goetz..  buerkle

bloggen » 03/2007

punktpunktblog

Wie ein Blog-Eintrag bei mir entsteht ..

.. oder eben auch nicht.


Über tautokoJohannes kam von Martin soeben ein Stock geflogen. Deswegen gibt es jetzt kurz eine Antwort auf die Frage:
Erklär mal, wie und mit welchen Mitteln bei Dir ein neuer Blogbeitrag entsteht.

Quellen


Eigentlich ein OperaOpera-Fenster mit sehr sehr vielen offenen Tabs, die ich mal täglich, mal wöchentlich, mal monatlich, eben wie ich gerade Lust habe durchgehe.

Inzwischen bin ich jedoch am Überlegen auf Google-LinkGoogle Reader umzuschwenken, inzwischen sieht mir der ganz brauchbar aus, und die vielen vielen Tabs fressen halt einfach viel viel Leistung ... mangels Zeit hab ich in meinem Google Reader aber noch nicht alles drin, was ich drin haben will.

Außerdem ist die Google-Linkpersonalisierte Seite von Google inzwischen auch benutzbar geworden. Ich hab mich dort mal in den letzten Wochen häuslich mit diversen Zeitungen und Online-News-Feeds eingerichtet. So ich denn Zeit finde, überfliege ich (auch mal mehrmals) täglich die Überschriften und lese dann die interessanten.

Ich stelle mir jedoch die Frage, warum ich nun zwei (Google-)Anwendungen für Feeds benutze - das sollte man vielleicht zusammenlegen, wobei ich die "personalisierte Seite" für den ganzen Info- und News-Kram ganz schön finde, und Google Reader meiner Ansicht nach eher für Blogs ganz gut geeignet ist. Aber über kurz oder lang werde ich diese beiden vielleicht mergen - aber ich muß ja erstmal meinen Google Reader anständig einrichten, bevor ich mir Gedanken über eine Zusammenlegung dieser Dienste mache.

Bisher fand ich alle Feed-Reader furchtbar, nur Wikipedia-LinkAkregator hat mir gut gefallen, nur nutze ich ja zum alltäglichen Arbeiten bisher kein Linux ... und die Wurst läßt ja auf sich warten und ein Feedreader-social-was-weiß-ich-noch-alles-Online-Tool eines Freundes ist über die Pre-Pre-Alpha noch nicht raus gekommen.


Aber die Hauptquelle für meine Texte ist eigentlich mein Leben.


Schreiben und verwalten


Ich schreibe meine Texte fast ausschließlich in Weaverslave, meinem Texteditor, der eh die meiste Zeit wegen irgendetwas offen ist. Und dort sammelt sich dann, auch mal über Monate und Jahre hinweg, alles Mögliche und Unmögliche in einer Textdatei an ... und wartet darauf, mal ausformuliert, verworfen, oder in ein anderes Dokument, wo es besser aufgehoben ist, verschoben zu werden.

Zur Veröffentlichung kopiere ich dann den jeweiligen Text in mein Formularfeld, schreibe noch eine Zusammenfassung und überlege mir entweder noch eine Überschrift oder kopiere auch die aus dem Texteditor oder aus dem Textfeld in das Überschriftenfeld.
Und dann wird der Eintrag gespeichert und ist damit veröffentlicht.
Und wenn alles sicher veröffentlicht ist, lösche ich den Text aus der Datei.

Du bisch


So, und nun gebe ich das Stöckchen weiter an:

Aktuelles .. linken .. kommentieren (3) .. von Götz Bürkle am 12.03.2007 um 23:37:48 Uhr



Wie ein Blog-Eintrag bei mir entsteht

1. Ich überlege "Das könntest Du doch mal bloggen"
2. Ich denke "Ach nee."
3. Ich mache etwas anderes.

;)

Oder um mich an Dir zu orientieren: Der Feedreader ist NetNewsWire Lite, Schreiben tue ich in WriteRoom 1.0, Text editieren in TextMate. Öde. Interessanter finde ich daran den mentalen Prozess.

...

Ich könnte eigentlich nie sagen, dass es eine bestimmte Quelle im Feedreader oder so gibt, wenn ich etwas schreibe. Was ich so im Feedreader und woanders lese, ist vielmehr ein latentes Hintergrundwissen. Ein Stimulus ist für mich eher, wenn eine Frage gestellt wird; vielleicht ein Grund, weswegen ich immer noch etwas im Forum aktiv bin. Wenn gefragt wird, findet man einfach eher bessere Stimuli. Dies bezieht sich natürlich mehr auf die längeren, erklärenden Postings im Forum; meinem Zweitblog.

Ein Stimulus ist also eher etwas, dass das ansonsten etwas mehr unzusammenhängende Hintegrundwissen aktiviert, eventuell neu zusammenführt. Zu dem Zeitpunkt wird dann die Idee eines Postings aktiv. Im wesentlichen ist das mehr das Gefühl eines Postings, keine konkreten Formulierung, keine Argumentations- oder Erklärungsstrategie. Mehr ein Wissen, dass man etwas in der und der Richtung sagen will, nicht, wie der Weg dahin aussieht.

Zu dem Zeitpunkt ist das dann nicht mehr als eine mentale Notiz oder oft auch eine Notiz in der Todo-Liste. Oftmals wird es dann dort verlassen, meine Liste ist halb voll mit potentiellen Posting-Ideen fürs Forum, deren Threads längst archiviert wurden. War ich einfach zu langsam, oder wie ich es bevorzuge zu denken, die Idee war einfach nicht stark genug, um darauf zu reagieren. Manchmal denkt man aber einfach weiter über die Idee, ein Hintergrunddenken. Wenn die Ideen dann langsam in der Vordergrund treten, reagiere ich auch irgendwann darauf. Bis dahin war der Prozess also kein richtiges Nachdenken im Sinne von Konzentrieren, sondern mehr ein unterbewusstes Denken.

Wenn ich die Idee zu einem Posting dann verfolgen will, öffne ich ein Fenster in WriteRoom und fange an Stichpunkte zu tippen, die die groben Leitlinien vorgeben, wie ich schreiben will und was ich schreiben will, damit ich es nicht vergesse. Diese Stichpunkte sind sehr selten für andere verständlich, sie sind ja auch nur für mich gedacht. Die Phase des Sammelns von Stichpunkten kann durchaus auch etwas dauern. WriteRoom hat Auto-Save, man muss sich also noch keine Gedanken über sämtliche Meta-Dinge wie Dateiname (theorie-des-lebens.txt oder dingsbums.txt?) machen, man hat einfach eine Ablage, in der man Gedanken sammeln kann.

Irgendwann fange werden dann die Stichpunkte ausführlicher und ich fange an in Prosa zu schreiben. Gerne auch mit einer bestimmten Zielperson vor Augen, an die ich schreibe; hier taucht meine Vorliebe für Frager als Stimuli wieder auf. Die Gedankensammlung für mich selbst wird hier also zu einer Erklärung, einem Text für andere. Immer wieder umformuliert, immer noch in demselben Fenster von WriteRoom, in dem auch die Stichpunkte stehen und nach und nach (aber nicht in Reihenfolge) eliminiert werden, weil sie durch Fliesstext ersetzt wurden. WriteRoom hat da auch einen wunderschönen Vollbild-Modus, in dem auf dem Bildschirm nichts anderes steht als der zu bearbeitende und zu schreibende Text, toll für die Fälle, in denen man sich konzentrieren muss und anderes eventuell zu ablenkend wirkt. Und irgendwann weiss ich nichts mehr und höre auf. Wahrscheinlich sollte man den Stoppunkt früher setzen, dann wird es nicht so langatmig, wie ich gerne schreibe.

Handelt es sich um strukturierten Text (HTML, Markdown, Forums-Markup) wird der in der Struktur noch rohe Text dann von WriteRoom in TextMate ge-apfel-a,c,v-t (neudeutsch für Kopieren) und dort für das Publizieren aufbereitet.

Das Ganze klingt jetzt so umfangreich, als würde ich einen definierten Prozess habe, ein Werk von mindestens der Qualität von Das Kapital zu schreiben. Es klingt nur so. Im wesentlichen ist dieses Vorgehen nur ein Abbild meines Denk- und Schreib-Prozesses. Der Text evolviert in der Größe von einer blossen Idee aus den grauen Schwaden zu einer detaillierteren Auflistung der Idee (den Stichpunkten) bis hin zu einem kompletten Text.

Und auch ist der Prozess ein Abbild der Ausrichtung, die sich von mir zu etwas anderen richtet. Die schwammige Idee existiert nur in meinem Kopf, irgendwann fange ich an, mir die Idee zu erklären (und die damit dann auf den Prüfstand zu stellen) und dann fange ich an, die Idee auszuformulieren und versuche sie, jemanden anderen zu erklären, selbst wenn die Zielgruppe nur eine vorgestellte Person ist. Und am Ende gestalte ich den Text dann noch als strukturierter, damit irgendeine Software den verarbeiten kann, bin also noch freundlich zu einem doofen Programm ausgerichtet.

Der Prozess der Idee geschieht ganz in meinem Kopf, den Prozess des Umwandelns der Idee in Text kann ich am besten in WriteRoom. Im wesentlichen ist es ein Fall von „Das beste Tool für den Job nehmen“.

(Geschrieben in WriteRoom, kopiert in Götz' Kommentarfeld)

(Auf Wunsch von G. wird dessen E-Mail-Adresse benutzt. ;)

.. geschrieben von Der Tim .. am 13.03.2007 um 00:46:14

Trackback ...

.. allerdings manuell: http://blog.denk-pause.de/2007/03/26/fragwuerdige-premiere/

.. geschrieben von denkpause .. www .. am 26.03.2007 um 17:24:32

ich blogge in Fragen
Wie ein Blog-Eintrag bei mir entsteht.

Da muss ich zu euer Enttäuschung erst mal was grundsätzliches klarstellen: Ich blogge nicht. Nicht wirklich.
Aber im Prinzip ja doch. Nur eben in einer besonderen Form: in Quizfragen.

(die von mir erdachte und gemachte Plattform Quiztante dient quasi dem bloggen und beantworten/bewerten von Multiple Choice Tests. Als Quizmaster kann sich da jeder zum Obst oder Meister des Fragen-bloggens machen. Gepostete Fragen haben vier Antwortalternativen, eine ist richtig, Resultat wird sofort angezeigt)

die Idee:


Quizfragen lauern überall. Quasi jeder Fakt, den man im Lexikon nachschlagen kann, könnte eine gute Quizfrage werden. Erlebnisse und Entdeckungen, besonders Streifzüge durch Enzyklopädien bieten einen Schatz an oft kontrovers diskutierten Fakten, den es zu verarbeiten gilt.

Das besondere an dieser Form zu bloggen ist, dass jeder etwas davon hat. Quiz-bloggen, richtig durchgeführt ist padagogisch wertvoll. Es ist kein unreflektiertes herausposaunen, sondern vielmehr eine Aufforderung zum lesen, selbst nachschlagen und nachdenken.
Für mich stellt das Erschaffen einer Quizfrage mehr als das simple "an den Kopf werfen" von "WAS IST BLABLABLA?" dar.

Für mich ist das aufgreifen und kritische hinterfragen interessanter Fakten, der kreative Prozess des Verpackens (verbinden mit irreführenden, naheliegenden und/oder witzigen Alternativantworten), das, was den Reiz dieses "Bloggens" ausmacht.

Doch was ist interessant? Ich kann Geschehnisse der Geschichte genauso aufgreifen, wie kürzlich wissenschaftlich nachgewiesene Stoffe.
Bedingung ist natürlich, dass es für alle verständlich und nachprüfbar in Lexika zu finden ist. So taugen z.B. auch Filme durchaus, eine Frage zur Handlung, Ort oder Schauspieler zu stellen.
Vermeintlich richtige (weil allgemein als Wahrheit angesehene) Fakten kann ich als Antwortmöglichkeiten unterschieben. Ich könnte aber auch vollkommen blödsinnige Alternativen bieten, die in dem Kontext der Frage ein hintersinniges Wortspiel erkennen lassen.
All das ... und noch viel mehr (die bekannte Melodie hier drandenken) kann ich machen ... wenn ich der Quizmaster wär'. Und der bin ich quasi unter vielen anderen bei Quiztantequiztante.de

Im Idealfall entsteht so echtes Edutainment. Indem sich der geneigte Besucher beim lesen/beantworten der Quizfrage denkt:
Hmmm... das hätte ich nicht gedacht, dass das die richtige Antwort ist.
Oder: Das ist mir ja ganz neu. Da habe ich echt was gelernt!
Oder: Wie kommt der nur darauf, die Frage/ diese Antworten zu geben?
Oder: Hat nicht auch Antwort a,b,c etwas damit zu tun? Wie war das noch?

Entscheidend für diesen Lerneffekt ist natürlich, dass Frage+Antworten eine Einheit bilden und ich eine entsprechende Erklärung/Auflösung zur Quizfrage biete. Darin kann ich nochmal darlegen, wie und warum das so ist und herausheben, was ich daran erstaunlich finde. Hintergrundinformationen, die in der knappen Fragestellung oder den Antworten fehlen, werden zu hilfreichen Wissenpuzzleteilen, wenn ich an eine ähnliche Situation bzw. Quizfrage komme.

Natürlich gilt es für mich auch, mit gutem Beispiel voranzugehen. Leute, die meinen, Quizfragen stellen sei einfach hinterlassen oft Fragen in der Form von

"WAS IST DSL?"

Mit Satz-Rudimenten und oder Abkürzungen würde sich jeder bei "Wer wird Millionär" o.ä. sprichwörtlich verarscht vorkommen. Aus diesem Grund habe ich für "Einträge" einige Richtlinien ersonnen, die im Prinzip nur eine auf Quizfragen zugeschnittene Erweiterung journalistischer Grundsätze sind.


Wie und wo mache ich?


offline, in Ruhe und mit Ulli Meybohms HTML EDITOR PHASE5 (und wir lobpreisen ihn) tippe ich also.

Bevor es online geht:


Noch mal korrekturlesen: habe ich auch an alles gedacht? Rechtschreibfehler? Ist die Frage verständlich?
Kann ich den selbstauferlegten Quiz-Qualitätsrichtlinien genügen? Habe ich in die richtige Wissensgebiet-Kategorie eingeordnet, welche auch nicht die richtige Antwort vorwegnimmt? Wie schwer ist die Frage für andere zu beantworten? Könnte ich noch ein paar Stichworte eingeben, um die Frage besser wiederzufinden?

Dann füge ich den Textschnipsel in das Kommentarfeld ein und verteile den Rest in die entsprechenden Felder.

.. geschrieben von michael .. www .. am 02.04.2007 um 21:08:11



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(Die rot  bzw. mit * markierten Felder müssen ausgefüllt werden.)

Wer bin ich?


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Eins und eins macht * (die vorgegebene Antwort ist falsch, in Wirklichkeit muß gerechnet werden, das sollte jedoch keinen überfordern - bitte einfach nur das Ergebnis ausgeschrieben, also die 4 Buchstaben (!) eintragen ... falls doch einfach bei mir direkt per E-Mail melden - dies ist mein neuer Versuch mich gegen übermäßige Kommentierung durch Maschinen zu schützen ... die Ziffer wurde nun schon 3 oder 4 mal richtig eingegeben, deswegen nun nur noch ausgeschrieben)

Was will ich sagen?


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zuletzt geändert von Götz Bürkle am 28.01.2009 ..

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