bloggen » 05/2007
punktpunktblog
Unterhaltung mit Bundes-Peer
Ich fand auch wieder einmal die Zeit einige mehr oder weniger interessante oder unterhaltsame Sendungen und Gesprächsrunden zu verfolgen.
Beim
heute journal mitte Januar wunderte ich mich darüber, wie sichtlich gut gelaunt
Marietta Slomka die Neuigkeiten präsentierte.
Danach ging es dann sogleich mit "
Berlin Mitte" und
Maybrit Illner mit dem Thema "Bleibt die Gerechtigkeit auf der Strecke?" weiter.
Dort war unter anderem Peer Steinbrück zu Gast, der mir eigentlich irgendwie sympathisch war. Er sagte irgendwas und beendete seinen Satz mit "
Frau Maischhberger", worauf Frau Illner sagte "Nein! Das ist die andere ..." - diese an sich nicht so optimale Situation für Steinbrück parierte er beachtlich, indem er ihr entgegnete: "Dann dürfen Sie mich nun zweimal mit Stoiber anreden ... ;)"
Dieser Versprecher hat das Gespräch meiner Ansicht nach bereichert und ich muß sagen, daß der Steinbrück mir gar nicht mal unsympathsich war, obgleich er ja aus einem Lager kommt, dessen Ansichten mit den meinigen größtenteils eher negativ korreliert sind.
Schlagfertig legt er im Verlauf des Gesprächs nach: "Ich hab so 8500 - 9000 EUR Cash in die Täsch im Monat - und - verdienen Sie mehr als der Bundesfinanzminister?"
Als weiterer Gast saß Dr. rer. nat. Jürgen Hambrecht, Vorstandsvorsitzender bei BASF in der Runde. Der stellte zuerst einmal die Frage, was Gerechtigkeit überhaupt sei und differenzierte dann zwei Arten der Gerechtigkeit: Leistungsgerechtigkeit oder Verteilungsgerechtigkeit.
Hambrecht sagte klar, daß er sich zur Leistungsgerechtigkeit bekenne, was in seiner Position aber für mich auch nicht verwunderlich ist.
Und als ich mich gerade ein wenig schlau über Herrn Hambrecht machen wollte stolperte ich über einen schon etwas älteren aber wirklich angenehm zu lesenden Artikel in der Zeit:
Sie nennen ihn Mr. Verbund - Bei zwei Sätzen mußte ich schmunzeln wie die vielen Hasen vor einigen Wochen. Der Artikel beginnt gleich mit "Sparen, sparen, sparen - so trotzte die BASF bisher der Krise. Jetzt macht das Chemieunternehmen auch noch einen Schwaben zum Chef". Eine kurze Charakterisierung Hambrechts findet sich schließlich gegen Ende des Artikels: "Für den Arbeitnehmervertreter, der selbst aus Bayern stammt, ist Hambrecht die sprichwörtliche „Verkörperung“ aller Tugenden des deutschen Südwestens."
Als dritter Gesprächspartner saß noch Bischof Dr. Wolfgang Huber mit dabei. Was er so von sich gab weiß ich leider nicht mehr.
Irgendjemand in der Runde meinte "Wo gearbeitet wird werden Fehler gemacht", was ich einen guten Satz finde, um diesen Text hier zu beenden. Insgesamt war mir die Frau Illner in dieser Runde stellenweise zu stressig und von Peer war ich positiv überrascht.
Nun noch die Teile zweihundertundachtundvierzig, zweihundertundneunundvierzig, zweihundertundfünfzig und zweihundertundeinundfünfzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
12.01.2006, viertel elf Uhr abends, 12°C
14.01.2006, dreiviertel zwei Uhr mittags, 14°C
14.01.2006, dreiviertel acht Uhr abends, 7°C
15.01.2006, kurz vor viertel zwölf Uhr mittags, 6°C
blablubmuh .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 28.05.2007 um 13:42:08 Uhr
.. noch nicht kommentiert.
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