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Einträge in 03/2006
Kontroverse Diskussion bei Maischberger
So, auch wenn ich noch irgendwann einige Wochen aufholen will und gerade eigentlich keine Zeit zum Bloggen habe, diese Sendung fand ich heute so interessant und teilweise auch unterhaltsam, da muß ich einfach "kurz" was dazu schreiben.
Es geht um
Menschen bei Maischberger. Thema war "Was ist ein guter Deutscher?" und als Gäste waren bei
Sandra Maischberger der frisch gewählte Ministerpräsident Baden-Württembergs
Günther Oettinger, der bekannte Grüne aus dem Ländle
Cem Özdemir, Bestsellerautor, Theologe und Fernsehmann
Peter Hahne, der Komödiant
Ingo Appelt, die Sozialwissenschaftlerin und Frauenrechtlerin
Necla Kelek und zu guter Letzt noch Imam
Hassan Dabbagh.
Eine nicht unbedingt homogene Gesprächsrunde. Zuerst einmal muß ich feststellen, daß mir Günther Oettinger wirklich sympathisch war. Bisher kam er mir oft irgendwie zu "kurzatmig" vor, doch heute hat er einen sehr positiven Eindruck auf mich gemacht. Bevor ich nun auf das Gespräch eingehe will ich auch Peter Hahne noch kurz erwähnen, dessen Buch "
Schluß mit lustig!" ich inzwischen rund ein Jahr gelesen auf meinem Tisch liegen habe, bisher aber nicht dazu kam, endlich mal drüber zu schreiben.
Es ging in der Diskussion die meiste Zeit vor allem um den mehr oder minder umstrittenen "
Gesprächsleitfaden" des Landes Baden-Württemberg zur Einbürgerung. Mancher war dafür, mancher dagegen, über die Frage, daß die Einbürgerung kein bloßer ungeprüfter Automatismus sein soll, darüber herrschte jedoch Einigkeit.
Interessanterweise war es Cem Özdemir, der als erster Herrn Dabbagh hart anging, als er sagte "Ich weiß nicht, ob er bei mir nen deutschen Paß bekommen hätte - und das sage ich als Grüner!". Spätestens ab diesem Zeitpunkt ging es heiß her in dieser illustren Runde, in der auch Ingo Appelt einmal ganz ernst Stellung bezog. Aufgrund Özdemirs Angriff ging Dabbagh in die Offensive und redete im weiteren Verlauf der Sendung teilweise sehr viel und versuchte mehrmals erstmal allen zu erklären, wie seinedie Welt funktioniert, bevor er dazu kam die gestellte Frage zu beantworten. Ob die Vorwürfe gegen Dabbagh nun substanzlos sind oder nicht, ob er nun vom Verfassungsschutz beobachtet wird oder nicht, das kann ich nicht beurteilen. Doch ich kann beurteilen, daß er zumindest teilweise Ansichten äußerte, die mich verwundern. Denn zum ersten Mal hörte ich, daß grob gesagt alles schlechte, was man so "vom Islam" hört eigentlich nichts mit der Religion zu tun haben soll, sondern alles nur die Tradition sei, und daß man dies nicht vermischen soll. Und auf die Frage, warum er Frau Maischberger nicht die Hand gegeben habe meinte er, er habe seiner Frau versprochen, keiner anderen Frau die Hand zu geben - auch das soll also rein garnichts mit dem Islam zu tun haben, wobei ich meine, daß er ein paar Sätze davor in dieser Frage noch mit dem Koran zu argumentieren beginnen wollte - doch da kann ich mich auch irren, das hat ihm vielleicht auch nur jemand in den Mund legen wollen. In dieser Disziplin war Cem Özdemir in dieser Runde wohl ungeschlagen, der teilweise sehr aggressiv gegen Dabbagh "schoß".
Doch es gab auch kürzere saubere Wortgefechte zwischen den beiden Schwaben Oettinger und Özdemir.
Ein kurzer Filmausschnitt, der Einbürgerungswilligen in den Niederlanden gezeigt wird warf dann noch weitere Fragen auf, vor allem bezüglich der Rolle der Frau. Ziemlich am Ende des Ausschnitts wurde auch eine Frau mit entblößtem Oberkörper gezeigt - natürlich pure Provokation für diejenigen, die Frauen am liebsten in "schwarzen Säcken" sehen, doch auch ich finde so ein Bild nicht unbedingt repräsentativ für ein Leben in Deutschland. Genau darauf wollte Sandra Maischberger auch noch heraus, als sie mehrmals versucht das Gespräch in Richtung "Leitkultur" zu lenken, was ihr jedoch erst ganz zum Schluß gelang, denn davor waren alle Gäste dabei über alles mögliche heftigst zu diskutieren. Teilweise sprachen fast alle auf einmal, so daß man nicht immer alles verstehen konnte und Sandra Maischberger mußte immer mal wieder regulierend eingreifen. Sie versuchte beispielsweise mehrmals mit Unterstützung von Cem Özdemir Ministerpräsident Oettinger das Wort zu erteilen, was den werthen Herrn Dabbagh jedoch nicht daran hinderte mit seinen Ausführungen fortzufahren.
Bei einigen Sätzen konnte ich mir ein Grinsen oder gar Lachen nicht verkneifen, beispielsweise als Özdemir sagte, als es um den "Gesprächsleitfragebogen" ging, daß dort ja viele Punkt abgefragt würden, bei denen die Grünen in den vergangenen Jahren harte Auseinandersetzungen mit der CDU ausgefochten hätten, zum Beispiel das Thema eingetragene Lebenspartnerschaften und daß nun ja eigentlich nur noch "Grüne" Ausländer eingebürgert werden durften, doch der Beste Satz folgte am Schluß seines Statements: "Was sagt des aus über den oberschwäbischen CDU-Wähler der auch Peter Hahnes Bücher liest." Der Satz ist nicht sonderlich freundlich, aber er kam so unvermittelt, schon allein "der oberschwäbische CDU-Wähler" ist ein Konstrukt, daß eine Erwähnung verdient hat. Wo ich gerade drüber nachdenke, bin ich mir nicht mehr so sicher, ob "oberschwäbisch" nun als Steigerung gedacht war oder nicht, aber ich nehme es an, denn aus dem Zusammenhang war es eigentlich eindeutig als Steigerungsform zu verstehen.
Peter Hahne, der die ganze Sendung über sehr souverän und professionell wirkte, erwähnte als Beispiel für Integration noch
Kaya Yanar, dessen Eltern ihn ein Jahr lang in den katholischen Unterricht schickten, daß er besser versteht, wo er eigentlich lebt und warum manche Dinge hier so sind, wie sie sind.
Doch Dabbagh wurde schnell wieder zum Mittelpunkt des Gesprächs, als es um den "Ehrenmord" ging, der gerade durch die
Medien geht, oder das Verfahren gegen den zum christlichen Glauben konvertierten ehemaligen Moslem in Afghanistan, bei dem erst jetzt auf massiven Druck "des Westens" das Verfahren eingestellt und er wieder freigelassen worden war.
Dazu konnte Dabbagh nur sagen, daß es im Islam keine Selbstjustiz gebe und überhaupt hob er wieder auf den Unterschied zwischen Tradition und Religion ab, und die Tradition habe mit dem Islam nichts zu tun.
Ob das alles nichts mit dem Islam bzw. an dem, wie manche Leute den Koran verstehen zu tun haben soll, daran habe ich meine Zweifel.
Am Ende kam Sandra Maischberger dann doch noch dazu, Herrn Oettinger eine Frage zur Leitkultur zu stellen, worauf dieser antwortete, daß ihm eine deutsche Leitkultur zu rigide sei, er denke eher an ein europäisches Werteverständnis, oder sowas.
Ebenfalls gegen Ende der Diskussion brachte Peter Hahne noch ein Zitat von
Peter Scholl-Latour an: "Ich fürchte nicht die Stärke des Islam, sondern die Schwäche des Christentums." Auch darüber könnte man diskutieren, doch zum Einen war die Sendezeit begrenzt und zum Anderen habe ich keine Zeit, dazu mehr als diesen Satz zu schreiben.
Viele Standpunkte in der Diskussion sind streitbar, man kann viele Aspekte verschieden beurteilen und gerade deswegen war die Sendung auch so interessant, weil nicht nur ein vorbereiteter Fragenkatalog abgearbeitet wurde sondern eine lebendige und sehr kontroverse Diskussion zu Stande kam, bei der ich vor allem auch von der Ernsthaftigkeit von Ingo Appelt überrascht war.
Zum Abschied hat Herr Dabbagh Sandra Maischberger noch einen Koran überreicht, was sie gleich damit kommentierte, daß sie das mal alles nachlesen werde, auch das, was Necla Kelek angesprochen hatte.
Kurz erwähnen will ich nun noch, daß man sich heute bzw. gestern vor Schwaben im Spätabendprogramm kaum retten konnte, denn bei
Johannes B. Kerner war unter anderem
Hartmut Engler zu Gast, wovon ich allerdings nur noch die letzten Sekunden mitbekommen habe, doch er hat wohl primär über sein soziales Engagement berichtet und am Ende kurz noch Werbung für die Single SOS gemacht, an der PUR selbst wohl nichts verdienen wird sondern deren Erlös der Aktion "6 Dörfer für 2006" zu Gute kommt.
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 29.03.2006 um 02:49:16 Uhr
Landesfarben bleiben Regierungsfarben
So, heute bzw. gestern war, wie schon angekündigt, Wahltag in
Baden-Württemberg.
Seit der ersten Prognose um 18 Uhr hat sich nichts mehr dramatisch verändert, das vorläufige amtliche Endergebnis von 21:25 Uhr besagt:
- CDU: 44,2% (69 Sitze)
- SPD 25,2 % (38 Sitze)
- Grüne: 11,7% (17 Sitze)
- FDP: 10,7% (15 Sitze)
Wer mehr wissen will, soll sich die Seite der Tagesschau zur
Landtagswahl Baden-Württemberg 2006 anschauen. Nett ist auch das
Flash-Teil zu den Wahlen 06, wo man auch Informationen zu den Ergebnissen in den einzelnen Wahlkreisen findet und sich natürlich auch über die Wahlen in
Rheinland-Pfalz und
Sachsen-Anhalt informieren kann.
Damit dürfte klar sein, daß Schwarz-Gelb auch die nächsten fünf Jahre mit
Günther Oettinger an der Spitze in Baden-Württemberg weiter regieren wird.
Auch wenn die Wahlbeteiligung mit 53,4% auf einem historischen Tiefstand ist, bin ich mit dem Ausgang nicht unzufrieden.
Ich hatte ja erwähnt, daß ich bei diesem "Wahlquiz für Jugendliche" mitgemacht hatte, meine Prognose war: CDU: 47%, SPD: 28%, FDP: 11%, Grüne: 10%, Sonstige: 4%. So weit lag ich letzten Endes garnicht daneben.


Ich hab mir auch mal die Ergebnisse von zwei Wahlkreisen genauer angeschaut. Der eine ist Waiblingen, mein "Heimatwahlkreis" und der andere ist Karlsruhe II, der Wahlkreis, in dem ich hier wohne. Nun, vom Ergebnis her gesehen ist mir mein "Heimatwahlkreis" deutlich sympathsicher ... erstaunlich fand ich, beim Anschauen diverser Wahlkreisergebnisse, daß in mindestens einem Wahlkreis die Grünen vor der SPD waren.
Und passend zur Wahl kam heute bzw. gestern auch noch ein
Tatort aus Konstanz.
Soviel also zur Wahl. In fünf Jahren werden wir wieder wählen ... bis dahin werden wir gesehen haben, was uns diese Wahl so gebracht hat.
Aktuelles .. linken .. kommentieren (2) .. von Götz Bürkle am 27.03.2006 um 01:36:51 Uhr
Egal was, Hauptsache daß!
Eigentlich habe ich jetzt ja gar keine Lust darüber zu schreiben, aber ich muß einfach, denn nächste Woche ist es zu spät. Wer also von meinen werthen Lesern in Baden-Württemberg wohnt und am kommenden Sonntag wählen darf und noch nicht genau weiß, was er nun wählen soll, der kann doch auf seinem Streifzug durch das Internet auch mal beim Wahl-O-Mat vorbeischauen und ihn um Rat fragen.
Bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden Württemberg gibt es noch weitere Informationen zur Wahl, außerdem ein Wahlquiz für Jugendliche, bei dem ich natürlich gleich mal mitgemacht habe ... da bin ich mal gespannt, wie weit daneben meine Prognose liegt.
Ich hab den Wahl-O-Mat schon vor ein paar Wochen befragt, und mein Ergebnis war wenig überraschend, wie auch schon bei der letzten Bundestagswahl.
Auch schon vor einigen Wochen habe ich mir die Regierungsprogramme der vier großen Parteien durchgelesen, um mich auf eine politische Gesprächsrunde an einem Abend im Café von kubik vorzubereiten. Dabei fielen mir ein paar Dinge auf.
Den Preis für das häßlichste Regierungsprogramm gewinnt die FDP, sie haben sich halt vorrangig auf die Inhalte konzentriert. Das haben sie mit den Grünen gemeinsam, denen man aber noch eine "schlichte Eleganz" andichten könnte. So nah die beiden in manchen inhaltlichen Punkten beieinander sind, so nah sind sich also auch die Gestaltung ihrer Regierungsprogramme.
Ähnliches könnte man ebenfalls von der CDU und der SPD behaupten, denn auch hier könnte man, beim bloßen Anschauen des Layouts, Parallelen erkennen. Hier vermag ich aber kaum einen eindeutigen Sieger auszumachen bzw. schon, nur habe ich da Zweifel an einem relativ objektiven Urteil ;)
Ich weiß nicht mehr genau, in welchem Wahlprogramm es war, in irgendeinem bin ich über das mir bis dato unbekannte Wort
Ombudsmann gestolpert. Schon allein dafür hat sich die Lektüre gelohnt. Ich war jedoch auch in einigen inhaltlichen Punkten überrascht, was in welchem Programm drinsteht - da hätte ich manches in einem anderen Programm erwartet.
Nun werde ich jedoch nicht auch noch verraten, was ich per Briefwahl Anfang dieser Woche gewählt habe und ich will auch niemanden in seiner Wahlentscheidung beeinflussen - was ich jedoch will ist, daß wer wählen darf auch wählen geht. In diesem Sinne: Egal was, Hauptsache daß!
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 24.03.2006 um 14:33:31 Uhr
Gordon, Hypo und noch mehr!
Anfang März bin ich bei
Medienrauschen und ]
Top 5, wo
Dirk schreibt, daß er es von Frank hat, über einen Musiker namens Gordon gestolpert. Wirklich angenehm, was ich mir da an
MP3-Dateien gezogen habe. Mal sehen, ob wir von dem nochmal irgendwann etwas hören ... laut dem zweiten Nachtrag wird er wohl in diesem Jahr noch eine
CD aufnehmen.
Und bei dieser Gelegenheit erwähne ich gleich einen zweiten Musiker, Sebastian Burkhart, eine Internetbekanntschaft, schon seit einigen Jahren. Er hat schon vieles gemacht, manches hat mir gefallen, manches weniger. Unter hypotrophy.org kann man sich zwei CDs herunterladen. Vor allem "kopf verdreht" gefällt mir irgendwie, aber auch diverse Stücke von "insert title here" sind hörenswert, auch wenn es ein ganz anderer Stil ist.
Nachdem ich heute mittag die meisten Sachen nochmal angehört habe würde ich die Instrumentalversion von "kopf verdreht" (weiß garnicht, ob es die dort grad auch zum Download gibt), sommerabend und long distance call II (instrumental mix) besonders empfehlen. Aber das ist mit Sicherheit nicht jedermanns Geschmack.
Passenderweise komme ich gerade von einem Konzert, denn Daniel Benjamin (siehe auch Es grüßt die Eule) und Matias haben heute in Karlsruhe gespielt. Wer also noch mehr gute Musik hören will, möge auch diesen beiden Verweisen folgen.
Interessanterweise kenne ich Daniel noch von der Zeit, als ich als Jungscharler auf dem
Kapf war - lang ists her. Hab mich gefreut, ihn heut mal wieder zu treffen.
Aktuelles .. linken .. kommentieren (5) .. von Götz Bürkle am 21.03.2006 um 00:49:12 Uhr
Gilberts Wutprobe mit Frosch im Bauch und der doppelte Lafer
Mit diesem Eintrag schaffe ich nun endlich den Sprung in den März. Es muß noch irgendwann in der letzten Ferbuarwoche gewesen sein, als ich auf Sat.1
Die Wutprobe angeschaut habe. Als er vor einiger Zeit im Kino war kam ich nicht dazu, oder hatte keine Lust, oder was weiß ich - auf jeden Fall war ich nicht drin. Doch jetzt hab ich ihn ja gesehen und muß sagen, daß er mir ganz gut gefallen hat. Verwundert nahm ich
John McEnroes kurzen Gastauftritt zur Kenntnis.
Es gibt bestimmt bessere Filme, aber auch bedeutend schlechtere - unterhaltsam ist er, und manche Situationen kann man vielleicht sogar nachempfinden. Wer wurde nicht schon für Sachen verantwortlich gemacht, für die er garnichts konnte, oder wie oft gibt es irgendwelche verwirrenden Mißverständnisse?
Außerdem habe ich mir so ein, zwei Tage später,
Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa auf kabel eins angeschaut. Auch ein interessanter Film, aber irgendwie speziell.
Wenn ich das so schreibe, und man das so liest, könnte man den Eindruck gewinnen, ich täte nichts anderes, als fernzusehen - aber dem ist nicht so. Jedoch, wenn man den ganzen Tag immer nur daheim am improvisierten Schreibtisch sitzt, höchstens alle paar Tage mal zum Supermarkt "um die Ecke" kommt, dann erlebt man einfach kaum etwas, worüber man schreiben könnte.
Deswegen geht es nun gleich weiter mit tollen Fernsehsendungen, denn bei
Johannes B. Kerner war
Johann Lafer und sein "tunesischer Doppelgänger" Rafik Tlatli zu Gast. Ich traute meinen Augen kaum, doch eine gewisse Ähnlichkeit ist unübersehbar und eine Kochsendung im tunesichen Fernsehen hat er auch.
Bei
Harald Schmidt schließlich gab es tiefgehende Weisheiten wie "
Riesling kann einiges" zu hören. Auch "Ich hasse dieses Anklatschen, nur weil man die Syntax verstanden hat." fand ich nett. Und einen weiteren hab ich noch aufgeschnappt: "Wissen sie, warum die Franzosen so dick sind? - Weil der Frosch im Bauch noch einmal die Backen aufbläht."
.. genug der Zitate für heute.
blablubmuh .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 20.03.2006 um 19:50:48 Uhr
Ein toller Teller
Gerade, während ich diese Zeilen vor mich hin tippe, sitze ich im Café von Kubik, lausche entspannter Musik, habe ein leeres Glas neben mir stehen, in dem vor kurzem noch kalter Kaba war und da fiel mir ein, daß ich Ende Februar eines Sonntagmorgens beim Brunch einen ganz toll von Natalie und Maria hergerichteten Teller bekommen habe, den ich Euch allen unmöglich vorenthalten kann.
Von wegen, man könnte meine Teller nicht schön machen ... ;)
Jetzt noch Teil einhundertundsechsundvierzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
26.02.2005, zwanzig vor zwei Uhr mittags, -1°C
blablubmuh .. linken .. kommentieren (2) .. von Götz Bürkle am 19.03.2006 um 15:45:04 Uhr
Ora et labora und ein wenig fernsehen
Nun, an einem Samstag Mitte Februar hatte ich einen Job endlich mal wieder angepackt, bei dem ich bis nächste Woche zumindest beim Lernen Geld verdienen konnte. Ob es was gebracht hat weiß ich bisher leider nicht (weder Geld, noch Note).
Doch irgendwann abends hab ich mich dann aufgehört mit lernen und schaffen und hab mich vor den Fernseher gesetzt. Es war ja die Zeit von Olympia - man konnte diesem Ereignis kaum entrinnen, aber warum sollte ma nauch? Einige Sportarten schau ich mir ganz gern an, andere nicht. Doch was mich an diesen Olympischen Spielen in Turin irgendwie genervt hat war die Kleidung der deutschen Athleten. Diese grellen häßlichen Farben, das war wirklich furchtbar ... wer entwirft denn sowas? Über Geschmack kann man sich natürlich streiten, aber diese bunten Dinger kann man doch eigentlich nicht schön finden. Aber was solls, Hauptsache unsere Athleten haben eine Menge Medaillen geholt.
Nach Olympia hab ich mir, mal wieder, einen alten Bond-Streifen angesehen. An diesem Abend kam "
Diamantenfieber" und zwar eine "
Hörfilmfassung" des Bayrischen Rundfunks - ich wußte bis dato garnicht, daß es so etwas überhaupt gibt. An sich werden dabei auf dem zweiten Kanal irgendwelche, für mich, der ich die Bilder sehen kann, dämlich wirkende Beschreibungen gesprochen. Teilweise um einige Sekunden zeitversetzt, so daß man mit diesen Beschreibungen teilweise schon bevor etwas passiert weiß, was passiert.
Nun, ich mußte erstmal nahezu alle Knöpfe meiner Fernbedienung ausprobieren, um herauszufinden, mit welchem Knopf ich den Kanal wählen kann. Doch inzwischen fand ich diesen Sprecher irgendwie lustig und hab ihn weiter reden lassen ...
Wie es jede Woche so ist, folgte auch auf diesen Samstag ein Sonntag und auf den Sonntag ein Montag und auf den Montag ein Dienstag und am späten Abend von eben diesem, nachdem ich zuvor einer Einladung zu "den schönen Böttlers" gefolgt war, schaut ich mir mal wieder
Johannes B. Kerner an. Thema der Runde war "Gewalt an Schulen" und zu Gast waren unter anderem
Detlev Buck, dessen Film "
Knallhart" sich mit diesem Thema beschäftigt,
Peter Bucksch, ein Lehrer, der auch im vorgenannten Film einen Lehrer mitspielt und
Afrob, ein Stuttgarter
Rapper.
Ich fand das Gespräch interessant und war fast verwundert, daß mir Afrob so sympathisch war.
Und auch in dieser Woche folgte auf den Dienstag der Mittwoch, und so weiter, bis ich dann am Freitagabend angekommen war und zum Startgottesdienst für die
24-7-Woche bei Kubik gegangen bin. Naheliegenderweise ging es ums Beten und 1. Thessalonicher 5,17 "Betet ohne Unterlaß" war die zentrale Bibelstelle des Abends.
Mehr zu dieser Woche hat Mark geschrieben und zu jeder Station gibt es auch ein Foto, um einen Eindruck von dem Ganzen zu bekommen:
- Station: Abendmahl Bausatz
- Station: Verklappung
- Station: Hirn und Herz Scan
- Station: Gottes Schatz
- Station: Schweigen
- Station: Twister
Jetzt noch die Teile einhundertundvierundvierzig und einhundertundfünfundvierzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
21.02.2006, irgenwann, 8°C
25.02.2006, kurz vor dreiviertel eins nachts, 3°C
blablubmuh .. linken .. kommentieren (1) .. von Götz Bürkle am 19.03.2006 um 11:28:33 Uhr
Dicke Dinger in Heiligen Hallen
An einem kühlen Dienstagabend war ich Mitte Februar dann zum ersten Mal am Baden Airpark, wo ich Johannes abgeholt habe. Der interessierte Leser weiß natürlich, daß bei mir die Klimaanlage zur Zeit nicht funktioniert, weswegen auch diese relativ kurze Fahrt zum Abenteuer bei schlechter Sicht wurde. Doch so langsam sollte es ja draußen vielleicht wieder wärmer werden. Inwiefern sich die Temperaturen tatsächlich ändern kann man ja anhand meiner Temperaturserie ganz gut verfolgen.
In derselben Woche endete auch die Vorlesungszeit für das Wintersemester. Zu diesem Anlaß erzählte Herr Professor Berninghaus, warum er nun doch ein Skript veröffentlicht und wie das Früher mit den "Inwis" war. Ich muß wirklich sagen, daß er mir vor allem in dieser letzten Veranstaltung der Vorlesung "Ökonomische Theorie der Unsicherheit" sehr sympathisch war, vielleicht auch, weil ich das Problem mit der nicht unbedingt durch ihre Schönheit hervorstechenden Schrift gut nachvollziehen konnte ..
Doch das Highlight dieser Woche bildete die Führung durch das Rechenzentrum, die wir im Rahmen der Vorlesung Telematik mit Professor Wilfried Juling, der auch der Leiter des Rechenzentrums ist, und Reinhard Strebler, der für den ganzen Netzkram verantwortlich ist, machten.
In den "heiligen Hallen" sahen wir auch die Maschinen des Scientific Supercomputing Center, allen voran der noch im Ausbau befindliche HP XC 6000. Und genau dieses System betreffend mußte Herr Juling, während wir uns die Maschinen anschauten, zu einer Besprechung, denn leider wird wegen Lieferschwierigkeiten oder warum auch immer aus dem ersten Quartal 2006 für den weiteren Ausbau das dritte Quartal 2006. Was bei den Verhandlungen herauskam weiß ich nicht, aber als Ziel sagte er uns, daß aus geplanten 1200
Prozessoren nun insgesamt 3000, aus 11
GFlop/s nun 15 GFlop/s und aus 7,2
TB wohl 10-12 TB
Hauptspeicher werden sollten.
An sich gibt es in einem Rechenzentrum ja nichts außer Kabeln und Kisten zu sehen, aber ich fand es sehr interessant, die Teile mal anschauen und anfassen zu können, durch die meine Daten fließen. In der Halle in der die "dicken Dinger" ihren Dienst verrichten sind im Boden Lüftungsschlitze, so daß es in der Halle zwar "warm" oder eher stickig und vor allem laut ist, aber es fast überall einen kühlen Luftzug gibt.
Leider hab ich keine Bilder gemacht, vielleicht ein anderes Mal, wenn ich mich mal wieder dort nach unten verirre ..
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 17.03.2006 um 18:16:09 Uhr
Rhetorik, Improvisation, Olympia
So nun, nach über einem Monat fast ungebrochener Stille komm ich mal dazu, die letzten Wochen ein wenig "aufzuarbeiten". Da das alles inzwischen ewig her ist und an sich niemanden mehr interessiert versuche ich, mich kurz zu fassen.
Zuerst wollte ich das Rheotrikseminar erwähnen, daß das Forum Informationswirtschaft e.V. in Zusammenarbeit mit der Konrad-Adenauer-Stiftung e.V. veranstaltet hat. Für mich hat es sich auf alle Fälle gelohnt, dabei gewesen zu sein, so habe ich manches Neue gelernt, manches irgendwann schon einmal gehörte wieder aufgefrischt und ein paar neue Gesichter kennengelernt. Der Referent Thomas Jäck hat seinen Teil sehr gut gemacht und mit so mancher Einlage überrascht.
Im kubik Gottesdienst ging es in dieser Woche um unser Konsumverhalten. Mark hat einige Texte aus dem
Schwarzbuch Markenfirmen vorgelesen und auch den eigenen Text Dein Freund der Kühlschrank einfließen lassen.
Nun, das Thema ist vielschichtig und nicht in ein bis zwei Sätzen abzuhandeln, deswegen schreib ich zu diesem Thema nichts weiter.
Am Sonntagabend bin ich dann zusammen mit ein paar Freunden (unter anderem Daniel) in Die Stadtmitte, die übrigens einen nicht unbedingt professionell oder gekonnt verflashte Webseite hat, zu Theater L.U.S.T. gegangen.
Dort gab es unterhaltsames
Improvisationstheater. Ob mit dem Feuerwehrmann Dickschlauch, der bei Talkmaster Redeknecht erzählte, daß er am
Amazonas die Lameise - halb
Lama, halb
Ameise (dazu fällt mir spontan der
Möter ein) - entdeckt hatte, die Lieder zum Thema
Biathlon oder auch die
Western-Szene mit Little John und Extremity Jane - lachen konnte man bei fast jeder Episode.
(Und bei meinem Ausflug zu Wikipedia bin ich gerade über das
Guanako gestolpert, bei dem ich sofort an ein Team bei den Rangers denken mußte - es war ein Mädchenteam bei den Pfadrangers im
Stamm 112 Weinstadt - lang ists her ..)
Der aufmerksame Leser wird sich erinnern, schließlich gab es im letzten Absatz bereits einen Hinweis darauf - die Olympischen Spiele in Turin hatten gerade begonnen und
Waldi und Harry kommentierten alle paar Tage die Geschehnisse und trafen unsere Medaillengewinner und sonstigen Sportler. Beispielsweise war der nicht gestartete
Prinz Hubertus von Hohenlohe zu Gast, der
sein Olympia-Outfit präsentierte und dessen Fans angeblich irgendwann einmal ein Transparent mit der Aufschrift "Lieber Prinz enttäusch uns nicht, komm ins Ziel bei Tageslicht" hochhielten.
Insgesamt fand ich "Waldi und Harry" jedoch irgendwie enttäuschend ... aber wahrscheinlich besser als "Waldi und
Reini" oder Ähnliches.
Doch nun noch der wohl interessanteste Teil dieses Beitrags, nämlich die Teile einhundertundvierzig, einhundertundeinundvierzig, einhundertundzweiundvierzig und einhundertunddreiundvierzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
12.12.2005, viertel vier Uhr mittages, 5°C
12.02.2005, kurz nach halb elf Uhr abends, -2°C
13.02.2005, irgendwann zwischen fünf und sechs Uhr abends, 5°C
13.02.2005, zwanzig vor elf Uhr nachts, 2°C
blablubmuh .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 17.03.2006 um 17:11:47 Uhr
Einjahresbilanz
Nach einem Jahr, der Quartalsbilanz, der Halbjahresbilanz, ziemlich genau
300 Einträgen und rund einem
Megabyte purem Text und vielen Bildern ziehe ich mal wieder
Bilanz.
Am 08.03.2005 um 21:17:48 Uhr hieß es Was lange währt ... wird endlich auch mal fertig.. Mein erster Eintrag in (m)einem Blog war geschrieben, nachdem ich schon länger den Gedanken mit mir herumtrug nur irgendwie nie die Zeit und Motivation hatte meine Seite endlich einmal komplett zu überholen und mit einem "zeitgemäßen" Aussehen und vor allem "sauberem" Code auszustatten.
Und seit diesem Tag gibt es eigentlich im
Normalfall fast täglich irgendwas aus meinem Alltag. Oft nichts, was von Belang ist, aber vielleicht wenigstens ab und zu etwas Unterhaltsames oder Informatives. Mein selbst gestecktes Ziel habe ich, wie man leicht ausrechnen kann, nicht ganz erreicht - etwa zwei Monate fehlen, wenn man von der reinen Beitragsanzahl ausgeht. Nun, das ist zwar schade, aber nicht weiter schlimm, denn zum Einen "muß" ich keine bestimmte Anzahl an Texten schreiben und zum Anderen sind manchmal auch andere Dinge wichtiger.
Zu lesen gibt es hier meiner Ansicht nach inzwischen genug, sowohl im Blog, als auch sonst. Ich wage zu behaupten, daß die wenigsten wirklich alles gelesen haben. Ich selbst würde das alles wahrscheinlich auch nicht lesen .. zumindest nicht immer.
Nun, was will ich jetzt eigentlich sagen? - Erstaunlich wenig, nämlich nichts. Ich habe mir in den letzten Wochen so einiges notiert oder auch fotografiert, was ich irgendwann mal hier zusammenfassen will, doch da ich gerade hauptsächlich mit Lernen beschäftigt bin komme ich nicht so richtig dazu - und wenn ich mal Zeit hätte, habe ich einfach nicht mehr die Energie mir irgendwelche Texte aus den Fingern zu saugen.
So ist es eben, das Studentenleben. Monatelang macht man quasi gar nichts und sitzt nur
WLAN-konfigurierend, E-Mails-checkend,
heise-lesend, bloggend und blogslesend vor der hübschen schwarzen Kiste und zweimal im Jahr für jeweils ein bis zwei Monate herrscht der Ausnahmezustand: Man kommt kaum aus dem Haus, man kommt kaum zum Bloggen, man kommt auch kaum mehr zum Blogs lesen und überhaupt. Aber ich habe es mir ausgesucht, ich will es ja nicht anders.
Oh, gerade fällt mir ein, daß ich doch noch etwas sagen will. Vor ein bis zwei Tagen las ich mir nämlich das aktuelle Zitat zur Woche in meinem tempus. durch, es stammt von
Benjamin Disraeli und lautet: Erfolg ist die Fähigkeit, eine Gelegenheit beim Schopfe zu packen.
Es regte mich zum Nachdenken an ..
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 08.03.2006 um 22:14:28 Uhr
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