goetz..  buerkle

bloggen » 09/2005

punktpunktblog

Nicole und Marc werden zur dreifachen Schnur

Heute bzw. gestern war ich bei Nicole und Marc zur Hochzeit eingeladen. Der Traugottesdienst wurde in der Maria-Magdalena-Kirche in der Karlsruher Nordstadt gefeiert.
Vorweg muß ich anmerken, daß der Gottesdienst sehr kubikgeprägt war und sich insofern auch von einem "klassischen Traugottesdienst" abhob.

Nach einer Verzögerung begann schließlich der Gottesdienst damit, daß bei eher ruhiger Musik zuerst Marc auf der linken Seite einlief - und zwar indem er eine Schnur in der Hand hielt, die senkrecht an einer Schnur die von hinten nach vorn im Kirchenschiff gespannt war nach unten hing. Diese senkrecht herabhängende Schnur wurde auf der oben gespannten Schnur "geführt", so daß Marc einfach mit der Schnur nach vorne lief, um sich schließlich auf einem "Rollstuhl" (einfach ein Stuhl auf Rollen) niederzulassen. Als er vorne saß, wurde ein kurzer Text vorgelesen, der die ganze Aktion ein wenig erhellte - es ging um einen Lebensfaden.
Und weil zu einer Hochzeit immer zwei gehören kam auf der rechten Seite Nicole auf die gleiche Weise nach vorn. Auch bei ihr wurde wieder ein kurzer Text vorgelesen, in dem es um ihren Lebensfaden ging.
Ich glaube direkt anschließend wurde ein kurzes nettes unterhaltsames Video über die beiden gezeigt, eine kurze Vorstellung in bewegten Bildern, könnte man sagen.

Die Idee mit den Fäden ist ja an sich schon in gewisser Weise genial, obgleich naheliegend, doch dieser Einstieg in den Gottesdienst paßte auch Perfekt zum Trauspruch der beiden aus Prediger 4,12: "Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei."

Jedoch war die Schnur, als die beiden auf ihren "Rollstühlen" in der Mitte zusammengerollt wurden erst doppelt. Aber Abhilfe kam in Form einer vom Chorbogen herabhängenden roten Schnur.
Als diese Verbindung hergestellt war begann Uwe Dahlke seine Predigt.
Er griff natürlich den Trauvers auf, doch ging dann erstmal dazu über den Begriff "EHE" kurz und schlüssig zu erklären: Eine - Herr - Einer. Und um dieses H in der Mitte genauer zu beschreiben hat Uwe die drei Hs ins Spiel gebracht.

Haftung

Nicht im sinne Wikipedia-Linkjuristischer Haftung sondern Wikipedia-Linkim physikalischen Sinne - aneinander haften. Uwe Bezeichnete Jesus, das H, als den Wikipedia-LinkMörtel in der Beziehung, der beide Seiten auch dann zusammenhält, wenn es vielleicht einmal nicht so einfach ist.
Passend dazu zitierte Uwe 1. Kor. 13,4ff: "Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie bläht sich nicht auf, sie verhält sich nicht ungehörig, sie sucht nicht das Ihre, sie lässt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, sie freut sich nicht über die Ungerechtigkeit, sie freut sich aber an der Wahrheit; sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles."

Heiligung

Ausgehend von der ursprünglichen Bedeutung von "heilig" als "abgesondert" wollte Uwe darauf hinaus, daß Jesus neben der Haftung auch für eine "temporäre Trennung" sorgen kann, hierzu hatte Uwe mit 1. Korinther 7,5 eine passende Bibelstelle parat: "Entzieht euch einander nicht - höchstens wenn ihr euch einig werdet, eine Zeit lang auf den ehelichen Verkehr zu verzichten, um euch dem Gebet zu widmen. [...]"

Hochzeit

Mit dem dritten H schließlich deutete er auf die Hochzeit Jesu hin - wir, die Gemeinde, das Ehepaar, ich, als Jesu Braut und die Ehe in gewisser Weise als Vorbereitung darauf. Natürlich hatte Uwe auch dazu eine Bibelstelle, die ich mir aber leider nicht gemerkt habe.


Am Ende der Predigt wurde dann nochmal der Trauspruch Prediger 4,12 vorgelesen: "Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei."

Nach der Predigt folgte der Trauakt, den Pfarrer Sohns von der evangelischen Kirche Walddorfhäslach vollzog. Er brachte auch eine gelungene Überleitung, indem er mit der TageslosungLosung begann, in der es um "Gottes Namen" ging.
Nachdem die beiden sich ihr Treueversprechen gegeben hatten spielten und sangen sie gemeinsam noch ein Lied - auch das hat mir gut gefallen.

Schließlich wurde noch erklärt, wozu die eingeschweißten Tütchen auf jedem Platz gut sein sollten. In jeder dieser Tütchen war ein "vergoldetes" Wikipedia-LinkKlemmerle, ein Zettel und ein Stift. Auf dem Zettel war vorgedruckt "Ich wünsche Euch" - danach einige Zeilen Platz für Segenswünsche.
Diese Segenskärtchen konnte man dann an eine "dreifache Schnur" hängen, die inzwischen im Gang durch die Mitte gelegt war.

Nach kurzen Abkündigungen traten die beiden Hauptpersonen dieses Tages dann den Weg nach draußen an - an der Schnur mit den Segenskärtchen entlang. Sie sammelten die Kärtchen nämlich gleich mit einem Korb ein ...

Draußen gab es dann noch für alle ein Glas Sekt oder auch Orangensaft und Gebäck.

Alles in allem wirklich ein sehr cooler Traugottesdienst, den man mit Worten nur schwer beschreiben kann, man sollte am Besten dabeigewesen sein.


Als der Gottesdienst schon eine Weile vorbei war und die Tische außen und die Technik innen abgebaut und in Autos verpackt war machte auch ich mich auf den weg ins CVJM Waldheim. Dort angekommen versorgte ich mich mit Flüssigkeit und Kuchen (ein Wikipedia-LinkKalter Hund war auch wieder dabei) und genoß das wirklich sehr gute Wetter.
Gegen Abend gab es dann irgendwann noch mehr gutes Essen.

Später folgte dann noch das Abendprogramm, bei dem es neben einem Gedicht rund um "den Schirm des höchsten" auch wieder einen Filmbeitrag gab, der jedoch an das Ende das Programmes verschoben werden mußte weil die versammelten AppleÄpfel eine extrem schlechte Figur mit mehreren Abstürzen des Videoabspielprogrammes und Rucklern während dem Abspielen machten, doch trotz dieser Problemchen konnte der Film als fast letzter Programmpunkt dann noch gezeigt werden - und das Warten hatte sich gelohnt, wenngleich der Film wohl nur für "Eingeweihte" wirklich nachvollziehbar lustig war. Aber so ist es ja meistens.
Ein nettes Spielchen mit grünen und roten Kärtchen und verschiedenen Aussagen bezüglich Marc, deren Wahrheitsgehalt zu bewerten war hatte auch einen hohen Unterhaltungswert, da Marc natürlich zu diversen Aussagen eine kurze Erläuterung abgeben durfte.
Als wirklich letzten Programmpunkt gab es dann noch ein paar Liedchen, die zwei Musikanten mit zwei Gitarren trällerten.

Danach war das Programm zwar zu Ende, doch die Feier ging weiter. Unter dem großen Saal gab es noch einen Raum, in dem es Cocktails und "Tanzmusik" gab. So klang die Feier langsam aber sicher aus ...

Da heute also morgen früh ein Gottesdienst im Saal stattfinden sollwird mußte alles gleich aufgeräumt und geputzt werden. Doch das ging eigentlich alles recht schnell, so daß ich um kurz nach drei daheim war ... und seit wenig später nun hier dran rumschreibe. Aber nicht mehr lange, denn mein Text neigt sich dem Ende zu.

Auch die Feier kann man als durchaus gelungen ansehen, außerdem habe ich zwei mehr oder weniger Bekannte dort mal wieder getroffen.

Auf jeden Fall auch auf diesem Weg nochmal vielen Dank für die Einladung!

Update
Wer lesen will, wie die Hochzeit auf Johannes gewirkt hat liest am Besten mal tautokoEine Kubik Hochzeit.
Bilder werd ich auch noch verlinken, ein paar gibts schon bei Martin.
Inwischen hat auch Mark einen kurzen Text zur Hochzeit von Marc und Nicole geschrieben, außerdem habe ich dort grad auch einen Bericht über den Gottesdienst: Ölstand? von letztem Freitag gesehen, bei dem ich allerdings nur die letzten Minuten mitbekommen habe.

Als Schlußpunkt nun noch die Teile achtundfünfzig und neunundfünfzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
24.09.2005, etwa zwanzig nach ein Uhr mittags, 25°C
25.09.2005, kurz vor drei Uhr nachts, 14°C

Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 25.09.2005 um 04:57:32 Uhr



.. noch nicht kommentiert.



.. kommentieren

(Die rot  bzw. mit * markierten Felder müssen ausgefüllt werden.)

Wer bin ich?


*

*



Eins und eins macht * (die vorgegebene Antwort ist falsch, in Wirklichkeit muß gerechnet werden, das sollte jedoch keinen überfordern - bitte einfach nur das Ergebnis ausgeschrieben, also die 4 Buchstaben (!) eintragen ... falls doch einfach bei mir direkt per E-Mail melden - dies ist mein neuer Versuch mich gegen ¨bermäße Kommentierung durch Maschinen zu schützen ... die Ziffer wurde nun schon 3 oder 4 mal richtig eingegeben, deswegen nun nur noch ausgeschrieben)

Was will ich sagen?


*

*





zuletzt geändert von Götz Bürkle am 16.04.2008 ..

© Copyright 2004-2007 by Götz Bürkle | powered by Bürkle Services | .. suchen | .. impressum