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Einträge in 12/2005
Today I was in Danger
The "today" isn't correct any more, but when I was there, this title came to my mind ... des Rätsels erste Lösung ist, daß es in Karlsruhe ein Schuhgeschäft mit Namen
Danger gibt. Dort habe ich mir ein neues paar Schuhe gelauft [diesen Tippfehler korrigiere ich absichtlich nicht!], nachdem meine alten inzwischen nicht mehr ganz dicht und sehr heruntergelaufen waren.
Zum Vergleich:
Die alten und die neuen Schuhe.
Und noch mal, diesmal eine Detailaufnahme der alten neben einer Frontalansicht der neuen. Man kann erkennen, daß die alten es wirklich mal nötig hatten ersetzt zu werden.
Doch die zweite Lösung des Rätsels hört auf den Namen Duftkerze. Über meinen Adventskranz hatte ich schon berichtet, nur leider war er damals noch nicht vollständig, denn eine grüne Kerze fehlt noch. Leider habe ich auch auf dem Weihnachtsmarkt nur einen "Tannenduftkerze" in einem Grünton gefunden, mit dem ich leben konnte, also hab ich die einfach mal gekauft.
Mit dem Ergebnis konnte ich zuerst auch leben, bis sich eben diese grüne Kerze zu einem grünen Monster entwickelte, das schneller abbrannte, als ich nebenher essen konnte.
Sie wurde als letzte angezündet und verteilte sich als erste großflächig auf dem Holzbrett - so viel zum Satz "Die Hoffnung stirbt zuletzt ...". Nach dieser Erfahrung kann ich nur davon abraten auf irgendeinem Weihnachtsmarkt so lausige überteuerte Duftkerzen zu kaufen, denn das sind keine Kerzen, sondern komische Wachshaufen, mit denen man leider nicht viel anfangen kann.
Man könnte dem grünen Fleck nun noch zu Gute halten, daß er sozusagen das verbindende Element in meinem Adventskranz ist - aber auf dieses Element hätte ich auch gern verzichtet, wenn diese eine Kerze es nur wenigstens eine knappe Woche geschafft hätte so normal abzubrennen, wie die drei anderen.
Und zum besseren Verständnis der geschilderten Situation nun ein paar verkleinerte Originalaufnahmen vom "corpus delicti":





Eine tragische (Bilder-)Geschichte, finde ich. Schade, da fand ich meinen "Adventskranz" eigentlich ganz nett, und dann kommt diese blöde Kerze und treibt ihr Unwesen auf meinem Küchentisch - wobei ich sie bis zum Tisch nicht kommen ließ, spätestens auf dem blauen
Set war Schluß.
Und wenn das mal keine dangerous Situation war, was ist dann eine? Schließlich brannte die Kerze ja fast bis zum Holzbrett durch, welches ohne mein rechtzeitiges Eingreifen ja auch Feuer hätte fangen können, welches dann auf den Holztisch drunter hätte übergreifen können, was wiederum unsere Holzküche hätte in Brand stecken können.
Festzuhalten bleibt nur nochmal ein Satz: Duftkerzen sind Monster!
Aktuelles .. linken .. kommentieren (5) .. von Götz Bürkle am 24.12.2005 um 04:17:19 Uhr
Harald ond 's Äffle ond 's Pferdle
Nachdem sich am Mittwoch
Harald Schmidt so lange wegen diesem blöden Fußball-Kram verzögert hat, daß ich die Sendung so ziemlich verschlafen habe war er am Donnerstag wieder pünktlich. Nachdem Daniel schon kurz darüber berichtet hat muß ich ja gar nicht mehr erwähnen, daß
Heike Makatsch zu Gast war, die wegen Ihrer Rolle als
Margarete Steiff ein wenig Schwäbisch gelernt hat.
Viel besser fand ich, daß Harald zwei
's Äffle ond 's Pferdle-Spots gezeigt hat.
- Pferdle: "Siesche se komme?"
Äffle: "Wen?"
Pferdle: "D'Kälte!"
- Äffle steht vorm Fernseher, auf dem ein
Mainzelmännchen zu sehen ist und sagt zum Pferdle schlicht: "'s falsche Programm."
Wer s' Äffle ond 's Pferdle nicht kennt, der sollte sich unbedingt
Äffle & Pferdle - Gesammelte Werke 1960 - 1999 (2 DVDs) zulegen. Die beiden muß man einfach kennen, finde ich!
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 24.12.2005 um 02:56:57 Uhr
Der Bärtige und noch zwei Weihnachtsüberraschungen
Letzte Woche saß in der Vorlesung bzw. Übung "Ökonomische Theorie der Unsicherheit" zweimal ein lockiger junger Herr mit schwarzem Snubnose-Pulli zwei Reihen vor mir. Und beidesmal schaut mir von dem Pulli so ein Bärtiger entgegen. Gleich kam mir jemand in den Kopf, dem er ähnlich sah - und siehe da, nach kurzem Googlen bin ich mir nun sicher: Der Benson wars! ... Sachen gibts ...
Am Mittwoch war ich auf dem Weg zum Uni-Gottesdienst der von der
SMD Karlsruhe, den Studenten für Christus und den Navigatoren gemeinsam veranstaltet wurde.
In der Bahn stieg am Europaplatz eine Gruppe junger Menschen ein, die wohl irgendwie zusammen gehörten, denn sie hatten auch einen älteren Herren dabei, der wohl für sie verantwortlich war. Doch das ist völlig nebensächlich, denn es geht hier um einen kurzen Wortwechsel zwischen einem Jungen und einem Mädel. Er fragt sie, wohin sie jetzt noch geht. Sie sagt, daß sie nach Hause fährt. So weit, so gut Doch nun fragt er aus Spaß "Musch ins Bett?", worauf sie sogleich antwortet "Nee, ins ICQ!" - Ahja, alles klar ... die Jugend von heute.
Auf dem Uni-Gottesdienst hab ich dann überraschenderweise Katharina getroffen. In der Predigt ging es darum, worum es an Weihnachten eigentlich geht. Mit ein paar Bildern von irgendeiner Künstlerin oder irgendeinem Künstler illustrierte der Predigende den Grund des Weihnachtsfestes - also Jesus. Mir war die Predigt fast zu lange, was aber vor allem daran lag, daß ich noch völlig am Ende war vom Eulenfest.
Am Donnerstag, nachdem wir in der Studienkommission die Prüfungsordnung für den Master Informationswirtschaft beschlossen haben war ich noch in "Softwaretechnik", wo Professor Tichy die Vorlesung mit folgendem Satz beendete (frei zitiert, den exakten Wortlaut konnte ich mir nicht merken):
Macht euch mal Gedanken darüber, warum wir eigentlich Weihnachten feiern - und freut euch nicht über die Geschenke, sondern über den Grund, warum wir feiern!
Damit hatte ich auch nicht gerechnet ...
Jetzt noch Teil einhundertunddreiundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
21.12.2005, zwanzig vor elf Uhr nachts, 0°C
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 24.12.2005 um 02:16:40 Uhr
Ein Test und eine Horde Eulen
Beim
Focus lesen bin ich über den Life Orientation Test (LOT-R) gestolpert. Wen es interessiert, ich habe auf der Optimismusskala den Wert 37.5% erreicht. So pessimistisch bin ich doch garnicht (immer), dachte ich ...
Deswegen schwenke ich nun elegant zu einem anderen Thema um, nämlich dem Eulenfest, der "Weihnachts-Party" der
Mathematik/Informatik Fachschaft. Wir, also das Forum Informationswirtschaft hatten dort, wie auch schon im letzten Jahr, wieder einen Stand. Letztes Jahr haben wir
Hotdogs verkauft, was auch relativ gut lief, dieses Jahr liefen unsere
Butterbrezeln,
Nachos (mit selbstgemachtem Salsa-Dip) und
Muffins alles andere als gut. Aber es war trotzdem ein netter Abend, wenn der ganze Spaß sich auch etwas länger hingezogen hat.


Angefangen hat es für uns schon früh am Abend, schließlich wollten fast 200 leckere Brezeln mit Butter versorgt werden.


Langsam aber sicher wurden die noch nicht beschmierten Brezeln weniger und die fertigen Körbe füllten sich.
Als wir mit diesem Teil der Arbeit fertig waren machten wir uns auf den Weg zum Stand, der am anderen Ende des Campus aufgebaut war. Dort war eigentlich schon alles soweit aufgebaut und sie warteten nur noch auf das restliche Zeug, das uns aber im Auto schon vorausgefahren war.
Nun standen wir halt am Stand rum und harrten der Kundschaft, die da (nicht) kam.

Wenigstens lag ein Muffin-Rest auf unserem Stand rum, den ich sogleich aus verschiedenen Perspektiven abbilden mußte, schließlich bekommt man sowas nicht jeden Tag vor die Linse - und viel zu tun hatten wir ohnehin nicht.
Glücklicherweise gab es direkt gegenüber von unserem Stand auch noch einen Stand von i-n-k Informatik hochschulgruppe e.V., so daß ich mir die Zeit auch mit Cocktailstrinken vertrieb. Ich hab zwar nur 3-4 Cocktails verteilt über den ganzen Abend getrunken, aber das hat auch gereicht. Der Greeny war dabei meine bevorzugte Wahl - wobei dessen Geschmack sehr stark variierte. Mal war er gut, mal weniger. Aber ich habs überlebt.
Dafür hab ich ein neues Wort gelernt: "ink-
Luder" ...

Am Ende des Fests hatten wir dann noch einiges übrig und eine relativ leere Kasse. Aber wir waren dort ja nicht primär um Geld zu verdienen, sondern um Präsenz zu zeigen.
Nach dem Abbau und dem anschließenden Aufräumen im Inwi-Raum war ich dann in der Bahn von lauter Leuten umgeben, die schon wieder zur Arbeit fuhren ...
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 23.12.2005 um 17:24:44 Uhr
Brunch, Die Große Stille und Ruanda Hotel
Auch an diesem Sonntag hab ich mir ein spätes Frühstück wieder im kubik Cafe schmecken lassen und mich anschließend noch angenehm unterhalten. So gefällt mir das.
Zwei sehr gute Filme an einem Tag ist eigentlich eindeutig zu viel, aber manchmal geht es eben kaum anders.
Am frühen Abend bin ich mit einigen Freunden in "
Die Große Stille" in der
Schauburg angeschaut. Übrigens war ich da zum ersten Mal überhaut in der Schauburg, aber das soll nur am Rande erwähnt bleiben. Die große Stille ist ein bemerkenswerter Film über das Kloster
La Grande Charteuse der
Kartäuser. Der Titel des Films ist Programm, und zwar fast drei Stunden lang. Manchmal wird gesprochen, aber eher wenig. Dafür hört man viele Geräusche, die man ohne die Stille kaum wahrnehmen würde.
Der Film hat mich vor allem durch die schönen Bilder beeindruckt. Das künstliche
Rauschen, mit dem viele Szenen verfremdet wurden hat mir aber nicht gefallen. Ab und zu ist der Effekt ja ganz nett, aber mir war er zu häufig. Im Gegensatz zu
Johannes empfand ich die
Makroaufnahmen der Natur nicht als störend, nur die Pfütze, in die es regnete, wurde mir irgendwann zu stressig. Doch diese Szene kann man ja als Kontrast zu den vielen anderen Minuten des Films sehen, in dem sich nicht so viel bewegt.
Gefallen hat mir auch, daß die Mönche nicht nur als ernste Grisgräme dargestellt wurden, sondern durchaus auch mal Späße machten, wenn sie denn mal redeten oder, daß sie im Winter auch mal Schlitten fahren gingen. Am Ende des Films brach sogar ein Blinder Mönch sein Schweigen um ein paar Sätze zu sagen. Seine Aussagen waren teilweise herausfordernd, aber auf alle Fälle waren es weise Worte. Apropos Worte: Während dem Film wurden in langen unregelmäßigen Abständen, sich immer mal wieder wiederholend Sprüche eingbelendet. Einige haben mir gefallen, mit einigen konnte ich nicht so viel anfangen.
Bei einer Szene dachte ich mir "die Mönche wissen schon, was gut ist", nämlich als ein im Büro arbeitender gefilmt wurde, der an einem
Thinkpad saß.
Unterm Strich ein sehr langatmiger Film, an sich ohne jegliche Handlung, aber meiner Ansicht nach trotzdem sehenswert. Er setzt einen Kontrast zu unserem Alltag, zumindest zu meinem ...
Später am Abend hab ich bei dann noch "
Hotel Ruanda" gesehen. Auch
dieser Film ist empfehlenswert. Die Hauptperson ist Paul Rusesabagina, der versucht viele Menschen vor dem Tod zu retten, was ihm schließlich zusammen mit Colonel Oliver auch gelingt.
Wie schon "Die Große Stille" so ist auch "Hotel Ruanda" kein leicht verdaulicher Film, aber gerade das macht ihn meiner Ansicht nach gut. Er hat zwar ein "
Happy End", aber ist trotzdem bewegend und regt zum Nachdenken an.
Nun noch Teil einhundertundzweiundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
18.12.2005, irgendwann mittags, 3°C
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 21.12.2005 um 06:21:42 Uhr
Menschenbilder mit einem Gläschen Wein und Opera
Am Samstag war eine Gruppe von kubik mit Fotos bewaffnet durch die Karlsruher Innenstadt gezogen um zusammen ein paar nette Bildchen zu schießen. Eigentlich lag unser Fokus auf Menschen, am Ende sind wir aber dann noch bei Gebäuden gelandet. Leider verkleinerte sich die Gruppe schon ziemlich schnell um eine Fotografin, nachdem ihrer geliehenen Digicam verfrüht der Saft ausging. Wir restlichen drei sind weiter gezogen und haben geknipst, geknipst, geknipst, getrunken, geknipst.
Was bei mir herauskam:














Abends war ich dann bei Böttlers zur Endlichaufgeräumt-Feier eingeladen, auf der mir mal wieder auffiel, wie praktisch es ist, wenn man nicht mehr immer mit dem Auto unterwegs ist, denn so kann man auch mal geplfegt ein Glas Wein trinken .. oder zwei, oder so.
Außerdem habe ich mit Freude festgestellt, daß Marc Böttler
Opera-Nutzer ist!
Jetzt noch Teil einhundertundeinundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
17.12.2005, irgendwann abends, 2°C
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 20.12.2005 um 09:41:55 Uhr
Rundfunk, Jean-Claude Trichet und Doxology
In Öffentliches Medienrecht ging es um postmortales
Persönlichkeitsrecht, einige
Rundfunk-Urteile (Hessen 3,
Kabelgroschen,
Kurzberichterstattung, extra radio) und auch um die
Europäische Fernsehrichtlinie.
Mittags auf der 10. Tagung Finanzwirtschaft, Banken und Versicherungen sprach
Jean-Claude Trichet in Karlsruhe. Der Präsident der
Europäischen Zentralbank sprach über das Thema "European Financial Integration". Das Thema fand ich zwar nicht so übermäßig interessant, dachte mir aber, daß ich mir die Gelegenheit den EZB Präsidenten einmal live zu erleben nicht entgehen lassen will. Was er erzählte war nicht schlecht, aber auch nicht genial. Neben ein paar Vergleichen mit dem Dollar, bei dem der Euro ganz gut wegkam und der Aussage, daß der Finanzmarkt vereinfacht werden soll ist nicht sehr viel hängen geblieben.
Abends ging es im kubik Gottesdienst um Doxology, eine Ausstellung, die um die Welt tourt und bei deren Organisation einige Leute von kubik involviert sind. Das Thema bot sich an, da letzte Woche einige Leute aus dem Doxology-Team, wie Shannon und Karen, in Deutschland waren, allen voran
Rob Pepper selbst.
Zu Beginn des Gottesdienstes lasen Aimie und Rob Texte darüber vor, was sie unter "Doxology" verstehen. Später las dann Mark noch die Spiritualität des Windelwechselns vor.
Letztlich gab es dann drei Bereiche, auf die stärker eingegangen wurde:
- Gott in der Schöpfung (Stichworte: werden wie Kinder, staunen)
- Gott im Ausdruck
- Gott im Andern
Am Ende hat Nadine dann noch die Geschichte vom spontanen Heilen aus Apostelgeschichte 3,1-11 vorgelesen, über die ich vor ein paar Wochen im CZW auch schon eine Predigt gehört hatte.
Übrigens, wem Robs Bilder gefallen, der wird an seinem Daily Drawing Diary vielleicht auch Freude haben.
Nun noch Teil einhundertundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
17.12.2005, dreiviertelk eins morgens, 5°C
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 20.12.2005 um 01:11:10 Uhr
Verpennen, Forumssitzung und die Energie
Ich habe letzte Woche etwas geschafft, was in meiner bisher 15jährigen Schuld- und Universitätslaufbahn einmalig ist, denn außer am Montag hab ich jeden Tag verpennt. Mal nur so wenig, daß ich noch rechtzeitig kam, mal so viel, daß ich erst zur nächsten Vorlesung gegangen bin.
Am Donnerstag jedenfalls kam ich mit einer Verspätung in die Arbeitsrecht-Vorlesung, in der es um das Thema
Kündigung ging. Wie es dazu kam weiß ich garnicht mehr, aber das ist auch nicht so wichtig, denn Herrn Hoffs Geschichten zur
Austauschpfändung und
Gerichtsvollziehern im Allgemeinen hatten es in sich.
Wieder beim eigentlichen Thema angekommen gab er uns noch lebensnahe Beispiele, wie den
Pianisten, der beim
Heimwerken seine Finger in die
Kreissäge gekommt oder der Geschäftsführer, der mal eben unbedingt ein paar Leute entlassen muß, weil das Geld sonst nicht für den "neusten
Benz" reicht.
Abends stand dann eine Sitzung des Forum Informationswirtschaft in meinem tempus. drin.
Beim heise-Lesen bin ich irgendwann in der letzten Woche über den Artikel Energie aus dem Meer gestolpert, bei dem mir sogleich auffiel, daß ich einige der genannten Methoden hier schonmal erwähnt hatte.
Jetzt noch die Teile einhundertundsiebzehn, einhundertundachtzehn und einhundertundneunzehn meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
14.12.2005, zwanzig vor sechs Uhr abends, 4°C
14.12.2005, kurz nach elf Uhr nachts, 4°C
15.12.2005, ziemlich genau elf Uhr nachts, 6°C
Studium .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 19.12.2005 um 18:13:25 Uhr
Vordiplom, Sitzungen und Zeitformen
Am Montag war es endlich soweit, meine letzte Vordiplomsprüfung stand an und zwar in
Jura, was ja einen zwanzigprozentigen Anteil in meinem Studium ausmacht. Nachdem der schriftliche Teil schon über einen Monat zurücklag und gut ausgefallen war - meine Ratschläge an die dämliche Erna waren also durchaus brauchbar - ging es nun vor allem darum, die schriftliche Note zu halten oder gar zu verbessern. Letzteres ist mir leider nicht gelungen, aber gehalten hab ich sie.
Im ersten Teil ging es zuerst kurz und eher allgemein um das
Schuldrecht und dann ausführlicher um das
Mietrecht. Der Teil war nicht so ideal, aber die meisten Fragen konnten doch zufriedenstellen beantwortet werden.
Weiter ging es dann im Handels- und Gesellschaftsrecht mit der Gründung einer
GmbH, der
Prokura und der
Geschätfsführung.
Im Öffentlichen Recht wurden zuerst die
Auslegungsprinzipien abgefragt, und dann mit einem aktuellen Fall weiter und zwar ging es um den Fall von
Major Florian Pfaff, der sich in der Zeit des
Irak-Krieges weigerte an der Programmierung einer Software mitzuwirken, die diesen völkerrechtswidrigen Krieg zu unterstützen im Stande sei.
Wen der Fall interessiert, der sollte unbedingt "Es ist die Pflicht des Soldaten, sich gesetzwidrigen Befehlen zu widersetzen" lesen. Vor allem der Brief von Herrn Major Pfaff an den
Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags Penner, aus welchem ich hier kurz zwei Sätze zitiere, ist äußerst lesenswert:
- "[...] wobei meine Art, die Dinge rational, also mit Hirn und Verstand, anzugehen, sehr auffallend, aber durchaus normal sei."
- "Ich hoffe, dass Gott solchen Verbrechern gnädig ist, wenn sie irgendwann erkennen sollten, was sie tun."
Der Brief ist außerordentlich schön formuliert, wenn es nicht so ernst wäre, könnte man herzlich über die Schilderungen lachen. Wie hier mit einem relativ hochrangigen Soldaten umgegangen wird ist meiner Ansicht nach skandalös. Schließlich hat der Major aber doch noch Recht bekommen, siehe "Major Pfaff hat Recht bekommen: Keine Befehlsverweigerung, sondern freie Gewissensentscheidung des Berufssoldaten". Nach der Lektüre dieser Dokumente bin ich Herrn Kühling geradezu dankbar, für diesen Fall. Ich hatte zwar davon gehört, mich aber nicht genauer mit ihm befaßt.
Der zweite kleinere Fall drehte sich um
Windräder. Stichworte sind:
Bundes-Immissionsschutzgesetz, Erheblichkeit, Licht/Schatten-Spiel usw. ...
Nach dieser Prüfung hatte ich mittags meine erste Sitzung der Studienkommission Informationswirtschaft. Für alle, die mit dem Begriff Studienkommission nichts anfangen können habe ich eine Definition gefunden: "Gremium auf Fakultätsebene, das in Fragen der Lehre befasst wird. Wird von einem habilitierten Studiendekan geleitet, es sitzen aber mehrheitlich Studierende drin, weshalb Abstimmungen irrelevant sind. Wird von Wissenschaftsministern üblicherweise als Beweis für die Mitwirkungsmöglichkeiten der Studierenden auch ohne VS verkauft." (siehe UNiMUT Glossar)
Bei der Stuko Informationswirtschaft liegt ein Sonderfall vor, da hier die zwei Fakultäten Informatik und Wirtschaftswissenschaften vertreten sind. Dort werden
Prüfungsordnungen besprochen und weitere inhaltliche Fragen des Studiengangs diskutiert. Nun, wir saßen vier Stunden zusammen und ich weiß jetzt mal, wie so eine Sitzung abläuft.
In WortSport war das Thema der erste Johannesbrief.
Daniel stellte in der Einleitung die gewagte These auf, daß man Johannes als den ersten (christlichen) Blogger bezeichnen könnte - denn sein Brief hat keinen eindeutigen Adressaten, sondern ist an eine größere, vielleicht auch unbestimmte Leserschaft gerichtet - wie ein
Blog eben.
Jedenfalls hat erstmal jeder für sich
diesen ganzen Brief gelesen, denn so lang ist er nicht. Vor dem Lesen gab Daniel uns noch drei Fragen vor, die wir beim Lesen im Kopf behalten und uns Notizen dazu machen sollten.
Die Fragen lauteten:
- Was und wie schreibt Johannes über Sünde/sündigen?
- Was und wie schreibt Johannes über den Lebenswandel?
- Auf welche Weise schreibt Johannes über Gott oder Jesus?
Im Gespräch über Kapitel 3, Vers 6 ("Wer mit ihm verbunden bleibt, sündigt nicht mehr. Wer aber sündigt, hat ihn nie gesehen und kennt ihn nicht.") haben wir dann noch etwas über die griechische Sprache gelernt, denn dort gibt es
mehr Zeitformen als im Deutschen. So wird dort zwischen einem "linearen Sündigen" und einem "punktuellen Sündigen" unterschieden, was diesen Vers, in dem es um das "lineare Sündigen" geht, für mich verständlicher machte.
Nun noch Teil einhundertundsechzehn meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
12.12.2005, zwanzig vor zwölf Uhr nachts, 5°C
Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 18.12.2005 um 16:41:21 Uhr
Werkstatt, Umzug und Gespräche
Am Samstag vor einer Woche hatte ich endlich einen Werkstattermin, um die beim Pannenchaos entstandene Lücke wieder zu schließen. Nach etwa einem viertel Jahr war nun endlich das Ersatzteil beschafft und ich mal wieder in der Gegend. Am 21. November hatte ich telefonisch den Termin für den 10.12.2005 um 7.30 Uhr vereinbart. Leider scheint der Meister, mit dem ich den Termin gemacht hatte, kurzfristig vergessen zu haben, daß dieser Tag ein Sasmtag ist. Denn an eben diesem Samstag stand ich dann rund anderthalb Stunden in der Kälte, beziehungsweise ich saß im Auto. Da jedoch die Klimaanlage gerade auch nicht mehr will und auch noch nicht gleich repariert werden sollte saß ich also bei Minusgraden im Auto.
Leider ließ das Autohaus beim Abholen nicht mit sich handeln, so daß ich meine anderthalb Stunden Warten nicht gegen die Arbeitszeit aufrechnen konnte. Obwohl ich mir hundertpürozentig sicher bin, daß mir 7.30 Uhr als Anlieferzeit genannt wurde. Jetzt muß ich in den nächsten Tagen endlich mal einen Beschwerde-Brief schreiben, denn einen Kunden bei diesen Temperaturen so lange warten zu lassen ist nicht wirklich nett. Auch wenn mir der Meister jetzt zehnmal sagt, daß er weiß, daß sie Samstags erst um neun aufmachen - bei der Terminvereinbarung wußte er es nicht, und deswegen schau ich mal, ob ich da noch was rausholen kann ...
Ansonsten hab ich noch meiner Schwester beim Umzug in ihre neue Wohnung geholfen. Wobei "Umzug" bei einer Entfernung von vielleicht 20 Metern fast schon übertrieben ist. Außerdem gibts im neuen Haus sogar einen Aufzug, was bei einer Wohnung im ersten Stock allerdings auch nicht so sehr ins Gewicht fällt.
Abends war ich schließlich noch mit einigen Freunden spontan im "20 up" - ein Gottesdienst für diejenigen, die für die Jugendgottesdienste zu alt sind, die aber trotzdem mit den "normalen Gottesdiensten" nicht immer so viel anfangen können. Das war jetzt eine völlig freie und subjektive Bewertung dieser Veranstaltung, die ich erst zweimal besucht habe. Es ist eben ein "junger Gottesdienst" mit CZW-untypischer Lobpreismusik und relativ kurzer Predigt mit anschließendem gemütlichen Zusammensitzen oder -stehen.
Vor allem den blabla-Teil nach dem eigentlichen Gottesdienst fand ich wirklich gut, weil ich mich mit einigen Freundinnen und Freunden mal wieder länger unterhalten habe, die ich inzwischen auch nicht mehr so häufig sehe. Es hat sich auf alle Fälle gelohnt, daß ich dort mal wieder reingeschaut habe, obwohl ich meine Zeit eigentlich mit lernen hätte verbringen müssen ...
Aktuelles .. linken .. kommentieren (4) .. von Götz Bürkle am 18.12.2005 um 04:29:36 Uhr
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