofon dazu sagen, vor ihre Sprecheinrichtung, man könnte Mund dazu sagen, zerren um hineinzureden.
Dies entspricht nicht unbedingt meinem Idealild einer "Freisprecheinrichtung", denn so ist doch meist zumindest eine Hand an das Kabel gebunden, und das obwohl mobile Telekommunikationsendgeräte für gewöhnlich gar keine Kabel zu haben pflegen.
Aber wen es erfreut, der soll ruhig so telefonieren, es sieht für meine Augen nur gewöhnungsbedürftig aus.
Zudem habe ich heute, was für den kulturell interessierten Teil derjenigen, die über diesen Absatz stolpern vielleicht interessant sein könnte, aus verläßlicher Quelle, nämlich von einer netten Schwedin in unserer Küche, erfahren daß die Schweden stärker von den vereinigten Staaten jenseits des Teiches, denn von den vereinigten Staaten Europas beeinflußt werden. Das hat vor allem mit etwas zu tun, was ich spontan eher als Vorteil gesehen hätte, was man jedoch auch als Nachteil sehen kann. Denn in Schweden werden viele Sendungen im Fernsehen in der englischen Originalversion mit schwedischen Untertiteln gezeigt. Dies führt zum einen dazu, daß die Schweden im Allgmeinen ein sehr gutes Englisch sprechen, zum anderen jedoch auch dazu, daß sie vielleicht weniger eigene "Kultur" entwickeln, da sie so stark von amerikanischen Inhalten beeinflußt werden. Nun, ich kann das bisher nicht beurteilen, aber wenn eine Schwedin, die ich mir schwedischer kaum vorstellen könnte dieser Ansicht ist, könnte da schon etwas dran sein. Es ist auch nicht ganz abwegig, daß die schwedische Sprache am omnipräsenten Englisch ein wenig leiden könnte.
Auf der anderen Seite muß darf man jedoch auch nicht vergessen, daß auch im deutschen Fernsehen ebenfalls viele Serien amerikanischen Ursprungs gezeigt werden, wenngleich auch später, da sie erst synchronisiert werden.
Nun, ich werde das Thema versuchen im Auge zu behalten. Als sprachlich interessierter und schwedisch lernender Mensch ist es nicht verkehrt, ein wenig über all das zu erfahren.
Übrigens, ein Punkt der damit zusammenhängt und ebenfalls wenig verwunderlich ist: Es ist wohl nicht ganz einfach als "nicht muttersprachlicher Schwede" mit Schweden Schwedisch zu reden, da diese doch ganz gern auf Englisch umschwenken, was natürlich für mich als potentieller Schwedisch-Stammler die einfachere Alternative darstellt, aber mir bei meinen Schwedisch-Anfängen wenig hilft. Nun, bisher bin ich noch ganz glücklich auch auf schwedische Fragen einfach auf englisch antworten zu können, doch so ganz ideal um eine Sprache zu lernen ist das nicht.
Soviel erstmal zu meinen bisherigen Beobachtungen und Bemühungen. Der Sommer scheint nun auch vorbei zu sein, heute regnet es schon den ganzen Tag ...
Stockholm .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 08.09.2007 um 15:03:56 Uhr
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