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bloggen » 05/2005

punktpunktblog

Bahnverfrühung, aber nicht mit mir!

Eigentlich ein netter Grillabend, bis zur Heimfahrt.
Der KVVKVV meinte wohl seine Bahnen früher fahren lassen zu müssen, als auf dem Fahrplan steht. Da ich deswegen eine halbe Stunde warten mußte hab ich beschlossen meinen Unmut in einer Bewerdemail zu äußern.

Deswegen jetzt der Text meiner Beschwerdemail an E-Mail-Adresseinfo@kvv.karlsruhe.de:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich hatte mich über ihr Kontaktformular vor einigen Wochen schoneinmal beschwert. Darauf habe ich jedoch keinerlei Reaktion bekommen, so daß ich nun aus aktuellem Anlaß erneut ein Beschwerdeschreiben verfasse.
Falls ich binnen einer Woche keine Reaktion bekomme werde ich mich eben mit dieser Beschwerde direkt an die Geschäftsleitung wenden.

Es geht darum, daß ihr Unternehmen seinen Kunden offensichtlich die durch Aushangpläne versprochene Leistung dergestalt verwehrt, daß des öfteren kaum Zusammenhänge zwischen den Fahrplänen und den tatsächlichen Abfahrtszeiten von Bussen oder Bahnen des KVV bestehen.


An den Haltestellen TÜV und Wattkopfstraße habe ich in den letzten Wochen mehrmals den Bus verpaßt, weil dieser mehrere Minuten _vor_ der angegebenen Abfahrtszeit bereits lbgefahren ist. Es handelte sich dabei um mindestens drei Minuten, wobei eine "Verfrühung", egal um wieviel Minuten, generell eine Unverschämtheit gegenüber den Kunden ist.


In der Nacht vom 25. auf den 26.05.2005 habe ich nun an der Haltestelle Waldstadt-Zentrum die Straßenbahn der Linie 4 verpaßt, weil diese bereits um 1:22 Uhr anstatt um 1:27 Uhr die Haltestelle verlassen hat.
Ich hab den Türöffner zwar noch berührt, jedoch just in dem Moment als sich die Bahn langsam in Bewegung setzte. Ein aufmerksamer und kundenorientierter Fahrer hätte das zwar bemerken und die Tür nocheinmal kurz öffnen können, aber das tat der Fahrer dieser Bahn nicht.

Als Folge davon mußte ich eine halbe Stunde auf die nächste Bahn warten.
Diese, diesmal mit "E" ansttat mit "4" bezeichnet, fuhr um 1:52 Uhr in die Haltestelle ein.
Ich sah mich daraufhin genötigt die Bahn bis 1:57 Uhr an der Weiterfahrt zu hindern, da sie nach dem Aushangplan erst um 1:57 Uhr die Haltestelle hätte verlassen dürfen. Der Fahrer zeigte sich insofern kooperativ, als daß er meine Forderung gezwungenermaßen erfüllte.
Durch meinen Einsatz konnten dann tatsächlich noch vier weitere Fahrgäste zusteigen.

Nun, es mag sein, daß um diese Uhrzeit noch der veränderte Fahrplan während der Umbauarbeiten gegolten hat, doch leider war dieser schon abgehängt - somit bestand für Ihre Kunden keine Möglichkeit von den geänderten Fahrzeiten zu erfahren.
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen die Weiterfahrt entsprechend zu verzögern.


Nach diesen Vorkommnissen frage ich mich ernsthaft, wofür ich Geld für eine Dienstleistung bezahle, die nicht in der Art und Weise erbracht wird, wie es von Ihnen eigentlich zugesagt wird.

Mit Verspätungen kann man als Kunde zur Not noch leben, bei Verfrühungen hört der Spaß jedoch auf! Es ist schlichtweg eine Unverschämtheit mit seinen Kunden so umzugehen, außerdem frage ich mich auch nach der Sinnhaftigkeit einer "Hotline", die während der Betriebszeiten nicht besetzt ist.


Erklärung zur E-Mail
Nunja, es ist so, daß ich inzwischen wieder von 280 auf etwa normal runter bin, trotzdem mußte ich meinem Ärger über diesen Verein mal wieder Luft machen.
Verfrühungen sind so ziemlich das Ärgerlichste, was ich mir vorstellen kann. Und nachts um halb zwei sind sie gleich doppelt so ärgerlich, weil um diese Uhrzeit nicht mehr so häufig Bahnen fahren.
Für alle, die es interessiert: ich habe die Bahn an der Weiterfahrt gehindert, indem ich einfach in der Lichtschranke der Türe stehen blieb. Der Fahrer hat mir zwar seinen Plan gezeigt, doch leider bringt dies denen nichts, die sich auf die Aushangpläne verlassen.

Die Mail wirkt vielleicht ein wenig lächerlich, aber ich finde es schlichtweg das Letzte, wie der KVVKVV hier mit seinen Kunden umgeht.
Wenn sich nie jemand beschwert, wird sich auch nie etwas ändern, deswegen will ich mich wenigstens beschweren in der Hoffnung, daß ich künftig vielleicht keine Bussen oder Bahnen mehr verpassen muß, weil sie viel zu früh fahren.

Bilder vom Grillabend und ein wenig blabla dazu folgt vielleicht Morgen oder Übermorgen.


Um nun noch meine Temperaturserie an der Haltestelle Rheinhafenstraße ein weiteres mal fortzusetzen präsentiere ich den neunten Teil dieser Reihe:
26.05.2005, halb drei Uhr morgens, 19 °C

Als besondere Zusatzinformation:
Zimmertemperatur am 26.05.2005 um kurz nach vier morgens: 25,1 °C.

Aktuelles .. linken .. kommentieren (0) .. von Götz Bürkle am 26.05.2005 um 04:08:39 Uhr



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zuletzt geändert von Götz Bürkle am 28.01.2009 ..

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