Archived webpage

This content will be deleted soon and no longer be available under this address.


bloggen » 07/2005

Einträge in 07/2005

Peter, Brunch, Bewegung, Predigt, Post

So, weil ich nächste Woche wohl kaum was schreiben werde heut mal was zu verschiedenen Themen.

Erstmal hab ich heute natürlich wieder den "Anarcho-Oppa" angeschaut - besser bekannt unter dem Namen Lustig, Wikipedia-LinkPeter Lustig. Heute tivisuchte er einen Baum, den "Entenfußbaum", bis er schließlich den Wikipedia-LinkGinkgo gefunden hatte.
Dabei hab ich gleich noch gelernt, daß Wikipedia-LinkYggdrasil eine Esche ist. Das ist an sich völlig unwichtig, aber irgendwie schon interessant, wenn man öfter mit SELFHTML-LinkOdin, SELFHTML-LinkVili und SELFHTML-LinkVe zu tun hat (daran ist übrigens WWWTechChristian schuld).

Danach war ich heute "morgen" zum zweiten Mal beim Brunch von kubik, war auch wieder ganz nett.

Mittags dachte ich mir dann, daß ich das schöne Wetter mal nutzen sollte um rauszugehen - nächste woche werd ich ja sowieso keine Zeit dafür haben, also beschloß ich ein bißchen rumzuradeln. Auf meine Standard-Runde hatte ich aber keine Lust, wie schonmal angekündigt hab ich mir nach was anderem geschaut - mein Vermieter meinte mal, daß man an der Wikipedia-LinkAlb ganz gut entlang fahren könnte. Auf der Karte hab ich mir das mal angeschaut und entschieden, zum KarlsruheKnielinger See zu fahren und dann wieder zurück, oder so ähnlich.

Bis zum KarlsruheRheinhafenbad kam ich dann auch ziemlich schnell, nur wußte ich nicht mehr so recht weiter, also hab ich dort mal am Eingang gefragt, doch die Frau konnte mir auch nicht weiterhelfen, schickte mich aber rein zum Bademeister. Der wußte auch nicht, wie ich dort am besten hinkomme, aber fragte erst ein paar Badegäste die rumstanden oder -saßen und ging dann mit mir zu dem Imbißstand und fragte einen der dort irgendwo am schaffen war.
Der konnte mir auch weiterhelfen, so daß ich wußte, wie ich wo ich hinfahren muß. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an die Truppe vom Rheinhafenbad, auch wenn sie das hier wahrscheinlich nie lesen werden ...

So ganz genau wußte ich den Weg dann aber doch noch nicht, so daß ich noch den Fahrer der Linie 5 an der Endhaltestelle gefragt hab. Der wußte zwar auch nichts, meinte aber, ich soll einfach mal dem Weg der Bahnlinie entlang folgen - das tat ich und kam schließlich auch ans Ziel.

Von dem See an sich hab ich wenig gesehen, auch wenn ich einmal außen rum gefahren bin - irgendwie gibts da direkt am See wohl keinen Weg, oder nur nen kleinen, auf jeden Fall stehen Bäume rund herum. An einer Stelle hab ich mal ein wenig See gesehen, und das sah schön aus.

RheinAber nebenbei war ich aufeinmal am Wikipedia-LinkRhein. Da ich sowieso auch mal an den Rhein fahren wollte, auch wenn ich das nicht für heute eingeplant hatte, paßte das ja.

RheinbrückeUnd weil ich gerade direkt an einer Wikipedia-LinkRheinbrücke stand, hab ich von ihr auch noch ein Bild gemacht. Dort drüben, am andern Ufer, beginnt die Wikipedia-LinkPfalz.

Auf dem Rückweg bin ich dann eine ziemliche Strecke durch das Hafengebiet gefahren.
Dream LimoIrgendwo stand dann auf einmal so ein komisches Gefährt am Straßenrand, das eigentlich gar nicht ins Bild paßte. Deswegen hab ich auch hier kurz angehalten um ein Bild zu schießen. Wen es interessiert, es war ein Wagen von Dream Limo.

Dann bin ich also gemütlich vollends Richtung zu Hause gefahren, bis ich kurz vor meiner Haustür, sozusagen, nochmal ein Bild machen mußte.
AlbDiese Stelle der Alb hat mir irgendwie gefallen. Und, weil ich das Bild einfach schön finde, konnte ich es meinen werthen Lesern natürlich nicht vorenthalten.

Dann bin ich noch bis zur Wikipedia-LinkGünther-Klotz-Anlage gefahren, wo ich gesehen habe, daß schon fleißig für Wikipedia-LinkDas Fest aufgebaut wird.

Schließlich bin ich dann wieder ein Stück zurück gefahren, bis ich daheim angekommen war.

Insgesamt habe ich in einer Fahrzeit von 1:17:35 Stunden eine Strecke von 32,43 km zurückgelegt und das bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von gemütlichen 25,1 km/h und einer Maximalgeschwindigkeit von immerhin 47,5 km/h.


Am späteren Nachmittag war ich dann noch beim Gottesdienst des CZK, wo Uwe Dahlke die Predigt vom letzten Sonntag fortsetzte. Heute war Jesaja 30,15f der zentrale Vers, wobei es Uwe vor allem um das "stille sein" ankam.
Er kritisierte die "Christen-Touristen", die möglichst alles wollen, ohne daß es sie Zeit, Geld oder sonstewtas kostet und natürlich die, die die ganze Zeit von Konferenz zu Konferenz reisen, ohne daß sich in ihrem Leben irgendetwas ändert - Hauptsache man lauscht irgendwelchen bekannten Predigern. Und ich muß sagen, daß ich diese Kritik doch als teilweise berechtigt finde ... zum Glück war ich schon lange auf keinen Konferenzen mehr ;)
Ein Satz, den ich bisher nicht kannte muß ich auch noch kurz erwähnen: "'Ich kann nicht' wohnt in der 'Ich will nicht'-Straße."
Ich laß das einfach mal so stehen.


Nach dem Gottesdienst war der Tag noch nicht ganz vorbei, schließlich kam heute der überlange AOL-Werbespot IMDB"Sie haben Post" im Fernsehen.
Eigentlich ganz netter Film, wenn auch ziemlich durchschaubar. Nur finde ich es irgendwie arm, daß es ein Werbespot bis ins Kino schafft ... das war schon kein Wikipedia-LinkProdcuct Placement mehr, sondern wirklich ein überdimensionierter Werbespot mit verhunztem deutschen Filmtitel, um den Sponsor nicht gleich im Titel schon zu verraten, vermutlich (CCC Kölnaus gutem Grund - eigentlich suchte ich eine andere Seite, aber auf der jetzt verlinkte steht auch das, was ich suchte).

Jetzt noch die Teile einunddreißig und zweiunddreißig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
17.07.2005, zwanzig nach elf Uhr morgens, 29°C
17.07.2005, zehn nach zwei Uhr mittags, 33°C

Kommentare: 0. Geschrieben am 18.07.2005 um 00:32:25 Uhr

24-7 - Vater unser

Heute bzw. gestern Abend war ich wieder beim kubik Gottesdienst. Thema war mehr oder weniger die heute gestartete 24-7 Woche, die sich thematisch mit dem "Vater unser" auseinandersetzt.

Genaueres zum Gottesdienst schreib ich jetzt nicht, da wird es bestimmt bald genug einen Bericht bei Mark geben, denn dort gibt es inzwischen auch einen Gottesdienstbericht: KIND WERDEN (Mth 18,3) zum Gottesdienst von vor zwei Wochen.

Aktualisierung: Inzwischen gibt es schonmal zwei Gottesdienstberichte, einen von Mark und einen von Björn.

Noch kurz ein Verweis zu Rob Pepper, einem Künstler aus London, bei dem Mark und Denis letzte Woche ein paar Tage waren. Dazu hat Mark auch kurz was gesagt und ich dachte mir gerade, daß ich das doch noch kurz erwähnen könnte. Mehr dazu gibts bisher nicht zu sagen.


Jetzt noch Teil dreißig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
15.07.2005, zehn vor acht abends, 34°C

Kommentare: 0. Geschrieben am 16.07.2005 um 02:23:30 Uhr

Naaman und zwei Sprüche aus der Uni

So jetzt schreib ich mal wieder etwas. Diese Woche und auch noch nächste Woche werde ich wahrscheinlich weiterhin nur unregelmäßig etwas von mir geben, weil ich genug anderes zu tun habe.

Am Dienstagabend war ich, seit mindestens zwei Semestern zum ersten Mal wieder, beim Semesterabschlußfest der SMD KASMD Karlsruhe. In der Andacht ging es um Naaman, einer eigentlich eher unbekannten biblischen Person, in der man sich stellenweise wiederfinden kann. Einfach mal nachlesen ...

Ansonsten hab ich noch einen netten Spruch aus der Vorlesung "Öffentliches Recht I" von Prof. Dr. iur. Jürgen Kühling, LL.M.. Er ließ uns teilhaben an einem Erlebnis mit Kontolleuren der Wikipedia-LinkDeustchen Bahn, abschließend riet er uns: "Die Anwendung ihrer rudimentären juristischen Kenntnisse führt im Zweifelsfall zu einer Verschärfung der Situation." (Dabei wollte er dem Kontrolleur doch nur klar machen, daß dieser keine Wikipedia-LinkBehörde mehr ist ...)

Einen weiteren Spruch des Übungsleiters Steffen Hagmayer der Vorlesung "Einführung in das Operations Research II" bei der mehr oder weniger ergiebigen Wiederholung und Stoffabgrenzung für die Klausur hab ich mir auch noch notiert: "Die, die das jetzt schon gelernt haben könnten sagen sie haben was fürs Leben gelernt. - Das wäre natürlich gelogen."
Das sagt schon alles über Wichtigkeit diverser Wikipedia-LinkAlgorithmen der Vorlesung ...
Und das wichtigste hätte ich jetzt fast Vergessen: Er hat ein kleines Wikipedia-LinkAlpha in seinen linken Oberarm tätowiert .. was immer uns das sagen nun soll.

Das wars auch schon, für die letzten Tage ... jetzt noch die Teile achtundzwanzig und neunundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
12.07.2005, irgendwann nachts, 24°C
13.07.2005, irgendwann mittags, 32°C

Kommentare: 0. Geschrieben am 15.07.2005 um 00:56:19 Uhr

Lob, Dank, Gebet und so

So, heute nur kurz. Oder so.

Zum kubik Gottesdienst am Freitag schreib ich nichts, weil Daniel ja schon genug über Lob und Dank geschrieben hat. Mehr wäre mir dazu auch nicht eingefallen, und ich hätte nichteinmal Bildmaterial gehabt!

Dann kurz zum CZK Gottesdienst am Sonntag. Uwe überschrieb die Predigt mit "Die Quelle aller Vollmacht" und knüpfte über die Aufhängerbibelstelle Psalm 73,25 "Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde." an seine Predigt vor zwei Wochen an.
Als einer der wohl zentralen Sätze habe ich mir notiert: Gott sucht die persönliche Beziehung zu uns.
Uwe streifte auch Lukas 18,2-8, die Geschichte mit dem ungerechten Richter und der nervigen Frau. Naja, genauer will ich nicht darauf eingehen, sondern nur einen Satz dazu verlieren, der mir gefallen hat: "Die Braut braucht nur mit den Wimpern klimpern" - sprich, wir müssen Gott nicht endlos "auf die Nerven gehen", denn er ist ja kein ungerechter Richter, sondern er will uns sowieso Gutes tun.
Wichtig bei allem Beten ist wohl, daß wir Gottes Wille erkennen. Daß Gott nicht wie ein Wikipedia-LinkDEA funktioniert sollte klar sein (von wegen sich irgendein furchtbar christliches Buch kaufen, das brav lesen und machen was drin steht, und dann muß Gott handeln - ist sowas nicht manchmal nur christlich verpackte Geldmacherei?).
Leider kenne ich den Film Wikipedia-LinkAnna und der König nicht, doch darin gibt es wohl eine Szene, in der die kleine Anna mitten in einem wichtigen Wikipedia-LinkMeeting mit wichtigen Personen zu ihrem Vater stürmt, und der diese Wichtigen einfach stehen läßt und sich seiner Tochter zuwendet - so ist Gott, wenn wir zu ihm kommen. Wie schon gesagt, ich kenn die Szene selbst nicht und muß mich deswegen mal auf Uwes Beschreibung verlassen.
Das solls zu diesem Thema auch schon gewesen sein, denn jetzt geht's gleich fließend zum nächsten Thema ...

... nämlich WortSport am Montag, Thema war "Gebet" und wir sind mal von "dem Gebet" schlechthin ausgegangen, dem Vater unser und ein wenig davor. Themenbedingt tauchten im Verlauf des Abends mehrere Bibelstellen auf, die auch in der Predigt am Sonntag vorkamen - aber Wiederholung ist ja gut, so kann man sich die Stellen vielleicht mal merken.
Als weitere Stellen lasen wir also Lukas 18,1-8 und Römer 8,26f (da seufzt übrigens wohl der Geist, und nicht der Mensch, ist uns aufgefallen ... aber das nur am Rande).

Die entscheidende Frage für jeden von uns, die sich jeder mal selbst stellen sollte ist: Wie beten wir?
Es geht weniger um richtig oder falsch, wer kann das schon beurteilen, sondern vor allem darum, sich mal Gedanken dazu zu machen. Was für Gewohnheiten hab ich beim Beten? Bete ich so, wie Jesus es uns rät oder wie unterhalte ich mich im Alltag mit Gott?

Genug Denkanstöße für heute.

Das GummibärchenAn dieser Stelle noch kurz vielen Dank an Marc, der mir in WortSport ein Wikipedia-LinkGummibärchen "fürs Blog" gab - sehr nett. Leider hab ich in meinen Bildermassen so schnell keine wirklichen Gummibären finden können, so daß eben dieses lustige aus der Tasche schauende Stoffbärchen stellvertretend herhalten muß ;)
(wem das Bild bekannt vorkommt, etwas anders beschnitten und skaliert kann man es auch beim Spargelgeburtstag bewundern - da hätte ich mir das erneute Hochladen sparen können, wenn ich nur früher dran gedacht hätte, aber jetzt ists schon zu spät ...)

Nun noch Teil siebenundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
11.07.2005, zwanzig vor elf Uhr nachts, 24°C

Kommentare: 0. Geschrieben am 12.07.2005 um 01:51:04 Uhr

Fernsehn, Filme, Formel 1

Gestern abend hab ich mal wieder ein wenig fern geschaut. Unter der Woche komm ich ja meistens nicht dazu und da hab ich mich am Samstagabend nach dem Lernen mal hingesetzt.

Angefangen hab ich mit IMBDGood Advice. Ein wirklich netter Film, wenn auch nicht sonderlich überraschend oder unvorhersehbar - aber nicht schlecht.

Im Anschluß daran kam dann gleich IMBDThree Kings. Ich war mir nicht sicher, ob ich ihn schon kenne oder nicht, irgendwann merkte ich dann, daß ich ihn doch schon kannte. Nichtsdestotrotz ist auch der Film durchaus sehenswert.

Heute morgen schließlich hab ich mir vorgenommen, einfach so, mal wieder Die Sendung mit der MausDie Sendung mit der Maus anzuschauen. Nicht so wirklich überragend fand ich ... aber was solls.
Doch damit nicht genug, bevor der Wikipedia-LinkHerr Lustig Weltkeine Lust mehr hat wollte ich unbedingt nochmal ZDFtiviLöwenzahn sehen. Da hat sich der clevere Peter ZDFtividen Bach angestaut und eine Wasserleitung vom Bach in den Garten gelegt ... aus reiner Faulheit! :)

Schließlich und endlich war heute wieder Mal Formula 1Formel 1-Sonntag. Ich hab zwar nebenher gelesen, Eis gegessen und sonstwas gemacht aber trotzdem ein wenig vom Rennen in Wikipedia-LinkSilverstone mitbekommen. Ein Wikipedia-LinkSilberpfeil ganz vorn und Wikipedia-LinkKimi im zweiten auf dem Dritten. Da kann man kaum meckern, auch wenn es natürlich ärgerlich ist, wenn man zum wiederholten Mal von hinten starten muß und zum wiederholten mal trotzdem sehr weit nach vorn fährt. Eigentlich hätte er wohl die letzten beiden Rennen gewonnen, aber da kann man nichts machen.

Danach noch kurz im ersten die letzten Kilometer der heutigen ARDTour-Etappe.

Kommentare: 3. Geschrieben am 10.07.2005 um 16:51:16 Uhr

Dabeisein war alles

Rasende ReporterHeute bzw. gestern, am Freitag eben, macht die Wikipedia-LinkTour de France Halt in Karlsruhe. Ziel war die Wikipedia-LinkNeue Messe und weil ich sowieso dort in der Gegend wohnte faßte ich den Entschluß, einfach mal zur Messe zu fahren und zu schauen.
Spontan schloß sich mir auch mein Mitbewohner an und wir brachen kurz vor vier auf in Richtung Ziel. Wenig später waren wir angekommen und aßen ersteinmal etwas. Ich wollte ja schon früher weg von der Leinwand raus an die Strecke, aber mein Mitbewohner wollte lieber noch sitzen bleiben.

FahrerUnd das hatten wir dann davon. Wir hatten keine Zeit mehr um einen anständigen Platz, oder besser gesagt überhaupt irgendwie vor die Ziellinie zu kommen, deshalb standen wir irgendwo dahinter rum und sahen nichts, außer eine Horde von Wikipedia-LinkReportern. Aber wie dieses Bild belegt kamen auch tatsächlich Fahrer hier durch.

SiegerehrungNach dem Zieleinlauf wollten wir dann wenigstens die Siegerehrung live sehen, doch auch das blieb uns verwehrt. Wir standen vermutlich etwa hundert Meter neben dieser "Muschel", aber von hinten oder der Seite kann man dort nicht reinschauen, und irgendwohin kommen, von wo man hätte reinschauen können ging auch nicht, weil die Strecke immer noch abgesperrt und von Polizisten bewacht war.

LKW in HalleWenigstens haben wir es geschafft ohne Verbotsschilder oder Kontrollen quer durch den Pressebereich zu spazieren, wir mußten nur in einer Halle an diesem LKW vorbei laufen und dann zur Türe raus. Gebracht hat uns das auch nichts, aber was solls, wenn wir schon nichts gesehen haben, dann wenigstens das Sicherheitssystem "Wikipedia-Linkgehackt", wie sich mein Mitbewohner ausdrückte. Sind wir keine Helden?

Leere StreckeWeil es sonst nichts mehr zu sehen gab, hab ich noch zwei Fotos von der leeren Strecke gemacht. Ist auch ein seltenes Bild, weil hier eigentlich immer Autos fahren.

Leere Strecke aus anderer PerspektiveNun also das zweite Bild der leeren Strecke aus einer etwas anderen Perspektive.

Skoda-BärIn einer der Hallen waren einige Stände aufgebaut. Dort stand auch irgendwo dieser große Wikipedia-LinkSkoda-Bär rum, von dem ich natürlich sofort ein Bild machen mußte. Komisches grünes Viech.

WackelwischIn der Halle stand auch allerhand "Sportgerät" rum, so auch dieses Gestell, bei dem man einen Käfig um ein Rad baute, das ganze Teil oben aufhängte und dann konnte man sich damit überschlagen, hat mich irgendwie an eine Schiffschaukel erinnert. Aber auf dem Bild kann man sowieso eigentlich garnichts erkennen, aber genau deswegen fand ich es so interessant.

Letztlich stand unser kurzer Ausflug ins Tour-Getümmel wohl unter dem Wikipedia-Linkolympischen Motto "dabeisein ist alles".


Aber es ist vielleicht ganz gut, daß ich dazu mal weniger schreiben kann, denn mir kam zu Ohren, daß meine Texte in letzter Zeit sehr lang seien. - Ja das sind sie, aber das müssen sie auch sein, denn da steht ja auch vieles interessantes drin. Sie könnten noch viel länger sein, wenn ich nicht schon gut zusammenfassen würde. Oder so ähnlich. "Wen es interessiert, der wird es lesen, und wen es nicht interessiert, der wird es eben nicht lesen.", denke ich mir.

Kommentare: 0. Geschrieben am 09.07.2005 um 04:49:09 Uhr

Mit Effizienz zum Erfolg

VortragAm Donnerstagabend war ich auch noch auf einem Vortrag im Rahmen einer Vortragsreihe der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften. Vor einigen Wochen war auch im Rahmen dieser Vortragsreihe schon Reinhold Würth an der Uni gewesen.

PorscheAm Donnerstag war Wikipedia-LinkWendelin Wiedeking eingeladen und sprache über das Thema "Porsche auf Wachstumskurs. Prozesseffizienz und Produkinnovationen als Erfolgsfaktoren". Wie auch schon der Vortrag von Reinhold Würth war auch dieser jetzt wieder im dieses Mal viel zu kleinen Tulla Hörsaal - warum er nicht im Audimax war wissen wohl nur die Veranstalter. Aber der Raum ist zweitrangig.

Wendelin WiedekingIch hatte leider nur einen Stehplatz und konnte mir keine Notizen machen, deswegen nur relativ grobe Informationen heute. Herr Wiedeking ist auf jeden Fall sehr selbstbewußt. Er ist überzeugt von sich, "seinem" Unternehmen und dessen Produkten. Ihm war wichtig, daß jeder versteht, daß die Firma Porsche heute nur dort steht, wo sie steht, weil dort effizient und hart gearbeitet wird.
Er legte einige beeindruckende Zahlen vor, so beispielsweise als Beleg für die Effizienzsteigerung die Dauer, die ein Fahrzeug auf dem Band verbringt, bis es fertig ist. Als Index wurde das Geschäftsjahr 1992/1993 genommen. Im Jahr 2004 betrug die Dauer nur noch 35% der ursprünglichen Zeit, was eine erhebliche Steigerung ist!
Nicht ohne Stolz erwähnte er auch, daß Porsche der kleinste unabhängige und effizienteste Autobauer der Welt sei.

Porschefoto #1Den Erfolg von Porsche begründete er auch damit, daß Porsche nach wie vor sehr auf Qualität achtet und deshalb vorwiegend, nahezu ausschließlich, in Deutschland fertigt, größtenteils sogar "im Hochlohnland im Hochlohnland", nämlich Baden-Württemberg. Doch laut Umfragen ist es den Kunden durchaus etwas wert, bewährte deutsche Qualität zu bekommen, so daß sogar Amerikaner bereit sind, dafür mehr zu bezahlen.
Herr Wiedeking machte auch keinen Hehl daraus, daß Porsche, im Gegensatz zu fast allen anderen Unternehmen, grundsätzlich keine Subventionen in Anspruch nimmt, denn seinem Unternehmen geht es gut, deshalb muß er nicht auf Steuergelder zurückgreifen. An diesem Punkt übte er zwischen den Zeilen deutliche Kritik am Verhalten vieler anderer Unternehmen.
Er stellte auch kurz bei Porsche praktizierte Modell der flexiblen Arbeitszeiten vor, wodurch je nach Bedarf mal mehr, mal weniger gearbeitet wird, was letztlich für alle Seiten Vorteile bringt.

Porschefoto #2Er erzählte auch sein Erlebnis mit der taz. Diese hatte einen "tazWunschzettel" geschrieben, auf der ein Porsche an erster Stelle stand. Herr Wiedeking konnte nicht widerstehen diesem Wunsch nachzukommen, so daß die taz-Redaktion eine Woche lang Porsche fahren durfte. Nachdem die taz interne Suche nur ausspuckte, daß es die Artikel gibt hat Google nun freundlicherweise auch gleich die Links auf die Artikel geliefert, angefangen mit tazTanke schön!, gefolgt von einem "Erfahrungsbericht" mit dem Titel tazEnde einer Dienstfahrt. Ich muß sagen, daß Wendelin hier sehr souverän reagiert hat, was bestimmt nicht jeder Chef eines Automobilkonzerns gemacht hätte.

Als es um das Werk in Leipzig ging sagte er auch, daß Porsche die Orgelrestaurierung in der Wikipedia-LinkNikolaikirche finanziert hat - deshalb gibt es dort jetzt die einzige Orgel, die links gestartet wird, "irgendwie muß man ja seine Spuren hinterlassen" kommentierte Wiedeking das mit einem Lächeln.

Porschefoto #3 - CayenneAls "krönenden Abschluß" präsentierte er einen Yahoopreisgekrönten Imagefilm, der wirklich gut war. Schade, daß ich ihn nicht online gefunden habe, der Film ist wirklich sauber gemacht und stellenweise wirklich lustig.
Dazu merkte Herr Wiedeking an, daß Porsche eben doch "preiswert" sei ...

Danach beantwortete er auch noch einige Fragen. Auch dieser Vortrag hat sich wieder gelohnt, auch wenn ich die ganze Zeit stehen und viel Papier von der Hauptversammlung mit mir rumtragen mußte.

Kommentare: 1. Geschrieben am 09.07.2005 um 03:56:32 Uhr

WEB.DE ist tot, es lebe comBOTS!

Am Donnerstag ging es dann pünktlich um zehn Uhr wieder los. Insgesamt bestand der ganze Donnerstag dann hauptsächlich aus dem Wiederholen von Fragen und Antworten und vielen hohlen Phrasen, die natürlich laufend wiederholt wurden. Ganz oben steht dabei "Die Transaktion ist das beste für das Unternehmen", gefolgt von einem Satz indem der Vorstand erklärt, daß er mit aller Kraft dafür kämpfen, sprich das schon irgendwie durchboxen wird. Gleich am Anfang wurde natürlich auch die absolute Killerapplikakton der Web-Telekommunikation wiedermal erwähnt, denn "das Produkt besitzt erheblichen Innovationswert". Wissen wir ja schon seit gestern, aber was solls.
"Jeder Aktionär soll die Möglichkeit haben an unserem Erfolg teilzuhaben", sagte WEB.DEMatthias Hornberger. Er ergänzte, daß es natürlich auch jedem Aktionär freistünde auszusteigen, wenn er das nicht will.

Auffällig war insgesamt, daß fast die ganze Zeit nur Matthias Hornberger redete. Als Leiter der Versammlung mußte WEB.DEHansjörg Reiter ab und zu zumindest mal das Wort erteilen oder das Abstimmungsverfahren erklären und am Ende die Ergebnisse verkünden, aber mehr hat er nicht gesagt. Einmal hat noch der Notar kurz etwas gesagt, aber sonst immer nur Herr Hornberger ... WEB.DEMatthias und WEB.DEMichael Greve sahen die meiste Zeit auch eher gelangweilt aus. Aber die meisten auf der Bühne hatten ja einen Laptop vor sich stehen, so daß ich annehme, daß sie sich die Zeit schon irgendwie versurfen konnten. Ab und an grinste Michael Greve sehr breit und starrte auf seinen Bildschirm - mich würde ja interessieren, was ihn so unterhielt, aber das wird wohl für immer sein Geheimnis bleiben.

Nun ein Satz, den ich mal aus ein wenig heißer Luft zusammengewürfelt habe:
Im Zuge einer anderen Transaktionsstruktur wäre durch die Verschmelzungsrelation die Realisierung des Wertpotentials ungeachtet des Marktpenetrationsverlaufs nicht möglich.
Das gibt zwar direkt keinen Sinn, hätte aber gestern oder vorgestern durchaus jemand so sagen können. Wäre nicht aufgefallen. Und das fand ich schon irgendwie lustig, denn beispielsweise auch ein grober Finanzplan bis 2009 für ein Produkt, das noch nichteinmal am Markt ist, hat mit der Realität nun wirklich überhaupt nichts zu tun. Daß diese Zahlen öfter wiederholt wurden lag allerdings nicht am Vorstand, sondern an den nervigen Fragern.

Eine wirklich interessante Zahl hingegen fand ich die Schätzung für die Kosten der Hauptversammlung, die sich auf 280.000 EUR belief. Das kam mir doch ein wenig viel vor, dafür daß man zwei Tage nur rumsitzt und sich viele Sprüche zehnmal anhören muß. Außerdem gab es am zweiten Tag deutlich weniger zu essen als am ersten, aber das ist klar, wenn der zweite Tag eigentlich nicht wirklich geplant ist. Trotzdem schade.

Die Fragen nahmen kein Ende, bei einigen habe ich mich jedoch ernsthaft gefragt, ob sie am Mittwoch überhaupt da waren, denn vieles wurde da bereits beantwortet. Als schließlich ein Aktionär zum deutlich mehr als dritten mal irgendwelche Zahlen verlangte und sich noch über Material beschwerte, das nur auf Englisch auslag und um eine Übersetzung bat konnte sich der komplette Vorstand ein breites Grinsen nicht verkneifen. Dabei ging es um die "InvestopediaFairness Opinion", für die das zusätzliche Bewertungsmaterial eben nur auf Englisch verfügbar war.
Ein weiterer Aktionär brachte aber noch einen in meinen Augen durchaus gerechtfertigten Einwand, denn er sagte, daß der Abbruch gestern nicht fair war. Vor allem aber kritisierte er die Art und Weise, wie abgebrochen wurde. Außerdem ließ er noch folgenden Satz vom Stapel: "Ich steh eigentlich gern auf Zu- und Absagen." Auf was man nicht alles stehen kann ...

Die Antwort auf die Frage nach den ladungsfähigen Anschriften des Aufsichtsrats war dann der Brüller des Tages. Die Adressen wurden vorgelesen, und es gab kleinere Verständnisprobleme. Herr Reiter wohnt also in der Hirschstraße, doch da kann man natürlich auch Kirschstraße verstehen. Deswegen ergänzte Herr Hornberger nach mehreren Nachfragen "Hirsch, wie Du Hirsch!" - worauf der Aktionär sich beschwerte, daß er mal nicht frech werden sollte. Als zweiter folgte WEB.DEHerr Schlagenhauf, der Hinterm Zaun wohnt, "wie hinterm Mond" ergänzte Herr Hornberger passend. Daraufhin fragte der Aktionär, ob die Post denn auch wirklich ankommen würde ... An dritter Stelle folgte die Anschrift von WEB.DEHerrn Felix Greve, der Am Steinbruch wohnt.
Als Schlußsatz dieser Antwort konnte sich Herr Hornberger den Satz "sie sehen, wir haben sehr naturverbundene Aufsichtsräte" nicht verkneifen. Ich glaube das war die mit Abstand lustigste Antwort der ganzen Hauptversammlung.

Gegen zwanzig vor zwölf kam mein Nebensitzer, nachdem er einige Zeit draußen gewesen war, wieder herein und sagte mir, daß in Wikipedia-LinkLondon in der Wikipedia-LinkTube eine Wikipedia-LinkBombe explodiert war. Mehr erfuhr ich dann aber, bis ich abends daheim war, von dem Vorfall nicht. Aber trotzdem hat mich das überrascht und ein wenig schockiert.

Doch zurück zur Hauptversammlung. Es wurde auch gefragt, ob die Großaktionäre irgendein Gutachten bezüglich der Wikipedia-Link1&1 Internet AG denn gesehen hätten, falls ja wäre das eine Benachteiligung für die anderen Aktionäre. Die überraschende Antwort war ganz schlicht nein, außerdem habe man WEB.DEnur einen Großaktionär. Wer das wohl ist, da muß man nicht lange nachdenken, denn mit rund 50% Anteil dürfte man schon als Großaktionär bezeichnet werden ...

Zu einer weiteren Kritik eines Aktionärs, an der langen Pause mit dem gleich darauf folgenden Abbruch erwiderte Herr Reiter "Es liegt mir fremd Aktionäre mit Absicht zu schikanieren.", es wären noch zu viele Fragen offen gewesen, so daß eine Abstimmung nicht möglich gewesen wäre.
Bei der "Zu-Protokoll-Gabe" einiger Fragen wies wieder Herr Reiter den "Zu-Protokoll-Geber" an, er solle "normal flüssig lesen, wie sie ihrem Kind vorlesen würden" - ein wirklich netter Satz.

Wenig später nach einigen anderen Fragen meldete sich eben erwähnter Stresser nochmal zu Wort, denn er war mit der Beantwortung der einen oder anderen Frage immer noch nicht zufrieden, deshalb sagte er "Das ist so, wie wenn ich Sie nach dem Wetter frage und Sie mir sagen, wie ich einen Kuchen backe." Auch ein schöner Satz.

Wie schon erwähnt, der Donnerstag war der Tag der Pausen und Phrasen. Es gab einige Unterbrechungen und vieles wurde so oft wiederholt, daß ich es irgendwann kaum mehr ausgehalten hätte.
Als sich die Versammlung langsam fast dem Ende neigte empörte sich ein Aktionär über ausliegendes Material. Zuerst sagte er fast resignierend "Mensch Leute", wenig später kam dann aber sein Spruch des Tages: "Sie haben doch ein Unternehmen und keine Klitsche!"

Um kurz nach halb drei schloß Herr Reiter schließlich nach endlosen Wiederholungen und Pausen endlich die Generaldebatte. Von da an ging alles relativ zügig. Ein letztes Mal wurde das Teilnehmerverzeichnis aktualisiert - viel hat sich nicht geändert, es waren nach wie vor rund 64% der Wikipedia-LinkStückaktien vertreten.
Nach einer Erklärung des Abstimmungsverfahrens war es um kurz vor drei dann soweit und es wurde abgestimmt. Die Auszählung nahm dann, wie angekündigt, rund eine dreiviertel Stunde in Anspruch.
In dieser Pause habe ich mich mit einer älteren Aktionärin, einem Aktionär mit dem ich mich gestern schon in der S-Bahn kurz unterhalten habe und mit einem Franzosen unterhalten. Der Franzose scheint schon seit Beginn dabei und zumindest Felix Greve persönlich bekannt zu sein. Auf jeden Fall war er ein wenig verärgert darüber, daß so ziemlich alle Leute, die überflüssige Fragen gestellt haben, wohl zum ersten Mal auf einer WEB.DEWEB.DE AG Hauptversammlung waren und das sowieso nur machen würden um hinterher gegen irgendetwas zu klagen. Denn er sagte auch, daß die (richtigen) Aktionäre sich alle gegenseitig kennen würden. Ich denke, er sollte es wissen.

Die Auszählung ergab schließlich, daß fast alle TOPs mit 99prozentiger Mehrheit angenommen wurden. Nur einmal waren es nur 94% Ja-Stimmen. Ich frage mich nur, warum mehr für eine Umfirmierung als für die Transaktion selbst gestimmt haben, denn ohne Transaktion wäre die Umfirmierung überflüssig. Aber da sowieso beides durch ist, fällt das nicht ins Gewicht, seltsam finde ich es trotzdem, denn viele haben sich eigentlich über den neuen Namen beschwert, da hätte ich ein anderes Ergebnis erwartet.

Um kurz vor vier war dann alles zu Ende und ich machte mich auf den Weg zur nächsten Veranstaltung, dazu in Kürze mehr.

Kommentare: 1. Geschrieben am 08.07.2005 um 12:38:18 Uhr

Von Kompost, Kompott und comBOTS

Stadthalle Karlsruhe - WEB-DE Hauptversammlung 2005Heute bzw. gestern war es soweit - ich war zum ersten mal in meinem Leben auf einer Wikipedia-LinkHauptversammlung einer Wikipedia-LinkAG. Genauer gesagt war ich auf der WEB.DEHauptversammlung der WEB.DE AG.

Aber ich fang mal ganz vorne an. Mein Bruder hat ein paar WEB.DE-Aktien und wurde deshalb zur Hauptversammlung eingeladen und weil ich ja sowieso in Karlsruhe wohne hat er mich gefragt, ob ich nicht für ihn hin will. Da dachte ich mir, daß das bestimmt mal interessant wäre, also hat mein Bruder eine Karte für mich bestellt. Am Mittwoch war dann der Tag gekommen und ich ging morgens schon früh aus dem Haus, weil ich erst noch eine Stunde lang in meine Öffentliches Recht-Vorlesung gegangen bin, schließlich fing die Hauptversammlung ja erst um zehn Uhr an.
Pünktlich gegen halb zehn war ich dann in der Stadthalle. Nach kurzem dumm Rumstehen und Rumkucken hab ich mir etwas zu trinken und eine Brezel geholt und mich an einen Tisch gesetzt. Da saß zwar schon ein älteres Ehepaar, aber es hatte ja noch genug Platz daneben.
Irgendwann bin ich dann wieder aufgestanden, hab mir noch etwas zum Trinken geholt und mich an einen der Stehtische gestellt. An diesem Tisch stand auch schon ein anderer Mann, aber auch hier hatte es noch genug Platz. Bald gesellte sich noch eine Frau dazu. Der eine Mann ging dann wieder und kurz darauf kam ein anderer. Dieser unterhielt sich sodann angeregt mit der Frau, bis er den Tisch wieder verließ.

Nun stand ich also wieder allein mit der Frau da und wir kamen ein wenig ins Gespräch. Für sie war das Ganze nichts Besonderes, weil sie schon vor über zwanzig Jahren zum ersten Mal auf einer Hauptversammlung war, wie sie erzählte. Praktisch, dachte ich mir, dann weiß die ja schon, wie der Hase läuft. Als es dann im Saal los ging setze ich mich einfach mal neben sie. In den nächsten vielen Stunden unterhielten wir uns die meiste Zeit nebenher. Ich erzählte ihr, was ich eigentlich hier mache und was ich sonst so mache und sie erzählte auch einiges, so stellte sich auch heraus, daß sie eigentlich Richterin ist und noch Urlaub hatte, den sie nicht anders nutzen konnte und deshalb einfach mal spontan nach Karlsruhe gefahren war. Sie kannte sich mit der ganzen Materie und allem drum rum sehr gut aus, so daß sie mir auch einiges erklären und mir Zusatzinformationen geben konnte.

Unterlagen zur WEB.DE Hauptversammlung 2005Soviel mal vorerst zur allgemeinen Situation, nun ein wenig zum Inhalt diverser Reden und Wortmeldungen. Erst als WEB.DEMichael Greve, zweiter Teil der Gebrüder Greve, die WEB.DE vor zehn Jahren gegründet haben seinen Vortrag begann fing ich an mir Sachen zu notieren. Er sprach über allen möglichen Quark, so beispielsweise über 50 MBit/s-DSL-Anschlüsse in Japan. Und wer braucht so etwas bitte?
Aber er hat zumindest damit Recht, daß es moderner und toller und überhaupt ist, schneller im Netz unterwegs zu sein. Dann kam er natürlich noch darauf, daß die Zukunft darin liegen würde, daß wir sowieso immer und überall online seien. Mit welchen Gerätchen auch immer.
Ein interessanter Satz war "Diese digitale Revolution macht unser Leben nicht unbedingt besser." - er spielte damit vor allem auf Spam und Viren und darauf, daß vieles so kompliziert zu bedienen ist an. Nun gut, nicht ganz Unrecht hat er, aber ist dieses wirklich immer irgendwie online sein wirklich erstrebenswert? Ich meine, nicht unbedingt - und ich bin wirklich jemand, der viel online ist.
Er verlor auch schon gleich ein paar Worte zu dem, worum es sich eigentlich den ganzen Tag drehen sollte: comBOTS. So soll nämlich die noch in Entwicklung befindliche nächste Version von comWIN heißen, viel toller und einfacher zu bedienen sein und man soll damit natürlich auch einfach Musik tauschen, äh, korrigiere: teilen, können. Das sagte Michael Greve jedenfalls. Außerdem erwähnte er, daß es von comBOTS im Gegensatz zum gefloppten comWIN eine freie Basisversion geben sollte. Eigentlich klar, denn diese Taktik scheint bei ihrem FreeMail-Dienst auch schon aufgegangen zu sein.
Dann folgte eine kurze Lobeshymne darauf, daß Wikipedia-LinkWEB.DE ja schon einmal etwas Neues wagte und sozusagen quasi in Deutschland das Wikipedia-LinkUnified Messaging einführte. Nun soll mit comBOTS ja wieder etwas ganz neues noch nie dagewesenes auf dem Markt platziert werden - so der Plan. Und Markführer will man natürlich auch gleich werden - Ziele muß der Mensch haben. Das ganze Team findet dieses bisher noch streng geheime comBOTS wahnsinnig toll und alle sind begeistert. Ich muß zugeben, so wirklich überzeugend hörte sich das alles nicht an, daß die Entwickler und Väter von ihrem Baby begeistert sind sollte der Normalfall sein.

Danach wurden dann die Transaktionen und Verträge erläutert, die den Verkauf des Portalgeschäfts regeln werden. Das waren zwar an sich lange und trockene Texte, aber irgendwie war es doch wissenswert.

Nach diesem und dem vorhergehenden doch nicht völlig uninteressanten und unterhaltsamen Vortrag ging es erst so richtig los, denn nun fing es mit den Wortmeldungen an. Zuerst gab ein Aktionärsvertreter aus Stuttgart ein, unterm Strich, positives Statement zur geplanten Transaktion des Portals zur Wikipedia-LinkUnited Internet AG ab. In der letzten Pause des Tages kam ich dann mit eben diesem noch relativ jungen Anwalt ins Gespräch, was auch interessant war.

Aber weiter im Programm, die nächste Wortmeldung war von einem Herrn Wild, oder so ähnlich, und ich hab mir nur notiert, daß er von "Verträgen mit der 1mal1 AG" sprach. Nungut, sowohl "mal" als auch "und" haben drei Buchstaben, soweit war er also auch wieder nicht vom richtigen Namen weg. Übrigens fiel mir gerade auf, was Google-LinkGoogle bei der Suche nach "1mal1 AG" an erster Stelle ausgibt: "1&1 internet ag, 1 & 1, 1x1, 1 x 1, 1+1, 1 + 1, 1und1, 1 und 1, 1u1, 1 u 1, ... 1.und1, 1mal1, 1 mal 1, internetag, www.1&1.de, www.1und1.de, 1und1.de, ..." - schade, daß man diese Stichwörter in der Seite, die mein Opera serviert bekommt nicht finden kann ...

Eine weitere Wortmeldung von Herrn Dr. Appel hatte besondere Brisanz, schließlich forderte er, daß die Hauptversammlung das nächste Mal frühestens um halb elf beginnen sollte, daß die Aktionäre auch mit dem günstigen Baden-Württemberg-Ticket anreisen könnten, das erst ab neun Uhr morgens gilt. Einige Zeit später antwortete der Vorstand dann auch auf diese Frage und sicherte zu, darauf in Zukunft Rücksicht zu nehmen ...
Außerdem brachte er auch endlich den Kommentar an, auf den ich insgeheim schon die ganze Zeit gewartet hatte: "comBOTS hört sich ja an wie Wikipedia-LinkKompost!" Und sowas will man ja nicht in seinem Wikipedia-LinkPortfolio stehen haben, ist klar.
Das nächste lustige Bild war das von der einzigen Wikipedia-LinkCash Cow oder Google-LinkMelkkuh im Stall, die der Bauer nun verkaufen will. Auch schön.
Dann kam noch ein weiterer Aktionärsvertreter, der einfach mal dagegen war. Sowas muß es schließlich auch geben.

comBOTS WerbegeschenkNun folgten en Bloc die Antworten auf die meisten bisherigen Fragen. Es wurde also auch wieder allerlei Schwammiges zum Reizthema des Tages, dem comBOTS, erzählt. Letztlich kann man nur relativ sicher sagen, daß es der einfachen multimedialen Kommunikation unter Menschen dienen soll, zu dem es bisher noch keine direkten Konkurrenzprodukte gibt. Was auch immer das nun heißen mag. Da das Produkt jedoch noch im Jahr 2005 international in den Markt eingeführt werden soll, werden wir alle ja "bald" wissen, worum jetzt noch so ein riesen Geheimnis gemacht wird.

WEB.DEHerr Hornberger erweiterte meinen aktiven Wortschaft um das Verb "fundamentieren". Mir war wirklich neu, daß es dieses Wort gibt, aber mein Wörterbuch gibt ihm Recht.
Sodann folgten mal wieder einige Wortmeldungen, die unter anderem den Satz "... wenn wir mit dem neuen Medium, dem Kompott, ..." enthielten. Sehr schön, dieser neue Wikipedia-LinkKompott.
Lustig fand ich auch die Spekulation darüber, daß es vielleicht gefährlich sein könnte, daß die Firma frog designfrog design die Benutzeroberfläche maßgeblich mitgestaltet hat, schließlich arbeiten diese ja auch mit Microsoft zusammen und könnten denen Interna verraten ... natürlich. Da sie mit frog designvielen von Rang und Namen zusammenarbeiten verdienen sie ihr Geld bestimmt nicht durch das Design, sondern durch das Verraten von Interna des einen Kunden an den anderen Kunden. Auch ein sehr lukratives Geschäft.
Wobei ich zugeben muß, daß mich die Logoähnlichkeiten von Wikipedia-Linkfrog design zu Wikipedia-LinkGoogle schon ein wenig irritieren ... und meine oben bereits angesprochene Nebensitzerin übrigens auch.

Zu allem Überfluß gab es jetzt irgendwann dann nochmal eine dreiviertel Stunde Pause, in der ich den ebenfalls oben schon erwähnten Anwalt aus Stuttgart kurz kennenlernte. Danach hab ich zufällig auch noch einen Kommilitonen beim Catering-Team gesehen, mit dem ich mich auch kurz unterhalten habe.
Da fällt mir ein, daß das Essen am ganzen Tag wirklich gut war. Morgens Wikipedia-LinkBrezeln und Wikipedia-LinkCroissants, mittags Wikipedia-LinkHähnchenmedaillons mit Wikipedia-LinkCurry-Sauce, Mini-Wikipedia-LinkNürnberger und abens einige Kuchen. Durchgehend allerlei Getränke. Und das alles für umsonst - bei manchen Aktionären gewinnt man übrigens den Eindruck, daß sie nur deswegen da sind ...

Nach einiger Zeit ging es endlich weiter, aber nur kurz. Gerade waren alle Wortmeldungen durch (nebenbei bemerkt wird es irgendwann wirklich zäh, wenn irgendein Aktionär meint die selbe Frage zum zehnten Mal stellen zu müssen - nur weil er entweder nicht lesen, nicht hören oder nicht verstehen kann), da verkündete der WEB.DEAufsichtsratsvorsitzende Herr Reiter, daß man für heute am Ende sei. Meine Nebensitzerin war schon vor mindestens einer Stunde gegangen und mein letzter Gesprächspartner, der Aktionärsvertreter aus Stuttgart meinte eigentlich, daß es bestimmt noch bis neun rum gehen würde. So kann man sich täuschen, um 19.30 Uhr zog Herr Reiter einen Schlußstrich unter den ersten Tag und verärgerte damit wahrscheinlich alle Anwesenden, die jetzt morgen bzw. heute nochmal antanzen sollten um endlich mal über irgendwas abzustimmen.
Eigentlich wollte ich ja am zweiten Tag nicht hingehen, dachte ich mir im Vorfeld, aber ich denke, daß es morgen bestimmt wieder viele unterhaltsame und aufgebrachte Wortmeldungen geben wird, so daß ich mir dieses Schauspiel nicht entgehen lassen will.

Die Abstimmung selbst ist wohl reine Formalität, schließlich halten allein die CineticGebrüder Greve über fünfzig Prozent der Aktien, WEB.DEVater Felix und die restlichen im Vorstand und Aufsichtsrat werden auch noch die eine oder andere Aktie halten, so daß eine komfortable Mehrheit vermutlich sowieso schon relativ sicher ist, zumal sich die meisten Aktionärsvertreter positiv zum Verkauf des Portalgeschäfts geäußert hatten. Die Vertagung ist und bleibt mir und vielen anderen wohl zumindest bis es weiter geht ein Rätsel.

Als der erste Tag dann offiziell beendet war hab ich mich außerdem noch kurz mit einer vom Catering-Team unterhalten - naja, eigentlich hab ich ihr nur gesagt, daß sie einen interessanten Namen hat, denn auf ihrem Namensschild stand "Wikipedia-LinkBerenike". Sowas liest man nicht jeden Tag.

WEB.DE Kugelschreibt
Und, was hat der Tag mir gebracht? - Drei neue Bekannte, viele neue Eindrücke und Erfahrungen und die Gewißheit, daß Aktionäre eine sehr lebhafte Wikipedia-LinkPhantasie haben, sich aber keine neuen Markennamen merken können, oder wollen.
Und vor allem, daß einige Aktionäre nicht davor zurückschrecken anderen Aktionären ihre Kugelschreiber vom Platz zu klauen. So sind mir auf unerklärliche Weise zwei Kugelschreiber abhanden gekommen und den dritten mußte ich mir dann beim Infostand im Foyer erbetteln.

Jetzt bin ich mal gespannt, wie es am Donnerstag weiter geht.

Kommentare: 0. Geschrieben am 07.07.2005 um 02:40:26 Uhr

Registrierter Opera

Opera 8.01 vor RegistrierungNachdem ich inzwischen ein Weilchen wieder OperaOpera benutze habe ich mich dazu entschlossen, dieses Unternehmen auch endlich mal zu unterstützen, schließlich will ich, daß der beste Browser der Welt nicht ausstirbt!

Also hab ich am ersten siebten meinen Opera bestellt - naja, nur den Freischaltcode, die 12 EUR für die Backup-CD hab ich mir dann doch gespart. Aber, weil ich die Wikipedia-Linknorwegische Browserschmiede unterstützen will habe ich mir, obwohl ich ja ein heise c'tc't-Abo habe nicht operadiese Billigoption genommen sondern mir ganz regulär einen Freischaltcode geordert.

Opera 8.01 registriertHeute bzw. gestern endlich hab ich ihn dann bekommen und natürlich sofort probiert.
Man wird im Wikipedia-LinkScreenshot kaum einen Unterschied sehen, aber ich habe ganze 30 Wikipedia-LinkPixel an Höhe gewonnen. Immerhin. Die Werbung hat mich bisher zwar nie gestört, aber ohne ists natürlich trotzdem besser.

Opera is now registered!Und weil man auf den Screenshots den Unterschied leider kaum erkennen kann, ich aber weder andere noch größere Screenshots machen wollte habe ich noch die Erfolgsmeldung meiner Registrierung festgehalten.
So sieht das also aus, wenn Opera sich freut.

Normalerweise mache ich ja keine Wikipedia-LinkWerbung, aber ich finde Opera ist so ein gutes Produkt, daß ich dafür mit gutem Gewissen und voller Überzeugung werben kann.

Zu guter Letzt verweise ich einmal mehr auf JeenaJeena, der auch mit Freude Opera benutzt und auch mal gern Google-Linkdrüber Jeenaschreibt. So muß das sein. Er verweist auch noch auf ein paar andere Texte zum Thema.


Zum Abschluß noch die Teile fünfundzwanzig und sechsundzwanzig meiner Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße:
05.07.2005, zehn nach vier Uhr mittags, 25°C
05.07.2005, irgendwann zwischen zehn und elf Uhr nachts, 19°C

Kommentare: 1. Geschrieben am 06.07.2005 um 00:20:07 Uhr

Once there was a blog roll. Was.