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bloggen » 11/2005

punktpunktblog

Tagesrahmen, Busfahrer und mein Drucker

Die letzten zwei Tage war ich um acht in der Früh beim Morgengebet und Abends um zehn bei der bereits erwähnten Gutenachtgeschichte. Irgendwie finde ich es cool, dem Tag mit diesen zwei Veranstaltungen einen "Rahmen" zu geben - auch wenn die Gutenachtgeschichte für mich genau genommen zu früh auf dem Plan steht. Wenn ich allein daheimsitze nehme ich mir meist weder morgens noch abends wirklich "stille Zeit". Ich les mir zwar eigentlich jeden Tag die TageslosungLosungen durch und les auch öfter sonstmal irgendwas in der Bibel, aber oft eben auf der Fahrt zur Uni im Bus und der Bahn - das ist zwar auch gut, so kann ich diese Zeit wenigstens auch "nutzen", aber so ganz optimal find ich es auch nicht, wenn das die einzigen Zeiten am Tag sind, in denen ich mich mit Gott beschäftige.
Da kommt mir die noch bis Freitag laufende 24-7-Woche bei kubik gerade recht - leider kann ich am Donnerstag und Freitag aber nicht mehr zum Morgengebet gehen, weil ich um acht schon an der Uni rumsitzen werde ...

Und wenn ich schon dabei bin: Muß ich mir irgendwie blöd vorkommen, wenn ich an zwei Tagen fast der einzige Zuhörer bei der Gutenachtgeschichte war? - Ich denke nein, denn es kann kaum schaden mal wieder "Nicht wie bei Räubers" zu hören, finde ich. Viele der dort geschilderten Situationen kennt man doch aus dem eigenen Leben, zumindest so ähnlich.

Als ich am Dienstagabend losgefahren bin meinte der Busfahrer an einer Haltestelle, an der zwei Leute standen, nicht anhalten zu müssen. An der Haltestelle danach, die auch schon die Endhaltestelle war, hab ich ihn dann gefragt, ob er die Leute denn nicht gesehen hätte. Er meinte irgendwas, daß die sich ja nicht bewegt hätten und bla, aber ich habe ja selbst gesehen, wie zumindest die eine auf den Bus zu gelaufen ist - was soll sie auch machen, wenn der Bus nichtmal wirklich zum Stehen kommt? Auf jeden Fall hab ich den Busfahrer darauf hingewiesen, und nachdem er es nicht einsehen wollte sagte ich ihm, daß ich mich eben beschweren werde - ich weiß ja an wen ich mich da wenden muß, schließlich habe ich mich schonmal bei dem Verein beschwert und sogar eine Antwort bekommen. Aber irgendwie zögere ich noch - objektiv gesehen müßte ich den Vorfall schon melden, denn wenn ich dort gestanden hätte, wäre ich mit Sicherheit nicht sehr erfreut gewesen, auf der anderen Seite ist der Busfahrer aber auch nur ein Mensch und kann auch mal etwas verpeilen, ich will ihm ja keine größeren Probleme bereiten. Aber wenn ich ihm schon sage, ich würde mich beschweren, sollte ich das auch durchziehen, aber irgendwie kann ich mich bisher nicht so ganz dazu durchringen ... vermutlich werde ich die Sache erstmal vergessen, wenn sowas aber nochmal passiert werde ich mich wirklich beschweren, denn so geht's eigentlich nicht.


Heute gibt es einiges an Text, stelle ich gerade fest, aber um diese öde Textwüste mit Bildern anzureichern fehlt mir jetzt die Zeit, aber ich hab schon zwei, die ich in den nächsten Tagen irgendwo einbauen werde, wenn sie denn etwas geworden sind. Doch zurück zum Text, vor ein bis zwei Tagen bin ich bei Björn über ein Zitat gestolpert, bei dem ich spontan grinsen mußte, außerdem paßt es gut zur aktuellen "Tugend der 3 Wochen", die da lautet Demut, doch nun zum Zitat: "Ich denke das heißt aber nicht, dass wir nicht alles geben sollen, können, dürfen und gut sein, nur beim Besten geht die Demut halt unbemerkt aus dem Zimmer." (siehe Immer der Beste?).


Übrigens war ich gerade mal wieder sehr froh, daß ich mir vor einem knappen halben Jahr einen Drucker gekauft habe, denn vorher hab ich meine aktuellen Vorlesungsfolien ausgedruckt, was durchaus einen nicht zu verachtenden Papierstapel ergab - vor allem wenn man bedenkt, daß die meisten Blätter mit vier Folien pro Seite bedruckt sind und sowieso alle Blätter im Duplexmodus bedruckt wurden.
Aber jetzt hab ich für heute genug über irgendwelches uninteressantes und/oder belangloses Zeugs geschrieben.


Zu guter Letzt noch die Teile dreiundachtzig, vierundachtzig und fünfundachtzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
01.11.2005, zwanzig vor zehn Uhr morgens, 14°C
01.11.2005, zwanzig vor zwölf Uhr nachts, 12°C
02.11.2005, zwanzig vor zwölf Uhr nachts, 14°C

Bibel .. linken .. kommentieren (2) .. von Götz Bürkle am 03.11.2005 um 02:33:16 Uhr



kommentar - belanglos

- les es trotzdem,was du schreibst (nicht
langweilig, sonst taet ichs ganz gewiss nicht);

- beneide dich sowohl ums 24-7 als auch um die
Gute-Nacht-Geschichten;

- haben gerade eine Serie ueber die "Fruit of the
Spirit" in der Gemeinde, heute "goodness". 2.
Samuel 28 oder so, wo Nathan zu David kommt und
ihm die Geschichte von dem Reichen erzaehlt, der
alles hat und sich doch beim Armen bedient. Der
Pastor ging vor allem auf die Art ein, wie
Nathan das David ruebergebracht hat und vor
allem, DASS er es getan hat.

Das nur zu deiner
Busfahrergeschichte.

Hab so was auch schonmal
beobachtet und ich denke, da steht die eine eher
unangenehme Sache gegen absolutes Unrecht, eine
grundsaetzlich unfaire Sache, da sollt man
handeln. Hab das damals auch nicht gemacht,
obwohl ich wuetend war. Aber das ist unser Job,
oder? Es ist unangenehm, es geht uns irgendwie
nichts an, es scheint gemein, aber es ist nur
recht!

Das nur dazu, obwohl ich nur zu gut versteh,
wenn du nichts machst. Hab ich ja auch nicht.

.. geschrieben von warnschild .. am 06.11.2005 um 21:11:00

na dann ...

Schön, wenn's zumindest eine nicht langweilig findet ;)

Heute hatte ich wieder so eine Situation, bei der ich einfach was sagen mußte. Ich frage mich immer wieder, warum einige Raucher dermaßen asozial sind. Da stand eine Frau in der Bahn und wollte aussteigen. Hatte sich schon eine Zigarette in den Mund geschoben und das Feuerzeug gezückt - und just Sekunden(bruchteile?) bevor die Tür öffnete zündete sie sich ihren Glimmstengel an.

Beim Rausgehen fragte ich sie, ob das denn jetzt wirklich sein mußte - worauf sie erstmal meinte, die Türe wär doch offen gewesen - war sie nicht. Sie ging erst kurz später auf, aber selbst wenn, solange der Rauch in die Bahn reinweht, ist das einfach das Letzte. Als ob sie es nicht noch zwei Sekunden länger hätte aushalten können ...

Naja, ich habs ihr gesagt, sie meinte, sie wartet sonst immer, bis offen ist - mir wars egal, ich wollte ihr nur meinen Ärger mitteilen. Vielleicht macht sie in Zukunft ihre Kippe ja wirklich erst draußen an ... wer weiß?!

.. geschrieben von Götz .. www .. am 09.11.2005 um 19:20:20



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zuletzt geändert von Götz Bürkle am 16.04.2008 ..

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