bloggen » 09/2005
punktpunktblog
Bibelübersetzungen und Football
Nach einem Dank Quelle ein wenig chaotischen Herdtransport durch Karlsruhe war ich Abends bei kubik beim WortSport.
Simon, der Gemeinde-Praktikant, der wenn er nicht gerade Praktikum macht auf der FTA Gießen Theologie studiert, hatte sich auf das Thema "Bibelübersetzungen" vorbereitet. Wir haben uns anfangs relativ allgemein darüber unterhalten, wer am liebsten warum welche
Übersetzung liest. Danach hat Simon ein Handout ausgeteilt, auf dem er Teile aus
Das Buch der Bücher - welche Übersetzung hat Recht? von Heinrich von Siebenthal (302,6 Kb) zusammengefaßt hat.
Damit lagen zwar Fakten auf dem Tisch, trotzdem war die Diskussion noch in gewissem Sinne abstrakt, doch Abhilfe schuf hier der konkrete Vergleich verschiedener Bibelstellen. Wir haben uns dafür vor allem 1. Timotheus 5,1-2 (Gute Nachricht) herausgegriffen, um unter Daniels Führung eine mehr oder weniger kontroverse Diskussion über den Begriff der
Keuschheit zu führen.
Ich denke man kann sagen, daß wir zu der Erkenntnis kamen, daß "exaktere" bzw. "einschränkendere" Übersetzungen nicht immer wirklich die besseren, genaueren sein müssen. Meistens ist die Aussage in den verschiedenen Übersetzungen sowieso identisch und nur in unterschiedliche Formulierungen verpackt - die einen leichter, die anderen schwerer verständlich.
Am Besten liest jeder die
Übersetzung, die ihm am meisten gefällt und wenn er Lust hat, kann er einzelne Stellen auch mal in unterschiedlichen Übersetzungen vergleichen, um sich intensiver mit dem Text zu beschäftigen und vielleicht die kleinen interessanten Unterschiede und Ansichten der Übersetzer zu erkennen und sich daraus sein eigenes Bild zu machen. Mangels Kenntnissen in
Hebräisch und
Griechisch ist es vielen ja nicht möglich, direkt im
Urtext nachzuschauen und sich selbst an eine Übersetzung zu wagen. Vor Jahren hab ich mal ab und zu in den
lateinischen Text geschaut, doch das ist auch nur eine Übersetzung, wenngleich vielleicht näher am Urtext als eine Deutsche, aber das vermag ich nichtmal zu beurteilen. Lustig ist es auf alle Fälle, sich diese Mühe mal zu machen - da fällt mir ein, daß ich mir mal eine
lateinische Bibel zulegen sollte ...
Nach WortSport ging es dann noch in die montägliche
Sneak. Dort kam erneut ein brauchbarer Film, auch wenn er mit den beiden letzten nicht mithalten konnte. Es kam ein typisch amerikansicher
Footballfilm, "
Spiel ohne Regeln" ("
The Longest Yard"). Ex-Top-Footballer muß in den Knast, soll unter den Sträflingen ein Footballteam zusammenstellen, das dafür sorgen soll, daß die Wärter im Aufbauspiel gegen ihre Insassen triumphieren und Selbstvertrauen gewinnen. Natürlich gewinnen am Ende die schweren Jungs. Zu dem Film gibt es darüber hinaus wenig zu sagen. Es gibt viele absonderliche Gestalten und der Film ist eine nette Unterhaltung, aber geplant würde ich trotzdem nicht reingehen.
Die Rolle des ehemaligen Top-Spielers Paul Crewe übernimmt
Adam Sandler, der schwarze Caretaker wird von
Chris Rock gespielt und den etwas älteren Coach Nate Scarborough mimt
Burt Reynolds. Daß auch
Nelly als der flinke Megget mit von der Partie war ist nicht unbedingt erwähnenswert.
Das einzige, was mich ein wenig gewundert hat war Captain Knauers, alias
William Fichtner, Reaktion nach dem Spiel. In den letzten Sekunden wirkte er auf mich wie ausgewechselt, aber das ändert am Gesamteindruck des Filmes wenig. Eben ein altes Rezept mal wieder aufgewärmt - zwar nicht schlecht, aber auch nicht überragend.
Wenn man die Wahl hat, lieber Schifssmeldungen anschauen.
Jetzt noch Teil siebenundfünfzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
19.09.2005, zwanzig vor fünf Uhr mittags, 22°C
Kommentare: 0. Geschrieben am 21.09.2005 um 01:28:58 Uhr
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