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Einträge in 05/2006

Vernetzte Zukunft

Hubert Burda im AudimaxNach Hubert Burdas erstem Vortrag über die Medien ende April war er letzte Woche zum zweiten Mal da, dieses Mal sprach er über das Thema "Vernetzte Zukunft".
Professor Dillmann begann die Veranstaltung mit einer kurzen Begrüßung, worauf Hubert Burda loslegte. Ich befürchtete nach der Ankündigung im letzten Vortrag, daß er nur irgendwas über Blogs daherblubbern könnte, doch glücklicherweise war dem nicht so. Zuerst gab er eine kurze Zusammenfassung des schon erwähnten letzten vortrages: Von den Hieroglyphen über Gutenberg zum Internet.
Wieder erzählte er "an Bildern entlang", auf die er Bezug nahm. Als er ziemlich am Anfang mit seinem eigentlich ganz tollen Mikrofon wohl nicht so ganz glücklich war merkte er an "Ich hab ja nix dagegen, wenn man zweimal vorkommt, aber wenn man sich zweimal hört - was soll man da antworten?" - Stimmt eigentlich, und deswegen hat er kurzerhand von seinem Head-Set-Mikro-Gerät auf ein gewöhnliches Handmikrofon gewechselt.

Ein weiteres, auch thematisch interessantes Zitat ist "Jemand, der gut vernetzt ist hat mehr Möglichkeiten, was nach vorne zu bringen, zu bewirken" - damit sagt er das, was heute jeder weiß: Beziehungen sind heutzutage das A und O.
"Wo Menschen zusammenkommen entstehen Märkte. Märkte sind Kommunikation." - auch dies eine Definition, über die man nachdenken kann.
Am Beispiel der Architektur illustrierte er den Satz "Menschen in Räumen vernetzen". Dazu gab es verschiedene Fotos, von verschiedenen Gebäuden. Ich könnte dies nun genauer ausführen, doch so wichtig ist das nicht.

Im zweiten Abschnitt benannte er die drei Triebfedern für die zunehmende Vernetzung:

  • Globalisierung
  • Digitalisierung
  • Medien


Zur Digitalisierung habe ich mir als zentrale Aussage folgende Feststellung notiert: "Wir stehen mitten in einer Schwellenzeit - es verändert sich alles." Nach der kurzen Einspielung von "If you're going to San Francisco" zur Auflockerung meinte er, daß viele im Silicon Valley zur Zeit in Solarenergie investieren würden, worauf er gegen Ende seine Vortrages noch einmal Bezug nahm.
Bei der dritten Triebfeder sagte er einen "Kampf der Suchmaschinen" voraus - wobei das ja eigentlich keine Vorraussage mehr ist, sondern schon beobachtbar ist.

Ein Satz, der unbedingt hängen bleiben sollte ist von Georg Franck über die amazonÖkonomie der Aufmerksamkeit:
"Die Aufmerksamkeit anderer Menschen ist die unwiderstehlichste aller Drogen.
Ihr Bezug sticht jedes andere Einkommen aus. Darum steht der Ruhm über der Macht, darum verblaßt der Reichtum neben der Prominenz.
"

Am Ende seines Vortrages stellte er fest, daß wir gerade da Ende der "Push-Medien" erleben - das Fernsehen wird digital, die Auswahl größer, jeder kann sich alles zu der Zeit anschauen, wie es ihm paßt.
In welchem Zusammenhang genau die "zivile Ersatzreligion politischer Korrektheit" zur Sprache kam weiß ich garnicht mehr, aber diesen Begriff wollte ich noch erwähnen, denn so daneben liegt Hubert Burda damit vielleicht auch nicht.

Während des Vortrages empfahl er auch noch diverse Bücher:

Alles in allem ein weiterer Vortrag, bei dem man vieles erfahren und mitnehmen konnte, außerdem gab es dieses Mal hinterher auch noch im Foyer Essen und Trinken ...


Und nun die Teile einhundertundzweiundsiebzig, einhundertunddreiundsiebzig und einhundertundvierundsiebzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
19.05.2006, kurz nach zehn nach ein Uhr nachts, 17°C
20.05.2006, zwanzig vor ein Uhr nachts, 16°C
23.05.2006, einundvierzig nach elf Uhr nachts, 14°C

Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 29.05.2006 um 00:54:09 Uhr

Yann Martel: Schiffbruch mit Tiger

Yann Martel: Schiffbruch mit TigerInzwischen hab ich Schiffbruch mit Tiger von Wikipedia-LinkYann Martel schon ein paar Tage fertig, nur hatte ich bislang weder Zeit noch Muße darüber zu schreiben.
Und viel will ich auch jetzt nicht drüber berichten, denn es wurde nicht nur bereits bei meinem Text über die Hörbar Premiere erwähnt und war zudem noch schon vor einiger Zeit bei Björn BjörnBuch der Woche, sondern auf meinem Weg durch das Netz, nach der Lektüre des Buchs wohlgemerkt, bin ich auf einige interessante Kritiken aus allen möglichen Ecken und Enden von verschiedenen Leuten mit teilweise verschiedenen Ansichten gestoßen.

Mir persönlich gefiel das Buch eigentlich ganz gut, nur schließe ich mich der Kritik (siehe Verweise weiter unten im Text) an, daß der erste Teil seitenweise sehr zäh ist. Auch die letzten paar Seiten, wenn Piscine Molitor Patel zwei Japanern irgendwas erzählt, hätte sich der Autor vielleicht besser gespart. Doch der, auch seitenmäßige, Hauptteil des Buches ist fesselnd geschrieben und man fühlt sich so, als wäre man "mittendrin statt nur dabei".
Man kann wohl vieles in das Buch hineininterpretieren, was von Martel vielleicht sogar gewollt ist, so ganz schlau werde ich daraus aber nicht. Ich will auch keinesfalls allen Aussagen aus dem Buch zustimmen, aber es kann durchaus als Diskussionsgrundlage herhalten und ist, wie schon erwähnt, nett geschrieben und gut zu lesen. Eine etwas andere Geschichte, die neben der vordergründigen Handlung noch eine weitere Ebene für den bereit hält, der Lust hat, sich darauf einzulassen.

Am Besten macht sich der interessierte Leser also selbst sein eigenes Bild:


Und nun Teil einhundertundeinundsiebzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
18.05.2006, kurz nach zehn nach ein uhr nachts, 22°C

Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 25.05.2006 um 00:56:57 Uhr

Kommentarspammern den Garaus machen

Der Eine oder Andere mag es vielleicht bemerkt haben, seit gut einer Woche haben es die üblen Kommentarspammer auf mich abgesehen. Zwar konnte ich den meisten Spam mit SQL-Statements wie zum Beispiel "DELETE FROM blog_comments WHERE id > 381 AND id < 502" relativ schnell beseitigen, trotzdem war es mir am Dienstag dann zu blöd, als wieder etwa 153 Spamkommentare abgesetzt worden waren.

Also hab ich mir ein auf simplen Textvergleichen und mit ein wenig regulären Ausdrücken angereicherten Spam-Filter geschrieben. Falls ich damit jemanden aus Versehen fälschlich wie einen Spammer behandeln sollte merkt derjenige es daran, daß er, falls er eine Homepage angegeben hat, kommentarlos an eben diese weitergeleitet wird. Falls er keine angegeben hat wird er, gemäß Clynxens Vorschlag, auf FBI Cyber Operations weitergeleitet.

Seit mein Filter nun ab dem 09.05.2006 um 18:19:22 aktiv ist hat er 4228 Spamkommentare erkannt und etwa 50 wurden nicht erkannt, was jedoch vor allem daran liegt, daß ich bis vor einigen Tagen nur ungern einfach nur Domainnamen als Muster vorgeben wollte, doch inzwischen habe ich eine Reihe von Domainnamen, die mit ziemlicher Sicherheit kein Nicht-Spammer in einem Kommentar erwähnen oder als Homepage angeben würde. Außerdem konnte ich auch zwei typische Domain- bzw. Dateinamenmuster mittels regulären Ausdrücken festlegen, so daß ich hoffe mir jetzt mal mehr als einen Tag ohne Filterregel-Update zuverlässig die Spammer vom Hals halten zu können. Und seit zwei bis drei Tagen klappt das nun auch ganz gut. Zwischenzeitlich waren sie zwar auf andere Produktgruppen umgestiegen, doch glücklicherweise matchen trotzdem noch einige meiner Muster, inzwischen sind sie wieder bei dem "üblichem Kram" angekommen, wobei ich gerade eben nochmal geschaut hab und sie nun wieder bei ganz anderem Kram sind ... naja, ist ja auch egal.

JJeena, ein Leidensgenosse, hat eine Spamfilter-Lösung für JJlog gebaut, die so einfach ist, daß ich kaum glauben kann, daß sie funktioniert, er hat die Lösung von wayne?Christian, und der hat sie irgendwann irgendwo gelesen und ins wwwtechBlock implementiert und sie scheint zuverlässig zu funktionieren.

Nun, bei mir scheint die Gefahr auch erstmal gebannt.

Aktuelles .. linken .. kommentieren (3) .. von Götz Bürkle am 16.05.2006 um 18:27:45 Uhr

Mein Brunch-Teller ...

Der liebe Daniel hat mir gestern meinen Brunch-Teller gemacht, nun, was soll ich dazu sagen?
Brunch-Teller
... das konnten andere schon besser! ;)



Und nun jetzt Teil einhundertundsiebzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
14.05.2006, ganz kurz vor dreiviertel drei Uhr mittags, 22°C

Aktuelles .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 15.05.2006 um 17:58:29 Uhr

Präsentieren mit Accenture

Am Freitag veranstaltete Accenture zusammen mit dem Forum Informationswirtschaft das Seminar "Erfolgreich Präsentieren". Ich war ja Mitte März schon auf einem vom Forum Informationswirtschaft und der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. veranstalteten Rhetorikseminar mit einer ähnlichen Ausrichtung. Einige der theoretischen Grundlagen wurden wiederholt, wobei der Theorieteil bei diesem Seminar jetzt leider ziemlich kurz ausfiel, aber mehr geht an einem Tag nicht, wenn man den Fokus auf den praktischen Übungen legt. Dafür bekamen alle Teilnehmer ein Heft zum Seminar, in dem man vieles nochmal nachlesen kann.
Die zwei Consultants Jochen Wiedemann und Dino Frese gaben sich wirklich Mühe und leiteten das Seminar souverän. Natürlich war allen klar, daß für Wikipedia-LinkAccenture an sich diese Veranstaltung im Rahmen ihres Wikipedia-LinkRecruiting-Programms abläuft, so durfte eine Unternehmenspräsentation als Pflichtprogramm nicht fehlen, doch die beiden stellten das Interesse von Accenture in den Hintergrund. Im Vordergrund standen wir, die Teilnehmer, und das Präsentieren. Wobei mir die Mottos "Grow or go" und "Wikipedia-LinkUp or out" dennoch hängen geblieben sind, und zwar nicht unbedingt positiv. Das hört sich doch sehr nach Streß an ... aber da wird man wenigstens gefordert und gefördert, hat alles zwei Seiten.
Nach dem anstrengenden Teil ließen wir die Veranstaltung dann gemütlich im Vogelbräu Karlsruhe ausklingen.

Worüber ich mich besonders gefreut habe war, daß ich bei diesem Seminar meine AI 2-Tutorin seit langem mal wieder getroffen habe, denn inzwischen bin ich ja selbst AI 2-Tutor. So vergeht die Zeit und sie schreibt inzwischen fleißig an ihrer Diplomarbeit. Und wie auch schon beim letzten Mal fand ich es interessant, wieder ein paar andere Inwis kennenzulernen, einige der Teilnehmenden kannte ich zwar schon, aber einige auch noch nicht. Bei einem an sich vergleichsweise übersichtlichen Studiengang finde ich es wichtig, daß man sich auch gegenseitig kennt. Man kann natürlich nicht jeden und alle kennen, aber zumindest einige.

Das Seminar war für mich persönlich, und wohl auch für alle anderen, gewinnbringend und hat Spaß gemacht, auch wenn die Vorträge irgendwie anstrengend waren, vor allem die (Kamera-)Analysen. Einige typische Eigenheiten von mir hab ich mal wieder vor Augen geführt bekommen und kann in Zukunft versuchen mehr darauf zu achten, diese Punkte in meinen Präsentationen und Vorträgen zu verbessern.

Ich kann dieses oder auch ähnliche Seminare nur jedem Interessierten empfehlen, denn neben dem Fachlichen und Technischen, was man mit Sicherheit nicht nur während des Studiums brauchen kann, lernt man auch noch neue Leute kennen und hört auch mal, was Leute zu erzählen haben, die an einer Stelle arbeiten, auf der man selbst vielleicht auch irgendwann mal arbeiten könnte.


Und nun jetzt Teil einhundertundneunundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
13.05.2006, kurz vor viertel ein Uhr nachts, 21°C

Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 15.05.2006 um 00:15:22 Uhr

TeXnisches Zeichnen

Das OriginalMein erstes Wikipedia-LinkTutorium zur Vorlesung Angewandte Informatik 2 habe ich inzwischen hinter mir. Vor einigen Tagen erwähnte ich das schonmal kurz - und das dort angesprochene Problem bei der Einbindung von Bildern in eine Präsentation (das Bild wird "zu groß", also verpixelt eingebunden, auch Größenangaben oder Skalierungsfaktoren ändern an der Ausgabe nichts), die ich mit LaTeX mit der Beamer Class erzeuge, besteht nach wie vor, nur für meinen ersten Foliensatz hab ich einfach die Grafik "nachgebaut" in TeX selbst, die reflexiven Relationen hab ich auch noch irgendwie hinbekommen, deswegen nun mal zuerst das Original und unten mein TeX-Nachbau im Foliengewand zum Vergleich. In dem kleinen Bildchen geht es es nur darum, irgendwie die Beziehungen zwischen Unternehmen, Behörden und Konsumenten in ein Diagramm zu zeichnen und diesen Beziehungen die Begriffe Wikipedia-LinkB2B, Wikipedia-LinkB2C, Wikipedia-LinkC2C und Wikipedia-LinkE-Government zuzuornden.
Auf jeden Fall gefällt mir mein Nachbau ja fast irgendwie besser ... ;)

Der TeX-Nachbau
Wen der Code zu dieser kleinen Grafik interessiert, der kann sich ja das Folgende anschauen. Die unitlength ist so eine unschöne Zahl, weil ich die so anpassen mußte, daß alles auf die Folie geht. Die reflexiven Pfeile sind das aufwendigste, weil ich dafür zwei Kreisausschnitte zeichnen mußte und dazu noch einen kurzen Pfeil, der eigentlich nur aus der Pfeilspitze besteht. Mit ein wenig Aufwand kann man einfache Grafiken also auch direkt in TeX "zeichnen" und das Ergebnis steht dem Original in nichts zurück. Zugegeben, es dauert bedeutend länger, bis man diesen Code mal so zusammen hat, daß man auch erkennen kann, was es sein soll, als wenn man eine Grafikdatei einfach einbindet schnell - aber besser mehr Aufwand und gute Qualität als wenig Aufwand und häßliche Pixelberge, ich bekomm ja schließlich Geld dafür, da kann ich mich auch mal ein wenig anstrengen und nebenbei noch TeX für's Leben lernen ...

  \unitlength 4.7mm
  \begin{picture}(24,10)
    % textboxen
    \put(9,8)  {\framebox(6,1){Behörden}}
    \put(1,2)  {\framebox(6,1){Unternehmen}}
    \put(17,2) {\framebox(6,1){Konsumenten}}
    \put(11,1.5) {\makebox(2,1){\small{\alert{B2C}}}}
    \put(1,0.5)  {\makebox(2,1){\small{\alert{B2B}}}}
    \put(21,0.5) {\makebox(2,1){\small{\alert{C2C}}}}
    \put(9,5.5) {\makebox(6,1){\small{\alert{E-Government}}}}
    % pfeile
    \thicklines
    \put(12,8)  {\vector(3,-2){7.5}}
    \put(12,8)  {\vector(-3,-2){7.5}}
    \put(19.5,3)  {\vector(-3,2){7.5}}
    \put(4.5,3)  {\vector(3,2){7.5}}
    \put(7,2.5) {\vector(3,0){10}}
    \put(17,2.5) {\vector(-3,0){10}}
    % reflexive pfeile
    \put(1,2) {\oval(1,1)[l]}
    \put(1,2) {\oval(1,1)[rb]}
    \put(1,2.5) {\vector(3,0){0.1}}
    \put(1.5,2) {\vector(0,1){0.1}}
    
    \put(23,2) {\oval(1,1)[r]}
    \put(23,2) {\oval(1,1)[lb]}
    \put(23,2.5) {\vector(-3,0){0.1}}
    \put(22.5,2) {\vector(0,1){0.1}}
  \end{picture} 
  \\[1cm]
  Quelle: Merz, Michael: E-Commerce und E-Business

Und heute kam auch schon die Lösung zum nächsten Übungsblatt und ich durfte feststellen, daß ich dort nicht zwingend eine Grafik einbinden muß - sehr gut. Dann werd ich mich demnächst, also in den nächsten Tagen, mal an den zweiten Foliensatz machen, den brauch ich zwar erst in zwei Wochen, aber ich will den schon Anfang nächster Woche oder so fertig haben, besser ist das.

Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 14.05.2006 um 17:41:17 Uhr

KA-Montagsbar Maisause

Montagsbar, JazzAm Montagabend verließen wir, deponeDaniels Programmhinweis folgend, wie vor einigen Wochen schon einmal mit WortSport das Café. Dieses Mal ging es zur KA-Montagsbar präsentiert: Maisause mit dem Thema "private fears in public places". Wir machten uns also, nachdem wir Römer 12,1-2 gelesen und uns kurz darüber ausgetauscht hatten auf den Weg inauf KA StadtwikiDie Insel. Dort angekommen wurden wir gleich mit einem relativ vollen Raum konfrontiert, doch ich konnte mir wenigstens noch einen Sitzplatz auf dem Boden sichern.

Irgendwann begann die Jazz-Wikipedia-LinkCombo zu spielen. Die Truppe machte sehr angenehme Musik, die meist von der Trompete oder einer "mutierten Trompete" (keine Ahnung, was das genau für ein Instrument war, sah für mich eben so aus, wie etwas, das gewisse Ähnlichkeiten mit einer Trompete hatte) dominiert war.

Stefan KreißigZwischendurch las Stefan Kreißig in unregelmäßigen Abständen aus verschiedenen Werken verschiedener Schriftsteller vor.
Von wem die erste Geschichte war, weiß ich leider nicht mehr, ist aber auch nicht so wichtig. Im Verlauf des Abends folgten dann hauptsächlich Geschichten von Wikipedia-LinkDavid Foster Wallace. Aus "amazonKurze Interviews mit fiesen Männern." wurde das vierzehnte Interview vorgelesen, davor trug Stefan die Erzählung "Happy Birthday", die hauptsächlich auf dem Sprungturm in einem Freibad spielt, vor.
Von Wikipedia-LinkHaruki Murakami war "Der erste Bäckereiüberfall" zu hören, der vermutlich in
"amazonDer Elefant verschwindet, Sonderausgabe" nachzulesen ist.

Den Geschichten hörte man sofort an, daß es sich um Wikipedia-Linkzeitgenössische Literatur handelte. Mir haben nicht alle Wikipedia-LinkEpisoden gefallen, aber die meisten waren voller Wortwitz verfaßt und Stefan Kreißig trug sein übriges dazu bei, diesen sauber und gekonnt herauszuarbeiten, um dem interessierten Publikum eine Freude zu bereiten.

Montagsbar, JazzDie "Maisause" war eine überaus gelungene Veranstaltung mit sehr guter Jazz-Musik und teils nachdenklichen, teils naja, teils einfach nur lustigen Kurzgeschichten. Und ein Satz wird mir wohl für immer in Erinnerung bleiben: "Sieg den Kräften der demokratischen Freiheit!" - Auch wenn mir die Geschichte dazu nicht so sehr gut gefiel, die fällt eher in die "naja-Kategorie", aber der Satz bleibt im Kopf.

Wahrscheinlich werde ich auch am 12. Juni 2006 wieder auf Die Insel gehen, denn dann ist KA-Montagsbar Nr. 2 präsentiert: "Gelobtes Land" angesagt. Man darf gespannt sein, auch wenn mir der erste Abend musikalisch vermutlich mehr gefallen haben wird als jener noch kommende. Aber da laß ich mich mal überraschen.


(Zwei der drei Bilder, nämlich flickr-LinkMontagsBAR | Deelight-Projekt und flickr-LinkMontagsBAR | Stefan Kreißig habe ich mir einfach mal, bisher ohne freundliche Genehmigung, da er grad nicht online zu sein schien, von deponeDaniels Flickr-Account geholt.)


Und nun jetzt Teil einhundertundachtundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
10.05.2006, kurz vor halb fünf uhr mittags, 24°C

Aktuelles .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 10.05.2006 um 21:27:23 Uhr

Ida, Otto und die Kois

Seit längerem war ich mal wieder Sonntags einen Film schauen. Es standen drei zur Wahl, doch die fiel nicht schwer und ziemlich schnell und eindeutig auf "Der Fischer und seine Frau" (siehe auch IMDBInternet Movie Database und Wikipedia-LinkWikipedia) mit Alexandra Maria Lara und Wikipedia-LinkChristian Ulmen in den Hauptrollen. Wieder einmal ist der aufmerksame und treue Leser im Vorteil, denn dieser erinnert sich zumindest noch vage daran, daß die beiden Mitte Oktober bei Kerner zu Gast waren und über genau diesen Film gesprochen haben. Und Alexandra Maria Lara wurde sogar Ende September schonmal erwähnt, als sie bei Harald Schmidt eingeladen war. Doch zurück zum Film, dort spielten diese beiden Wikipedia-LinkIda und Wikipedia-LinkOtto, zwei völlig unterschiedliche Charaktere, Ida die Macherin und Otto den eher Trägen, die sich aber, natürlich, trotzdem - oder gerade deshalb? - finden. An sich ein klischeemäßiger Film, in dem sich zwei finden und glücklich werden, wenn es auch immer mal wieder anders aussieht.
Doch bei den Namen fiel mir gleich auf, daß sie vielleicht nicht beliebig gewählt sind, sondern es schon seinen Sinn hat, daß nach der Wikipedia-LinkBuchstabiertafel Otto ausgerechnet für O und Ida für I steht. Wikipedia-LinkGlücksrad-Seher wissen solche Details natürlich noch von "früher", als Bond, Peter Bond, und Wikipedia-LinkMaren Gilzer auf Wikipedia-LinkSat.1 noch zur Top-Sendezeit die Zuschauer in ihren Bann zogen. Mit ihnen verschwand wohl auch das ERNSTL aus dem Alltagsvokabular eines fernsehgebildeten Menschen.
Auf jeden Fall fand ich die Namen passend gewählt - und durch die besondere Bedeutung könnte man sie als eine Art universeller Platzhalter für jeden beliebigen Namen sehen (bestimmt haben die sich garnichts dabei gedacht, als sie die Namen festlegten, aber deswegen kann ich ja trotzdem irgendwelche irrigen an den Haaren herbeigezogenen Verbindungen herstellen). Außerdem bilden die Anfangsbuchstaben zusammengenommen "oi" und von da aus ist es zu Wikipedia-LinkKoi nicht mehr weit. Und Kois spielen schließlich eine weitere Hauptrolle in diesem netten deutschen Film. Mangels Japanischkenntnissen kann ich nicht verifizieren, ob "koi" neben Karpfen auch tatsächlich Liebe heißt, aber ich glaube das einfach mal, schließlich paßt es so gut in den Film.
Überhaupt ist der Film vielleicht tiefer, also weniger flach, als man annehmen könnte, schließlich gibt es mehrere parallele Handlungsstränge, die sich irgendwie entsprechen, so wird aus dem Vielleicht-Koi-Frauchen die Nummer Eins, während das Vielleicht-Männchen immer so bleibt, wie es am Anfang war. Das Vielleicht-Frauchen verwandelt sich gegen Ende auch wieder zurück, genau so, wie ihr Pendant Ida, die zwischenzeitlich zur heldenhaft erfolgreichen Mode-Desingerin aufsteigt und gräßliche Koi-bemusterte Kleider an die Frau bringt.

Besonders erwähnenswert sind auch die Dialoge, vor allem die zwischen Ida und Otto. Und in einem muß ich beiden zustimmen: Muster bringen Odnung in die Welt - oder so.

Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 08.05.2006 um 01:27:55 Uhr

Erste Schritte mit der LaTeX Beamer Class

Nächste Woche ist es soweit, ich werde mein erstes Tutorium halten. Auf meiner Teilnehmerliste stehen auch einige mir bekannte Namen, und sogar eine E-Mail-Adresse, bei der ich mich erst mal schlau machen mußte, zu welchem Land die Wikipedia-LinkTLD überhaupt gehört.

Und genau die Tatsache, daß ich in diesem Semester wöchentlich irgendwelchen dummenlernwilligen Studenten irgendwelchen primitiven Kram, den sie meist wahrscheinlich sowieso schon können oder sich zumindest schnell das, was gefordert ist aneignen können, näherbringen werde trieb mich dazu, mir die Beamer Class zu Wikipedia-LinkLaTeX mal genauer anzuschauen.
Nachdem ich vor längerer Zeit schonmal ein wenig mit LaTeX rumgemacht und in meiner Vorbereitung auf eine Klausur Anfang April einen Mitschrieb abgetext hatte, wußte ich ja schon einige Grundlagen, so daß das Erstellen einer ersten Präsentation am Freitagabend relativ schnell ging. An sich mach ich mir ja am liebsten selbst eine Vorlage, doch bei LaTeX gestaltet sich das nicht so einfach, glücklicherweise gibt es aber einen brauchbaren Katalog an Vorlagen, die man zumindest marginal einfach an seine Bedürfnisse anpassen kann. Ich habe mich nun mal für das Theme "Montpellier" entschieden, das ist angenehm hell, unaufdringlich und schlicht. Ansonsten standen noch Bergen, Dresden, Goettingen, und vielleicht auch Pittsburg zur Wahl, alle anderen schienen mir für mein Tutorium nicht geeignet.

Nun, bisher hab ich ja wenig Erfahrung mit dieser Beamer Class und auch mit Wikipedia-LinkPowerpoint hab ich wenig Erfahrung, weil ich bisher meine Präsentationen meist in Wikipedia-LinkFlash gemacht habe, aber ich habe den Eindruck, als ob man mit der Beamer Class wirklich schnell und relativ unkompliziert vorzeigbare Resultate erzielen kann. Nur leider habe ich mit der Bildeinbindung bisher meine Probleme, denn ein Schaubild wollte TeX nur sehr verpixelt einbauen, deshalb hab ich mich einfach mal darin versucht dieses Schaubild direkt in TeX zu zeichnen - sowas geht ja, obgleich es sich wahrscheinlich ähnlich anfühlt, wie ein SVG von Hand zu schreiben. Doch mit dem Ergebnis bin ich relativ zufrieden, nur zwei Wikipedia-Linkreflexive Pfeile habe ich noch nicht hinbekommen, aber ich hab mich auch noch nicht weitergehend informiert, ob/wie ich das hinbekommen könnte.

Praktisch fand ich auch die Möglichkeit als Option "handout" angeben zu können, was mir ein PDF ohne "Einblendungen" generiert, also nur die "vollen Folien" erzeugt, was aus knapp 100 Präsentationsfolien nur noch 25 "richtige" Folien gemacht hat.
Bisher bin ich ziemlich begeistert von der Beamer Class, vielleicht wage ich mich ja irgendwann tatsächlich mal daran, ein eigenes Theme zu bauen, aber bislang ist mir die höhere TeX-Kunst noch ein Buch mit mindestens sieben Siegeln.

Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 07.05.2006 um 19:44:00 Uhr

Ein blümeliger Gast und blöde Kommentarspammer

Es ist schon seltsam erst stolpere ich beim medienrauschenMedienrauschen über sie, schreibe kurz selber was dazu und wen sehe ich diese Woche am Donnerstag bei ardHarald Schmidt? Jasmin Wagner, Ex-Blümchen. Und Harald Schmidt hat das neue Album sogar gefallen, sagte er zumindest. Und ich vermute, daß es sich hier für die nächsten Wochen ausgeblümchend hat, denn sie wurde in den letzten Tagen hier eindeutig zu oft erwähnt, dafür, daß sie seit Jahren fast in der Versenkung verschwunden war.


Doch nun aus aktuellem Anlaß kurz ein paar Worte zum Thema Google-LinkKommentarspam. Bislang blieb ich größtenteils verschont, nur ein oder zwei Mal hatte ich zwei oder drei Spam-Kommentare. Doch jetzt in der Nacht von Samstag auf Sonntag bekam ich innerhalb von 8 Minuten fast 200 Spam-Kommentare. Und das irgendwann zwischen kurz vor und kurz nach sechs Uhr morgens. Blöderweise habe ich noch gar kein Interface zur Verwaltung von Kommentaren in meine Administrationsoberfläche eingebaut (Funktionen müßten alle schon geschrieben sein, wenn ich mich richtig erinnere), doch selbst wenn ich eines hätte, wäre es mir wohl zu umständlich gewesen, denn mit meinem phpMyAdmin mußte ich nur kurz nachschauen, welche ID der erste und welche der letzte Spam-Kommentar hatten und dann kurz ein DELETE-Statement eintippen, abschicken und fertig.
Sollen sie also nur kommen, die blöden Kommentarspammer, solange sie nur selten vorbeischauen und wenn, dann in kurzer Zeit viele Kommentare hinterlassen, ohne daß dazwischen jemand anders kommentiert, dann kann mir das ziemlich egal sein. Nur verfälscht es wahrscheinlich die Zugriffszahlen, zumindest geringfügig, und ist nervig, aber solange ich alles mit einem Befehl einfach und sauber wieder löschen kann werde ich nichts unternehmen, Kommentarspam zu erkennen und herauszufiltern. Und falls dies doch mal nötig werden sollte, werde ich wohl auf irgendwelche Muster matchen und hoffen, daß die Spammer so blöd bleiben immer die gleichen Zeichenketten in mein "Titel"-Feld zu schreiben. Auf jeden Fall werde ich nicht diese unsäglichen Wikipedia-LinkCaptchas einführen, denn selbige sind mir seit es sie gibt ein Graus.


Und nun noch Teil einhundertundfünfundsechzig, einhundertundsechsundsechzig und einhundertundsiebenundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
03.05.2006, ziemlich genau elf Uhr nachts, 22°C
05.05.2006, kurz nach viertel nach zwei Uhr mittags, 26°C
05.05.2006, kurz vor dreiviertel zwölf Uhr nachts, 19°C

Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 07.05.2006 um 19:01:24 Uhr




zuletzt geändert von Götz Bürkle am 02.10.2011 ..

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