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bloggen » 02/2006

Einträge in 02/2006

Der General und der Lärmteppich

Der General - BergfrühlingZuerst einmal ein kurzer Tip an alle diejenigen, die regelmäßig ihre Wohnung naß wischen: Kauft keine zu großen Putzmittel-Packungen! Ich hab jetzt fast zwei Jahre gebraucht, um meinen Wikipedia-LinkGeneral Bergfrühling leer zu machen, und ich putze jede Woche rund 20 Quadratmeter Wikipedia-LinkFliesen.
Natürlich ist es vielleicht günstiger, größere Packungen zu kaufen, nur bin ich in Zukunft sogar bereit vergleichsweise mehr zu bezahlen, um dafür ab und zu mal eine andere "Geschmacksrichtung" besorgen zu können, weil irgendwann hängt einem dieser Bergfrühling auch zum Hals heraus ...

Und wenn ich schon am Meckern bin, dann setz ich gleich noch einen drauf. Es gibt zwei Dinge in Bussen und Bahnen, die mich irgendwann nochmal um den Verstand bringen. Zum Einen, wenn morgens ein Wikipedia-LinkKindergarten mitfährt. Ich habe nicht wirklich etwas gegen Kinder, aber früh morgens ein derartiges Geschrei oder ein nicht näher definierbarer, aber lauter Lärmteppich, das vertrag ich einfach nicht.
Und zum Anderen gibt es abends wenig unangenehmeres als eine Wikipedia-LinkHorde primitiver Wikipedia-LinkFußballfans ...

Ich meine, in der Bahn gibt es fast immer irgendwas, worüber man sich aufregen könnte, aber Kindergärten und Fußballfans sind extreme Lärm- und Nervquellen ... wenn ich mir das so überlege, da könnte ich mal eine längere Liste schreiben, was mich im öffentlichen Nahverkehr an meinen Mitfahrern stört. Da würden mir gleich auf Anhieb noch zwei bis drei weitere Punkte einfallen ...

Kommentare: 2. Geschrieben am 02.02.2006 um 01:29:55 Uhr

Mandelbaum oder Wacholderzweig?

In WortSport ging es um Jeremia 1 (siehe auch Wikipedia-LinkBuch Jeremia). Daniel erzählte uns zuerst ein wenig allgemeines und dann las jeder für sich erstmal das ganze Kapitel langsam durch.

Diesen Montag war es in WortSport so lustig, wie lange nicht mehr, vor allem auch Dank tautokoJohannes, der neben Wikipedia-LinkWeb 2.0 auch Walisch kann. Das war wahrlich großer Sport.

Doch auch das Wort kam nicht zu kurz, so waren zumindest Johannes und ich uns einig, daß die Wikipedia-LinkGute Nachricht das Wortspiel aus den Versen 11 und 12 ziemlich bescheiden "übersetzt" hat. Es ist ja schön, wenn im Hebräischen der Wikipedia-LinkMandelbaum (schaked) mit "wachend sein" (schoked) ein nettes Wortspiel ergibt, aber wie in aller Welt kommt man auf die Idee, daß "Wikipedia-LinkWacholderzweig" und "ich wache" irgendwie zusammenpassen? Bei aller Liebe, aber dieser Versuch das Wortspiel zu übernehmen ging leider meiner Ansicht nach total in die Hose, da sind ja meine Wortspiele noch besser!
(aus Interesse hab ich jetzt noch neben meinen deutschen auch noch in meinen englischen Übersetzungen nachgeschaut, und überall steht der Mandelbaum - und das ist auch gut so, finde ich.)


Und nun noch Teil einhundertundsiebenunddreißig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
30.01.2006, elf Uhr nachts, -1 - -2°C

Kommentare: 2. Geschrieben am 01.02.2006 um 02:52:50 Uhr

Ein Mormone und ich

Gestern bzw. vorgestern wollte ich eigentlich abends, nachdem ich so gegen sechs von der Uni heimgekommen wäre, noch ein wenig putzen. Doch leider kam mir auf dem Weg zur Bahn ein Wikipedia-LinkMormone in die Quere und wollte sich mit mir unterhalten. Er meinte, es würde wohl etwa zwanzig Minuten dauern. Naja, die Zeit hätte ich zwar mit putzen verbringen sollen, aber auf der anderen Seite trifft man nicht jeden Tag einen freilaufenden Mormonen aus Amerika.
Also ließ ich mich auf ein Gespräch ein. Erst wollten wir irgendwo reinsitzen, doch nach wenigen Metern meinte der werte Herr Mormone, daß er noch auf seinen Kumpan warten wolle - letzten Endes blieben wir die ganze Zeit mitten auf dem Ehrenhof stehen.
Nun, aus den geplanten zwanzig Minuten wurde etwa eine Stunde und zwanzig Minuten, und das bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Aber die hitzige Diskussion hielt uns wahrscheinlich warm.

Ich fand es aber interessant, daß er mir am Ende "mein Heil" nicht absprechen wollte, sondern lieber sagte "ich sage nichts". Insgesamt war er recht kooperativ, auch wenn ich seine Ansichten teilweise wortgewaltig kritisierte. Auch seine Relativierungen, die eigentlich garnichts relativierten deckte ich auf.

Mir hat das Gespräch gefallen, vor allem weil er sich gegen Ende zu Antworten hinreißen ließ, die er so wahrscheinlich nicht geben dürfte. Er erkannte auch meine Fangfrage, welches Buch für ihn denn nun wichtiger sei und redete gekonnt drum herum. Doch damit ließ ich mich nicht abspeisen, aber eine eindeutige Antwort war ihm kaum zu entlocken - er tendierte aber stellenweise zum Buch Mormon, was mir natürlich wieder einen Angriffspunkt bot, denn irgendein Buch höher als die Bibel zu stellen sollte nur schwer mit der Bibel vereinbar sein.

Unterm Strich aber ein gutes und wahrscheinlich auch für beide Seiten horzonterweiterndes Gespräch, jetzt weiß ich wenigstens ein bißchen mehr über die Mormonen bescheid und eine Ausgabe dieses Buchs habe ich nun auch rumliegen, falls sich jemand das mal ausliehen will, einfach melden. Irgendwann will ich selbst auch mal hineinschauen, aber das mache ich, wenn ich mal sonst nichts Besseres zu tun habe.
Wie schon kurz erwähnt, sein Schlußsatz war geradezu versöhnend, während ich ihm freundlich riet, besser mehr in der Bibel und weniger im Buch Mormon zu lesen ... ich wage zu behaupten, daß er nicht damit gerechnet hatte, daß ich ihm die Gesprächsführung abnehmen würde, aber ich bin mir sicher, daß er an manchen Stellen ins Nachdenken kam, denn ab und zu fiel ihm nicht mehr ein, was er sagen sollte.
Im Verlauf des Gesprächs habe ich ihm nebenbei auch erzählt, daß mein Zeuge nicht mehr kommen würde ... schade eigentlich ... oder auch nicht. Solche Gespräche kosten eben auch immer Zeit.

Und nun noch Teil einhundertundsechsunddreißig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
30.01.2006, zehn nach sieben Uhr abends, 0°C

Kommentare: 4. Geschrieben am 01.02.2006 um 02:15:49 Uhr

Once there was a blog roll. Was.