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Einträge in 04/2006

Frank Schirrmacher - Minimum

Frank Schirrmacher: MinimumVor einigen Tagen hatte ich es schon kurz erwähnt und erst kürzlich hab ich nochmal einen Satz dazu geschrieben. Auch meine Heimfahrt von Tübingen verkürzte mir das Buch ein wenig.
Aber jetzt komm ich endlich dazu, mich hier ausführlicher damit zu befassen. Es geht um Wikipedia-LinkFrank Schirrmachers aktuelles Buch amazonMinimum. Vom Vergehen und Neuentstehen unserer Gemeinschaft.

Ich bin mir nicht sicher, ob ich bei Björns Björn WagnerBuchtipp: Minimum zum ersten Mal über das Buch gestolpert bin, wahrscheinlich nicht, denn es war ja laufend im Gespräch in den Medien. Aber mit ihm hab ich mich irgendwann im Café zum ersten Mal über das Buch unterhalten und kurz reingelesen. Zu Ostern hab ich es dann von meiner Mutter geschenkt bekommen und sobald ich Achtung! Vorurteile durch hatte, hab ich mit Minimum begonnen. Das Buch ist vergleichsweise kurz und läßt sich ganz gut lesen. Die Geschichte vom Wikipedia-LinkDonnerpaß zieht sich von der ersten bis auf die letzte Seite durch. Er nimmt immer wieder Bezug darauf und macht das Buch so zu einer "runden Sache".

Und bevor ich mir nun Knoten in die Finger tippe kopiere und verweise ich mal wieder, und zwar auf Björn WagnerBjörns Kommentar zu Minimum. Was er schreibt, trifft es meiner Ansicht nach ganz gut und ist kurz und verständlich formuliert. Ich hätte bei meinem Text wohl nicht gleich mit den Frauen angefangen, aber er hat ja Recht, mit dem was er schreibt. Für alle die zu faul sind, dem Verweis auf Björns Kommentar zu folgen zitiere ich hier den, meiner Ansicht nach, zentralen Satz:
"Die Zukunft gehört den Frauen lese ich aus "Minimum" heraus, weil sie in der Lage sind soziale Netzwerke, vor allem Familie, zu bilden und zu pflegen, sie werden älter als Männer ([...]) - Männer müssen aufwachen und zeigen, dass wir nicht nur egoistische Idioten sind, die es nicht schaffen Familien zu gründen und soziale Netzwerke aufzubauen."

Nunja, ich bin noch unentschlossen, wie ich Schirrmachers Bestandsaufnahme beurteilen soll. Ich will auch keine uneingeschränkte Leseempfehlung aussprechen, die Beispiele, angefangen am Donnerpaß, erscheinen mir konstruiert - das ist aber nur ein diffuses Gefühl in mir, das mich dem Buch gegenüber mißtrauisch sein läßt, objektiv kann ich dies nicht begründen.
Vielleicht will ich es auch nur nicht wirklich wahrhaben, daß er Recht haben könnte. Ich kann ihm nichtmal vorwerfen negative Stimmung zu verbreiten, denn das macht er garnicht, er will nur "aufklären", Schwächen unserer Gesellschaft aufzeigen, um uns allen die Chance zu geben daran etwas zu ändern - denn die Zukunft liegt noch vor uns und wir können sie gestalten, wie wir wollen. Zumindest könnten wir.


Und jetzt noch Teil einhundertundvierundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
28.04.2006, kurz nach zehn nach null Uhr nachts, 14°C

Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 30.04.2006 um 15:45:52 Uhr

Hubert Burda über die Medien

Hubert Burda über die Medien

Hubert BurdaNachdem ich schon Vorträge von Lawrence Lessig und David Clark, Reinhold Würth, Wendelin Wiedeking, Jean-Claude Trichet und auch zum wiederholten Mal von Hal Varian an der Universität Karlsruhe gehört habe, war gestern Wikipedia-LinkHubert Burda im Rahmen der Heinrich-Hertz-Gastprofessur nach Karlsruhe gekommen darüber zu referieren, wie Wikipedia-LinkMedien wirken.

Als ich relativ kurz vor Beginn des Vortrags am Audimax angekommen war wunderte ich mich zuerst, warum drei zivile E-Klassen mit Blaulicht auf dem Dach direkt vor dem Eingang standen, denn daß Hubert Burda Polizeischutz bekäme erschien mir irgendwie unwahrscheinlich. Der Anblick erinnerte mich eher an den Besuch von Jean-Claude Trichet, der auch mit Polizeischutz angereist war. Aber bei der Begrüßung wurde mir klar, wegen wem ein Personenschützer "unauffällig" vorn auf der Empore des Hörsaals stand, denn neben vielen anderen wie irgendeinem führenden Manager der Wikipedia-LinkDeutschen Bank, deren Namen ich mir alle nicht merken konnte war Wikipedia-LinkGeneralbundesanwalt Wikipedia-LinkKay Nehm da. Für ihn war die Anreise ja auch nicht weit, warum also nicht.

Hubert BurdaHubert Burda fing mediengeschichtlich ganz am Anfang an. Sein Vortrag wurde durchweg von passenden Bildern unterstützt und sein erstes Thema waren die Hieroglyphen, dann folgte die Erfindung der Schrift, das Papier, Wikipedia-LinkFresken, der Buchdruck, das Foto, der Film, das Radio, das Fernsehen bis zum ersten appleApple von 1977 und schließlich noch dem Sprung in das Jetzt. Einige Stationen habe ich ausgelassen, auf jeden Fall verschaffte er seinen Zuhörern einen breiten Überblick über die Entwicklung der Medien, und wie sie jeweils in ihrer Zeit wirkten.
Am Anfang ging es auch noch um den Begriff "Medien" an sich, früher wurden als Medien "Stimmen aus der Vergangenheit" bezeichnet, und "wenn man manches über sich heute in den Medien liest, könnte man das auch meinen ..." sagte er und grinste.
Eine Aussage, zu der ich mir noch nie Gedanken gemacht habe ist: "Medien gehen immer entlang der Handelswege." - vor allem, wenn man sich die aktuelle Situation anschaut, mit der wachsenden Bedeutung von "Online-Medien" und der Tatsache, daß viele Waren inzwischen online gehandelt werden.
Im Zusammenhang mit der Wikipedia-LinkGutenberg-Bibel und Wikipedia-LinkLuther fiel der Satz "Wann immer sich Medien ändern, ändert sich die Gesellschaft.", was das Wikipedia-LinkHabermassche Thema der Veränderung der Öffentlichkeit ist.
Anhand einer Statistik zeigte er die "Digitale Medienexplosion" auf. Lange verlief die Kurve eher flach und in jüngster Zeit ist das Wachstum auf einmal exponentiell. Als nächstes verglich Hubert Burda die Google-LinkGoogle-Gründer mit Wikipedia-LinkMandelbrot.

Hubert BurdaVon einem wahren Edelmann bekam er noch direkt am Morgen vor dem Vortrag einen Statistik über "trustworthy media", gemäß der die Printmedien von 30% der Bevölkerung in (Zentral-)Europa als vertrauenswürdig angesehen werden, das Internet wird, was ich fast überraschend fand, von 18% als vertrauenswürdig eingestuft, während 16% das Fernsehen als "trustworthy" empfinden und 12% das Radio.

In seinen Ausfürhungen erwähnte er auch Wikipedia-LinkFrank Schirrmachers aktuelles Buch Minimum, das ich auch erst letztens gelesen habe.

Eine weitere interessante Aussage war "Google ist überhaupt nur der Beginn einer neuen Epoche." - welcher auch immer.
Und am Ende machte er noch "Werbung" für blinkx.

Am Ende ließ er sich noch dazu hinreißen zu behaupten: "Jetzt liegt Google bei 8 Milliarden, nächstes Jahr bei 16, wenn nicht Microsoft dazwischen kommt." - Mal sehen, wie es in einem Jahr aussehen wird.

Am 24. Mai wird Hubert Burda seinen zweiten Vortrag in Karlsruhe halten und dabei vor allem über Blogs, Netzwerke, und so weiter reden - ich bin schon gespannt, auch wenn ich kaum erwarte, daß er mir viel Neues erzählen wird.


Und jetzt noch Teil einhundertunddreiundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
26.04.2006, kurz nach zehn Uhr nachts, 16°C

Studium .. linken .. kommentieren (2) .. von Götz Bürkle am 28.04.2006 um 15:58:54 Uhr

Äpfel, Satzungen und eine Klasse

Auch von meinem zweiten Uni-Tag im sechsten Semester habe ich etwas zu berichten. Ich hatte zwei Vorlesungen (eigentlich drei, aber zwei sind zur gleichen Zeit, so daß ich nur zu einer gehen kann) und, was die (zahlreichen?) Äpfler unter meinen Lesern bestimmt freuen wird, sowohl UKAProfessor Rothengatter in UKAVWL II als auch Herr Finkenzeller in Mensch-Maschine-Dialog II "beamten" mit AppleApple-Notebooks.

Mittags beschlossen wir in der Studienkommission Informationswirtschaft dann die Satzung für das Auswahlverfahren zum Master, der ab kommendem Wintersemester angeboten wird. Jetzt muß diese Satzung und die Prüfungsordnung noch durch irgendwelche Gremien an der Uni Karlsruhe und das Ministerium hat wohl auch noch ein Wörtchen mitzureden, aber an sich sollte sie nun von allen Gremien angenommen werden.

Namensschild: GötzNachdem ich am späten Nachmittag mit meinem Debian-Rechner gekämpft und zumindest teilweise gewonnen hatte (blöderweise verliert er spätestens wenn der Router mal kurz rumzickt die WLAN-Verbindung und kann dann nicht mehr verbinden - sehr seltsam, vor allem weil auch das Skript, mit dem ich die Verbindung hergestellt hatte, bevor ich eine Konfigurationsdatei angepaßt hatte genau diesen Fehler liefert, er lautet "receive_packet failed on wlan0: Network ist down" - Wer das Problem kennt darf sich gerne melden, ansonsten muß ich mal weitersuchen, denn für einen lokalen Testserver ist das kein befriediedigender Zustand) war ich Abends seit langem mal wieder bei der SMD KASMD, wo mir jemand dieses schicke Namensschildchen bastelte, denn jeder bekam ein Namensschild, das zu seinem Studiengang passen sollte. Nur was paßt bitte zu informationswirtschaft.deInformationswirtschaft? Nun, warum auch immer, der "Künstler" entschied sich für einen Laptop. Auch gut. Gewisse Ähnlichkeiten hat das Bildchen ja auch mit meinem Arbeitsgerät. Bei den vielen [link="Pädagogische Hochschule"]PH[/link]lerinnen mit ihren Schultüten oder den Maschinenbauern mit ihren Zahnrädern fiel die Wahl des Bildchens vermutlich leichter und außerdem war es eindeutiger. Aber das ist ja auch nicht so wichtig, Hauptsache der Name steht drauf.


Und für alle technisch interessierten noch der Hinweis, daß die Seite nun mit Version 0.3.1 der [bb]BBCode-Parserklasse für PHP von E-Mail-AdresseChristian Seiler läuft und es sieht so aus, als gäbe es keine Probleme.


Und nun noch Teil einhundertundzweiundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
25.04.2006, kurz nach zehn Uhr abends, 18°C

Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 26.04.2006 um 02:08:01 Uhr

Verantwortlichkeit von Suchmaschinenbetreibern und was mir sonst noch so einfiel

Nachdem ich Ende letzter Woche noch freundlicherweise bei meines Vermieters Geburtstag eingeladen war, wo ich neben dem Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbands des Maler- und Lackiererhandwerks, bei dem ein in der Fachschaft aktiver Informatiker zur Miete wohnt, einem Herrn von der Firma Fema auch noch einen Freund von Professor Bol, dessen Statistik-Bücher ich hier schonmal erwähnt habe, weil ich sie zur Vorbereitung auf eine Prüfung gelesen hatte, getroffen, und natürlich noch einige andere Leute, ging heute der Uni-Alltag langsam wieder los.

Doch zuerst noch kurz zum Samstagabend, an dem ich noch auf einem Konzert war - nicht jedoch wegen der Musik, mit der könnte man mich wohl höchstens jagen, sondern, weil ich dort mal wieder ein paar "alte Bekannte" treffen wollte. Und das hat auch ganz gut geklappt, ich hab dort sogar einige getroffen, mit denen ich nicht im Traum gerechnet hätte. Ich glaube eine hatte ich inzwischen bestimmt rund vier Jahre nicht mehr gesehen. Oder so. Und zwei Bekannte aus Karlsruhe liefen mir dort auch noch über den Weg. Doch das alles würde ich nicht erwähnen, hätte ich auf dem Weg zum Auto nicht noch "einen Bock geschossen", wie man sagen könnte. Ich machte mich also mit einem Freund, der auch schon "damals" mit in Südfrankreich war, auf den Weg zu unseren fahrenden Untersätzen. Gleich als wir aus dem Gebäude draußen waren erspähten wir eine Bekannte, die uns schon vor einigen Minuten über den Weg gelaufen war und von der wir uns da schon verabschiedet hatten, weil sie "gleich" abgeholt werden sollte. Nun stand dieses nette junge blonde Mädchen also hilflos am Straßenrand und wartete auf ihre Mitfahrgelegenheit, und mir fiel natürlich nichts Besseres ein, als - nicht ganz ernst gemeint natürlich - zu fragen ob ich sie mitnehmen solle. Doch sobald ich das ausgesprochen hatte kam mir meine Pannenserie in den Kopf, und da ich ob dieser inzwischen nicht mehr zu vernachlässigenden Pannengefahr ihr kein Angebot machen wollte, das ich im Zweifel nicht auch einhalten würde, schob ich ein "... also zu mir." nach. Woraufhin sowohl mein Freund als auch ich lachen mußten. Ich hab den Grund, warum ich diesen Satz noch nachgeschoben hatte natürlich sofort dargelegt, doch ob sie mir das wohl abgenommen hat? Auf jeden Fall sind mein Freund und ich bis zum Auto nicht mehr aus dem Lachen rausgekommen - mit so einem schlechten Spruch hatte keiner gerechnet, auch ich nicht. Aber das kann ja mal passieren ... und mein Motiv den Halbsatz nachzuschieben war ja auch nachvollziehbar, zumindest für mich.


Nun aber endlich das, warum ich heute überhaupt etwas schreiben wollte, denn die Vorlesungszeit hat heute bzw. gestern wieder begonnen und ich hab die Chance genutzt mir ein Thema im Blockseminar "Rechtsfragen des e-commerce" zu sichern. Den genauen Wortlaut weiß ich nicht mehr und es ist noch keine Datei mit den Thementiteln online, wo ich ihn nachlesen könnte, aber es geht um die Verantwortlichkeit von Suchmaschinenbetreibern für die Suchtreffer. Ein, wie ich finde, relativ interessantes und aktuelles Thema. Falls also einer meiner werthen Leser Material zu diesem Themenkomplex hat, möge er sich bitte bei mir melden.
Ich will nichts kopieren, aber ich muß mir ja erstmal einen Überblick über die aktuelle (Rechts-)Lage verschaffen und das geht am Besten durch studieren von Quellen, die sich mit dieser Problematik befassen.
Ich hab zwar bis Anfang Juli Zeit, will aber jetzt schon langsam anfangen zu sammeln und zu denken.

Kurz noch ein weiterer Hinweis in eigener Sache: Falls hier zufällig jemand mitlesen sollte, der die Vorlesung Angewandte Informatik 2 in diesem Sommersemester an der Uni Karlsruhe (TH) hört, dann kann er ruhig mal in meinem Tutorium vorbeischauen - ich bin ja schon gespannt, wie das mit dem Tutor-Sein so klappen wird. Irgendwie freu ich mich schon darauf endlich mal alles besser wissen zu dürfen bzw. eigentlich fast müssen und dafür auch noch Geld zu bekommen ;)


Und jetzt noch die Teile einhundertsechzig und einhundertundeinundsechzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
24.04.2005, kurz vor viertel sieben abends, 27°C (! - vor vierzehn Tagen stand das Thermometer noch bei etwa einem Drittel oder maximal der Hälfte)
24.04.2006, elf Uhr nachts, 19°C

Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 25.04.2006 um 01:55:34 Uhr

Bei Stephan Luithardt in Tübingen

Hund auf dem wegLetzten Donnerstag machte ich mich morgens zusammen mit Stephan auf, um einen Tag zusammen in Wikipedia-LinkTübingen zu verbringen. Wir hatten uns länger nicht gesehen und ich wollte sowieso mal in Tübingen vorbeischauen, da bot sich diese Gelegenheit geradezu an.
Auch das Wetter war optimal und hätte kaum besser sein können. So liefen wir, nachdem wir in Tübingen angekommen waren gemütlich in die Innenstadt hinunter auf Wegen, bei denen man meinen könnte, man sei jenseits der Zivilisation, nicht aber mitten in einer Stadt. Und auf diesem Weg begegnete uns auch der Hund, der mir einfach gefiel.

Der WegUnd so liefen wir und liefen wir, bis wir irgendwann unserem Ziel immer näher kamen. Wir überquerten auch einen kleinen feinen Bach und fanden uns schließlich im Fremdsprachenzentrum ein. Dort warteten wir ein Weilchen, denn wir waren offensichtlich nicht die Einzigen, die hier etwas zu erledigen hatten.

Der Bach

Der NeckarNachdem also das erledigt war, was erledigt werden mußte fanden wir uns zum Mittagstisch in der Marquardtei ein.
Sodann strebten wir gen Wikipedia-LinkNeckar, jedoch nicht ohne uns erst noch zum Nachtisch mit einem leckeren Eis auszustatten.

Die Ente im NeckarDort saßen wir dann einige Zeit, unterhielten uns über Gott, die Welt und das Leben und schauten den Enten und Schwänen beim Schwimmen zu. Und das im schönsten Sonnenschein, so muß es sein.

Der untere Weg ist immer freiNach einem Abstecher zum Bengelhaus, wo mein Bruder in Tübingen wohnt, machten wir uns daran die Wurmlinger Kapelle zu erklimmen.
Als wir an diese Weggabelung kamen, fiel uns beiden nur ein Satz ein - wie man so schön sagt, zwei Dumme, ein Gedanke: "Der untere Weg ist immer frei." Ein Spruch, den wir beide aus unserer gemeinsamen Rangerzeit kennen. Und nun stimmte das tatsächlich, denn auf dem Bild kann man gut erkennen, daß auf dem oberen Weg einige Wandersleute ihre Schuhe ausführten, während der untere völlig frei war. Wir nahmen dann natürlich den unteren, keine Frage.

Auf dem JakobswegAls Nicht-Kathole bin ich mit derlei Pilgerpfaden nicht vertraut, weswegen ich mit diesem Zeichen auch nichts anfangen konnte, doch Stephan war so nett mich aufzuklären, daß hier ein Wikipedia-LinkJakobsweg entlangführt. Genauer ist es der Jakobsweg von Rothenburg ob der Tauber bis Rottenburg am Neckar. Für alle, die es interessiert noch ein weiterer Verweis zu diesem Thema: Der Jakobsweg und Tübingen.

Die Aussicht, 1Nachdem wir irgendwann alle Stationen des Kreuzwegs hinter uns gelassen hatten konnten wir, wie man auch bei Thomas Schilds Spaziergang von Tübingen zur Wurmlinger Kapelle sehen kann, die wunderbare Aussicht genießen.

Die Aussicht, 2

Die Aussicht, 3

Stephan LuithardtUnd vor dieser malerischen Kulisse habe ich dann noch ein Bild von Stephan gemacht. Man kann auch gut erkennen, daß wir noch nicht ganz oben angekommen waren, sondern nur fast. Das Meiste hatten wir bereits hinter uns.
Unser VögelchenUnd auf dieser Höhe fanden wir auch auf einem Mäuerchen ein Vögelchen, dessen sich Stephan sogleich annahm, schließlich findet man nicht jeden Tag so ein Tierchen. Und weil es nicht davonfliegen wollte, haben wir es eben mitgenommen, nicht daß es dort oben noch erfriert oder von wilden Tieren gefressen wird.

Die Aussicht, 4Ganz oben schließlich schauten wir uns nochmal um und vor allem den Berg hinunter, den wir hochgekommen waren. Eine ganz schöne Strecke hatten wir zurückgelegt und auch einige Höhenmeter.

Die Wurmlinger KapelleVor allem waren wir jetzt aber direkt vor der Wurmlinger Kapelle, die vor einigen Minuten noch hoch erhaben über uns thornte.
Sie ist zwar nicht sehr groß und offen war sie auch nicht, aber schön ist es dort oben trotzdem. Und wie bereits erwähnt, die Aussicht ist nicht zu verachten.

nochmal der StephanHier nun nochmal ein Bild meines Freundes Stephan, der sich mit mir auf diesen kräftezehrenden Weg gemacht hatte. Oben angekommen nahmen wir uns Zeit zum Verschnaufen und die Landschaft auf uns wirken zu lassen.

Schild an der KapelleNatürlich hängt an dieser Kapelle auch ein kleines Schild, auf dem steht, wer sie wann gebaut hat und so weiter.
Man will schließlich wissen, was man sich gerade anschaut.

Der Plan der Anlageund ein letztes Mal der StephanUnd hier noch ein Bild von dem Plan. Da sieht man, wie die Anlage aufgebaut ist.
So sieht das alles also von oben aus.

Der Neckar, 1Nach dem Ausflug zur Wurmlinger Kapelle machten wir uns nochmal auf den Weg in die Innenstadt, wobei wir eine Neckarbrücke passierten.

Der Neckar, 2

Der SonnenuntergangMitten auf der Brücke hatte ich diesen schönen Sonnenuntergang vor Augen, den ich natürlich versuchen mußte festzuhalten.

Die FischtreppeSogar an die Fische haben die Erbauer gedacht und eine Wikipedia-LinkFischtreppe in das Bauwerk integriert. Auch wenn hier nur selten Fische Treppen steigen, falls mal einer vorbeikommt kann er.

Ein Schwan am NeckarAuf dem Weg zu einem Biergarten direkt am Fluß kamen wir noch an einer kleinen "Schwanherde" vorbei, die sich von uns jedoch nicht irritieren ließ.

StadtbildKurz bevor ich mich wieder auf den Heimweg machte warf ich noch einen blick von unserem Sitzplatz in Richtung Brücke.

Ein wirklich schöner Tag in angenehmer Gesellschaft neigt sich langsam dem Ende ...

im Zug, kamraschweck... und im Zug sehe ich die immer dunkler werdende Landschaft an mir vorbeiziehen, während ich gemütlich ein Buch lese. Zu diesem Buch werde ich, wenn ich es demnächst durch habe, auch noch ein bis zwei Sätze schreiben. Bis dahein bleibt aber nur noch eines festzustellen: Zug fahren ist ab und zu gar nicht so schlecht.

Aktuelles .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 24.04.2006 um 00:59:20 Uhr

Sir Peter Ustinov - Achtung! Vorurteile

Sir Peter Ustinov: Achtung! VorurteileNun, heute schreibe ich über ein Buch, das ich bestimmt schon ein Jahr rumliegen hatte. Ein Geschenk von meiner Mutter, "Achtung! Vorurteile" von Wikipedia-LinkSir Peter Ustinov. Der Titel hört sich nicht sonderlich spannend an, vielleicht ließ ich es auch deswegen so lange links liegen, was mir nun, nachdem ich das Buch kenne Leid tut, denn ich finde es ist ein gelungenes Werk.

Peter Ustinov beschäftigt sich auf fast dreihundert Seiten direkt oder indirekt mit Vorurteilen, das legt ja bereits der Titel nahe. Doch anders, als man vielleicht erwarten würde, ist es kein trockenes Buch über ein uns allen bekanntes Alltagsthema, sondern ein sehr erfrischend geschriebenes Buch, bei dem man nebenbei einiges für seine Allgemeinbildung tut und vieles aus dem Leben des Peter Ustinov erfährt. Er war ein Mann, der wahrlich viel erlebt hat und sich schon mit vielen interessanten und bedeutenden oder auch nur bekannten Persönlichkeiten unterhalten hat, wohl auch, weil er selbst eine war. Das Buch ist also eine mehr oder minder sortierte Aneinanderreihung von meist persönlichen Erlebnissen Ustinovs. Man merkt durchweg, daß das Thema ihm wichtig ist, trotzdem beschreibt er die Begebenheiten sehr pointiert und unterhaltsam, manche aber durchaus auch ernst.
Dieses Buch kann ich jedem fast uneingeschränkt empfehlen. Natürlich stimme ich nicht mit jedem Satz überein, lesenswert ist es aber trotzdem.

Es gäbe viele Stellen, die man aus dem Buch zitieren könnte, ich greife nun wahllos einige heraus. Nicht jedes Zitat entspricht natürlich meiner Meinung, und viele Zitate kann man ohne den Kontext wahrscheinlich nicht vollständig verstehen.

  • "Vorurteile sind wie Marmorplatten, die unter sich die größten Rivalen, den Zweifel und die Wahrheit, begraben."
  • "Es ist nämlich ganz einfach: Jeder und jede kann sich zur Regel machen, nur solche Ansichten zu akzeptieren, die er oder sie durch eigene Erfahrung geprüft hat."
  • "Würde ich gebeten, das Vorurteil zu malen, brächte ich eine verschlossene Tür aufs Papier."
  • "Alt ist ein Mensch, wenn er aufhört zu staunen oder es überhaupt nie gelernt hat, wenn also seine Phantasie ergraut."
  • "Man müßte eigentlich der gesamten Menschheit sagen: "Adaptez votre Vitesse!" - "Passen Sie Ihre Geschwindigkeit an!" Leben sie langsamer! Das Tempo ist ein Thema, das mit dem Thema "Vorurteile" viel zu tun hat. Denn ab einem bestimmten Tempo haben wir keine Zeit mehr für den Zweifel, wir klammern uns an Vorurteile, weil sie bequem sind und uns wenigstens ein bißchen innere Sicherheit vorgaukeln."
  • "Alle starren Gesellschaften sind zum Untergang verdammt, und das hat auch der Papst bemerkt.!
  • "Unter zivilisierten Umständen ist dre Sport eine alternative zum Krieg geworden."
  • "Es gibt auch Amerikaner, und George W. Bush wäre als erster zu nennen, die in einem anderen Jahrhundert zu leben scheinen."
  • ""Wissen Sie, ich habe meine Frau so sehr gemocht, daß ich es ihr beinahe gesagt hätte." Das ist Schweizer Witz, herrlich selbstironischer Schweizer Witz."
  • "Ein Mensch kann dumm sein, als ob er gar kein Gehirn hätte. Ja, weil er es nie benutzt."
  • "Lehrer, die Gedichtinterpretationen mit "objektiver Gültigkeit" verlangen, seien eine "kriminelle Vereinigung."
  • "Heute regiert nur ein einziger Gott. Er gilt als so allmächtig, daß er keinerlei menschliche Züge mehr hat. So ist er eine völlig unerreichbare, im Grund furchterregende Gestalt geworden."
  • "Jesus hat diesen ungläubigen unter seinen Jüngern [Thomas] nicht getadelt, sondern seine Zweifel respektiert."
  • "Wenn ich einem Oberkellner nach dem Essen ein Trinkgeld gebe, ist das keine Bestechung, wenn ich es ihm vor dem Essen zustecke, ist es eine."
  • "Mit den Beatles hat etwas Neues angefangen, einiges davon ist ja ins Repertoire von Opernsängern übernommen worden, "Yesterday" zum Beispiel. Da spüre ich eine Qualität im Text, aber heutzutage finde ich das kaum noch."
  • "Wer Schönberg unter der Dusche singt, ist nach meinem Geschmack sehr unmusikalisch."
  • "Zu Friedenszeiten läßt man die Pazifisten in Ruhe, in Kriegszeiten sind sie Landesverräter."
  • "Der Terrorismus, der im furchtbaren 11. September kulminierte, ist ein Krieg der Armen gegen die Reichen. Der Krieg ist ein Terrorismus der Reichen gegen die Armen."
  • "Vorurteile fischen im Trüben."
  • "Der oder die andere könnte ich selber sein."

Und zum Schluß noch ein Verweis auf die Peter Ustinov Stiftung und das Sir Peter Ustinov Institut zur Erforschung und Bekämpfung von Vorurteilen.

Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 20.04.2006 um 01:50:15 Uhr

Pannenchaos auf der A8 - Zweiter Teil

Nun, ganz in der Gegenwart bin ich doch noch nicht angekommen, aber Teil zwei meines Pannenchaos auf der A8 muß ich zumindest kurz hier erwähnen.

Es war also letzten Samstag, an dem ein Familientreffen stattfinden sollte. Das erste dieser Art seit Jahren und so weiter und ich hatte mich schon länger breit schlagen lassen dort vorbeizuschauen. Schon soviel länger, daß ich zum Zeitpunkt meiner Zusage auch noch nicht wußte, daß ich am Montag drauf noch eine mündliche Prüfung haben sollte. Natürlich hätte ich auch noch kurzfristig absagen können, aber das wollte ich dann auch nicht.

So machte ich mich am Samstagmorgen auf den Weg in Richtung Heimat. Eigentlich keine besonders bemerkenswerte Strecke, A8 von Karlsruhe nach Stuttgart eben. Doch kurz nach Karlsbad wunderte ich mich, warum es im Auto "komisch" roch (ein treuer Leser weiß natürlich, daß meine Klimaanlage schon eine Weile nicht mehr so tut wie sie soll und ich deswegen des öfteren auch bei nicht unbedingt sonderlich sommerlichen Temperaturen gezwungen bin der Sicht wegen mit geöffnetem Fenster zu fahren). Zuerst dachte ich, es käme von einem vorbeifahrenden Auto, wäre ja durchaus denkbar, bis ich irgendwann Rauch auftsteigen sah, von genau der Stelle, an der mein Kühlwasser sitzt. Sofort habe ich auf die Kühlwassertemperatur geschaut, nicht unbedingt niedrig, aber auch nicht übermäßig hoch. Trotzdem rauchte es, und da ich dies leider erst direkt nach dem Autobahnparkplatz Steinig realisiert hatte habe ich mich eben direkt nach diesem an den Straßenrand auf den Standstreifen gestellt.
Schnell wurden Erinnerungen an jenen Spätsommertag wach, an dem mich ein ähnliches Schicksal ereilte, als ich zur Abschiedsfeier einer Freundin, die inzwischen übrigens schon wieder zurück ist, fahren wollte. Da ich in den letzten Jahren öfter mal abgeschleppt worden war entwickelt sich mit der Zeit fast eine Art Routine: Erst kurz daheim anrufen, Panne melden. Dann beim ACE den Euronotruf anrufen, die Lage beschreiben und warten, bis der freundliche Mann mit dem Abschleppwagen dahergerollt kommt.
AbschleppwagenGenau so lief es auch an diesem Samstagmorgen wieder ab. Leider staute sich der Verkehr auf der A8, auch ich selbst stand schon kurz im Stau, so daß der Abschleppwagen einige Zeit brauchte, bis er vor Ort war. Das Aufladen klappte problemlos und ich mußte mich auch nicht um einen Mietwagen kümmern, da das Abschleppunternehmen Bissinger das auch für mich abklärte, was sehr erfreulich war.
Ungeschickterweise stand ich auf einem Abschnitt, auf dem relativ lange Zeit keine Ausfahrt kommt, und "schwarze Ausfahrten" darf man auch als Abschleppwagen nicht benutzen, aber ich verrate nur soviel: Bei Kilometer 258 gibt es eine wirklich kleine.
Und, fällt mir grad noch ein, ich habe das Gefühl, die Abschleppwagen werden von Mal zu Mal "größer". Nicht viel, aber zumindest immer ein wenig. Wo wird das noch enden?

Laguna wird abgeladenAls wir dann irgendwann zurück in Karlsruhe waren und der Laguna vielleicht fünf Minuten von meiner Wohnung auf dem Hof des Abschleppunternehmens abgeladen war, durften wir uns mit ein wenig Papierkram die Zeit vertreiben und ausharren, bis ein weiterer freundlicher Herr, dieses Mal von der Firma Kazenmaier auf das Gelände fuhr.
Dieser nahm mich dann mit zum Autovermietungszentrum, wo ich dann nochmal Papierkram ausfüllen durfte und wir dann zusammen ewig warten mußten, bis der Vertrag fertig gemacht wurde.
Als schließlich alles geregelt war rollte ich in einem grottenhäßlichen und gewöhnungsbedürftigen Wikipedia-LinkToyota Yaris vom Hof. Nun begann also der zweite Versuch nach Schmiden zu gelangen und nebenbei war das meine erste Fahrt überhaupt mit einem eigenen Mietwagen.

Yaris von vornNatürlich wußte ich jetzt, daß die Strecke bis Pforzheim auf der Autobahn relativ zu war, also bin ich bis Pforzheim auf der B10 gefahren. Auf der Autobahn lief es bis Stuttgart dann auch gut, in Stuttgart bin ich dann nicht, wie sonst, über den Schattenring und die B14 durch die Stadt gefahren sondern auf Anraten meines Bruders irgendwie anders, so daß ich nachher am Hauptbahnhof rauskam. Dies war wohl auch ganz klug so, nur viel half es nicht. Da wegen Bauarbeiten die B14 durch die Innenstadt am Charlottenplatz nur einspurig befahrbar war, fuhren natürlich viele Leute Ausweichstrecken, so daß ich bestimmt fast eine Stunde, wenn nicht länger, in Stuttgarts Innenstadt rumstand, ohne mich viel zu bewegen.
Aber irgendwann schaffte ich es dann tatsächlich noch bis nach Hause - da war es dann halb fünf. Losgefahren war ich gegen zehn. Damit komme ich an meinen Rekord von über neun Stunden mit Übernachtung auf der vereisten Autobahn zwar nicht ganz ran, aber Platz zwei auf dieser Liste sollte es trotzdem noch sein.

Yaris von hintenAuf der Rückfahrt nach Karlsruhe am Sonntagnachmittag wollte ich den Yaris dann mal ausfahren und schauen, wieviel geht. Da hat er mich aber sehr enttäuscht, auf der Hinfahrt war ich noch vorsichtig und bin bei 160 -170 km/h vom Gas gegangen, bei der Rückfahrt trat ich durch und ließ nicht locker. Trotz Gefälle und freier Fahrt kam er nicht über, ich meine es waren 173 km/h oder was in der Größenordnung. Da geht beim Laguna deutlich mehr ...

Yaris, innenNun, aber der Yaris hatte dafür einen CD-Player, was mir ohne CD aber nicht viel brachte. Ansonsten sind seine Armaturen sehr gewöhnungsbedürftig. Ein Digitaltacho sitzt genau in der Mitte des Fahrzeugs, also zwischen Fahrer- und Beifahrersitz. Daneben noch so ein komischer "Drehzahlmesserbalken". Den angezeigten Tageskilometerstand hielt ich mehrmals für die Uhrzeit. Der Dreitürer hat hinten ziemlich kleine Fenster, die eher Schießscharten, als Fenstern ähneln. Beim Schulterblick sah man also nicht so wirklich viel, mit den Spiegeln ließ sich aber auch ganz gut fahren.
Also, ich würde mir keinen Yaris kaufen, aber ich bin halt auch "unsern Großen" gewöhnt.

Am Montagabend konnte ich den Laguna dann schon wieder vom Autohaus Krasser in Ettlingen abholen, es war nur irgendein Ventil kaputt, wirklich nur ne Kleinigkeit. Doch mittags war es nochmal spannend, als ich nämlich herausfinden wollte, wo das Auto nun steht. Erst wurde mir gesagt, es stünde bei einem anderen Autohaus als ausgemacht, also hab ich dort angerufen. Dort wurde mir gesagt, ich solle später nochmal anrufen, weil grad keiner was wüßte. Also gewartet, nochmal angerufen und gesagt bekommen, daß sie das Auto bisher nicht gefunden hätten. Weiterverbunden worden, und gesagt bekommen, daß sie heute noch gar kein Auto neu reinbekommen hätten. Nunja, blöd, also wollte ich nochmal beim Abschlepper nachfragen, ob der Wagen nicht vielleicht doch beim Krasser steht, was eigentlich mit meinem Abschleppwagenfahrer so abgesprochen war. Doch bevor ich dazu kam, klingelte mein Telefon und der ACE meldete, daß das Autohaus Krasser einen Rückruf wünschte. Also erstmal beim Abschleppunternehmen angerufen, die hatten inzwischen auch rausgefunden, wo der Wagen wirklich steht und dann war die Lage klar.

Trotz dieser kleinen Verwirrung am Schluß muß ich sagen, daß alle Beteiligten ihren Teil gut gemacht haben. So freut man sich zwar trotzdem nicht, wenn man eine Panne hat, aber man freut sich wenigstens, daß einem gut und schnell geholfen wird.

Doch eine Kritik muß ich jetzt aus aktuellem Anlaß noch loswerden. Mit den 100 EUR "Kaution" beim Mietwagen scheint es Probleme zu geben. Aber ich bin zuversichtlich, daß ich die Frau am Telefon noch davon überzeugen kann, daß sie mir die gefälligst schleunigst zurücküberweisen soll, wie es mir der werthe Herr Nagel zugesichert hatte, als wir den Vertrag gemacht haben. Und die 50 EUR Notdienstaufschlag, die der ACE nicht übernimmt, scheinen nirgends verbucht zu sein. Schade, denn die habe ich, meines Wissens nach, auch schon direkt vor Ort bezahlt. Mal sehen, ob sich die Lage im Laufe des Tages noch klärt.


Fortsetzung folgt? - Ich hoffe nicht ..

Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 18.04.2006 um 10:29:10 Uhr

Wie ist Dein Mix?

So, nach vielen Einträgen bin ich nun endlich wieder auf dem aktuellen Stand und kann mich neuen Themen widmen, von denen ich auch schon genug gesammelt habe. Doch erstmal noch eine kleine Linksammlung zu einem sehr gelungenen Kubik-Gottesdienst vor ein paar Wochen. Ich will selbst nichts dazu schreiben, deswegen lest einfach die Beschreibung von Mark Gottesdienst: Remix, schaut euch danach auch mal Poetry: Dein Herz schlägt diesen Takt an. Ein Bild und natürlich noch mehr Text gibt es bei Daniel unter dem Titel deponeGottesdienst: In the Mix und noch mehr Bilder und auch hier wieder einen ausführlichen Text bei Johannes im Text unter der Überschrift tautokoEin DJ, mein Glaube und unser Mix.


Auf einem "Stromkasten" an einer Bushaltestelle, an der ich mit dem Bus ab und zu vorbeifahre, hab ich nun schon öfter die Adresse "miafarfalla.de" gelesen. Irgendwann hab ich sie mir tatsächlich mal gemerkt, bis ich daheim war und hab dort vorbeigeschaut. Heute hab ich mir die paar Seiten mal durchgelesen (ein paar schöne Bilder gibt es im Fotoalbum), die den Titel Gehe deinen eigenen Weg tragen.
Vermutlich schreibt sie nicht über den Gott, an den ich denke, wenn ich Gott höre. Ich weiß es nicht. Die Texte sind teilweise gut zu lesen und regen zum Nachdenken an. Was ich von der Seite halten soll weiß ich noch nicht, ich hab mir überlegt, ob ich die Adresse hier posten soll oder nicht. Sonderlich verbreitet scheint sie im Web noch nicht zu sein, auch über die Besitzerin der Domain findet man nicht viel. Aber ich gehe davon aus, daß ich mündige Leser habe, die alles, was ich ihnen so vorwerfe erstmal selbst durchlesen, prüfen, und das Gute behalten.


Und nun noch die Teile einhundertundsiebenundfünfzig, einhundertundachtundfünfzig und einhundertundneunundfünfzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße
12.04.2006, kurz vor dreiviertel zwölf Uhr nachts, 8-9°C
14.04.2006, ganz kurz vor acht Uhr abends, 13°C
15.04.2006, kurz vor dreiviertel ein Uhr nachts, 9°C

Glaube .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 17.04.2006 um 11:36:34 Uhr

Notrufsäule, Wilhelm und dann auch noch Bruce und Sid

Bei ZDFJohannes B. Kerner wurde Anfang April ein Ostermenü gekocht. Da ich inzwischen Freitagabends ja kaum noch Zeit/Lust habe fernzuschauen komme ich auch nur noch äußerst selten in den Genuß eine Johannes B. Kerner-Kochsendung zu sehen. Aber dieses Mal war es mitten unter der Woche, das konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Neben den üblichen Verdächtigen war auch Wikipedia-LinkHugo Egon Balder mit in der Küche. Und mit Johann Lafers Hilfe wurde sein falscher Hase sogar noch rechtzeitig fertig. Aber das erwähne ich eigentlich nur, weil Hugo Egon Balder einen Witz machte, den ich noch garnicht kannt. Er fragte, wie man zu einem um Hilfe rufenden kleinen Schwein in Schwaben sagt. Die Antwort war natürlich "Notruf Säule".

Auch ARDHarald Schmidt griff das Topthema der letzten Wochen auf und fragte sich bezüglich der Wikipedia-LinkRütli-Schule, warum die Zeitungen das Wikipedia-LinkRütli aus dem Schulnamen nicht dankend aufnahmen und in Anlehnung an den Wikipedia-LinkRütli-Schwur aus Wikipedia-LinkFriedrich Schillers Wilhelm Tell die Situation mit Tell-Zitaten kommentierten. Also hat Harald Schmidt eben selbst ein paar passende Zitate rausgekramt.
Zu Gast war übrigens Wikipedia-LinkJohann König, von dem ich bisher noch nie etwas gehört hatte. Aber er sagte "Zelt ist Geid", das konnte ich mir merken.


Ein Film, den ich schon lange einmal sehen wollte kam letzten Sonntag im Fernsehen, und zwar "Wikipedia-LinkBruce Almighty". Nun, ich hab ihn gesehen und fand ich nicht schlecht. Teilweise durchaus zum Nachdenken, insgesamt aber doch ähnlich seichte Unterhaltung wie schon Ein Chef zum Verlieben.

Mitte letzter Woche war ich dann noch in Wikipedia-LinkIce Age 2: Jetzt taut's. Nachdem erst vor ein bis zwei Wochen Wikipedia-LinkTeil 1 im Fernsehen kam, und ich den natürlich, obgleich ich ihn schon kannte, angeschaut habe, habe ich einen guten Vergleich. Und ich muß sagen, es ist so, wie bei fast allen Fortsetzungen: Der erste Teil ist einfach besser. Der zweite Teil ist nicht schlecht, wahrscheinlich besser als viele andere aktuelle Filme, aber an Teil 1 kommt er halt nicht ran.


Und nun noch die Teile einhundertundfünfundfünfzig und einhundertundsechsundfünfzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
05.03.2006, zwanzig vor neun Uhr abends, 2°C
07.04.2006, kurz nach zehn nach null Uhr nachts, 7°C

blablubmuh .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 17.04.2006 um 11:34:51 Uhr

Hörbar Premiere

Am ersten April startete bei Kubik ein Leseabend, den es von nun an in mehr oder weniger regelmäßigen Abständen geben soll. Es war ein gemütlicher Abend im Café, bei dem verschiedene Leute von Kubik aus unterschiedlichen Büchern vorgelesen haben. Insgesamt wurde ein recht breites Spektrum abgedeckt und ich freue mich schon jetzt auf das nächste Mal.

Angefangen hat Mirja mit Schloß Gripsholm von Wikipedia-LinkKurt Tucholsky. Bisher dachte ich bei Tucholsky immer nur an "Wikipedia-LinkSoldaten sind Mörder", doch an diesem Abend durfte ich erfahren, daß er auch wirklich gut schreiben kann. Die Abschnitte, die Mirja aus Wikipedia-LinkSchloß Gripsholm vorlas waren sprachlich ausgesprochen fein anzuhören.

Als nächstes hat tautokoJohannes aus Vincent von Wikipedia-LinkJoey Goebel vorgelesen. Ein Buch, das mir definitiv nicht so gut gefällt. Aber mir muß ja auch nicht alles gefallen. Schon allein der Leitspruch "Wahre Kunst kann nur aus Leid entstehen" des Unternehmers, der die Idee hat die Welt mit dem Jungen Wikipedia-LinkVincent zu verbessern ist mir zuwider. Zugegeben, Leid ist in der Entwicklung eines jeden Menschen eine wichtige Komponente, aber mit "künstlichem Leid" die Kunst fördern zu wollen ist reiner Irrsinn.

Danach folgte Journey of BjörnBjörn, der die Zuhörer mir Schiffbruch mit Tiger von Wikipedia-LinkYann Martel erstklassig unterhielt. Ich sag nur Richard Parker!!1 Ein Buch, das ich wahrscheinlich demnächst mal lesen werde.

So langsam neigte sich der Abend dem Ende, doch da die Mimri ohne Krimi nie ins Bett geht (bitte nicht schlagen, ich weiß, diese Überleitung ist das Letzte ;), las sie uns aus Glennkill von Wikipedia-LinkLeonie Swann vor. Eine nette Geschichte, bei der die Schafe endlich mal zeigen können, was in ihnen steckt. Dazu fiel mir spontan einer meiner ehemaligen Deutsch-Lehrer ein, den vermutlich nur ein verschwindend geringer Teil der Leser hier kennt, aber das macht nichts, ich sag auch nur "Das Blökende, ho ho!" (es ist wirklich schlimm, ich hab gerade extra nochmal meine Abizeitung rausgeholt und unsern Grundkursbericht überflogen, ich könnte mich immer noch wegschmeißen, wenn ich den lese ...).

Als Abschluß präsentierte Björn noch Jesus kam bis Bangladesch von Bridget und Wikipedia-LinkAdrian Plass. Es ist eine Art nachdenkliches Tagebuch über den Besuch bei einem Patenkind.

Der ganze Abend insgesamt war sehr cool, ich hab nette Bücher kennengelernt und werde das eine oder andere vermutlich auch mal lesen. Meine Favoriten sind Schiffbruch mit Tiger und Glennkill. Aber auch Schloß Gripsholm wäre eine Überlegung wert.

Einen bebilderten Bericht gibt es Journey of Björnbei Björn.
Und von Björn klaue ich auch ganz ungeniert noch einen Hinweis: "Vielleicht noch ein Wort zu den Links der Bücher oben: Man kann diese dort bestellen und Kubik bekommt dann 10% des Verkaufspreises - so kann man gute Bücher geniessen und auch Kubik noch etwas gutes tun."

Aktuelles .. linken .. kommentieren (2) .. von Götz Bürkle am 15.04.2006 um 18:20:51 Uhr




zuletzt geändert von Götz Bürkle am 16.04.2008 ..

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