bloggen » 04/2006
punktpunktblog
Bei Stephan Luithardt in Tübingen
Letzten Donnerstag machte ich mich morgens zusammen mit Stephan auf, um einen Tag zusammen in
Tübingen zu verbringen. Wir hatten uns länger nicht gesehen und ich wollte sowieso mal in Tübingen vorbeischauen, da bot sich diese Gelegenheit geradezu an.
Auch das Wetter war optimal und hätte kaum besser sein können. So liefen wir, nachdem wir in Tübingen angekommen waren gemütlich in die Innenstadt hinunter auf Wegen, bei denen man meinen könnte, man sei jenseits der Zivilisation, nicht aber mitten in einer Stadt. Und auf diesem Weg begegnete uns auch der Hund, der mir einfach gefiel.
Und so liefen wir und liefen wir, bis wir irgendwann unserem Ziel immer näher kamen. Wir überquerten auch einen kleinen feinen Bach und fanden uns schließlich im Fremdsprachenzentrum ein. Dort warteten wir ein Weilchen, denn wir waren offensichtlich nicht die Einzigen, die hier etwas zu erledigen hatten.

Nachdem also das erledigt war, was erledigt werden mußte fanden wir uns zum Mittagstisch in der Marquardtei ein.
Sodann strebten wir gen
Neckar, jedoch nicht ohne uns erst noch zum Nachtisch mit einem leckeren Eis auszustatten.
Dort saßen wir dann einige Zeit, unterhielten uns über Gott, die Welt und das Leben und schauten den Enten und Schwänen beim Schwimmen zu. Und das im schönsten Sonnenschein, so muß es sein.
Nach einem Abstecher zum Bengelhaus, wo mein Bruder in Tübingen wohnt, machten wir uns daran die Wurmlinger Kapelle zu erklimmen.
Als wir an diese Weggabelung kamen, fiel uns beiden nur ein Satz ein - wie man so schön sagt, zwei Dumme, ein Gedanke: "Der untere Weg ist immer frei." Ein Spruch, den wir beide aus unserer gemeinsamen Rangerzeit kennen. Und nun stimmte das tatsächlich, denn auf dem Bild kann man gut erkennen, daß auf dem oberen Weg einige Wandersleute ihre Schuhe ausführten, während der untere völlig frei war. Wir nahmen dann natürlich den unteren, keine Frage.
Als Nicht-Kathole bin ich mit derlei Pilgerpfaden nicht vertraut, weswegen ich mit diesem Zeichen auch nichts anfangen konnte, doch Stephan war so nett mich aufzuklären, daß hier ein
Jakobsweg entlangführt. Genauer ist es der Jakobsweg von Rothenburg ob der Tauber bis Rottenburg am Neckar. Für alle, die es interessiert noch ein weiterer Verweis zu diesem Thema: Der Jakobsweg und Tübingen.
Nachdem wir irgendwann alle Stationen des Kreuzwegs hinter uns gelassen hatten konnten wir, wie man auch bei Thomas Schilds Spaziergang von Tübingen zur Wurmlinger Kapelle sehen kann, die wunderbare Aussicht genießen.


Und vor dieser malerischen Kulisse habe ich dann noch ein Bild von Stephan gemacht. Man kann auch gut erkennen, daß wir noch nicht ganz oben angekommen waren, sondern nur fast. Das Meiste hatten wir bereits hinter uns.
Und auf dieser Höhe fanden wir auch auf einem Mäuerchen ein Vögelchen, dessen sich Stephan sogleich annahm, schließlich findet man nicht jeden Tag so ein Tierchen. Und weil es nicht davonfliegen wollte, haben wir es eben mitgenommen, nicht daß es dort oben noch erfriert oder von wilden Tieren gefressen wird.
Ganz oben schließlich schauten wir uns nochmal um und vor allem den Berg hinunter, den wir hochgekommen waren. Eine ganz schöne Strecke hatten wir zurückgelegt und auch einige Höhenmeter.
Vor allem waren wir jetzt aber direkt vor der Wurmlinger Kapelle, die vor einigen Minuten noch hoch erhaben über uns thornte.
Sie ist zwar nicht sehr groß und offen war sie auch nicht, aber schön ist es dort oben trotzdem. Und wie bereits erwähnt, die Aussicht ist nicht zu verachten.
Hier nun nochmal ein Bild meines Freundes Stephan, der sich mit mir auf diesen kräftezehrenden Weg gemacht hatte. Oben angekommen nahmen wir uns Zeit zum Verschnaufen und die Landschaft auf uns wirken zu lassen.
Natürlich hängt an dieser Kapelle auch ein kleines Schild, auf dem steht, wer sie wann gebaut hat und so weiter.
Man will schließlich wissen, was man sich gerade anschaut.

Und hier noch ein Bild von dem Plan. Da sieht man, wie die Anlage aufgebaut ist.
So sieht das alles also von oben aus.
Nach dem Ausflug zur Wurmlinger Kapelle machten wir uns nochmal auf den Weg in die Innenstadt, wobei wir eine Neckarbrücke passierten.

Mitten auf der Brücke hatte ich diesen schönen Sonnenuntergang vor Augen, den ich natürlich versuchen mußte festzuhalten.
Sogar an die Fische haben die Erbauer gedacht und eine
Fischtreppe in das Bauwerk integriert. Auch wenn hier nur selten Fische Treppen steigen, falls mal einer vorbeikommt kann er.
Auf dem Weg zu einem Biergarten direkt am Fluß kamen wir noch an einer kleinen "Schwanherde" vorbei, die sich von uns jedoch nicht irritieren ließ.
Kurz bevor ich mich wieder auf den Heimweg machte warf ich noch einen blick von unserem Sitzplatz in Richtung Brücke.
Ein wirklich schöner Tag in angenehmer Gesellschaft neigt sich langsam dem Ende ...
... und im Zug sehe ich die immer dunkler werdende Landschaft an mir vorbeiziehen, während ich gemütlich ein Buch lese. Zu diesem Buch werde ich, wenn ich es demnächst durch habe, auch noch ein bis zwei Sätze schreiben. Bis dahein bleibt aber nur noch eines festzustellen: Zug fahren ist ab und zu gar nicht so schlecht.
Aktuelles .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 24.04.2006 um 00:59:20 Uhr
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vielen dank für deine erwähnung!
das tut meinem ego echt gut!
LG* Stephan
.. geschrieben von Stephan .. am 02.05.2006 um 16:00:02