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bloggen » 10/2006

punktpunktblog

Von Baustellen, Autobahnen und LKWs

Ich weiß nicht, wie lange das nun so ist, aber seit einigen Monaten macht es meist keinen Spaß die Baustelle zwischen Stuttgart und Karlsruhe zu durchfahren. Autobahn will ich diesen Abschnitt der A8 schon garnicht mehr nennen, denn wenn man dort fährt gleicht es eher einer Baustellenbesichtigung.
Die vielen Gerätschaften und was da alles rumsteht, und wie das Gelände bearbeitet wird sieht ja schon faszinierend aus, aber eigentlich will man auf einer Autobahn primär schnell von K nach S kommen und als Fahrer sollte man sowieso nicht die ganze Zeit nur in der Gegend herum schauen, sondern vor allem nach vorn.
Sehr abenteuerlich ist nach wie vor die Verkehrsführung am Stuttgarter Kreuz, da bin ich jedesmal froh, daß ich auf keine Schilder schauen oder nachdenken muß, sondern fast automatisch die richtigen Spuren nehme. Wäre ich die Strecke nicht schon oft gefahren, hätte ich bestimmt schon ein oder zweimal die Ausfahrt von der A8 in Richtung Schattenring verpaßt. Überhaupt fahre ich Strecken viel lieber, wo ich einfach weiß, wo ich hinfahren und auf keine Schilder achten muß.

Letzten Mittwoch fand ich die Strecke ausnahmsweise einmal wieder richtig angenehm, was wahrscheinlich daran lag, daß ich nachts zwischen 12 und 1 unterwegs war. Was mir aber dann in Stuttgart an einer Ampel auffiel: Inzwischen gefällt mir der Cayenne wirklich gut, aber man will dieses Gefährt nicht nachts hinter sich haben, denn die schönen großen Scheinwerfer hängen genau in der richtigen Höhe, um Fahrer niedrigerer Autos so richtig fies über den Rückspiegel zu blenden ... schon allein deswegen würde es sich lohnen selbst einen zu fahren!


Am Montag dann, als ich mich wieder auf den Weg nach Karlsruhe machte erwischte ich dummerweise den Zeitpunkt, zu dem sich auch Wikipedia-Linkdas Volksfest, oder zumindest kleinere Teile davon, auf den Weg machten. Deshalb durfte ich, bis ich auf der Autobahn war einige übergroße Wikipedia-LinkSchwertransporter, die mit riesigen Karussellteilen beladen waren, überholen - erstaunlicherweise war die große Baustelle zwischen Stuttgart und Karlsruhe am Montag nicht so übermäßig viel befahren, daß ich relativ schnell wieder in Karlsruhe ankam.

Und wenn ich schonmal über meine Erlebnisse auf der Autobahn schreibe, was wahrscheinlich sowieso keinen Menschen interessiert, erwähne ich auch noch, daß ich aufgrund meiner etlichen gefahrenen Autobahnkilometer inzwischen für ein generelles Überholverbot für LKW bin. Wie oft wurde ich schon stark ausgebremst und geschnitten, nur weil ein LKW unbedingt einen anderen überholen mußte und innerhalb kürzester Zeit eine Schlange hinter sich her zog? Aber diese "Elefantenrennen" stören nicht nur den Verkehrsfluß, sie sind oft auch einfach nur gefährlich, denn aus 180 km/h auf 80 km/h herunterzubremsen macht keinen Spaß, und man weiß nie, ob der Fahrer hinter einem auch schnell genug reagiert, denn mit so einer extremen Bremsung rechnet man auf der linken Spur normalerweise nicht. Und bevor jetzt jemand kommt und "Tempolimit" ruft: von 120 km/h auf 80 km/h abrupt runterbremsen zu müssen ist auch nicht viel weniger gefährlich, zumal man bei 120 meist den Hintermann viel näher drauf hat, als bei 180 und man bei 120 eher unaufmerksamer fährt als mit 180.
Wenn LKW-Fahrer wenigstens ein bißchen Nachdenken und Rücksicht nehmen würden bevor sie ausscheren, aber nein - sie sind ja der "Stärkere" und haben kein Problem damit mit ihrem Auflieger auch dann noch rauszuziehen, wenn meine Vorderachse schon auf Höhe ihrer letzten Achse ist. Natürlich ist das jetzt eine Verallgemeinerung, die so auch nicht ganz stimmt, es gibt auch vernünftige und rücksichtsvolle LKW-Fahrer, aber es sind auch keine Einzelfälle.
Es gibt nur wenig unberechenbareres auf deutschen Autobahnen als LKWs.

Kommentare: 0. Geschrieben am 12.10.2006 um 01:39:12 Uhr



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