bloggen » 05/2006
punktpunktblog
Erste Schritte mit der LaTeX Beamer Class
Nächste Woche ist es soweit, ich werde mein erstes Tutorium halten. Auf meiner Teilnehmerliste stehen auch einige mir bekannte Namen, und sogar eine E-Mail-Adresse, bei der ich mich erst mal schlau machen mußte, zu welchem Land die
TLD überhaupt gehört.
Und genau die Tatsache, daß ich in diesem Semester wöchentlich irgendwelchen dummenlernwilligen Studenten irgendwelchen primitiven Kram, den sie meist wahrscheinlich sowieso schon können oder sich zumindest schnell das, was gefordert ist aneignen können, näherbringen werde trieb mich dazu, mir die Beamer Class zu
LaTeX mal genauer anzuschauen.
Nachdem ich vor längerer Zeit schonmal ein wenig mit LaTeX rumgemacht und in meiner Vorbereitung auf eine Klausur Anfang April einen Mitschrieb abgetext hatte, wußte ich ja schon einige Grundlagen, so daß das Erstellen einer ersten Präsentation am Freitagabend relativ schnell ging. An sich mach ich mir ja am liebsten selbst eine Vorlage, doch bei LaTeX gestaltet sich das nicht so einfach, glücklicherweise gibt es aber einen brauchbaren Katalog an Vorlagen, die man zumindest marginal einfach an seine Bedürfnisse anpassen kann. Ich habe mich nun mal für das Theme "Montpellier" entschieden, das ist angenehm hell, unaufdringlich und schlicht. Ansonsten standen noch Bergen, Dresden, Goettingen, und vielleicht auch Pittsburg zur Wahl, alle anderen schienen mir für mein Tutorium nicht geeignet.
Nun, bisher hab ich ja wenig Erfahrung mit dieser Beamer Class und auch mit
Powerpoint hab ich wenig Erfahrung, weil ich bisher meine Präsentationen meist in
Flash gemacht habe, aber ich habe den Eindruck, als ob man mit der Beamer Class wirklich schnell und relativ unkompliziert vorzeigbare Resultate erzielen kann. Nur leider habe ich mit der Bildeinbindung bisher meine Probleme, denn ein Schaubild wollte TeX nur sehr verpixelt einbauen, deshalb hab ich mich einfach mal darin versucht dieses Schaubild direkt in TeX zu zeichnen - sowas geht ja, obgleich es sich wahrscheinlich ähnlich anfühlt, wie ein SVG von Hand zu schreiben. Doch mit dem Ergebnis bin ich relativ zufrieden, nur zwei
reflexive Pfeile habe ich noch nicht hinbekommen, aber ich hab mich auch noch nicht weitergehend informiert, ob/wie ich das hinbekommen könnte.
Praktisch fand ich auch die Möglichkeit als Option "handout" angeben zu können, was mir ein PDF ohne "Einblendungen" generiert, also nur die "vollen Folien" erzeugt, was aus knapp 100 Präsentationsfolien nur noch 25 "richtige" Folien gemacht hat.
Bisher bin ich ziemlich begeistert von der Beamer Class, vielleicht wage ich mich ja irgendwann tatsächlich mal daran, ein eigenes Theme zu bauen, aber bislang ist mir die höhere TeX-Kunst noch ein Buch mit mindestens sieben Siegeln.
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 07.05.2006 um 19:44:00 Uhr
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