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punktpunktblog

Pannenchaos auf der A8 - Zweiter Teil

Nun, ganz in der Gegenwart bin ich doch noch nicht angekommen, aber Teil zwei meines Pannenchaos auf der A8 muß ich zumindest kurz hier erwähnen.

Es war also letzten Samstag, an dem ein Familientreffen stattfinden sollte. Das erste dieser Art seit Jahren und so weiter und ich hatte mich schon länger breit schlagen lassen dort vorbeizuschauen. Schon soviel länger, daß ich zum Zeitpunkt meiner Zusage auch noch nicht wußte, daß ich am Montag drauf noch eine mündliche Prüfung haben sollte. Natürlich hätte ich auch noch kurzfristig absagen können, aber das wollte ich dann auch nicht.

So machte ich mich am Samstagmorgen auf den Weg in Richtung Heimat. Eigentlich keine besonders bemerkenswerte Strecke, A8 von Karlsruhe nach Stuttgart eben. Doch kurz nach Karlsbad wunderte ich mich, warum es im Auto "komisch" roch (ein treuer Leser weiß natürlich, daß meine Klimaanlage schon eine Weile nicht mehr so tut wie sie soll und ich deswegen des öfteren auch bei nicht unbedingt sonderlich sommerlichen Temperaturen gezwungen bin der Sicht wegen mit geöffnetem Fenster zu fahren). Zuerst dachte ich, es käme von einem vorbeifahrenden Auto, wäre ja durchaus denkbar, bis ich irgendwann Rauch auftsteigen sah, von genau der Stelle, an der mein Kühlwasser sitzt. Sofort habe ich auf die Kühlwassertemperatur geschaut, nicht unbedingt niedrig, aber auch nicht übermäßig hoch. Trotzdem rauchte es, und da ich dies leider erst direkt nach dem Autobahnparkplatz Steinig realisiert hatte habe ich mich eben direkt nach diesem an den Straßenrand auf den Standstreifen gestellt.
Schnell wurden Erinnerungen an jenen Spätsommertag wach, an dem mich ein ähnliches Schicksal ereilte, als ich zur Abschiedsfeier einer Freundin, die inzwischen übrigens schon wieder zurück ist, fahren wollte. Da ich in den letzten Jahren öfter mal abgeschleppt worden war entwickelt sich mit der Zeit fast eine Art Routine: Erst kurz daheim anrufen, Panne melden. Dann beim ACE den Euronotruf anrufen, die Lage beschreiben und warten, bis der freundliche Mann mit dem Abschleppwagen dahergerollt kommt.
AbschleppwagenGenau so lief es auch an diesem Samstagmorgen wieder ab. Leider staute sich der Verkehr auf der A8, auch ich selbst stand schon kurz im Stau, so daß der Abschleppwagen einige Zeit brauchte, bis er vor Ort war. Das Aufladen klappte problemlos und ich mußte mich auch nicht um einen Mietwagen kümmern, da das Abschleppunternehmen Bissinger das auch für mich abklärte, was sehr erfreulich war.
Ungeschickterweise stand ich auf einem Abschnitt, auf dem relativ lange Zeit keine Ausfahrt kommt, und "schwarze Ausfahrten" darf man auch als Abschleppwagen nicht benutzen, aber ich verrate nur soviel: Bei Kilometer 258 gibt es eine wirklich kleine.
Und, fällt mir grad noch ein, ich habe das Gefühl, die Abschleppwagen werden von Mal zu Mal "größer". Nicht viel, aber zumindest immer ein wenig. Wo wird das noch enden?

Laguna wird abgeladenAls wir dann irgendwann zurück in Karlsruhe waren und der Laguna vielleicht fünf Minuten von meiner Wohnung auf dem Hof des Abschleppunternehmens abgeladen war, durften wir uns mit ein wenig Papierkram die Zeit vertreiben und ausharren, bis ein weiterer freundlicher Herr, dieses Mal von der Firma Kazenmaier auf das Gelände fuhr.
Dieser nahm mich dann mit zum Autovermietungszentrum, wo ich dann nochmal Papierkram ausfüllen durfte und wir dann zusammen ewig warten mußten, bis der Vertrag fertig gemacht wurde.
Als schließlich alles geregelt war rollte ich in einem grottenhäßlichen und gewöhnungsbedürftigen Wikipedia-LinkToyota Yaris vom Hof. Nun begann also der zweite Versuch nach Schmiden zu gelangen und nebenbei war das meine erste Fahrt überhaupt mit einem eigenen Mietwagen.

Yaris von vornNatürlich wußte ich jetzt, daß die Strecke bis Pforzheim auf der Autobahn relativ zu war, also bin ich bis Pforzheim auf der B10 gefahren. Auf der Autobahn lief es bis Stuttgart dann auch gut, in Stuttgart bin ich dann nicht, wie sonst, über den Schattenring und die B14 durch die Stadt gefahren sondern auf Anraten meines Bruders irgendwie anders, so daß ich nachher am Hauptbahnhof rauskam. Dies war wohl auch ganz klug so, nur viel half es nicht. Da wegen Bauarbeiten die B14 durch die Innenstadt am Charlottenplatz nur einspurig befahrbar war, fuhren natürlich viele Leute Ausweichstrecken, so daß ich bestimmt fast eine Stunde, wenn nicht länger, in Stuttgarts Innenstadt rumstand, ohne mich viel zu bewegen.
Aber irgendwann schaffte ich es dann tatsächlich noch bis nach Hause - da war es dann halb fünf. Losgefahren war ich gegen zehn. Damit komme ich an meinen Rekord von über neun Stunden mit Übernachtung auf der vereisten Autobahn zwar nicht ganz ran, aber Platz zwei auf dieser Liste sollte es trotzdem noch sein.

Yaris von hintenAuf der Rückfahrt nach Karlsruhe am Sonntagnachmittag wollte ich den Yaris dann mal ausfahren und schauen, wieviel geht. Da hat er mich aber sehr enttäuscht, auf der Hinfahrt war ich noch vorsichtig und bin bei 160 -170 km/h vom Gas gegangen, bei der Rückfahrt trat ich durch und ließ nicht locker. Trotz Gefälle und freier Fahrt kam er nicht über, ich meine es waren 173 km/h oder was in der Größenordnung. Da geht beim Laguna deutlich mehr ...

Yaris, innenNun, aber der Yaris hatte dafür einen CD-Player, was mir ohne CD aber nicht viel brachte. Ansonsten sind seine Armaturen sehr gewöhnungsbedürftig. Ein Digitaltacho sitzt genau in der Mitte des Fahrzeugs, also zwischen Fahrer- und Beifahrersitz. Daneben noch so ein komischer "Drehzahlmesserbalken". Den angezeigten Tageskilometerstand hielt ich mehrmals für die Uhrzeit. Der Dreitürer hat hinten ziemlich kleine Fenster, die eher Schießscharten, als Fenstern ähneln. Beim Schulterblick sah man also nicht so wirklich viel, mit den Spiegeln ließ sich aber auch ganz gut fahren.
Also, ich würde mir keinen Yaris kaufen, aber ich bin halt auch "unsern Großen" gewöhnt.

Am Montagabend konnte ich den Laguna dann schon wieder vom Autohaus Krasser in Ettlingen abholen, es war nur irgendein Ventil kaputt, wirklich nur ne Kleinigkeit. Doch mittags war es nochmal spannend, als ich nämlich herausfinden wollte, wo das Auto nun steht. Erst wurde mir gesagt, es stünde bei einem anderen Autohaus als ausgemacht, also hab ich dort angerufen. Dort wurde mir gesagt, ich solle später nochmal anrufen, weil grad keiner was wüßte. Also gewartet, nochmal angerufen und gesagt bekommen, daß sie das Auto bisher nicht gefunden hätten. Weiterverbunden worden, und gesagt bekommen, daß sie heute noch gar kein Auto neu reinbekommen hätten. Nunja, blöd, also wollte ich nochmal beim Abschlepper nachfragen, ob der Wagen nicht vielleicht doch beim Krasser steht, was eigentlich mit meinem Abschleppwagenfahrer so abgesprochen war. Doch bevor ich dazu kam, klingelte mein Telefon und der ACE meldete, daß das Autohaus Krasser einen Rückruf wünschte. Also erstmal beim Abschleppunternehmen angerufen, die hatten inzwischen auch rausgefunden, wo der Wagen wirklich steht und dann war die Lage klar.

Trotz dieser kleinen Verwirrung am Schluß muß ich sagen, daß alle Beteiligten ihren Teil gut gemacht haben. So freut man sich zwar trotzdem nicht, wenn man eine Panne hat, aber man freut sich wenigstens, daß einem gut und schnell geholfen wird.

Doch eine Kritik muß ich jetzt aus aktuellem Anlaß noch loswerden. Mit den 100 EUR "Kaution" beim Mietwagen scheint es Probleme zu geben. Aber ich bin zuversichtlich, daß ich die Frau am Telefon noch davon überzeugen kann, daß sie mir die gefälligst schleunigst zurücküberweisen soll, wie es mir der werthe Herr Nagel zugesichert hatte, als wir den Vertrag gemacht haben. Und die 50 EUR Notdienstaufschlag, die der ACE nicht übernimmt, scheinen nirgends verbucht zu sein. Schade, denn die habe ich, meines Wissens nach, auch schon direkt vor Ort bezahlt. Mal sehen, ob sich die Lage im Laufe des Tages noch klärt.


Fortsetzung folgt? - Ich hoffe nicht ..

Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 18.04.2006 um 10:29:10 Uhr



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zuletzt geändert von Götz Bürkle am 16.04.2008 ..

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