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bloggen » 05/2006

punktpunktblog

Ida, Otto und die Kois

Seit längerem war ich mal wieder Sonntags einen Film schauen. Es standen drei zur Wahl, doch die fiel nicht schwer und ziemlich schnell und eindeutig auf "Der Fischer und seine Frau" (siehe auch IMDBInternet Movie Database und Wikipedia-LinkWikipedia) mit Alexandra Maria Lara und Wikipedia-LinkChristian Ulmen in den Hauptrollen. Wieder einmal ist der aufmerksame und treue Leser im Vorteil, denn dieser erinnert sich zumindest noch vage daran, daß die beiden Mitte Oktober bei Kerner zu Gast waren und über genau diesen Film gesprochen haben. Und Alexandra Maria Lara wurde sogar Ende September schonmal erwähnt, als sie bei Harald Schmidt eingeladen war. Doch zurück zum Film, dort spielten diese beiden Wikipedia-LinkIda und Wikipedia-LinkOtto, zwei völlig unterschiedliche Charaktere, Ida die Macherin und Otto den eher Trägen, die sich aber, natürlich, trotzdem - oder gerade deshalb? - finden. An sich ein klischeemäßiger Film, in dem sich zwei finden und glücklich werden, wenn es auch immer mal wieder anders aussieht.
Doch bei den Namen fiel mir gleich auf, daß sie vielleicht nicht beliebig gewählt sind, sondern es schon seinen Sinn hat, daß nach der Wikipedia-LinkBuchstabiertafel Otto ausgerechnet für O und Ida für I steht. Wikipedia-LinkGlücksrad-Seher wissen solche Details natürlich noch von "früher", als Bond, Peter Bond, und Wikipedia-LinkMaren Gilzer auf Wikipedia-LinkSat.1 noch zur Top-Sendezeit die Zuschauer in ihren Bann zogen. Mit ihnen verschwand wohl auch das ERNSTL aus dem Alltagsvokabular eines fernsehgebildeten Menschen.
Auf jeden Fall fand ich die Namen passend gewählt - und durch die besondere Bedeutung könnte man sie als eine Art universeller Platzhalter für jeden beliebigen Namen sehen (bestimmt haben die sich garnichts dabei gedacht, als sie die Namen festlegten, aber deswegen kann ich ja trotzdem irgendwelche irrigen an den Haaren herbeigezogenen Verbindungen herstellen). Außerdem bilden die Anfangsbuchstaben zusammengenommen "oi" und von da aus ist es zu Wikipedia-LinkKoi nicht mehr weit. Und Kois spielen schließlich eine weitere Hauptrolle in diesem netten deutschen Film. Mangels Japanischkenntnissen kann ich nicht verifizieren, ob "koi" neben Karpfen auch tatsächlich Liebe heißt, aber ich glaube das einfach mal, schließlich paßt es so gut in den Film.
Überhaupt ist der Film vielleicht tiefer, also weniger flach, als man annehmen könnte, schließlich gibt es mehrere parallele Handlungsstränge, die sich irgendwie entsprechen, so wird aus dem Vielleicht-Koi-Frauchen die Nummer Eins, während das Vielleicht-Männchen immer so bleibt, wie es am Anfang war. Das Vielleicht-Frauchen verwandelt sich gegen Ende auch wieder zurück, genau so, wie ihr Pendant Ida, die zwischenzeitlich zur heldenhaft erfolgreichen Mode-Desingerin aufsteigt und gräßliche Koi-bemusterte Kleider an die Frau bringt.

Besonders erwähnenswert sind auch die Dialoge, vor allem die zwischen Ida und Otto. Und in einem muß ich beiden zustimmen: Muster bringen Odnung in die Welt - oder so.

Kommentare: 0. Geschrieben am 08.05.2006 um 01:27:55 Uhr



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