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bloggen » 05/2006

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Vernetzte Zukunft

Hubert Burda im AudimaxNach Hubert Burdas erstem Vortrag über die Medien ende April war er letzte Woche zum zweiten Mal da, dieses Mal sprach er über das Thema "Vernetzte Zukunft".
Professor Dillmann begann die Veranstaltung mit einer kurzen Begrüßung, worauf Hubert Burda loslegte. Ich befürchtete nach der Ankündigung im letzten Vortrag, daß er nur irgendwas über Blogs daherblubbern könnte, doch glücklicherweise war dem nicht so. Zuerst gab er eine kurze Zusammenfassung des schon erwähnten letzten vortrages: Von den Hieroglyphen über Gutenberg zum Internet.
Wieder erzählte er "an Bildern entlang", auf die er Bezug nahm. Als er ziemlich am Anfang mit seinem eigentlich ganz tollen Mikrofon wohl nicht so ganz glücklich war merkte er an "Ich hab ja nix dagegen, wenn man zweimal vorkommt, aber wenn man sich zweimal hört - was soll man da antworten?" - Stimmt eigentlich, und deswegen hat er kurzerhand von seinem Head-Set-Mikro-Gerät auf ein gewöhnliches Handmikrofon gewechselt.

Ein weiteres, auch thematisch interessantes Zitat ist "Jemand, der gut vernetzt ist hat mehr Möglichkeiten, was nach vorne zu bringen, zu bewirken" - damit sagt er das, was heute jeder weiß: Beziehungen sind heutzutage das A und O.
"Wo Menschen zusammenkommen entstehen Märkte. Märkte sind Kommunikation." - auch dies eine Definition, über die man nachdenken kann.
Am Beispiel der Architektur illustrierte er den Satz "Menschen in Räumen vernetzen". Dazu gab es verschiedene Fotos, von verschiedenen Gebäuden. Ich könnte dies nun genauer ausführen, doch so wichtig ist das nicht.

Im zweiten Abschnitt benannte er die drei Triebfedern für die zunehmende Vernetzung:

  • Globalisierung
  • Digitalisierung
  • Medien


Zur Digitalisierung habe ich mir als zentrale Aussage folgende Feststellung notiert: "Wir stehen mitten in einer Schwellenzeit - es verändert sich alles." Nach der kurzen Einspielung von "If you're going to San Francisco" zur Auflockerung meinte er, daß viele im Silicon Valley zur Zeit in Solarenergie investieren würden, worauf er gegen Ende seine Vortrages noch einmal Bezug nahm.
Bei der dritten Triebfeder sagte er einen "Kampf der Suchmaschinen" voraus - wobei das ja eigentlich keine Vorraussage mehr ist, sondern schon beobachtbar ist.

Ein Satz, der unbedingt hängen bleiben sollte ist von Georg Franck über die amazonÖkonomie der Aufmerksamkeit:
"Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen.
Ihr Bezug sticht jedes andere Einkommen aus. Darum steht der Ruhm über der Macht, darum verblaßt der Reichtum neben der Prominenz.
"

Am Ende seines Vortrages stellte er fest, daß wir gerade da Ende der "Push-Medien" erleben - das Fernsehen wird digital, die Auswahl größer, jeder kann sich alles zu der Zeit anschauen, wie es ihm paßt.
In welchem Zusammenhang genau die "zivile Ersatzreligion politischer Korrektheit" zur Sprache kam weiß ich garnicht mehr, aber diesen Begriff wollte ich noch erwähnen, denn so daneben liegt Hubert Burda damit vielleicht auch nicht.

Während des Vortrages empfahl er auch noch diverse Bücher:

Alles in allem ein weiterer Vortrag, bei dem man vieles erfahren und mitnehmen konnte, außerdem gab es dieses Mal hinterher auch noch im Foyer Essen und Trinken ...


Und nun die Teile einhundertundzweiundsiebzig, einhundertunddreiundsiebzig und einhundertundvierundsiebzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
19.05.2006, kurz nach zehn nach ein Uhr nachts, 17°C
20.05.2006, zwanzig vor ein Uhr nachts, 16°C
23.05.2006, einundvierzig nach elf Uhr nachts, 14°C

Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 29.05.2006 um 00:54:09 Uhr



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