bloggen » 10/2006
Einträge in 10/2006
A datacenterchen with wanderlust
Es ist nicht allzulange her, als meine hübsche schwarze Kiste gleich mit drei
flotten Suns auf einmal flirtete, doch auch an meinem strammen T40p gehen die Jahre nicht spurlos vorüber.
Nachdem im August meine eigentlich gerade mal ein dreiviertel Jahr alte neue Festplatte ihre letzten Umdrehungen machte, drehte in den letzten Wochen wohl ein Lüfter durch. Zumindest war eben jener sobald er anlief so laut, daß ich Angst hatte, meine Black Box wuerde abheben ...
Bevor er mir nun davon fliegen konnte habe ich mich also mit dem Support in Verbindung gesetzt und habe ihn gerade noch am Ende meiner Garantie-Zeit auf die Reise nach
Heppenheim geschickt.
Und davor natürlich sorgfältig verpackt, selbstverständlich im Orignalkarton.
Selten hatte ich so einen angenehmen Beifahrer ... er war zwar nicht sonderlich gesprächig, aber er redete mir auch nicht rein. Jetzt kann ich nur warten und in der Zwischenzeit mit meiner Ersatzblackbox, die im übrigen ein Exot in unseren Breiten mit englischem XP Pro und englischer Tastatur ist, mit vermutlich doppeltem Volumen die Zeit überbrücken, bis mein alter Freund von seiner Reise hoffentlich unversehrt und repariert zurückkommt.
Passend zu meiner
Blackbox hat auch
Sun nun eine
Blackbox erfunden, die mir auch gefallen könnte, zumindest solange ich die Stromrechnung dafür nicht zahlen müßte.
Abgesehen davon, daß ich das Projekt irgendwie faszinierend finde ist mir im
Projektprospekt ein besonders schöner Satz aufgefallen: "A datacenter with wanderlust" - Und weil meine Blackbox ja auch ein klitzkleines Datacenterchen ist und gerade auch noch auf einer "Wanderung" ist dachte ich mir, daß das alles doch optimal zusammenpaßt.
Und jetzt noch die Teile zweihundertundvierundzwanzig und zweihundertundfünfundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
20.10.2006, kurz nach zehn nach null Uhr nachts, 16°C
22.10.2006, ganz kurz vor dreiviertel acht uhr abends, 19°C
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 23.10.2006 um 00:51:57 Uhr
Sarah Brendel wie sie singt und lacht
Nach meinem letzten Eintrag, bei dem es auch schon um Musik ging schreibe ich nun etwas zum letzten Donnerstag, denn da hatte ich die Gelegenheit Sarah Brendel live und in Farbe zu erleben. Den Namen hatte ich schon oft auf irgendwelchen Flyern oder Plakaten gelesen, ich muss aber zugeben, daß sie mich nie sonderlich interessiert hat ... aber nun, da die Gelegenheit günstig war dachte ich mir, ich hör sie mir mal an, die Sarah.
Es war ein eher kleineres und ruhigeres Konzert in fast "heimeliger" Atmosphäre und
Sarah Brendel hat einen durchweg positiven Eindruck bei mir hinterlassen. Oh, bevor ich es vergesse, es gab auch eine Vorband. Genauer eine Vor-One-Man-Band, nämlich Gerd "September leaves" Böttler. Bei seinen Texten musste man schon manchmal fast grinsen ... Ich weiss gar nicht, wieviele Lieder er gespielt hat, aber es waren einige und angenehm anzuhören waren sie auch.
Nach einer kurzen Pause ging es dann weiter mit Sarah, die ich wirklich sehr sympathisch fand. Gut gefallen hat mir, daß sie zwischendurch immer mal wieder ein Gedichtchen vortrug oder kurze Geschichtchen erzählte. Außer ihrer Stimme, ihrer Gitarre und ihrer
Mundharmonika hatte sie noch einen Bassisten dabei. Die Lieder waren gemischt, mal ruhiger, mal weniger ruhig, mal ernster, mal weniger ernst aber auf jeden Fall schön.
Das einzige, was ich ihr eigentlich ankreiden sollte wäre, daß sie ihre extra günstige CD auf dem Konzert um einen Cent teurer verkauft hat, als sie im Webshop kostet, aber erstens bin ich, obwohl ich natürlich den Cent ehre, froh, nicht zu viele Cents in meinem Geldbeutel zu haben und zweitens hat sie sich den Cent auch redlich verdient. Es war also eine lohnende Investition, da schau nichtmal ich auf einen Cent ;)
Zwar hab ich bis jetzt immer noch nichts von ihren anderen CDs gehört, kann also auch nichts dazu sagen wie mir ihre Sachen gefallen, die sie mit Band und so weiter drumrum macht, aber zumindest ist sie nett, freundlich, kann singen, Gitarre spielen und Gedichte vortragen - was will man mehr?
Und jetzt noch die Teile zweihundertundzwanzig, zweihundertundeinundzwanzig, zweihundertundzweiundzwanzig und zweihundertunddreiundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
15.10.2006, zehn nach ein Uhr nachts, 14°C
15.10.2006, dreiviertel acht Uhr abends, 15°C
16.10.2006, kurz nach sechs Uhr abends, 18°C
16.10.2006, kurz vor zehn nach elf Uhr nachts, 11°C
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 22.10.2006 um 01:55:14 Uhr
Am I a Dreamer?
Vor ziemlich genau einer Woche war es so weit, das Café NUN öffnete seine Türen für die breite Öffentlichkeit. Und gleich am ersten Abend gab es ein Konzert. Eigentlich eher zwei Konzerte, denn vor Denison Witmer spielte auch noch Josh Tillman.
Die beiden machen sehr angenehme, ruhige Musik. Denison war ein wenig redseliger und erzählte einige nette Geschichtchen, so konnte man auch erfahren, daß er im Deutschunterricht "Hermann" hieß. Ich hieß im Englischunterricht George.
Außerdem plant Denison zu seinem 30. Geburtstag eine besondere Aktion: Er will 30 Songs zum kostenlosen Download bereitstellen, und bittet darum, daß man an eine Organisation spendet. Welche das genau ist weiß ich nicht mehr, aber das kann man mit Sicherheit früh genug auf seiner Webseite nachlesen.
Die aktuellen CDs der beiden,
Are You a Dreamer? von Denison Witmer und
Minor Works von J.Tillman, kann ich nur empfehlen.
"Minor Works" kommt aber erst in den nächsten Wochen in den Handel.
Die Spielzeit der CDs ist mit jeweils um die 40 Minuten zwar nicht übermäßig lange, aber meiner Ansicht nach lohnenswert, zumal es bei "Are You a Dreamer?" eine Bonus-CD gibt, die nochmal einige Tracks enthält.
Wer gerne ruhige, handgemachte und "ehrliche" Musik hört, sollte sich die beiden mal merken.
(Die Bilder hab ich ganz dreist bei Martin "geklaut" - dort gibt es noch mehr und dort sind sie auch ein wenig größer.)
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 17.10.2006 um 01:46:17 Uhr
Frische Luft und volle Eimer
Wie auch schon im letzten Jahr war ich auch in diesem Jahr wieder bei der Lese mit dabei, wenn auch nur an zwei Tagen.
An einem Tag war ich wieder im gleichen Wengert dabei, wie im vergangenen Jahr, nämlich direkt an der
Kapelle auf dem Rotenberg, und damit auch ganz in der Nähe der Orte, in denen
der letzte Bienzle, der vor einigen Wochen ausgestrahlt wurde, gedreht wurde.
Außer der Weinbergidylle hatten wir auch fast immer das neue
Mercedes-Benz Museum im Blick, in das ich irgendwann mal reingehen will. Im alten war ich ja schonmal gewesen, aber im neuen bisher noch nicht - aber so lange ist das ja auch noch nicht fertig.
An Rebsorten holten wir an den zwei Tagen einige verschiedene. Neben
Kerner auch
Riesling, wobei das kein Spaß war, weil viele Trauben nicht so schön aussahen. Beim
Trollinger sah es besser aus und die Sorte
Regent machte sich auch gut.
Alles natürlich nach wie vor für Weine der Weinmanufaktur Untertürkheim.
So, genug geschrieben, eigentlich wollte ich ja nur ein paar Bilder posten.
Bewegung .. linken .. kommentieren (2) .. von Götz Bürkle am 16.10.2006 um 00:17:43 Uhr
Wir wußten es ja schon immer ...
Wer in Karlsruhe studiert wußte es ja schon immer, aber jetzt ist es offiziell:
Die
Universität Karlsruhe (TH) ist Elite-Universität.
MIT war gestern, KIT ist heute.
Siehe
BMBF: Exzellenzinitiative. Offiziell nennt sich das nun "Zukunftskonzept zum Ausbau universitärer Spitzenforschung" bzw. weltweit anerkannter "Leuchtturm der Wissenschaft".
So ist das also. Siehe auch Exzellenzinitiative von Bund und Ländern - Nur drei Hochschulen zählen zur Elite.
Und nun hab ich genug elitäres geschrieben, aber diese Meldung konnte ich einfach nicht ohne einen Kommentar an mir vorübergehen lassen.
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 13.10.2006 um 17:14:09 Uhr
Von Baustellen, Autobahnen und LKWs
Ich weiß nicht, wie lange das nun so ist, aber seit einigen Monaten macht es meist keinen Spaß die Baustelle zwischen Stuttgart und Karlsruhe zu durchfahren. Autobahn will ich diesen Abschnitt der A8 schon garnicht mehr nennen, denn wenn man dort fährt gleicht es eher einer Baustellenbesichtigung.
Die vielen Gerätschaften und was da alles rumsteht, und wie das Gelände bearbeitet wird sieht ja schon faszinierend aus, aber eigentlich will man auf einer Autobahn primär schnell von K nach S kommen und als Fahrer sollte man sowieso nicht die ganze Zeit nur in der Gegend herum schauen, sondern vor allem nach vorn.
Sehr abenteuerlich ist nach wie vor die Verkehrsführung am Stuttgarter Kreuz, da bin ich jedesmal froh, daß ich auf keine Schilder schauen oder nachdenken muß, sondern fast automatisch die richtigen Spuren nehme. Wäre ich die Strecke nicht schon oft gefahren, hätte ich bestimmt schon ein oder zweimal die Ausfahrt von der A8 in Richtung Schattenring verpaßt. Überhaupt fahre ich Strecken viel lieber, wo ich einfach weiß, wo ich hinfahren und auf keine Schilder achten muß.
Letzten Mittwoch fand ich die Strecke ausnahmsweise einmal wieder richtig angenehm, was wahrscheinlich daran lag, daß ich nachts zwischen 12 und 1 unterwegs war. Was mir aber dann in Stuttgart an einer Ampel auffiel: Inzwischen gefällt mir der Cayenne wirklich gut, aber man will dieses Gefährt nicht nachts hinter sich haben, denn die schönen großen Scheinwerfer hängen genau in der richtigen Höhe, um Fahrer niedrigerer Autos so richtig fies über den Rückspiegel zu blenden ... schon allein deswegen würde es sich lohnen selbst einen zu fahren!
Am Montag dann, als ich mich wieder auf den Weg nach Karlsruhe machte erwischte ich dummerweise den Zeitpunkt, zu dem sich auch
das Volksfest, oder zumindest kleinere Teile davon, auf den Weg machten. Deshalb durfte ich, bis ich auf der Autobahn war einige übergroße
Schwertransporter, die mit riesigen Karussellteilen beladen waren, überholen - erstaunlicherweise war die große Baustelle zwischen Stuttgart und Karlsruhe am Montag nicht so übermäßig viel befahren, daß ich relativ schnell wieder in Karlsruhe ankam.
Und wenn ich schonmal über meine Erlebnisse auf der Autobahn schreibe, was wahrscheinlich sowieso keinen Menschen interessiert, erwähne ich auch noch, daß ich aufgrund meiner etlichen gefahrenen Autobahnkilometer inzwischen für ein generelles Überholverbot für LKW bin. Wie oft wurde ich schon stark ausgebremst und geschnitten, nur weil ein LKW unbedingt einen anderen überholen mußte und innerhalb kürzester Zeit eine Schlange hinter sich her zog? Aber diese "Elefantenrennen" stören nicht nur den Verkehrsfluß, sie sind oft auch einfach nur gefährlich, denn aus 180 km/h auf 80 km/h herunterzubremsen macht keinen Spaß, und man weiß nie, ob der Fahrer hinter einem auch schnell genug reagiert, denn mit so einer extremen Bremsung rechnet man auf der linken Spur normalerweise nicht. Und bevor jetzt jemand kommt und "Tempolimit" ruft: von 120 km/h auf 80 km/h abrupt runterbremsen zu müssen ist auch nicht viel weniger gefährlich, zumal man bei 120 meist den Hintermann viel näher drauf hat, als bei 180 und man bei 120 eher unaufmerksamer fährt als mit 180.
Wenn LKW-Fahrer wenigstens ein bißchen Nachdenken und Rücksicht nehmen würden bevor sie ausscheren, aber nein - sie sind ja der "Stärkere" und haben kein Problem damit mit ihrem Auflieger auch dann noch rauszuziehen, wenn meine Vorderachse schon auf Höhe ihrer letzten Achse ist. Natürlich ist das jetzt eine Verallgemeinerung, die so auch nicht ganz stimmt, es gibt auch vernünftige und rücksichtsvolle LKW-Fahrer, aber es sind auch keine Einzelfälle.
Es gibt nur wenig unberechenbareres auf deutschen Autobahnen als LKWs.
blablubmuh .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 12.10.2006 um 01:39:12 Uhr
Neunzehnte Runde
Als es vor einigen Tagen noch einigermaßen warm und schön war, bin ich eine weitere Runde gefahren, vielleicht die letzte in diesem Jahr. Aber eigentlich will ich noch ein paarmal ein bißchen fahren, nur als Schönwetterradler wirds jetzt langsam eng. Naja, hier mal die harten Fakten:
- Strecke
25,34 km
- Durchschnittsgeschwindigkeit
23,7 km/h
- Maximalgeschwindigkeit
42 km/h
- Dauer
1:04:11 Stunden
Und nun noch Teil zweihundertundneunzehn meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
01.10.2006, kurz nach ein Uhr mittags, 25°C
Bewegung .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 04.10.2006 um 12:21:13 Uhr
Carpe diem, Eitelkeit und ein alter Club
Einer der besten Filme, die ich kenne rundete meine Fernsehnacht ab, denn im Anschluß an Kerner, bei dem es zumindest am Anfang auch um Lyrik ging sendete das ZDF "
Der Club der toten Dichter", auch bekannt als "
Dead poets society". Nach dem Film hab ich mir noch eine hand voll Kritiken durchgelesen, ich verlinke aber nur eine Meinung zum Film, die mir ganz gut gefallen hat.
Um außer den Dichtern eine weitere Verbindung zu Kerner zu schaffen erwähne ich noch, daß Mr. Keating, gespielt von
Robin Williams seinen Schülern beibrachte, daß die Sprache nur erfinden worden ist, um Frauen zu umwerben. Er brachte seinen Schülern noch viel mehr interessantes bei. Ich weiß noch, wir haben den Film irgendwann einmal im Englischunterricht in der Schule angeschaut, und dabei ist mir neben der legendären Ansprache "O captain, my captain" vor allem ein Satz in Erinnerung geblieben: "Rip it out!" - Und dieser Satz hat auch, wenn man so will, eine wichtige Bedeutung für den Film.
Ein weiterer wichtiger Satz aus dem Film lautet "
Carpe diem", welcher von einem gewissen
Quintus Horatius Flaccus, besser bekannt als
Horaz stammt. Als begeisterter Lateiner kann ich nun nicht anders, als die Quelle dieses Spruchs samt Kontext zu zitieren, in Carmina Liber I Carmen XI steht geschrieben:
"Tu ne quaesieris, scire nefas, quem mihi, quem tibi
finem di dederint, Leuconoe, nec Babylonios
temptaris numeros. ut melius, quidquid erit, pati.
seu pluris hiemes seu tribuit Iuppiter ultimam,
quae nunc oppositis debilitat pumicibus mare
Tyrrhenum: sapias, vina liques et spatio brevi
spem longam reseces. dum loquimur, fugerit invida
aetas: carpe diem quam minimum credula postero."
Leider lesen hier vermutlich etliche mit, die dieser faszinierenden Sprache nicht in Ansätzen mächtig sind, weswegen ich für diese bedauernswürdigen Gestalten auch eine deutsche Übersetzung mitliefere:
"Frag nicht (das darf der Mensch nicht wissen), welches Ende die Götter mir,
welches sie dir, Leukonoe, zugedacht haben, und lass die
Finger von babylonischer Astrologie! Wie viel besser doch, was immer sein mag, zu ertragen!
Ob Jupiter noch viele Winter uns zugeteilt hat oder den letzten,
der jetzt an entgegenstehenden Klippen das Tyrrhenische Meer bricht
- lebe mit Verstand, kläre den Wein und beschränke ferne Hoffnung auf kurze
Dauer! Noch während wir reden, ist die missgünstige
Zeit schon entflohen: Pflücke dir den Tag, und glaube so wenig wie möglich an den nächsten!"
(Diese Gelegenheit den Lateiner raushängen zu lassen konnte ich unmöglich ungenutzt lassen! ;)
In diesem Spruch schwingt vieles mit und der Begriff
Vanitas drängt sich dem gebildeten Leser geradezu auf. Und bei der Vanitas kommt man um das Gedicht "Es ist alles eitel" von
Andreas Gryphius nicht herum.
Ich weiß nichtmal mehr warum, mit Sicherheit auch wegen der Sprache, hat mich dieses Gedicht sofort fasziniert, als ich es zum ersten Mal las. Und nicht nur mich, so daß ich seit dem "ersten Kontakt" mit ein oder zwei Schulfreunden immer mal wieder einzelne Verse und Strophen aus diesem Werk rezitierten. Es wurde sozusagen fast allgegenwärtig in meiner Schulumgebung. Irgendwann fand ich dann auch noch heraus, daß dieser zentrale Satz schon in Prediger 1,2 zu lesen ist. Diese Weisheit begleitete mich also durch meine Schulzeit, zumindest durch die letzten paar Jahre. Und ich hab ja unsere Abizeitung seinerzeit gesetzt, zusammen mit einem Freund, der diesem Gedicht ebenfalls nicht abgeneigt war, weswegen wir uns den "Scherz" erlaubten auf Seite 125 unter dem Stufenfoto das Gedicht abzudrucken. Keine Ahnung, wer damit alles etwas anfangen konnte, und wer sich nur gewundert hat, was das eigentlich soll, ich könnte mich immer noch wegschmeißen, wenn ich die Seite anschaue, wie überhaupt bei einigen Artikeln aus unserer Abizeitung ... aber nun beende ich diesen Ausflug in meine Vergangenheit.
Weiter gehts mit einem zahnschwitzenden Verrückten. Dieser Begriff fiel, als Mr. Keating einen seiner Schüler zum dichten "überredete". Darauf muß man auch erstmal kommen!
Sehr dreist fand ich, als einer der Jungs während einer Clubsitzung einem Mädel sagte "Shall I compare Thee to a summers day ..." und behauptete, er habe es selbst für sie gedichtet, wo doch jeder weiß, daß
William Shakespeare dahinter steckt. Das sollte doch jede Frau wissen, daß sie nicht auf so etwas reinfällt! Überhaupt fällt mir da ein, daß auch ich mal wieder mehr Gedichte lesen sollte ...
Ich weiß garnicht, was ich noch alles zu
diesem Film schreiben soll, es ist definitiv ein Film, den man unbedingt einmal gesehen haben sollte.
Der beste Name im Film ist meiner Ansicht nach eindeutig "Knox Overstreet", gespielt von
Josh Charles, der sich von einer Sekunde auf die andere in die sympathische blonde Chris verliebt, die mit einem eher einfach gestrickten nicht sonderlich sympathischen Jungen aus dem Football Team liiert ist. Überhaupt ist Knox einer der Charaktere, die mir am Besten gefallen, vielleicht wegen seinem Mut? So genau weiß ich das nicht, auf jeden Fall ist er mir sympathisch.
Einige Rollen sind auch eher unauffällig, auch die Freaks mit ihrem Radio sind nicht schlecht ("No sir, science experiment... radar!"), aber einer muß noch explizit erwähnt werden, denn der Film endet tragisch, und eigentlich rechnet man nicht mit diesem Ende, aber Neil Perry, gespielt von
Robert Sean Leonard erschießt sich ganz nach
Werther-Manier mit der Waffe seines Vaters, wobei eine Analogie zum Werther hier eigentlich nicht angebracht ist, doch den Werther mußte ich noch ins Spiel bringen, weil die Situation zwischen Knox und Chris mich immer irgendwie an den Werther erinnert, nur eben ohne des Werthers Ende, das hat Neil Knox freundlicherweise abgenommen.
Was mir beim Abspann aufgefallen ist: Das Stuttgarter Kammerorchester hat unter
Karl Münchinger ein Stück aus der "
Wassermusik" von
Georg Friedrich Händel, nämlich Suite III in D "Allegro" zu dem Film beigetragen. Und natürlich viele andere auch.
Zum Schluß noch ein weiteres Zitat von Mr. Keating, in dem er
Robert Frost zitiert (wer heute etwas auf sich hält zitiert, wie auch
Benedikt der Sechzehnte es schon getan hat!):
"Two roads diverged in a wood, and I-
I took the one less traveled by,
And that has made all the difference."
(
Robert Frost: The Road Not Taken)
Aktuelles .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 01.10.2006 um 04:06:53 Uhr
Von Dyskalkulie und tickenden Frauen
Eigentlich wollte ich direkt nach meiner relativ langen Fernsehnacht von Dienstag auf Mittwoch im Zweiten ein bißchen dazu schreiben, aber leider konnte ich mich nie so richtig aufraffen oder hatte noch viel anderes zu tun. Aber ob vor ein paar Tagen oder jetzt, das macht an sich doch sowieso keinen Unterschied, deswegen schreibe ich einfach mal drauflos.
Nun, an jenem Dienstag abend setzte ich mich irgendwann vor den Fernseher, um Nachrichten zu schauen. Danach kam dann im ZDF die Sendung
37 Grad zu den Themen
Legasthenie und
Dyskalkulie. Legasthenie "kennt man ja", also man hat den Begriff schon einmal gehört und weiß, daß es was mit Lesen bzw. eben nicht Lesen und schreiben können zu tun hat. Dyskalkulie hingegen ist schon allein vom Begriff her eher unbekannt, dabei steckt die Erklärung auch hier schon, wie bei so vielen Fremdwörtern, im Begriff selbst: Die Vorsilbe "Dis" oder auch "Dys" ist immer eine Verneinung und
Calculus hat etwas mit Zahlen zu tun. Ich kann mir auch schlecht vorstellen, wie das ist wenn man Zahlen sozusagen wie das Alphabet auswendig lernt, aber keine Ordnung darin sieht. Das waren also die Themen des Abends, zumindest zum Teil.
Passend dazu ging es auch bei
Kerner zumindest teilweise um diese Thematik. Sehr interessant waren aber auch noch die weiteren Gäste, wie Thomas D., der sich für die Initiative Junge Dichter und Denker einsetzt. Das Projekt versucht, Gedichte mit Rhythmen zu verknüpfen und sie zu rappen - ein wie ich finde guter Ansatz, um
Lyrik für junge Menschen attraktiver und "merkbarer" zu machen.
Auch
Til Schweigers Auftritt fand ich sehr gelungen, so richtig interessant wurde die Sendung dann, als
Marie Theres Kroetz-Relin und Hauke Brost etwas zu ihrem neuen Buch "
Wie Frauen ticken. Über 100 Fakten, die aus jedem Mann einen Frauenversteher machen." erzählten.
Als drei Kernbegriffe, wie Frauen denken, nannte Frau Kroetz-Relin Unsicherheit, Sehnsucht und Neugier. Das behalte ich mal im Kopf, man weiß ja nie, wann man sowas mal brauchen kann. Die meisten Weisheiten der beiden sind aber nichts Neues. Auch den perfekten "Anmachspruch" haben sie nicht gefunden, aber es scheint wohl erfolgreicher zu sein, wenn mann sein Gegenüber "persönlich anspricht", und dabei nicht nur auf Äußerlichkeiten eingeht. Auch das ist, finde ich, wenig überraschend. Auch die These, daß "das Schweigen der Männer" Trennungsgrund Nr. 1 sei ist nichts, was man nicht schonmal irgendwo gehört hätte. Daraus abzuleiten, daß vor allem Männer mehr (aktiv) zuhören sollten ist auch keine Meisterleitung, die Formulierung der Erklärung dazu fand ich jedoch wieder unterhaltsam, denn wenn man "aktiv zuhört", dann steht das Gegenüber im Mittelpunkt, was frau freut, schließlich will frau sich eigentlich wie eine Prinzessin fühlen. Sagt jedenfalls Frau Kroetz-Relin. Der Spruch des Abends kam jedoch von Herrn Brost, der voller Weisheit verkündete: "Das Wort einer Frau ist wie der Feuchte Fleck an der Zimmerdecke." - So ist das also. Die Erklärung dazu ist aber ebefalls wieder etwas, was man schon öfter gelesen hat, also auch hier nichts Neues.
Til Schweiger beendete mit seinem heroischen Schlußsatz die Sendung, der sinnegmäß lautete: Wenn man der Wissenschaft glaubt passen Frauen und Männer nicht zueinander, aber es gibt Paare, die zueinander passen und man sollte nur wegen der Wissenschaft nicht aufhören davon zu träumen.
So sei es, oder so ist es, oder wie auch immer.
Anschließend an diese illustre Gesprächsrunde ging es mit der Lyrik weiter, denn danach folgte der Club der toten Dichter ...
Und jetzt noch Teil zweihundertundachtzehn meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
25.09.2006, zwanzig vor elf Uhr nachts, 18°C
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 01.10.2006 um 03:24:28 Uhr
SELFer
SELFHTML aktuell Weblog
Jeena Paradies
_Das kleine Seitenschwein
eingebeckert
Top Fives
DECAF°blog - Coffee Benefit
xwolf
- Jan
CK kennt Wayne
Henryk
Ministry of Propaganda
Snowone kennt Wayne
Siechfreds Tagebuch
Stonie kennt Wayne!
- Patrick Canterino
- subLog
- Javascript Blog
kubik
- Pfaffe 3000
- BLOGschokolade
[depone]
schleudergefahr
werkstück
Journeyfiles
- A_Travers_Champ
- kwerfeldein
- kristovs blog
- lebensatem
tautoko ::
bensonofone
- tabea und benjamin
Warnschild
STREUliCHT
text* tan_go
- denk pause
child's play
Madarúsia
- cogitate flubdub
- diesen blok gibt es nich
ich lese:
WorldWideKlein
- bluelectric.de
London Leben
Medienrauschen
praegnanz.de
Tageslosung
- Bibelblog (offline)
ePredigt
- Andacht "Leben ist mehr"



