bloggen » 07/2007
punktpunktblog
So, schnell, März.
So, jetzt geht es flugs durch den März.
Zu Beginn ein wenig Literatur im Foyer. Ingo Schulze wurde hoch gelobt, auch Denis Scheck empfiehlt in druckfrisch "Handy" - und trifft in einem Buchladen eine schwedische Übersetzerin. Außerdem traf sich Scheck noch mit Ted Simon, der mit "Jupiters Träume" ein Stück Reiseliteratur geschrieben hat. Im Interview wirkte er ganz nett, und vor allem konnte er sogat deutsch.
Flink fliege ich zum nächsten Thema,
iGoogle. Eine weitere nicht ungeschickte Anwendung aus dem Hause Google. Dort bekomme ich auf meiner Startseite Zitate angezeigt, ich glaube sie waren standardmäßig dort und ich hab sie da gelassen, warum auch nicht? Und was lese ich da für ein Zitat: "Schach ist wie die Liebe - Allein macht es weniger Spaß." (Stefan Zweig). Ein Vergleich, der mir im Traum nicht eingefallen wäre, der aber möglicherweise nicht unpassend ist.
Doch ich versorgte mich nicht immer nur mit Neuigkeiten aus "dem Netz", sondern gelegentlich auch mit Nahrung. Manchmal, eher selten, passiert es sogar, daß man in übersichtlicher Gesellschaft nicht unfein essen geht und nicht einmal bezahlen muß.
So erging es mir, als wir zu Klenerts in Durlach gegangen sind. Es war ein Geschäftsessen, und es ging auch tatsächlich um Geschäftliches. Vor allem aber gab es vorzügliches Essen und Trinken, ein Traum. Ich bin zwar nicht als Gourmet bekannt, aber Klenerts kann ich wirklich nur empfehlen. Vielleicht nicht jeden Tag, aber gelegentlich kann es wohl nicht schaden.
Es gab Badische Hochzeitssuppe (Flädle-Suppe eben), danach für mich Piccata von der Putenbrust - in Käse gebraten mit pikanter Paprikarahmsauce und Gemüsereis und anschließend Vanilleeis mit heißer Schokoladensauce und Sahne.
Aber kein gutes Essen ohne einen guten Tropfen, deswegen bestellten wir uns einen 2005er Chianti Colli Senesi "Poggio alla Sala" (Montepulicamo, Italien, D.O.C.G., dunkelrote Farbe, leichte Aromen von Pflaumen und Vanille, 8 Monate Barrique). Es gibt mit Sicherheit genügend Besseres, aber mir hat er geschmeckt. Außerdem gab es zum wein Brot mit so einem verkräuterten Aufstrich, auch sehr lecker.
Die Bedienung war so nett nachzuschenken, so daß man nie wußte, wieviel man nun denn schon getrunken hat ...
Wer mal zu angemessenen Preisen gut essen und dabei noch eine tolle Aussicht in guter Lage genießen will ist bei Klenerts richtig.
Und bevor sich jemand wundert: ja, ich schrieb oben Gemüsereis - und ich hab natürlich nicht alles gegessen, aber für meine Verhältnisse schon viel - das nur zur Ergänzung.
Außerdem hab ich im März ein paar Bilder von mir machen lassen, für einen Studentenausweis und überhaupt, das Ergebnis gibt es bestimmt bald zu sehen, wenn ich dazu komme. Jedenfalls hab ich die Gelegenheit genutzt, um auch noch ein paar Bilder mit Kravatte zu machen. Entgegen meinen ursprünglichen Planungen kam ich dann zwischen dem Fotografieren und meinem Termin am Abend nicht mehr nach Hause, weshalb ich zum Vorstellungsgespräch bei FamilyOne ein wenig over dressed erschien - geschadet hat es nicht, denn kurz nach dem Gespräch bekam ich eine Zusage. Jetzt bin ich zwar erstmal nicht mehr dort, aber nicht, weil ich nicht mehr wollte, oder nicht mehr gewollt wurde, sondern weil es die Umstände nicht erlauben. Gut, die Umstände hab ich verschuldet, aber das war ja von Anfang an schon geklärt.
Ebenfalls im März hab ich Kerner mal wieder beim Kochen zugeschaut. Ob es nun eine Wiederholung war oder nicht weiß ich garnicht mehr, jedenfalls waren Tim Mäzer und Jamie Oliver da. Aber deswegen erwähne ich die Sendung hier nicht, sondern weil Kerner, als jemand Tim Mälzer helfen sollte Essen zum Publikum zu bringen, fragte: "Wo sind denn unsere überbezahlten Hostessen?" War natürlich nicht ganz ernst gemeint, gegrinst hab ich trotzdem.
Und schon wieder Literatur. Wieder im Foyer. Dieses Mal gab es ein Gespräch mit
Doris Dörrie (Und was wird aus mir?)
Des Weiteren ging es um
Silke Scheuermann: Die Stunde zwischen Hund und Wolf.
Als die zukünftige Anne Will noch Sabine Christiansen hieß ging es um Scheidungen. Ein paar Zitate stell ich einfach unkommentiert in den Raum:
Andrea Kiewel: "Eine Ehe ist keine Rentenversicherung!"
Norbert Geis, CSU, sprach sich deutlich für eine Ehe auf Lebenszeit aus, wie sie im Grundgesetzt eigentlich vorgesehen ist.
Michaela Heeremann stellte fest: "Kinder leiden extrem unter Scheidungen."
Dazu gab es irgendeine komische Umfrage rund um das Thema Scheidung und häusliche Gewalt, aus der resultierte, daß in türkischen Familien im Allgemeinen mehr Gewalt ausgeübt wird.
Aber generell muß ich sagen, daß ich die Moderation furchtbar schlecht fand, denn sie war mitnichten neutral, sondern durch und durch frankophil, was bei mir auf eher wenig Gegenliebe stößt.
Und auch im März war ich in einer Sneak, dieses Mal eher berstig. "Alpha Dog". Nicht empfehlenswert. Verkommene amerikanische Jugend, die Bier versteckt in Tüten trinkt. Muß wirklich nicht sein.
Doch auch im März gab es noch mehr Positives.
Fritz Pleitgen war als Gast bei Harald Schmidt extrem cool.
Auch das Talkshow-Kandidaten-Glücksrad war nett.
Wieder einmal erkannte ich die Vorzüge eines Rauchverbots, als ich im Radio Oriente beim Konzert von Kojote, Maserati und Ostinato war.
Und ein weiteres mal verfolgteich die Literatur im Foyer, wo mir ein Bekannter begegenete: Ingo Schulze mit seinem Handy.
Ansonsten war die Antje Ravic Strubel mit einer furchtbaren Frisur da und sagte etwas zu "Kältere Schichten der Luft" und dann fiel noch ein Name, oder er war sogar zu Gast, der ebenfalls in mehreren Literatursendungen shcon gefallen war: Wilhelm Genazino.
Um den März noch schnell abzuschließen noch ein paar kurze Bemerkungen:
Nach dem eher dürftigen letzten kam auch wieder ein besseres Film in der Sneak: The Contract. Ich fand ihn gut, natürlich spielte eine hübsche Frau mit (das sei nur erwähnt wegen "denn ich möchte mal wissen, welcher Film auf dieser Welt einen
Oscar erhält bei dem die weibliche Hauptrolle fehlt", obwohl der Film nicht Oscar-verdächtig ist, aber das Zitat mußte ich irgendwann eben auch mal anbringen und ohne Bemerkung hätte man sich ja wundern können, warum eine hübsche Frau extra erwähnt wird), zwar scheitert der Lehrer am Ende, aber an sich wird trotzdem alles gut.
Ich war zu dem Zeitpunkt noch nicht langge bei FamilyOne, da überschätzte, oder eher verschätzte, den Query Optimizer von MySQL und legte mit
SELECT a.bla, a.blub from a, b, c mal eben den Server einige Zeit lahm ... kann ja mal passieren ... warum rationalisiert MySQL b und c in diesem Fall auch nicht weg?
Zu guter Letzt noch zwei Sätze aus Harald Schmidt. Zu Henry Maskes Comeback fiel ihm ein: "Was ist daran besonders? Ein Arbeitsloser Ossi geht auf einen Schwarzen los."
Sparta definierte er als "Eine Ansammlung von gewaltbereiten Homosexuellen." Und auch was Phalanx im Grund heißt konnte er berichten: "5 Spartaner auf einem Holzstock". So hat man auch wieder etwas gelernt, und der März ist zu Ende. Endlich.
Jetzt Teil zweihundertundsiebenundsechzig, zweihundertundachtundsechzig, zweihundertundneunundsechzig, zweihundertundsiebzig, zweihundertundeinundsiebzig, zweihundertundzweiundsiebzig und zweihundertunddreiundsiebzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
04.03.2007, kurz nach drei Uhr mittags, 19°C
11.03.2007, kurz vor halb zwei Uhr mittags, 16°C
13.03.2007, ganz kurz vor dreiviertel fünf Uhr nachmittags, 19-20°C
18.03.2007, kurz vor dreiviertel acht uhr abends, 7°C
23.03.2007, kurz nach zwölf Uhr des Nachtens, 1°C
24.03.2007, dreiviertel sieben Uhr abends, 6°C
28.03.2007, irgendwann mittags, 12°C
blablubmuh .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 31.07.2007 um 09:00:42 Uhr
.. noch nicht kommentiert.
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