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bloggen » 01/2006

punktpunktblog

Von den Mönchen lernen?!

Der Gottesdienst letzten Freitag war der Auftakt zum Lernwochenende "Von den Mönchen lernen". Es ging um die Werte unserer Zeit "Geld, Macht, Sex" im Gegensatz zu dem Dreiklang "Armut, Gehorsam, Keuschheit". Der Gottesdienst war in mehrere Teile gegliedert. Im ersten konnte man seine Träume auf Luftballons schreiben, die zuvor zusammen mit einigen anderen Gegenständen, verteilt worden waren. Diesen konnte man dann vorn füllen, um ihn später zerplatzen zu lassen um so seine materiellen Wünsche symbolisch loszulassen.
Ich bin mir jetzt nicht sicher, aber ich meine der nächste Teil war schon der, bei dem man sich kleine Punkte an die Stellen seines Körpers kleben konnte, mit denen man nicht zufrieden ist. Danach konnten dann alle solche komischen grünen Krankenhaus-Kittel anziehen, um die eben markierten Stellen zu verdecken. Außerdem hatte jeder noch einen "gleichschön"-Aufkleber bekommen, den er nun seinem Nachbarn oder seiner Nachbarin aufkleben konnte.
Im letzten Teil kamen dann die kleinen Spiegel zum Einsatz. Zuerst sollte man sein Umfeld einmal durch seinen Spiegel betrachten, doch das spannendere fand ich den Versuch, das Licht von einer Lichtquelle vorn im Raum auf einen Globus um die Ecke am anderen Ende des Raumes zu "spiegeln". Das hat auch geklappt, faszinierend.
Nun, eine genauere Beschreibung bekomme ich jetzt nicht mehr zusammen, aber da findet sich hoffentlich noch irgendjemand anderes, auf den ich verweisen kann ...
Update:
Nach ziemlich genau einer Woche hat nun Mark dazu etwas geschrieben: Gottesdienst: Armut Keuschheit Gehorsam.

Nach dem Gottesdienst saß ich dann noch kurz mit blogger.comJoa, blogger.comChris und March zusammen.

Am Samstag hab ich mir dann die ersten drei Vorträge angehört.
Im ersten Teil erzählte blogger.comMarkus etwas über Nachfolge. Er zitierte dabei ab und zu Wikipedia-LinkDietrich Bonhoeffer, der von einer "neuen Art des Mönchtums" schrieb und damit vor allem eine radikale Nachfolge meinte. Markus legte dar, was "nachfolgen" bzw. "folgen" praktisch heißt und illustrierte anschaulich, wozu eine Regel gut sein könnte. Eine Straße ist an sich auch nur eine Einengung der Freiheit, aber trotzdem der schnellste Weg von A nach B. Und eine (freiwillige) "Lebensregel" ist genau so eine Einengung der persönlichen Freiheit. Gegen Ende dieses Teils erwähnte er noch das Buch "amazonKrise und Erneuerung der Frauenorden", worauf er sich genau bezog weiß ich aber nicht mehr.

Im nächsten Teil legte Markus die Geschichte des Wikipedia-LinkMönchtums dar. So unterschied er gleich am Anfang zwischen zwei "Gemeinde-Arten", die es heute gibt. Zum einen die "Versammlungen" (Wikipedia-LinkEkklesia), die heute sehr verbreitet sind, und zum Anderen die "kommuna", das "Wikipedia-Linkmonastische Modell", wo die Gemeinschaft weit über die Versammlung hinausgeht.
Als nächstes ging er der Frage nach, woher bisher viele Missionare/Missionsbewegungen kamen - mit dem Ergebnis, daß diese meistens nicht aus "Sonntagsgemeinden" sondern eher aus Gemeinschaften wie der Wikipedia-LinkHerrnhuter Brüdergemeine kamen. Nun fielen auch Namen wie Wikipedia-LinkZinzendorf oder auch Wikipedia-LinkComenius.
Er bezog sich des öfteren auch auf das Buch "amazonWarum hat das Christentum in der Antike überlebt?" von Wikipedia-LinkChristoph Markschies.

Im dritten Teil referierten Daniel und tautokoJohannes über das Thema "Gemeinde als Kloster". Zu beginn stellte Daniel fest, daß ein geistlicher Rhythmus in dem wir leben uns hilft die Gegenwart Gottes in unserem Alltag wahrzunehmen. Der Vortrag begann mit Römer 12,1-2.
Nun wurde auch endlich einmal die Wikipedia-LinkBenediktiner-Weisheit Wikipedia-LinkOra et labora erwähnt.
Johannes unser "Postcharismatiker" erzählte aus seinen praktischen Erfahrungen mit einem "geistlichen Rhythmus", der ihm während der heißen Phase seiner Diplomarbeit viel brachte und seine Produktivität steigerte.

Ich könnte nun noch einige weitere Sätze zur dritten Einheit vom Samstag schreiben, bin mir aber fast sicher, daß Daniel darüber in den nächsten Tagen selbst noch etwas schreiben wird - oder ich hoff das zumindest ... ;)

Auf jeden Fall beginne ich mal eine Link-Sammlung zum Wochenende:

Siehe auch Klosterimpressionen.

Und nun noch Teil einhundertundfünfunddreißig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
28.01.2006, kurz nach fünf nach ein Uhr nachts, -7°C

Glaube .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 30.01.2006 um 02:52:41 Uhr



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zuletzt geändert von Götz Bürkle am 28.01.2009 ..

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